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Waiting in the Dark - Die Nonne von Borley

Shownotes

283: SPOOKY SUNDAY đŸ‘» Es ist Nacht in Borley. Kein Mond ist zu sehen, kein Wind streicht durch die Mauern, da ist nur dieses Pfarrhaus. Es liegt im Dunkeln am Rand des kleinen englischen Dorfes, die Fenster wirken dabei wie schwarze Augenhöhlen. Wer hier wohnt, lernt schnell, dass die nĂ€chtliche Stille trĂŒgerisch ist, denn sobald das Licht ausgeht, beginnt sich etwas anderes bemerkbar zu machen.

Dann hört man sie, die Schritte, nicht draußen, sondern im Haus, langsam und bedacht, als wĂŒrde jemand durch die Flure gehen und genau wissen, wohin er will. Manchmal lĂ€utet eine Glocke, manchmal klopft es an den WĂ€nden, und manchmal, so berichten es die Bewohner, steht sie plötzlich im Garten: eine Nonne, gekleidet in ein dunkles Gewand, das Gesicht blass, der Blick leer. Sobald man versucht, ihr nĂ€her zu kommen, verschwindet sie.

Die Bewohner wechseln, doch die Geschichten bleiben, unabhĂ€ngig voneinander beschreiben sie dieselbe Angst, keine Panik, sondern das sichere GefĂŒhl, nicht allein zu sein. Borley Rectory steht nicht mehr. Doch etwas von diesem Haus ist geblieben.

📖 BĂŒcher:

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💌 Postfach: Laura Regenauer, PO102602, 68026 Mannheim

Nicht vergessen: Am Ende der Folge erwartet euch ein „GĂ€nsehaut to Go“-Moment aus unserer Community & die besten Outtakes der Folge ❀

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Transkript anzeigen

00:00:18: Es ist Nacht in Borlie.

00:00:20: Kein Mond ist zu sehen, kein Wind streicht durch die Mauern – da ist nur dieses Pfarrhaus!

00:00:26: Es liegt im Dunkeln am Rand des kleinen englischen Dorfes.

00:00:28: Die Fenster wirken dabei wie schwarze Augenhöhlen.

00:00:32: Wer hier wohnt und lernt schnell dass die nĂ€chtliche Stille trĂŒgerisch ist Denn sobald das Licht ausgeht beginnt sich etwas anderes bemerkbar zu machen.

00:00:42: Dann hört man sie... ...die Schritte Nicht draußen sondern direkt im Haus selbst.

00:00:49: Langsam und bedacht, als wĂŒrde jemand durch die Flure gehen und genau wissen wohin er will.

00:00:54: Manchmal lĂ€utet eine Glocke, manchmal klopft es an den WĂ€nden – und manchmal, so berichten erst die Bewohner, steht sie plötzlich im Garten!

00:01:04: Eine Nonne gekleidet in ein dunkles Gewand.

00:01:06: das Gesicht ist blass der Blick leer.

00:01:09: Sobald man versucht ihr nÀher zu kommen verschwindet sie.

00:01:14: Die Bewohner wechseln, doch die Geschichten bleiben.

00:01:17: UnabhĂ€ngig voneinander beschreiben sie dieselbe Angst – keine Panik, sondern das sichere GefĂŒhl nicht allein zu sein!

00:01:26: Bolly Ractory steht nicht mehr, doch etwas von diesem Haus ist geblieben und es wartet
.

00:01:48: Ja.

00:01:50: Und du packst hier diese Einleitung aus?

00:01:52: Mhm, es tut mir sehr leid wirklich!

00:01:54: Ja das sollte es auf jeden Fall auch und damit ein herzliches Hello an unsere True Crime und Paranormal Activity Junkies bekommen.

00:02:03: zurĂŒck bei Ice in the Dark Euren Blick ins Dunkel der Waren Verbrechen.

00:02:09: Ich bin Sarah...

00:02:10: ...und ich bin Laura Und jeden Sonntag öffnen wir fĂŒr euch ja normalerweise ein neues Kapitel echter KriminalfĂ€lle, aber einmal im Monat heißt es Spooky Sunday und er steht heute wieder an wie ihr schon an der Einleitung gehört habt.

00:02:24: Es wird auf jeden Fall unheimlich!

00:02:27: Ja also das hast du auf jeden fall schon vorweggenommen mit deiner Einleitung.

00:02:32: Ich muss sagen ich fĂŒhl mich leicht unwohl.

00:02:37: Ich habe auf jedenfall Schiss Und ich musste auch direkt an den Film The Nun denken.

00:02:43: Hast du den gesehen?

00:02:44: Haben wir den

00:02:44: gesehen?!

00:02:45: Ja, ich weiß gar nicht mal ob wir den zusammen geschaut haben aber ich habe auf jeden Fall auch beide Teile gesehen und ich wollte dich auch noch was dazu fragen.

00:02:53: also ich hatte das mir auch notiert dass mich das nÀmlich auch direkt in die Filme erinnert hat.

00:02:58: Was wolltest du da fragen?

00:02:59: Also ich wollte Dich fragen ob Du vermutest dass die Filmer auf dem heutigen Spooky Sunday basieren könnten.

00:03:06: Ich könnte es schon vorstellen dass das zumindest Waage auf wahren Begebenheiten beruht.

00:03:12: Weil, also wir haben ja in unserem Podcast jetzt schon echt einige FĂ€lle besprochen von dem man hört und denken wĂŒrde, das kann nicht sein!

00:03:20: Das ist nicht echt... Also ... Von Annabelle bis hin zu Robert der Puppe bis hin ganz ganz vielen anderen paranormalen Geschehnissen die halt eigentlich klingen als wenn sie einfach fiktional aber es nicht sind.

00:03:37: Zumindest Bis zu einem gewissen Grad nicht.

00:03:39: Zu ihm könnte ich mir das schon vorstellen?

00:03:42: Also es gibt verschiedene Quellen dazu, also einige Quellen sagen dass die Filme davon inspiriert wurden andere sagen was es rein gar nichts damit zu tun hat und dass die Warrens dann einen anderen Fall herangezogen haben.

00:03:59: Also so eine ganz klare Antwort auf die Frage konnte ich nicht finden, also es heißt mal so und mal so.

00:04:06: Aber sprechen wir dann heute ĂŒber die Warrants oder sprechen wir denn heute komplett losgelöst von diesen beiden Filmen?

00:04:13: Ja, komplett los gelöst.

00:04:15: Ich bin sehr, sehr gespannt!

00:04:17: Ich hab echt ein bisschen Schiss... aber auch euch allen jetzt einmal raten, dass ihr es euch bequem macht stellt euch euer emotional Support getrÀnkt bereit.

00:04:28: ich bin mir sehr sicher das wir das heute alle gebrauchen können.

00:04:32: und taucht mit uns ein ins Dunkel

00:04:40: vorwÀrts.

00:04:41: gleich gemeinsam ins Dunkel abtauchen und uns heute richtig gruseln werden, versprochen.

00:04:47: Habe ich noch eine etwas schönere Frage mal an dich?

00:04:50: Wenn ihr da draußen die Folge hört dann ist der Valentinstag ja schon vorbei.

00:04:55: aber jetzt am Tag, an dem wir die Folge aufnehmen steht er uns noch bevor und ich wollte von dir wissen was du dann Schönes am Valentinstak geplant hast

00:05:04: Also bisher tatsÀchlich noch gar nicht mal so viel.

00:05:08: Wie du ja weißt, sind wir gerade wieder so ein bisschen im Viserstress.

00:05:11: Und da gibt's oder gab es jetzt einiges zu erledigen?

00:05:15: Ich bekomme aber jetzt schon tatsÀchlich... Das sind die Vorteile.

00:05:19: wenn man einen indischen Partner hat jeden Tag weil Raja ist ja grade nicht da der kommt erst morgen.

00:05:24: dann wieder eine Nachricht!

00:05:27: Weil in Indien wird der Valentinstag ja nicht nur am vierzehnten gefeiert sondern Schon frĂŒher.

00:05:34: Ich weiß nicht, ob ich dir das schon mal erzĂ€hlt habe aber Das fĂ€ngt quasi am siebten Februar an Und geht dann eine ganze Woche und gipfelt dann im Valentinstag.

00:05:44: Heavy

00:05:44: schön.

00:05:46: Also da startet mit dem Rose Day Dann gibt's den Proposeday Aber hier bevor irgendjemand denkt Ich hab keine Antrag bekommen also es ist alles beim Alten.

00:05:56: Ja

00:05:57: Dann der Chocolate day Teddyday Promise day Hack day Kiss day Und dann eben der Valentine's Day.

00:06:05: Also wirklich so eine komplette Woche, die Liebe gewidmet.

00:06:08: Finde ich irgendwie schon auch sweet!

00:06:10: Ich liebe alles daran weil es erinnert mich auch daran dass du ja auch eigentlich deinen Geburtstag auf eine Woche ziehst und ne Birthday-Date

00:06:18: machst

00:06:19: und das finde ich mit dem Valentinstag find' ich das auch eine richtig schöne Idee.

00:06:22: Ja voll, ich fand das auch richtig cool.

00:06:25: Ich bin ja nicht unbedingt der grĂ¶ĂŸte Valentinstage Mensch.

00:06:30: Ich will da schon zelebrieren.

00:06:33: Wie sagt man?

00:06:34: Man feiert die Feuertage so, wie sie fallen.

00:06:37: Ja und deswegen macht es auch ich will das dann schon auch feiern und zelebrieren.

00:06:42: aber im Endeffekt wissen wir ja schon alle ist ein riesiges PR-Ding.

00:06:48: Aber ich mag's trotzdem irgendwie Ich finde das irgendwie trotzdem sweet!

00:06:52: Ja ich auch total.

00:06:53: Und was machst du an Valentinstag?

00:06:55: Ich glaube ich weiß es sogar schon oder?

00:06:58: Also mein Partner ist ja geschÀftlich gerade unterwegs.

00:07:00: Deswegen bin Allein am Valentinstag und meinem Plan ist es.

00:07:04: Ich freue mich richtig drauf!

00:07:06: Also erst mal möchte ich so den Vormittag Zeit mit mir verbringen, und mir liebe Schenken... also ich darf an dem Tag nach den zwei Wochen nach meinem Mini-Eingriff zum ersten Mal wieder in das Fitnessstudio, ich darf wieder Sport machen.

00:07:22: Das möchte ich an dem tag machen dann vielleicht ein schön Kaffee trinken gehen und abends gehe ich mit zwei eng freundinnen essen.

00:07:29: Und da freue ich mich auch voll drauf, weil wir den Valentinstag einfach zusammen feiern.

00:07:33: Ja das finde ich auch voll schön!

00:07:36: Also ich find, Valentinstags kannst du halt wirklich auch mit deinen Freundinnen feiern, einfach mit deinen Besties so einen schönen schönen, schönen Tag der liebe Feiern, weil das ist ja genauso liebe?

00:07:48: Ja und das muss man eigentlich viel öfter zelebrieren.

00:07:51: Ja voll auf jeden Fall.

00:07:52: Ich finds es richtig, richtig

00:07:53: cool.

00:07:54: Da musste ich auch dran denken Sarah, wir waren doch mal am Valentinstag zusammen in Australien und waren dann auch richtig schön italienisch essen.

00:08:02: Ja,

00:08:02: oh mein Gott das war auch so schön!

00:08:04: Das war ich glaube ungelogenes von einer der schönsten Valentinstage die ich jemals hatte.

00:08:09: Ja der war richtig richtig schön.

00:08:11: Ja voll ja und tatsÀchlich aber es ist jetzt ein bisschen crusher.

00:08:17: um ehrlich zu sein sprechen wir in unserer letzten Folge ĂŒber einen wahren Kriminalfall, der sich an Valentinstag zugetragen hat.

00:08:27: Also da hat sich ja jemand genau dieses Datum auch ausgesucht.

00:08:32: Wenn ihr die Folge also noch nicht gehört habt dann hört er unbedingt rein!

00:08:37: Ja...also ist es auch ein Fall, der mich richtig krass berĂŒhrt hat.

00:08:41: Ja absolut das ist ein ganz ganz ganz furchtbarer Fall.

00:08:45: aber dann wĂŒrde ich sagen Verabschieden wir uns vor heute von Warenverbrechen und wenden uns dem ĂŒbernatĂŒrlichen Paranomalen zu.

00:08:54: Laura, sollen wir anfangen?

00:08:57: Ja sehr gerne sogar!

00:08:59: Wir schreiben das Jahr, aus der dunkel verschachtelte Backsteinbau, welcher spÀter als das meist heimgesuchte Haus Englerns bekannt werden wird entsteht.

00:09:10: Das Haus steht abseits des Dorfes Borley zwischen Feldern, AltenbĂ€umen und nahe der schmalen Landstraße die Sudbury- und Longmailfeld miteinander verbindet.

00:09:19: Gerade in der Nachtweg dieser Ort isoliert und komplett abgeschnitten von der restlichen Umgebung.

00:09:25: Es gibt weit und breit keine Nachbarn – kaum Licht nur Dunkelheit und eine ohrenbetĂ€ubende Stille.

00:09:33: Insgesamt besteht das Haus aus dreiundzwanzig Zimmern und spiegelt dem Puginstil wieder.

00:09:38: Die Architektur wiegt also weniger, als die eines gewöhnlichen Wohnhauses.

00:09:42: Sondern eher wie die eines kleinen Klosters.

00:09:45: Spitzebögen, schmale Flure, asymetrische RÀume und Winkel in denen das Licht nicht verweilt sondern

00:09:51: verschwindet.".

00:09:53: Und Sarah ich habe auch in unser Skript mal zwei Fotos von dem Haus gepackt dass du dir mal vorstellen kannst wo wir uns befinden?

00:10:02: Ich wĂŒrde gerne von dir wissen was so dein erster Eindruck vom Haus insgesamt ist!

00:10:07: Also wenn ich jetzt so ein bisschen unvorbelasteter reingehen wĂŒrde, wĂŒrde ich mir denken.

00:10:12: Wow!

00:10:12: Das ist eine richtig, richtig schönes Anwesen.

00:10:16: also das ist so ein richtig schönnes altes BacksteingebĂ€ude mit weißen Fensterrahmen und ich finde es sieht super, super schön und idyllisch aus.

00:10:25: da ist ja auch viel grĂŒn außen rum.

00:10:28: dadurch dass sich aber schon echt gerne auch Horrorfilme schauen finde.

00:10:33: ich hat das instant zu einem sehr unheimlichen Touch, weil es eben sehr abgelegen aussieht.

00:10:39: Sehr alt also.

00:10:40: man weiß nicht was sich da vielleicht alle schon in diesem Haus aufgehalten hat?

00:10:45: Was ich dazu getragen hatte und was sich dann auch ein bisschen eingenistert hat.

00:10:51: Und ich finde wirklich diese Kulisse wĂŒrde eigentlich perfekt in jeden Horrorfilm passen?

00:10:58: Ja, finde ich auch und mir ging es ganz genauso.

00:11:01: Als ich das Haus gesehen habe wusste ich ja schon in welche Richtung meine Recherche geht.

00:11:06: aber ich dachte auch gerade als ich das obere Bild gesehen hab da sind ein paar Leute irgendwie vor.

00:11:11: dem haus sieht relativ groß aus.

00:11:13: wo ich dachte achja jetzt da sitzen unten Buch lesen kann Ich mich auch schon sehr schön vorstellen.

00:11:18: Aber ich finde auch wenn man weiß dass hier vielleicht ein paar unheimliche Dinge passieren wirkt das irgendwie bisschen bedrohlich.

00:11:26: alles

00:11:27: Ja, und es wirkt passend.

00:11:29: Also es passt wirklich zusammen!

00:11:32: Das Haus wirkt von Anfang an unruhig und schwer – fast so als sei es nicht dafĂŒr gemacht bewohnt zu werden.

00:11:39: Hohe BÀume umgeben das GebÀude und durch das GelÀnde hindurch schlÀngelt sich ein schmaler Weg der sogenannte Nonnenpfad.

00:11:47: Dieser Name lĂ€sst sich auf die Geschichten zurĂŒckfĂŒhren, die man sich seit Jahrzehnten in der Umgebung erzĂ€hlt.

00:11:53: Die Art von Geschichten, die einen Nachts nicht mehr einschlafen lassen.

00:11:57: Genau hier, so heißt es, standen einst die GebĂ€ude eines mittelalterlichen Klosters.

00:12:03: Im vierzehnten Jahrhundert soll einem Mann eine verbotene Liebesbeziehung mit einer Nonne aus einem benachbarten Konvent gefĂŒhrt haben.

00:12:09: Als die AffĂ€reauflug folgte ein grausames Urteil – der Mann soll hingerichtet und die Nonne bei lebendigem Leib in das Kellergewölbe eingemauert worden sein.

00:12:20: Seitdem, so erzÀhlen es die Menschen in Bolli, erscheine ihr Geist in der Gegend und wandere rastlos den Nonnpfad entlang.

00:12:27: In einigen Quellen ist davon die Rede, dass es sich bei dem Mann um einen Mönch gehandelt haben soll – aber so wie ich das verstanden habe, ist das ein Fakt, der der Story nach und nach hinzugedichtet

00:12:38: wurde.".

00:12:38: Lange bevor das Pfarrhaus gebaut wird berichten Dorfbewohner außerdem von einer geisterhaften Kutsche und von der Erscheinung eines kopflosen Mannes.

00:12:48: Als im Jahr eighteenhundertsechzig schließlich das Pfarrhaus an jenem unheilvollen Ort errichtet wird, scheint sich die Unruhe nicht zu lösen.

00:12:55: Sie verdichtet sich!

00:12:57: Das GebĂ€ude ist ein sogenanntes Rectory – also kein gewöhnliches Wohnhaus sondern das offizielle Pfarrhaus der Anglikanischen Kirche bestimmt als Wohn- und Arbeitsort des örtlichen Reverents.

00:13:10: Von hier aus verwaltet er die Gemeinde, hĂ€lt Gottesdienste, spende Trost und wacht ĂŒber Moralundordnung im Dorf.

00:13:17: Reverend Henry Dawson Alice Bull zieht gemeinsam mit seiner Frau Caroline Sarah Fuster und den insgesamt vierzehn Kindern in dieses Haus ein, und ĂŒbernimmt damit nicht nur einen Amt sondern eine stĂ€ndige PrĂ€senz an einem Ort der seit Jahrhunderten als unheilvoll gilt.

00:13:33: Kaum ist das Haus mit Leben gefĂŒllt scheint es auf die neuen Bewohner zu reagieren.

00:13:37: Die einzelne Mitglieder der Familie beginnen immer wieder Schritte hinter sich zu hören – diese Schritte kommen sehr dicht heran!

00:13:46: So dicht dass man innehÀlt, so dicht das man sich zwingt, sich umzutrehen.

00:13:52: Doch wenn es dann tut ist da niemand!

00:13:55: Die Flore liegen leer und alle TĂŒren stehen still.

00:13:59: Ein Klopfen kommt aus den WĂ€nden – erst vereinzelt, dann regelmĂ€ĂŸig als wĂŒrde etwas versuchen sich bemerkbar zu machen.

00:14:07: GerÀusche scheinen sich durchs Haus zu bewegen wandern von Raum zu Raum ohne das ich ihr Ursprung finden lÀsst.

00:14:14: Immer wieder lÀutet die Dienerklingel, obwohl man nicht nachvollziehen kann wer sie gerade betÀtigt haben soll.

00:14:21: Und diese Dienerklingel muss ich glaube ich kurz erklĂ€ren Denn in HĂ€usern wie Boiley Rectory sind mechanische Dienerclingeln sehr ĂŒblich.

00:14:30: Also es gibt keinen Strom und auch keine Elektronik.

00:14:33: In den Wohn- und SchlafrÀumen sind also kleine Zugknöpfe oder Griffe angebracht.

00:14:39: Wenn man daran zieht spannt sich ein dĂŒnner Draht der oft durch WĂ€nde Decken und SchĂ€chte bis in den Dienstbereich fĂŒhrt, meist in die KĂŒche oder einen Flur.

00:14:49: Und genau dort hÀngt dann diese Glocke.

00:14:52: Und wird der Draht bewegt?

00:14:54: SchlÀgt sie an!

00:14:55: Das System ist simpel direkt und gut nachvollziehbar.

00:14:59: Und das kann man sich vielleicht so vorstellen wie in manchen Bussen.

00:15:02: Also es gibt ja Busse wo auch ... wie so eine Schnur Am Fenster entlang gespannt wird bis ganz hinten und wenn du an dieser Schnur ziehst, dann weiß der Busfahrer das du bei der nĂ€chsten Station rausgehen möchtest.

00:15:15: Diese Dritte im Haus sind sichtbar verlegt oder zumindest nachvollziehbar gefĂŒhrt.

00:15:20: Wenn eine Klingel lĂ€utet kann man normalerweise eben zurĂŒckverfolgen in welchem Raum diese ausgelöst wurde.

00:15:27: Ein selbststÀndiges Leuten gilt also als sehr ungewöhnlich!

00:15:31: Im Jahr eighteenhundertfĂŒnfundsiebzig wird das Pfarrhaus erweitert.

00:15:35: Ein zusĂ€tzlicher FlĂŒgel entsteht, um der großen Familie genĂŒgend Platz zu bieten.

00:15:40: Es gibt von nun an also mehr RĂ€ume, mehr TĂŒre und mehr Flure aber damit auch mehr Winkel in denen sich die beunruhigende Stille sammeln kann.

00:15:49: Unter dem Haus und in seiner unmittelbaren Umgebung finden sich Spuren Ă€lterer Bausubstanz – gemauerte HohlrĂ€ume und unterirdische DurchgĂ€nge deren Ursprungen nie ganz geklĂ€rt wird!

00:16:01: Es ist also nichts, was offenzugÀnglich wÀre und nichts das man problemlos betreten könnte.

00:16:06: Es sind eher Fragmente einer Vergangenheit die unter dem GebÀude noch weiter

00:16:11: besteht.".

00:16:12: Eine Zeit lang scheint der noch Ruhe einzukern – Der Alltag hĂ€lt Einzug!

00:16:17: Stimmen fĂŒllen das Haus Und dass laute Kinder lachen halt durch die GĂ€nge.

00:16:21: Doch wenn der Abend kommt Wenn die Sonne am Horizont verschwindet Und das GelÀnde in Dunkelheit versinkt Zeigt sich etwas anderes Eine dunkle weibliche Gestalt.

00:16:32: Nacht fĂŒr Nacht soll sie ĂŒber das GrundstĂŒck wandern, lautlos langsam und immer entlang des Nonnenfades.

00:16:40: Ihre Gestalt erscheint so hĂ€ufig und so nah, dass wohl schließlich eines der Fenster zumauern lĂ€sst von dem aus sie besonders gut zu sehen ist – Aus Angst?

00:16:50: Aus Verzweiflung oder aus dem Mund heraus etwas auszusperren, das nicht ins Haus gehört!

00:16:57: Doch der Plan geht nicht auf, das Haus wird danach nicht stiller.

00:17:01: Nach und nach scheinen sich GegenstĂ€nde von selbst zu bewegen und im Garten tauchen dunkle Schatten auf die langsam ĂŒber den Nonnenfahrt gleiten – als hĂ€tten sie ihren Weg lĂ€ngst gefunden!

00:17:12: WÀhrend all dieser Jahre beginnt Henrys Àltester Sohn, ebenfalls Henry genannt, seinem Vater bei den Aufgaben im Rectory zur Seite zu stehen.

00:17:20: Immer öfter fĂŒhrt auch ErgesprĂ€che mit Dorfbewohnern hört sich Sorgen und Fragen an und kĂŒmmert sich um das Wohlergehen der Gemeinde.

00:17:28: Und so ergibt es Sinn, dass Henry

00:17:29: Jr.,

00:17:30: auch Harry genannt, das Amt nach dem Tod seines Vaters ĂŒbernimmt.

00:17:34: Harry kennt jeden Flur jedes knachende Brett und jeden Schatten, der sich an den WĂ€nden verliert.

00:17:40: Doch die Stimmen, Schritte und Erscheinungen, die schon seinen Vater begleitet haben werden auch ihn nicht

00:17:46: verschonen.".

00:17:47: Mit der Zeit beginnen sich auch die Menschen zu verÀndern, die in einem Haus arbeiten!

00:17:52: Bedienstete halten es nicht mehr aus, kĂŒndigen und verlassen das Fahrhaus oft ĂŒberstĂŒrzt und kehren danach nie wieder zurĂŒck.

00:18:00: Neue Helfer bleiben nur kurz – und manche weigern sich von vornherein ihre Arbeit dort ĂŒberhaupt aufzunehmen.

00:18:06: ZurĂŒck bleiben nur diejenigen, die bleiben mĂŒssen!

00:18:10: Die unheimlichen Vorkommnisse verweben sich mit Harrys eigener Geschichte und lassen Bully Rectory weiteratmen lange nachdem sein Vater gegangen ist
.

00:18:20: XXVIII.

00:18:21: Juli, XIXHundert.

00:18:23: Als drei von Harrys Schwestern an diesem Abend nach einer Feier im Ort nach Bollie Ractory zurĂŒckkehren sehen sie die Nonne zum ersten Mal selbst.

00:18:31: Es ist spĂ€t und die Dunkelheit liegt bereits schwer ĂŒber dem GelĂ€nde.

00:18:35: als sie das Tor passieren und auf das Haus zu gehen fÀllt ihr Blick auf den nonnen Pfad.

00:18:40: dort steht eine Gestalt schwarz gekleidet völlig unbeweglich.

00:18:46: doch dann setzt sie sich in Bewegung allerdings nicht mit Schritten, sondern gleitend als wĂŒrde sie ĂŒber den Boden schweben.

00:18:53: FĂŒr einen Moment bleiben die Schwestern wie erstart stehen – eine von ihnen bekommt Panik, wendet sich ab und lĂ€uft ins Haus um die Ă€ltere Schwester Caroline zu holen.

00:19:03: Und diese reagiert gefasst!

00:19:05: Sie beschwichtigt die anderen, sagt es sei vermutlich nur eine Nonne aus der Gegend
.

00:19:10: vielleicht habe sie sicher verirrt?

00:19:12: Sie beschließt also hinauszugehen und nachzufragen ob alles in Ordnung

00:19:16: sei.".

00:19:16: Doch als Caroline sich der Gestalt nÀhert, verschwindet sie.

00:19:21: Nicht hastig und auch nicht fluchtartig, sondern sie ist von jetzt auf den anderen Moment plötzlich verschwunden!

00:19:30: In ein Wochen danach wird die Nonne immer wieder gesehen – mal steht sie draußen im Blick durch die Fenster ins Haus, mal scheint sie im Inneren zu stehen und nach draußen zu starren — reglos still und beobachtend
.

00:19:43: Und jedes Mal verschwindet sie, sobald jemand versucht ihr nÀher zu kommen.

00:19:47: Doch es bleibt nicht nur beim Erscheinen der Nonne – in einer zunĂ€chst ruhigen Nacht liegt Effel eine der Schwestern halb wach, halb im Schlaf in ihrem Bett!

00:19:56: Das Haus ist still, so still dass jedes leise Knacken der Balken auffÀllt.

00:20:03: Effel spĂŒrt dieses GefĂŒhl das sich nicht benennen lĂ€sst — als hĂ€tte sich etwas im Raum verĂ€ndert.

00:20:09: Die Luft wirkt schwerer und irgendwie nÀher
.

00:20:12: Als sie die Augen öffnet, steht am Fußende ihres Bettes ein alter Mann mit großem Hut.

00:20:18: Seine Gestalt ist dunkel und unscharf als wĂŒrde das Licht um ihn herum zurĂŒckweichen.

00:20:24: Er sagt nichts, er bewegt sich nicht – er schaut sie einfach nur an!

00:20:29: Effel wird sich aufrichten doch ihr Körper gehorcht ihr nicht.

00:20:33: Dann senkt sich das Bett neben ihr ganz langsam as wĂŒrde sich jemand setzen.

00:20:39: Sie spĂŒrt deutlich das Gewicht und die Bewegung der Matratze, die NĂ€he eines Körpers ohne dass da jemand ist den sie sieht.

00:20:47: Sie Kunden vergehen vielleicht Minuten.

00:20:49: Ihr Atem wird flach jeder Herzschlag trönt ihr laut in den Ohren Und dann verschwindet die Erscheinungen so plötzlich wie sie gekommen war.

00:20:59: ZurĂŒck bleibt die Dunkelheit und das sichere GefĂŒhl, dass sie in dieser Nacht nicht allein gewesen ist.

00:21:06: Weißt du, wie das im ersten Moment fĂŒr mich klingt?

00:21:09: So ein

00:21:10: bisschen wie eine Schlafparalyse.

00:21:12: Ich

00:21:13: meine wir haben ein paar mal auch Nachrichten damals bekommen als wir danach gefragt hatten fĂŒr die David-Folge und da haben einige auch geschrieben dass sie auch schon gespĂŒrt haben wie sich jemand oder etwas ein Hund beispielsweise zu ihnen aufs Bett gesetzt hat oder sich an ihren RĂŒcken gelegt hat.

00:21:33: also Sie haben es auch richtig gespĂŒrt Aber da war halt nix.

00:21:37: Das könnte ja schon vielleicht auch so was gewesen sein?

00:21:40: Ja, finde ich auch weil das war auch so mit meinem erster Gedanke, auch weil sie beschrieben hat dass die die Augen öffnen konnte aber ihren Körper nicht bewegen konnte.

00:21:49: und

00:21:50: Ich hatte ja vor kurz in meiner allererste Schlafparalyse.

00:21:54: Und ja stimmt

00:21:56: Da habe ich ja auch etwas gehört und hab auch eine Bewegung gespĂŒrt vom Bett.

00:22:02: Ich komm mir das vorher nie so vorstellen, wie Realsicht es anfĂŒhlt.

00:22:06: Aber das ist wirklich heftig!

00:22:08: Also ich war der feste Überzeugung dass hier gerade das Bett bewegt wird und dass grade jemand neben mir liegt, der gerade eine GummibĂ€rchentĂŒte aufmacht Und... ...ich finde alles wie sie das beschreibt passt ganz genau zu einer Schlafparalyse.

00:22:22: Ja voll, voll!

00:22:24: Und jetzt ist ja auch voll.

00:22:25: gut, dass du eben sagen kannst ey das fĂŒhlt sich Sau echt an.

00:22:30: Weil ich kann mir das auch nicht vorstellen, ich hatte das ja auch noch nie.

00:22:33: Ich hatte ja einmal nach meiner intensiven Recherche zur David-Folge, dass ich dachte vielleicht hatte ich eine, vielleicht war es aber auch nur ein sehr intensiver Traum.

00:22:46: und ich glaube aber tatsÀchlich, wenn du dir unsicher bist ob's ne Schlafparalyse war dann wars wahrscheinlich keine.

00:22:53: also ich glaub da was wirklich einfach ein sehr intensiver Traun weil so wie ich das bisher gehört habe war den meisten schon sehr, sehr klar.

00:23:02: Das war mehr als einfach nur ein schlechter Traum.

00:23:05: Das hat sich halt echt angefĂŒhlt und ich kann mir das ja gar nicht vorstellen um ehrlich zu sein, gar nicht!

00:23:12: Ich kann mir es vorher auch nicht vorstellen und ich hatte so eine Panik, als ich das hatte.

00:23:18: also ich fand's richtig unheimlich.

00:23:20: Und ich kann dir vorstellen dass gerade wenn du in so einem Haus lebst wo auch viele unheimliche Sachen passieren Und du vorher schon irgendwelche Erscheinungen gesehen hast, dass du ... Wenn du eine Schlafparalyser hast.

00:23:32: Dass dann da auch so mit einbaust irgendwie?

00:23:34: Also gerade, dass Du dann ne andere Erscheinung siehst und das dann irgendwie bekrÀftigt wird weil Du Dich halt wahrscheinlich schon sehr viel generell damit beschÀftigst.

00:23:44: Ja aber was ich spannend finde ist... Das ist hier nicht um die Nonne-Gang sondern um einen Mann mit Hut.

00:23:53: Ich frag mich halt wie das da rein spielt.

00:23:55: also warum Das?

00:23:58: Was hat's damit auf sich, weißt du was ich mein.

00:24:00: Also gibt es da irgendwelche Theorien?

00:24:03: Ich kann eine Sache vorwegnehmen und zwar dass dieser Mann nicht mehr auftaucht.

00:24:07: zumindest wird er in den Quellen nicht mehr erwÀhnt.

00:24:10: die Nonne wird allerdings sehr hÀufig noch erwÀhmt werden.

00:24:15: also das finde ich passt natĂŒrlich sehr dazu dass es einfach ne Schlafparalyse war Dass ihr ja unter Bewusstsein vielleicht irgendeine unheimliche Gestalt da geformt hat, ne?

00:24:26: Nicht mal.

00:24:27: Aber es ist kein richtiges paranormales Ereignis war irgendwie.

00:24:32: Ja genau das wĂŒrde ich nĂ€mlich auch denken dass das dann eher fĂŒr sowas spricht irgendwie.

00:24:37: So alles in allem!

00:24:38: Auch wirklich, dass sie ihren Körper nicht bewegen konnte aber ihre Augen schon öffnen konnte all diese Dinge wirken fĂŒr mich so ein bisschen so... Es wĂ€re das einfach eine Schlafparalyse gewesen bestimmt aus so'n bisschen herausgekitzelt oder vielleicht auch so'nn bisschen bedingt Durch das, was da im Haus passiert?

00:24:57: Ja.

00:24:58: Aber ja... ich glaube losgelöst von allen anderen Geschehnissen.

00:25:02: Mhm!

00:25:02: WÀhrend die Schwester mit Angst auf die Erscheinungen reagieren verhÀlt sich Harry anders.

00:25:07: schon frĂŒh verspĂŒrt er eine eigentĂŒmliche Faszination fĂŒr das Paranormale.

00:25:12: Wo andere erschrecken beobachtet er wo andere fliehen wollen bleibt er stehen.

00:25:17: Gemeinsam mit seinem Vater hatte er vor dessen Tod Im Garten ein kleines Sommerhaus mit direktem Blick auf den nonnen Pfad errichtet Also genau dort, wo die Gestalt immer wieder gesehen wird.

00:25:29: Harry verbringt viel Zeit an diesem Ort, schaut hinaus und

00:25:32: wartet.".

00:25:33: Er spricht offen darĂŒber, dass ihn die PhĂ€nomene nicht beunruhigen sondern er anziehen.

00:25:38: Berichten zuvor gesagt er einmal fast schon beilĂ€ufig das er selbst nach seinem Tod bleiben werde – dass er wenn er gestorben sei Dinge durch das Haus werfen wolle.

00:25:48: Nicht aus Boshaftigkeit, sondern um seiner Familie zu zeigen, dass er noch da ist!

00:25:54: dass sein Geist nicht gegangen sei.

00:25:56: Und genau diesen Punkt merken wir uns an dieser Stelle

00:25:59: einmal.".

00:26:00: Am neunten Juni, die JĂŒnger im Jahrzehntel war, stirbt Harry Bull in dem selben Raum, in dem Jahre zuvor bereits seinen Vater seinen letzten Atemzug getĂ€tigt hatte.

00:26:10: Mit seinem Schrot endet eine Generation, die Boiley Rectory von Anfang an geprÀgt hat und auch nach Harrys Tod soll das Pfarrhaus nicht lange unbesetzt bleiben!

00:26:21: Der Posten des Reverents wird demnach neu ausgeschrieben.

00:26:24: Insgesamt zwölf MĂ€nnern werden angeboten, Balli Rectury zu ĂŒbernehmen – doch keiner von ihnen nimmt an!

00:26:32: Die GrĂŒnde Ă€hneln sich.

00:26:34: Das Haus hat einen Ruf.

00:26:36: Berichte ĂŒber nĂ€chtliche Erscheinungen, ĂŒber GerĂ€usche und eine AtmosphĂ€re, die sich nicht abschĂŒtteln lĂ€sst.

00:26:42: All diese Beschreibungen sind lĂ€ngst ĂŒber das Dorf hinaus bekannt.

00:26:47: Manche der MĂ€nner betreten das GebĂ€ude nur einmal, andere lehnen ab ohne es ĂŒberhaupt je in real life gesehen zu haben.

00:26:55: So bleibt Bolli Rectory zunÀchst leer, Wochen vergehen dann Monate.

00:27:00: Das Haus steht still Die Fenster bleiben dunkel und die Flore sind weiterhin ungenutzt Und doch verschwindet das GefĂŒhl nicht dass es beobachtet wird.

00:27:11: Schließlich im Jahrundneunzehnhundertundzwanzig findet sich ein paar das bereit ist in das Spukhaus einzuziehen Reverend Guy Eric Smith und seine Frau.

00:27:21: Sie kennen die Geschichten rund um die Geistererscheinungen ziemlich gut, doch sie halten Abstand zu Aberglauben, halten sich selbst fĂŒr Rational-und NĂŒchtern.

00:27:30: Sie glauben dass sich alles was hier geschehen ist sicher erklĂ€ren lĂ€sst – das Bolly-Ractory einfach ein altes Haus ist nicht mehr und nicht weniger!

00:27:40: Und so beziehen sie schließlich ihr neues Heim.

00:27:43: SchrĂ€nke werden ausgerĂ€umt TĂŒren aufgestoßen, RĂ€ume betreten die lange verschlossen waren und nach Staub- und Stillstand riechen.

00:27:51: Doch schon einen Tag nach dem Einzug stĂ¶ĂŸt Mrs Smith dabei auf etwas das nicht hierher gehört und ihren Blick auf das Haus nachhaltig prĂ€gen wird.

00:28:01: In einem KĂŒchenschrank zwischen gewöhnlichen HaushaltsgegenstĂ€nden liegt ein menschlicher SchĂ€del sorgfĂ€ltig im braunes Packpapier gewickelt, als habe ihn jemand bewusst verborgen oder sogar aufbewahrt.

00:28:16: Er scheint von einer jungen Frau zu stammen, lÀsst sich jedoch keiner bekannten Person zuordnen.

00:28:22: Der SchĂ€del wird spĂ€ter beerdigt doch das GefĂŒhl etwas freigelegt zu haben bleibt!

00:28:28: Es wĂ€re mit diesem Fund eine Grenze ĂŒberschritten worden.

00:28:32: In den Tagen danach hÀufen sich die Vorkommnisse.

00:28:34: Schritte sind in leeren RĂ€umen zu hören – manchmal nah Manchmal entfernt, es wĂŒrde jemand immer wieder durch das Haus gehen.

00:28:43: Lichter erscheinen nachts in Fenstern, in denen niemand steht – die Dienerklingel leutet obwohl sie defekt ist und niemand in ihrer NĂ€he sein kann!

00:28:52: Und immer wieder soll nachts eine dunkle Kutsche mit zwei kopflosen MĂ€nnern lautlos um das Haus

00:28:58: fahren.".

00:28:59: In einer dieser NÀchte ist das GerÀusch der Schritte so deutlich dass Reverend Smith glaubt, jemand sei in das Haus eingebrochen.

00:29:06: Er hört sie nĂ€her kommen Schritt fĂŒr Schritt.

00:29:11: Also zieht er sich in eine Ecke zurĂŒck, dabei hĂ€lt er einen Hockey-SchlĂ€ger fest in der Hand – erwartet!

00:29:18: Den Blick auf den Flur gerechtet, den Körper angespannt.

00:29:22: Als die Schritte direkt vor ihm zu sein scheint, schlÀgt er zu.

00:29:26: Der SchlÀger fÀhrt durch die Luft und trifft nichts.

00:29:30: Niemand steht vor ihm doch die Schritten enden nicht.

00:29:34: sie gehen weiter ziehen an ihm vorbei den Flur entlang.

00:29:39: Die GerĂ€usche, die Erscheinungen das GefĂŒhl nicht allein zu sein – all das beginnt im Alltag des Ehepaares zu ĂŒberlagern!

00:29:47: Im Jahr neunzehntneunundzwanzig entscheiden sich die Smiths anschließend Hilfe von außen zu suchen.

00:29:53: So wenden sie sich an den Daily Mirror.

00:29:55: Sie hoffen auf eine ErklÀrung und RationalitÀt vielleicht sogar auf eine Art Entlastung.

00:30:01: Doch mit diesem Schritt verÀndert sich etwas Grundlegendes
.

00:30:04: Was zuvor nur hinter vorgehaltener Hand erzÀhlt wurde, steht schon bald gedruckt in einer landesweiten Zeitung.

00:30:10: Wally Rectory ist von da an nicht lĂ€nger ein Ort den man meidet oder ĂŒber den man nur flĂŒstert.

00:30:16: Mit dem Erschein der ersten Artikel tritt das Pfarrhaus aus der Abgeschiedenheit heraus.

00:30:22: Fred Cartwright, Reporter beim Daily Mirror möchte sich ein eigenes Bild des Hauses machen um authentisch darĂŒber berichten zu können.

00:30:30: Und so begibt er sich im Juni-Ninzehundertneunundzwanzig auf den Weg, um mit der Familie Smith in deren Haus ĂŒber ihre Erfahrungen zu sprechen.

00:30:38: Cartwright hört zu und stellt Fragen – lĂ€sst sich durch die RĂ€ume fĂŒhren, in denen die GerĂ€usche gehört wurden und die Lichter erschienen sollen.

00:30:47: Er bleibt bis in die Nacht, beobachtet die AtmosphÀre und die bekannte Stille, die keineswegs eine beruhigende Wirkung mit sich bringt.

00:30:54: In seinen Aufzeichnungen hĂ€lt er fest was sich nicht eindeutig erklĂ€ren lĂ€sst Schritte ohne sichtbare Ursache, GerĂ€usche die durch das Haus zu wandern scheinen ein GefĂŒhl vom PrĂ€senz dass sich kaum abschĂŒtteln lĂ€sst.

00:31:08: Und am zehnten Juni-Ninzehnhundertneunundzwanzig erscheint schließlich sein Artikel unter der Überschrift Ghost Visits to a Rectory.

00:31:16: Mit der Veröffentlichung wird Bolly Rectery zum ersten Mal landesweit bekannt und nach der Veröffentlichung des Artikels wenden sich unzÀhlige Leser an den Daily Mirror.

00:31:27: Sie schreiben an die Redaktion, brichten von eigenen Erfahrungen und stellen unzÀhlige Fragen.

00:31:33: Der Name des Pfarrhauses beginnt zu zirkulieren – Entzeitungen im Briefen in alltĂ€glichen GesprĂ€chen.

00:31:40: Und er erreicht schließlich jemandem der genau auf solche Geschichten wartet.

00:31:45: Harry Price Harry Price wird in London geboren, in einer Zeit, in der sich Wissenschaft und Aberglaube nicht ausschließen sondern nebeneinander existieren.

00:31:56: Xenossen finden in bĂŒrgerlichen Wohnzimmern statt, Geisterfotografien werden ernsthaft diskutiert und gleichzeitig wĂ€chst der Wunsch des unerklĂ€rliche irgendwie zu ordnen.

00:32:07: Genau in diesem Spannungsfeld bewegt sich Price sein Leben lang!

00:32:11: Er lehnt das Paranomale nicht ab aber er akzeptiert es auch nicht einfach so.

00:32:17: Stattdessen beobachtet er – er hört zu bleibt lĂ€nger an Orten ĂŒber die andere nur sprechen.

00:32:23: FĂŒr ihn sind Spukgeschichten kein Glaube, sondern Hinweise auf etwas viel tieferes.

00:32:28: Etwas das untersucht werden muss und dabei geht es ihm nicht nur um Antworten, sondern auch um die Bedeutung dahinter – ein Fall zĂ€hlt fĂŒr ihn erst dann wenn er wahrgenommen wird!

00:32:39: Genau deshalb schreibt er darĂŒber.

00:32:41: Um seine Arbeitgewicht zu verleihen grĂŒndet er außerdem das National Laboratory of Psychical Research.

00:32:48: Es ist keine UniversitÀt und auch kein staatliches Institut, sondern eine private Einrichtung die sich des systematischen Untersuchungen paranormaler PhÀnomene widmen soll.

00:32:58: Price nutzt das Labor als Rahmen fĂŒr seine Arbeit – hier werden also Berichte gesammelt, Experimente geplant und alle Beobachtungen dokumentiert.

00:33:08: FĂŒr ihn ist es der Versuch dem Unheimlichen eine Struktur zu geben und es auf den Bereich des bloßen Aberglaubens herauszuholen.

00:33:15: Gleichzeitig verleiht ihm das Labor eine AutoritÀt, die ihn von reinen anderen GeisterjÀgern unterscheiden soll.

00:33:22: Price inszeniert seine Untersuchungen mit der Sprache der Wissenschaft – doch er bleibt nicht im Verborgenen!

00:33:28: Er schreibt BĂŒcher, ergibt Interviews, er lĂ€dt Journalisten ein und sucht ganz gezielt die Öffentlichkeit.

00:33:34: FĂŒr ihn gehört Aufmerksamkeit zur Methode.

00:33:37: Forschung, die niemand sieht hat fĂŒr ihn keinen Wert.

00:33:40: Sein Ruf ist daher entsprechend zwiespÀltig.

00:33:44: FĂŒr manche ist Harry Price ein Pionier der Parapsychologie, jemand, der Ordnung in einem Feld voller Betrug und Wunschdenken bringen will.

00:33:53: FĂŒr andere ist er ein Selbstdarsteller, der Zweifel ausblendet, PhĂ€nomene zuspitzt und Geschichten grĂ¶ĂŸer macht als sie eigentlich sind – um ganz klar davon zu profitieren!

00:34:02: Wahrscheinlich ist er beides zugleich.

00:34:06: Sicher ist nur, Price will beweisen, dass da draußen etwas existiert
.

00:34:11: und er ist bereit dafĂŒr Risiken einzugehen.

00:34:15: Als der von Bolli Rectury released, erkennt er sofort was dieser Ort bedeutet – eine lange Geschichte!

00:34:23: Und dafĂŒr hat er alles, was er braucht.

00:34:25: Wiederkehrende Berichte?

00:34:27: Ziemlich glaubwĂŒrdige Zeugen und nun auch die mediale Aufmerksamkeit.

00:34:32: Am zwölften Juni macht sich Harry Price erst mal selbst auf den Weg nach Bolly.

00:34:36: Begleitet weder dabei von seiner SekretĂ€rin sowie von Fred Cartwright, also dem Reporter des Daily Mirror der wenige Tage zuvor sein Artikel ĂŒber das Pfarrhaus veröffentlicht hatte.

00:34:47: Und fĂŒr Cartwright ist es mehr als eine einfache RĂŒckkehr!

00:34:50: Es ist ein Moment in dem sich die Geschichte ĂŒber dir berichtet hat mit seiner eigenen Wahrnehmung verbindet.

00:34:57: Noch an diesem Tag sieht er die Gestalt, wo er ihm so oft erzĂ€hlt wurde – Eine Frau und dunkler Kleidung auf dem GelĂ€nde des Pfarrhauses Still und fern auch nur kurz sichtbar, aber deutlich genug um sie nicht mehr als bloßes GerĂŒcht abzutun.

00:35:13: Im Haus sprechen Price & Cartwright ausfĂŒhrlich mit Reverend Guy Eric Smith ĂŒber die bisherigen Ereignisse.

00:35:20: Die AtmosphĂ€re scheint ziemlich angespannt, aber noch kontrollierbar zu sein... Und am Abend entscheiden Sie sich schließlich eine Seance abzuhalten!

00:35:29: Als Ort hierfĂŒr wĂ€hlen Sie den Blue Room jener Raum, in dem zuvor sowohl Henry Bull als auch sein Sohn Harry gestorben sind.

00:35:37: WĂ€hrend der Sitzung geben die Anwesenden an mit dem Geist von Harry Bull in Kontakt getreten zu sein.

00:35:43: Die Kommunikation verlĂ€uft ruhig bei nahe sachlich Doch dann geschieht etwas das alle Anwesenen ĂŒberrascht Ein StĂŒck Seife löst sich vom Tisch und fliegt quer durch den Raum Und so lĂ€sst dieser erste Besuch Harry Price nicht los – die Berichte, die AtmosphĂ€re und vor allem der Blue Room All das arbeitet in ihm.

00:36:04: Am siebenundzwanzigsten Juni, knapp zwei Wochen nach seiner ersten Ankunft, kehrte er also nach Borlie zurĂŒck.

00:36:09: Dieses Mal bleibt er ĂŒber Nacht.

00:36:12: Er richtet sich – wie kann es auch anders sein?

00:36:15: im Blue Room ein!

00:36:17: In jenem Raum den er bewusst gewÀhlt hat weil sich hier nach seiner EinschÀtzung die meisten AktivitÀten zu konzentrieren scheinen.

00:36:24: Das Licht ist gedÀmpft und die GerÀusche des Hauses wirken verstÀrkt.

00:36:29: Jeder einzelne Schritt und jedes Knacken der Wende hebt sich aus der Stille hervor.

00:36:34: Price notiert, alles was er hört erwartet und lauscht in die Nacht hinein.

00:36:40: Einige Stunden vergehen ohne ganz eindeutige Vorkommnisse.

00:36:43: dann ganz plötzlich verÀndert sich die AtmosphÀre.

00:36:47: GerÀusche tauchen auf, die immer lauter und nÀher zu kommen scheinen.

00:36:53: Es wirkt so als wĂŒrde sich etwas im Haus bewegen ohne dass sich dafĂŒr ein Ursprung feststellen lĂ€sst.

00:36:59: SpÀter berichtet Price von den plötzlichen Leuten einer Glocke im Erdgeschoss, einer Dienerklingel, deren Zugtrat, den ich ja vorhin beschrieben habe eigentlich durchgeschnitten sein soll.

00:37:10: Gemeinsam mit seiner SekretĂ€rin geht er nach unten und sucht nach eine ErklĂ€rung aber sie finden nichts was das GerĂ€usch nachvollziehbar erklĂ€ren wĂŒrde.

00:37:19: zurĂŒck im oberen Stock will einfach keine Ruhe mehr einkĂ€ren Und irgendwann, nachdem die beiden wieder zu Bett gegangen sind, weckt Price seine SekretĂ€rin.

00:37:28: Er will fort und das am besten so schnell wie möglich – ab zum Bahnhof und weg von Borley!

00:37:34: Doch es ist tiefste Nacht oder gibt keine Verbindung, demnach auch keine Möglichkeit den Ort frĂŒhzeitig zu verlassen.

00:37:41: So bleiben sie und die ĂŒbrigen Stunden scheinen sich endlos in die LĂ€nge zu ziehen
.

00:37:47: SpÀter wird Harry Price diese Nacht aus einem Wendepunkt beschreiben, als etwas das sich seiner Kontrolle entzogen hat.

00:37:54: FĂŒr das Ehepaar Smith hingegen wirft sie Fragen auf die Sie nicht mehr loslassen.

00:37:59: In den Tagen danach beginnen sie die Ereignisse neu zu betrachten – ihnen fĂ€llt auf dass viele der intensiveren Vorkommnisse genau dann auftreten wenn Price im Haus ist.

00:38:09: GerĂ€usche Bewegungen des Leuten der Klingel all das scheint sich um seine Anwesenheit zu bĂŒndeln!

00:38:14: Sie fragen sich, ob er etwas ausgelöst hat oder ob er mehr beeinflusst als er zugibt.

00:38:21: Ob bewusst oder unbewusst?

00:38:23: Ob inszenierung oder nicht – die Zweifel wachsen!

00:38:26: Zwei Wochen nach die Sonne packen die Smiths schließlich ihre Sachen und ziehen ihn aus dem Haus aus.

00:38:31: Nicht aus plötzlicher Panik sondern aus dem GefĂŒhl heraus, die Kontrolle ĂŒber was auch immer sich im Inneren des GemĂ€us befindet verloren zu

00:38:38: haben.".

00:38:40: Sie verlassen Bolly Rectory mit einer Frage, die sich nicht abschĂŒtteln lĂ€sst.

00:38:44: Ob der Mann da gekommen war um den Spuk zu untersuchen ihn vielleicht erst greifbar gemacht hat oder ihn ĂŒberhaupt erst entstehen ließ?

00:38:53: Auch nach ihrem Auszug lassen die Smiths Bolly-Rectory nicht sofort hinter sich.

00:38:58: sie ziehen ins nahegelegene Long Melford und kĂŒmmern sich von dort aus weiterhin um die Angelegenheiten der Pfarrei.

00:39:04: Immer wieder kehren sie zurĂŒck, betreten das Haus, was ihnen noch immer vertraut ist und sich doch auf eine sehr beklemmende Weise fremd anfĂŒhlt.

00:39:12: Fast ein Jahr lang bleibt diese Verbindung bestehen – ein stilles Hin- und Her zwischen NĂ€he und Abstand!

00:39:20: Erste April neunzehntundhundert dreißig geben die Smiths ihre Aufgabe endgĂŒltig auf und verlassen die Gegend.

00:39:26: Danach stellt Borley Rectury leer.

00:39:28: Keine Familie, keine Stimmen, kein Alltag mehr
.

00:39:32: Die Fenster bleiben dunkel, der Garten verwildert langsam.

00:39:36: Der Nonnenfahrt wird kaum noch benutzt und doch wirkt das Haus nicht verlassen?

00:39:42: Menschen aus der Umgebung berichten dass sie nachts Licht in den Fenstern sehen ein einzelnes Leuchten das kommt und geht obwohl niemand dort wohnen sollte.

00:39:50: besonders um die Zeit des Vollmoons hÀufen sich die ErzÀhlungen.

00:39:54: es ist von GerÀuschen die Rede die aus dem Innern des Hauses dringen sollen Schwer zuzuordnen, aber sehr roh und so unangenehm dass man stehen bleibt wieder umkehrt statt einfach an dem Haus vorbeizulaufen.

00:40:08: Bolly Rectory ist also unbewohnt, aber keineswegs still!

00:40:13: Es ist.

00:40:13: es hĂ€tte das Haus gelernt auch ohne Menschen wahrgenommen zu werden – als Braucher ist keine Zeugen mehr, um prĂ€sent zu sein.

00:40:21: Im Oktober von hier zieht dann erneut eine Familie in Bolly-Rectory ein.

00:40:26: Reverend Lionel Algenon Feuster ĂŒbernimmt die Pfarrei, gemeinsam mit seiner Frau Marianne und ihrer Adoptivtochter Adelaide.

00:40:34: Sie kennen den Ruf des Hauses – jeder kennt ihn inzwischen!

00:40:37: Doch sie glauben, dass ein geregelter Alltag und eine feste PrĂ€senz dem Ort StabilitĂ€t geben können
.

00:40:44: doch diese Hoffnung hÀlt nicht lange.

00:40:47: Kaum sind sie eingezogen, scheint sich Borley Rectory erneut zu verĂ€ndern so als wĂŒrde das Haus auf ihre Ankunft reagieren... In den Jahren zwischen nineteenhundertdreißig und neunzehnhundertfĂŒnfunddreißig berichten die Feustars von einer nahezu ununterbrochenden Abfolge ungewöhnlicher Vorkommnisse.

00:41:05: Über zwei tausend einzelne paranormale Ereignisse werden in dieser Zeit seitens des Ehepaares festgehalten, kaum ein Tag vergeht ohne GerĂ€usche oder Bewegungen und ohne das GefĂŒhl dauerhaft beobachtet zu werden.

00:41:20: Besonders Marianne scheint viele dieser PhÀnomene aus nÀchster NÀhe zu erleben!

00:41:24: Eines abends hört sie deutlich die Stimme ihres Mannes.

00:41:29: Viermal ruft er sie, ganz ruhig und vertraut.

00:41:32: Marianne dir!

00:41:35: Der Tonfall ist unverkennbar – Sie steht auf, folgt der Stimme und findet Lionel, der sie jedoch nie gerufen hat.

00:41:43: Solche Momente sind es, die bleiben nicht als plötzlich erschrecken sondern als leiser aber immer lauter werdender Zweifel denn wenn ein Haus beginnt Stimmen zu imitieren verliert das Vertraute seine Sicherheit.

00:41:55: FĂŒr die Foisters wird Bolly Ractory in diesen Jahren nicht nur ein Ort des Spugs, sondern ein Ort an dem die eigene Wahrnehmung brĂŒchig wird und mit ihr das GefĂŒhl, die Kontrolle zu

00:42:06: verlieren.".

00:42:07: In den Jahren nach dem Einzug der Foisters steigern sich die Ereignisse im Haus immer weiter – und mehr als einmal greift der Reverent zu den drastischsten aller Maßnahmen, die einem Geistlichen zur VerfĂŒgung stehen!

00:42:20: Er versucht, das was im Haus lebt auszutreiben.

00:42:24: In zwei separaten Zeremonien vollzieht er Exorzismen – versuche, dass ihm Unbekannte zu vertreiben!

00:42:31: Doch diese Versuche verlaufen nicht wie er hofft.

00:42:34: In den ersten der beiden NĂ€chten wird er mitten in der Abhandlung von einem fausgroßen Stein an der Schulter getroffen und genau das verstĂ€rkt den Eindruck, dass etwas im Haus auf ihn und vor allem nun auf den Exorzysmus reagiert.

00:42:48: Doch trotz all dieser Rituale bleibt Bolly-Ractory unbeeindruckt.

00:42:52: Die unerklÀrlichen Ereignisse halten an und scheinen sich mit der Zeit immer stÀrker auf Marianne zu konzentrieren.

00:42:59: Sie berichtet, dass sie nachts geschlagen wird das unsichtbare HÀnde sie aus dem Bett zÀhren, dass die mit blauen Flecken aufwacht ohne erklÀren zu können woher sie stammen.

00:43:08: Diese Angriffe wehken gezielt persönlich und lange nicht mehr zufÀllig.

00:43:12: FĂŒr Lionel ist das der Moment in dem aus einem Spuk eine Bedrohung wird Und genau hier beginnt eine der umstrittensten Debatten ĂŒber das Haus.

00:43:48: Die Botschaften erscheinen oft ĂŒber Nacht, besonders in den engen Bereichen des Hauses nahe der Treppe im Flur oder am Bad.

00:43:55: Die Schrift weckt hastig formuliert roh und so dass man sie manchmal kaum entziffern kann.

00:44:01: Immer wieder taucht dabei derselbe Name auf – Marianne.

00:44:05: Manchmal steht er ganz allein da sowie einer Art Ruf.

00:44:09: Manchmal stehen dort aber auch mehrere Worte.

00:44:16: Hilf mir rauszukommen.

00:44:18: In anderen FĂ€llen wirken die Worte abgebrochen, fast wie Befehle oder einzelne Fragmente.

00:44:24: Leid, Mess, Prayers.

00:44:26: FĂŒr die Feisters fĂŒhlte es sich an als habe das Haus eine Stimme gefunden und das Richte sie sich eben gezielt am Marien.

00:44:34: Mit der Zeit versuchen die beiden nÀher auf das unbekannte Wesen einzugehen.

00:44:38: Unter den Worten welcher an ihren WÀnden auftauchen stellen Sie konkrete Fragen was sie tun können und was das Wesen von ihnen möchte.

00:44:45: Eine direkte Antwort erhalten sie jedoch nie.

00:44:49: Nach all dem entscheiden sich Lionel und Marianne schließlich das Haus fĂŒr einige Tage zu verlassen, sie brauchen Abstand, Ruhe, Zeit um einfach wieder klar denken zu können.

00:44:59: Bevor Sie gehen verschließen sie Bolly-Rectory sorgfĂ€ltig – also die TĂŒren werden abgeschlossen oder auch die Fenster werden verriegelt denn niemand soll das Haus betreten wĂ€hrend sie fort sind!

00:45:09: Als sie einige Tage spĂ€ter zurĂŒckkehlen wirkt von außen alles unverĂ€ndert Doch kaum betreten sie das Innere, zeigt sich dass etwas nicht stimmt.

00:45:19: Die Treppe ist mit Glassplittern ĂŒbersĂ€t als sei oben ein Fenster oder ein Spiegel zerbrochen und im Schlafzimmer steht das Bett nicht mehr an seinem Platz.

00:45:28: es befindet sich nun auf der anderen Seite des Raumes.

00:45:31: die AktivitÀten nehmen also nicht ab sondern eher zu.

00:45:35: auch weiterhin scheint sich alles vor allem auf Marianne zu konzentrieren.

00:45:39: Sie bleibt der Mittelpunkt der Ereignisse.

00:45:42: FĂŒr Außenstehende wiegt genau das zunehmend problematisch.

00:45:46: Auch Harry Price beginnt, die Geschehnisse neu zu bewerten – er entwickelt zwei gegensĂ€tzliche Theorien.

00:45:52: Die eine ist nĂŒchtern- und unbequem.

00:45:54: Vielleicht verursacht Marianne Spocker selbst, unbewusst oder bewusst als Ausdruck innerer Belastung, die sich nach außen entleht?

00:46:02: Die andere Theorie ist deutlich dramatischer und fĂŒr Price ebenso plausibel!

00:46:06: Er glaubt dass es sich um den Geistern der jungen Frau handeln könnte, welcher im Haus gefangen eine PrÀsenz, die sich an Marianne geheftet hat weil sie empfÀnglich wirkt.

00:46:16: Die Schriften, die bitten der wiederholte Ruf ihres Namens.

00:46:20: All das deutet fĂŒr ihn auf ein Wesen hin dass nicht angreifen will sondern wirklich einfach um Hilfe bittet!

00:46:27: Doch irgendwann scheint sich die Gewalt eben nicht mehr nur auf Marianne zu beschrÀnken.

00:46:31: auch Adelaide, die Tochter der Feisters gerÀt in den Fokus der Ereignisse.

00:46:35: eines Tages kommt sie nach einem Mittagsschlaf aus ihrem Zimmer.

00:46:38: unter ihrem Auge zeichnet sich einen deutlicher blauer Fleck ab.

00:46:42: Als ihre Eltern sie erschrocken fragen, was passiert sei, antworte das Kind schlicht und ohne Zögern.

00:46:47: Das böse Ding bei dem Vorhang in meinem Zimmer hat mir das

00:46:50: angetan.".

00:46:52: FĂŒr Lionel und Marian ist dieser Moment besonders verstörend – denn Adelaide ist zu jung um die Geschichten in ihrer ganzen Tragweite zu kennen!

00:47:00: Und doch beschreibt sie etwas, dass sich nahtlos in das einfĂŒgt, was die Erwachsenen zuvor erlebt haben?

00:47:05: SpÀtestens hier verschwimmt jede klare Grenze
.

00:47:07: Wenn nicht mehr nur Marianne betroffen ist, sondern auch ein Kind verliert jede ErklÀrung an Sicherheit.

00:47:14: Nach all den Jahren im Pfarrhaus ist Leonel Feuster zunehmend erschöpft und körperlich stark angeschlagen – er leidet unter chronischen gesundheitlichen Problemen u.a.

00:47:23: unter schwere Atritis die ihn zunehmt einschrÀnkt.

00:47:27: Zeitzeugen beschreiben ihn als geschwĂ€cht und oft ĂŒberfordert mit den Anforderungen seiner Gemeinde.

00:47:33: All das, die anhaltenden Ereignisse, die öffentliche Aufmerksamkeit Und die Belastung fĂŒr seine Familie machen es ihm immer schwerer, seinen Aufgaben als Geistlicher nachzukommen.

00:48:01: Und der Grund hierfĂŒr ist nicht nur der Ruf allein, denn in dieser Zeit werden mehrere umliegende Pfarreien zusammengelegt.

00:48:08: Bolli verliert also seine eigenstĂ€ndige Stellung – das heißt, das Pfarrhaus wird nicht mehr benötigt und so bleibt es leer!

00:48:16: Und genau in dieser Lehre sieht Harry Price eine Möglichkeit.

00:48:20: Er mietet das GebÀude nicht nur, um dort zu wohnen sondern auch um weitere Nachforschungen anzustellen um zu beobachten, was geschieht wenn kein Alltag mehr da ist der GerÀusche noch plausibel erklÀren könnte.

00:48:32: Wer Terry Price das Haus mietet und im Zuge dessen andere Menschen dort ĂŒbernachten lĂ€sst, hĂ€ufen sich neue Berichte.

00:48:39: einige Besucher geben an die Nonne gesehen zu haben eine dunkle Stille gestalt oft nur fĂŒr einen kurzen Moment erkennbar.

00:48:46: Andere erleben dort rein gar nichts.

00:48:49: Und genau diese UnregelmĂ€ĂŸigkeit verstĂ€rkt den Eindruck dass Balluractory nicht berechenbar ist.

00:48:55: Parallel dazu werden weiterhin séances abgehalten und das meist im Blue Room.

00:48:59: WĂ€hrend einer dieser Sitzungen meldet sich eine Stimme, die sich Marie Lairn nennt – sie gibt an eine junge französische Nonne gewesen zu sein.

00:49:07: Laut der durchgegebenen Botschaften soll sie eine verbotene Beziehung zur Henry Wellgrave gehabt haben.

00:49:14: Wellgraves war im vierzehnten Jahrhundert Pfarrer von Bolli und Mitglied einer einflussreichen lokalen Familie.

00:49:20: In der Darstellung des Senors heißt es, er habe Marie-Lair schließlich erwĂŒrgt und ihren Körper heimlich auf dem GelĂ€nde begraben um den Skandal zu vertuschen.

00:49:29: Ihr Geist – so die Botschaft sei seitdem an diesen Ort

00:49:32: gebunden.".

00:49:33: FĂŒr Harry Price fĂŒgt sich diese ErzĂ€hlung auffĂ€llig gut in die bestehenden Legenden rund um Borley ein.

00:49:39: Aber fĂŒr Kritiker ist genau das problematisch, denn die Geschichte liefert eine ErklĂ€rung, die fast zu perfekt zu passen scheint!

00:49:47: Mit der Zeit treten bei den Senioren nicht nur alte Stimmen zutage, sondern auch neue.

00:49:52: Am siebenundzwanzigsten MĂ€rz neunzehntundhundertdreißig kommt eine weitere PrĂ€senz zur Sprache, die sich zwischen die Legenden von Bolli schiebt.

00:50:00: WĂ€hrend einer der Sitzungen meldet sich eine Gestalt, die als Sunnex Amaris vorstellt – eine Stimme, die eine Vorhersage ausspricht!

00:50:09: Das Haus werde in Flammen aufgehen und bei diesem Feuer wĂŒrden dann die ĂŒberrasste DĂ€hungfrau entdeckt werden, die einst dort begraben worden

00:50:16: sei.".

00:50:17: ZunĂ€chst geschieht jedoch nichts, der angekĂŒndigte Brand bleibt aus.

00:50:21: Der siebenundzwanzigste MĂ€rz vergeht ohne dass Bolli Rectory in Flammen aufgeht – ohne das sich die Vorhersage erfĂŒllt!

00:50:28: Das Haus steht weiterhin still, dunkel und unbewegt

00:50:31: da.".

00:50:32: Mit der Zeit lÀuft dann auch Harry Price-Mietvertrag aus.

00:50:36: Nach jahren intensiver BeschĂ€ftigung zieht er sich zurĂŒck.

00:50:39: Er nimmt Abstand von Bollirectory beendet ĂŒber Nachtungen, die Sitzungen und seine stĂ€ndige PrĂ€senz.

00:50:45: Das Haus bleibt also völlig unbeobachtet und nun ohne öffentliche BĂŒhne zurĂŒck.

00:50:51: Die Stimmen verstummen nicht offiziell, aber sie werden nicht mehr

00:50:54: gehört.".

00:50:55: Im November, und im November, dann ein weiteres Mal.

00:51:01: Als Captain William Gregson in Dezember mit seinen zwei Söhnen sowie dem gemeinsamen Hund im Bolli Rectory einzieht beginnt er zunĂ€chst damit das Haus zu erkunden – und dabei stĂ¶ĂŸt er im Keller auf etwas, was ihm sofort sorgebereitet!

00:51:14: einen alten Brunnen, der offen und umgesichert ist.

00:51:18: Aus Angst um seine Kinder lÀsst Gregson den Brunnan kurzerhand abdecken und

00:51:21: verschließen.".

00:51:22: Es ist eine rein praktische Entscheidung – eine Maßnahme zum Schutz!

00:51:26: Doch nur wenig spĂ€ter kommen seine Söhne auf ihn zu und fragen ihn, warum er die Abdeckung ĂŒberhaupt auf dem Brunner gelegt hat wenn er sie nur kurz darauf wieder entfernen wolle?

00:51:38: Gregson is irritiert und sagt, dass er die Abdeckung nicht entfernt habe.

00:51:43: Als er dann aber in den Keller geht, sieht er das die Abdeckung sich nicht mehr auf dem Brunnen

00:51:48: befindet.".

00:51:50: Und das ist nicht der einzige Moment, der ihn beunruhigt!

00:51:53: In einer spĂ€teren ErzĂ€hlung heißt es, dass Gregson eines abends mit dem Hund nach draußen geht um eine Runde ĂŒber das GelĂ€nde zu drehen.

00:52:00: Die Luft ist still, der Garten liegt im Dunkeln.

00:52:03: Plötzlich hören beide Schritte hinter sich deutlich und sehr nahe.

00:52:08: Gregson bleibt stehen und auch der Hund reagiert.

00:52:11: Er dreht sich um und blickt genau in die Richtung, aus der die Schritte zu kommen scheinen.

00:52:16: FĂŒr einen Moment ist alles angespannt und wie eingefroren!

00:52:20: Dann beginnt der Hund zu winseln – er reißt sich los und rennt davon, quer ĂŒber das GelĂ€nde hinein in die Dunkelheit.

00:52:27: Die Familie sucht nach ihm, ruft und kehrt mehrfach zurĂŒck, um ihn zu finden
 doch der Hund wird nie wieder

00:52:34: gesehen.".

00:52:35: In der Nacht des siebenundzwanzigsten Februar neunzehnhundertneinunddreißig bricht im Haus schließlich ein Feuer aus.

00:52:42: Nach den spĂ€teren Berichten soll Captain William Gregson zu diesem Zeitpunkt im Haus gewesen sein, um BĂŒcher einzusortieren als er dabei versehnlich eine Öllampe umstĂ¶ĂŸt.

00:52:52: Die Flammen greifen schnell um sich finden in einem alten GebÀude leichtes Spiel.

00:52:56: was genau in diesen Minuten geschieht lÀsst sich spÀter kaum rekonstruieren.

00:53:00: sicher ist nur dass das Feuer rasch außer Kontrolle gerĂ€t.

00:53:03: Fenster leuchten hell in der Dunkelheit, Rauch zieht ĂŒber das GelĂ€nde und Bolli wird aus dem Schlaf gerissen.

00:53:09: Die Flammen werfen zuckende Schatten gegen die Mauern, brechen durch die Scheiben, lassen das Innere des Hauses wie eine flackante BĂŒhne erscheinen.

00:53:18: Einige der Dorfbewohner, die sich in jener Nacht versammeln, berichten spĂ€ter sie hĂ€tten in den brennenden Fenstern dunkler Gestalten gesehen – schĂ€mhafte Umrisse, die zwischen Rauch-und Feuer abzeichnen als StĂŒnde noch jemand im Haus!

00:53:31: Ob es nur das Spiel von Licht und Flammen war oder doch etwas anderes, lÀsst sich nicht sagen.

00:53:37: Gregson und seine Söhne können sich retten – das Haus jedoch nicht!

00:53:41: Im RĂŒckblick scheint es, als sei die Warnung bezĂŒglich des Brandes nicht aufgehoben worden sondern habe sich lediglich verschoben.

00:53:49: Nach dem Brand bleibt vom Bolli Racturino eine Ruine zurĂŒck.

00:53:52: Verkohlte Mauern ragen in den Himmel Das Dach ist eingestĂŒrzt Der Ort ist nicht mehr bewohnbar aber er isst auch nicht vergessen.

00:53:59: Menschen kommen, um die Überreste zu sehen und berichten, dass selbst zwischen den TrĂŒmmern keine wirkliche Stille einkĂ€hrt und man sich noch immer beobachtet fĂŒhlt wenn man sich in der NĂ€he aufhĂ€lt.

00:54:09: Jahre vergehen bis Harry-Pryce, nineteen Hundert vierzig erneut nach Borley zurĂŒckkehrt – diesmal nicht als Beobachter sondern mit dem Ziel, den Ort systematisch zu untersuchen.

00:54:20: Er lĂ€sst Teile der Ruine frei legen und stĂ¶ĂŸt dabei auf menschliche Knochen, verborgen unter dem Schutt des zerstörten Hauses.

00:54:27: FĂŒr Price ist dieser von besonderer Bedeutung.

00:54:30: Er bringt ihn in Verbindung mit den frĂŒheren CĂ©orsten und der Geschichte um Marie-LĂ©a, die davon gesprochen hatte, dass ihr Körper auf dem GelĂ€nde verborgen liege.

00:54:39: Doch auch hier bleibt die Deutung umstritten – die medizinische Untersuchung deutet daraufhin, dass die Knochen zwar von einer Frau stammten, jedoch nicht aus dem vierzehnten Jahrhundert.

00:54:49: Vielmehr wurden sie in eine deutlich spĂ€tere Zeit eingeordnet — vermutlich zwischen dem sevente und neunzehnte Jahrhundert!

00:54:56: Damit passen sie nicht zur Legende der Mitte alterlichen Nonne.

00:54:59: Das Skeptiker war dies ein weiterer Hinweis darauf, dass sich die ErzÀhlung von Borley stÀrker aus Deutung als aus Beweisformte.

00:55:08: Borley Rectory verschwindet nicht vollstÀndig.

00:55:10: Nach dem Brand stehen die ausgebrannten Mauer noch eine Zeit lang wie ein schwarzes Krippe in der Landschaft bevor sie schließlich weitestgehend abgetragen werden.

00:55:19: GegenĂŒber steht weiterhin die Kirche vom Borley – Sanct Mary the Virgin still und unverĂ€ndert.

00:55:25: Und mit dem Verschwinden des Hauses scheint sich etwas zu verlagern, denn in den Jahren danach berichten einige doch Bewohner von seltsamen Vorkommnissen in der Kirche selbst.

00:55:35: Von Schritten – wenn lĂ€ngst jemand mehr dort sein dĂŒrfte – von TĂŒren die zuschlagen obwohl kein Luftzug spĂŒrbar ist.

00:55:41: Manche wollen sogar einen korrÀhnlichen Gesang gehört haben wÀhrend die Kirche verschlossen und dunkel da lag!

00:55:48: Und immer wieder ist da der Klang der Orgel, der mitten in der Nacht aus der Kirsche nach außen dringt
.

00:55:54: Ob es der Wind ist, altes Holz, welches sich bewegt oder nur die Kraft einer Geschichte, die weiterlebt bleibt dabei offen.

00:56:02: Sicher ist nur auch ohne das Rectory scheint Borley nicht ganz zur Ruhe zu kommen!

00:56:07: Doch je lĂ€nger die Geschichte von Borley erzĂ€hlt wird, desto lauter werden auch die Gegenstimmen – Nicht jeder glaubt an Geister, nicht jede Erscheinung bleibt unangezweifelt.

00:56:16: Mit den Jahren tauchen Berichte auf und nahelegen, dass zumindest ein Teil der frĂŒhen PhĂ€nomene möglicherweise inszeniert gewesen sein könnte.

00:56:25: In spÀteren Untersuchungen wird auf Aussagen verwiesen, nachdem ein ehemaliger Angestellter aus dem Umfeld der Ballfamilie eingerÀumt habe, bestimmte Effekte insbesondere das Leuten der Dienerklingeln manipuliert zu haben.

00:56:37: Angeblich seien TrĂ€hte gezogen und GerĂ€usche bewusst erzeugt worden – und das teils auf Anweisung der Familie!

00:56:44: Schriftliche Belege aus der damaligen Zeit existieren jedoch nicht.

00:56:47: Die Aussagen stammen aus spĂ€teren RĂŒckblicken.

00:56:50: Vielleicht war das Haus also nie nur ein Ort unerklÀrlicher Ereignisse.

00:56:54: Vielleicht war es von Anfang an auch eine BĂŒhne, die bewusst geschaffen

00:56:58: wurde.".

00:56:59: Und dann ist da natĂŒrlich noch Harry Price selbst – der Mann, der Bolly Rectory brĂŒnt machte!

00:57:04: Price verstand die Macht der Öffentlichkeit.

00:57:07: Er wusste wie man Berichte sammelt, strukturiert und veröffentlicht.

00:57:10: Er lud Freiwillige ein, organisierte Saison, dokumentierte alle Erlebnisse.

00:57:16: Doch genau das wird spÀter zu seinem Problem, denn die Kritiker werfen ihm vor, zu nah am Geschehen gewesen zu sein.

00:57:23: Das er eben nicht nur beobachtete, sondern dass Narrativ aktiv mitgestaltet

00:57:27: habe.".

00:57:28: In einem besonders oft zitierten Vorfall soll er ein Report durch das Haus gefĂŒhrt haben, als dieser plötzlich immer wieder von kleinen Steinen getroffen wurde.

00:57:36: Die Steine kamen scheinbar aus dem Nichts, trafen Schulter und RĂŒcken – und vielen anschließend klackern zur Boden!

00:57:42: Als der Reporter sich schließlich umtrete, habe er Pryce mit kleinen Steinen in die Hand gesehen.

00:57:48: Doch dieser bestritt natĂŒrlich jede bewusste Inszenierung!

00:57:53: Doch fĂŒr seine Kritiker war dieser Moment sinnbildlich – es wird also vermutet dass er bestimmte Effekte selbst erzeugt hatte wenn sie der Dramaturgie dienten.

00:58:02: Seine Veröffentlichung ĂŒber Borley wurden Bestseller.

00:58:05: das Haus wurde durch ihn zum Most Haunted House in England.

00:58:09: FĂŒr sein UnterstĂŒtzer war Price ein Pionier der paranormalen Forschung, fĂŒr seine Gegner ein geschickter Selbstvermarkter mit Sinn fĂŒr Dramaturgie.

00:58:18: Harry Price schippe in London im Alter von siebenundsechzig Jahren.

00:58:23: In den letzten Monaten seines Lebens arbeitete er noch an einem weiteren Manuskript ĂŒber Bolli Rectury – seinem dritten Buch ĂŒber das Haus, das ihn ĂŒber Jahre hinweg begleitet hat.

00:58:34: Er will die Geschichte ordnen verteidigen und vielleicht ja auch ein letztes Mal erklÀren
.

00:58:38: Doch dazu kommt es nicht mehr.

00:58:40: Mit seinem Tod verliert Bolli Rectory nicht nur seinen prominentesten Verfechter, sondern auch den Mann, der das Welt bekannt gemacht hat.

00:58:48: ZurĂŒck bleiben seine Aufzeichnungen, seine veröffentlichten Werke und ein unvollendetes Projekt.

00:58:54: Nach seinem Tod nimmt sich die Society for Psychical Research erneut des Fals an – und in den letzten Jahren wird dann eine umfassende kritische Untersuchung des Bollifalls veröffentlich.

00:59:08: Darin warfen die Verfasser Harry Price mit todischer MĂ€ngel vor, hinterfragten Zeugenaussagen und kam zu dem Schluss, dass viele PhĂ€nomene wahrscheinlich natĂŒrlichen oder menschlichen Ursprungs gewesen seien.

00:59:19: Besonders die Zeit rund um die FĂ€uster-Familie wurde alles sehr problematisch eingestuft.

00:59:25: Der Bericht markierte einen Wendepunkt – aus dem Most Haunted House in England wurde in den Augen vieler ein Fall fehlerhafter Dokumentation und möglicher Inszenierung.

00:59:35: Der Verdacht richtet sich außerdem erneut gegen Marianne Feuster selbst.

00:59:40: Nach dem Weggang aus Bolli beginnt fĂŒr Marianne Fauster ein neues, unstehtes Kapitel.

00:59:45: Sie fĂŒhrt noch einige weitere Ehen und verlagert ihr Leben zeitweise in die Vereinigten Staaten.

00:59:50: In den USA heiratete sie den US-Air Force-Piloten Robert O'Neill und sieht in den USA mit ihm nach Minnesota, wo sie unter anderem als Lehrerin arbeitet.

01:00:01: SpĂ€ter lĂ€sst sie sich scheiden, kehrt kurzzeitig nach England zurĂŒck und gerĂ€t dort erneut in den Fokus von Forschern, die dem Boyle-Fall kritisch aufarbeiten.

01:00:09: Besonders der Parapsychologe Trevor Hall vertritt die Ansicht, dass ein erheblicher Teil der PhÀnomene in Rectory vom Marian selbst inszeniert worden sein.

01:00:18: Diese VorwĂŒrfe wurden dann auch ganz öffentlich diskutiert, ließen sich aber natĂŒrlich nie eindeutig beweisen.

01:00:24: Marian bestreitet eine bewusste Inszenierung – gibt dabei keine umfassende ErklĂ€rung fĂŒr die Ereignisse!

01:00:30: Sie verlÀsst England erneuert und lebt fordern in den USA unter anderem in Wisconsin, wo sie bis in die neunzehnhundertachzige Jahre als Sozialarbeiterin tÀtig ist.

01:00:39: In dem Alter stirbt sie im Altar von dreiundneunzig Jahren.

01:00:44: Im selben Jahr erscheint Robert Woods Biographie The Widow of Borley, die versucht ihr Leben differenzierter darzustellen.

01:00:52: Eine endgĂŒltige KlĂ€rung ihrer Rolle im Borley-Fall bleibt jedoch aus!

01:00:57: Bolli Rectory war mehr als ein GebÀude.

01:01:00: Es war ein Ort, an dem Isolation, religiöse Erwartung, persönliche Konflikte und öffentliche Aufmerksamkeit aufeinandertrafen.

01:01:08: In einem großen abgelegenen Pfarrhaus kann sich Stille verstĂ€rken – GerĂ€usche wegen bedeutungsvoller Schatten lĂ€nger!

01:01:15: Vielleicht war Bollie ein Spukhaus?

01:01:17: Vielleicht war es ein psychologisches Echo?

01:01:20: Und vielleicht
 war es auch beides

01:01:22: zugleich?!

01:01:25: Was mich interessieren wĂŒrde, weil das ist eine Frage mit der ich mich immer noch beschĂ€ftige.

01:01:29: Wo ich mir noch nicht ganz sicher bin.

01:01:32: Glaubst du dass es in dem Haus wirklich spuckt oder gespuckt hat?

01:01:36: Oder dass es inszeniert wurde oder vielleicht auch ein Mix aus Beidem?

01:01:41: also Ich kann mir schon gut vorstellen dass es ein mix aus beidem war.

01:01:44: ich kann mir Schon Vorstellen Dass Da So Ein Echter Ursprung War.

01:01:51: Also Ich glaube nicht, dass das aus dem Nichts angefangen hat und von Grund auf eine Inszenierung war.

01:01:57: Das kann ich mir irgendwie weniger vorstellen ist natĂŒrlich auch möglich aber glaub ich in diesem Fall nicht.

01:02:03: Ich habe schon das GefĂŒhl irgendwas ist da schon dran.

01:02:08: Aber ich glaube auch, dass dann im Nachhinein als es dann auch bekannt war also erst die Leute davon wussten was sie achten mĂŒssen da vielleicht passiert, was andere da vielleicht gesehen haben.

01:02:20: Dass das dann natĂŒrlich auch gut genutzt werden kann als kleine Anleitung und so ein bisschen zu tun ist, hĂ€tte man das auch gesehen?

01:02:26: Weißt du, was ich mein?

01:02:28: Das kann ich mir also schon vorstellen eine Mischung aus Beidem.

01:02:31: Ja!

01:02:31: Ich glaube auch dass es eine Mische aus beidem ist weil ich muss auch an die Situation denken wo Harry Pryce mit diesen Kieselstein in der Hand gesehen wurde wĂ€hrend der Andere mit Kieslsteinen abgeworfen wurde, wo ich schon das GefĂŒhl habe er Hat das so ergriffen die Chance, da was ganz Großes draus zu machen?

01:02:48: Er hat ja auch mehrere BĂŒcher geschrieben.

01:02:50: Die verlinke ich euch in den Schornouts.

01:02:52: und dass der dann dachte ach komm, das kann man aber alles noch ein bisschen krasser aufziehen als es schon ist.

01:02:58: Ja voll!

01:02:59: Dass es vielleicht mehr Erfolg hat mit dem BĂŒcher nun alles und dass er deswegen da einfach ein bisschen nachgeholfen hat oder vielleicht wirklich Sachen noch dazu gedichtet hat, die nicht so passiert sind um das Ganze noch grĂ¶ĂŸer zu machen.

01:03:13: Ja, so ein bisschen aufgebauscht.

01:03:15: Also dass das ein bisschen was gefallt wurde, ein bisschen war es ĂŒbertramatisiert und vielleicht so ein bißchen grĂ¶ĂŸer gemacht wurde?

01:03:23: Ich weiß auch gar nicht ob ich dem Typ generell so richtig trau... also weiss nicht!

01:03:29: Es kann mir schon vorstellen, dass andere Zeug in den Aussagen der Wahrheit entsprechen.

01:03:34: bei ihm wenn man jetzt wirklich komplett auf ihn geht könnte ich mir sogar vorstellen dass er selbst nie irgendwas gesehen hat und dass er das komplett von vorne bis hinten so aufgezogen hat, weil er da halt einfach Profit mitmachen wollte.

01:03:48: Also ihm vertraue ich relativ wenig eher den anderen Menschen die davon erzÀhlt

01:03:53: haben.".

01:03:54: Und es ist sehr spannend dass du das so benennst?

01:03:56: Weil die Menschen sind sehr geteilter Meinung was ihnen angeht und es gibt sehr viele, die genauer das teilen was du eben gesagt hast, dass sie glauben, dass er da wirklich nur Profit rausschlagen wollte.

01:04:08: Er wurde auch erst durch diesen Fall, nenne ich es mal so richtig bekannt.

01:04:12: Und da hat er ja dann wirklich alles rausgeschöpft was ging und deswegen finde ich's auch bisschen schwierig voran weil die eine Familie gesagt hat dass die VorfÀlle alle schlimmer waren als er im Haus war und da kann man vielleicht auch schon vermuten das er einfach wirklich viel nachgeholfen hat was sich auf jeden fall ganz furchtbar findet wenn die Familien da so ne Angst hatten und er dann dahin ist und dachte ach ich mach das jetzt noch ein bisschen mehr und ich treibe das noch ein bischen auf die Spitze.

01:04:38: aber Das ist auch so.

01:04:39: das, was ich vermute.

01:04:40: Also dass es da schon ein Geist, der gibt und das ist auf jeden Fall spuckt, das glaube ich schon.

01:04:44: aber... Ja!

01:04:46: Wie du eigentlich gesagt hast, dass sich den anderen Zeugen mehr glaubt als ihm irgendwie?

01:04:51: Ich glaube eben nicht so richtig.

01:04:53: Was sagst du zu diesem Fund?

01:04:57: Da wurde dir dann irgendwie diese Leiche gefunden oder?

01:05:00: Und das war ja auch, als er damit vor Ort war oder also er hat das Ganze so ein bisschen angeleitet gehabt oder?

01:05:06: Find' ich ja auch.

01:05:07: irgendwie Weiß ich nicht.

01:05:09: Fand ich irgendwie auch alles ein bisschen merkwĂŒrdig?

01:05:12: Ja, schon.

01:05:13: also... Ich weiß auf jeden Fall dass diese Knochen die da gefunden wurden das sie untersucht wurden zumindest wĂŒrde das in den Quer zu angegeben Da glaube ich schon dass dieser Fund real war sag' ich mal weil ich glaube auch dass man es wahrscheinlich mitbekommen hĂ€tte wenn er da irgendwas verbuddelt hĂ€tte.

01:05:30: und woher sollte er dann die Knoche bekommen?

01:05:32: aber ich weiß nicht ob Das, was bei dieser Seeorster stattgefunden hat.

01:05:39: Also dass sie mit dieser französischen Nonne gesprochen haben.

01:05:42: Dass das dann genau zu diesen gefundenen Knochen passen soll... Ja da bin ich mir ein bisschen unschlĂŒssig!

01:05:50: Genau dieses Gesamtbild, das er da wieder so ein bisschen zeichnen möchte.

01:05:55: Das ist nÀmlich genau das, was ich mich aufreibe.

01:05:57: Okay, dann wurden da diese Knoche gefunden?

01:06:01: Er gibt ja schon auch ein bisschen Sinn.

01:06:02: dann weil woher soll er auf einmal Knochan finden?

01:06:06: Also das ergibt keinen Sinn.

01:06:08: Der hÀtte auch nicht die Möglichkeit gehabt, die Ohne Zeugen oder Zeuginnen zu vergraben.

01:06:14: Das glaub ich einfach nicht!

01:06:15: Also okay dieser Fund der ist legitim ja?

01:06:19: Aber diese Seance dann beispielsweise... das ist genau das was ich meine.

01:06:25: vielleicht gab es dann da teilweise Dinge die wirklich passiert sind aber er wollte sie dann noch so ein bisschen ausschmĂŒcken und auf die Spitze treiben.

01:06:33: Da passt dann so eine Story, die ja eher auch nur erzÀhlen kann.

01:06:38: Die ihm ja auch niemand widerlegen kann.

01:06:40: Ja schon perfekt!

01:06:42: Ja finde ich auch deswegen... Ich find das Haus immer noch sehr unheimlich nach wie vor und das steht ja nicht mehr.

01:06:51: aber dort wo das Haus damals stand gibt es immer wieder Berichte ĂŒber unheimliche Vorkommnisse.

01:06:59: Und ich glaube, dass wir wahrscheinlich auch nie aufhören, weil das immer so weitergetragen wird und dann sehen die Leute, glaub' ich, auch einfach ... was?

01:07:06: Wenn du einfach weißt, das ist so ein Ort da soll's spucken!

01:07:08: Ich glaube, dann bist du dafĂŒr auch sehr empfĂ€nglich.

01:07:11: Deswegen kann ich mir vorstellen... Ja, du

01:07:13: siehst ja dann das, was du sehen willst um bisschen auch.

01:07:16: Und deswegen, glaub', ich werden diese unheimlichen Geschichten darĂŒber auch nie auffĂŒhren

01:07:22: Das kann ich mir auch vorstellen.

01:07:24: Und ich glaube, da mischen sich dann vielleicht Aussagen die man ernst nehmen kann, wo Menschen wirklich was gesehen haben oder zumindest wirklich selbst fest daran glauben dass sie etwas gesehen haben.

01:07:37: also Vielleicht haben Sie sich das eingebildet aber welche die eben mit einer ehrlichen Aussage daran gehen und Ich glaube aber auch hier wird es wieder Menschen geben die das einfach nur erzĂ€hlen ja das einfach ĂŒberhaupten weil sie mitmischen wollen.

01:07:53: Und das finde ich auch irgendwie ... Ich find es so spannend, ich frag mich zum Beispiel... Wir haben ja auch mal eine Folge gemacht ĂŒber das Cecil Hotel und wir haben ja schon mal darĂŒber gesprochen dass wir immer total gerne an so einen Ort gehen wĂŒrden.

01:08:04: Ja!

01:08:04: Und ich frage mich dann wenn wir dann beispielsweise im Cecil wĂ€ren, wĂŒrden wir da auch was sehen?

01:08:09: WĂŒrden wir dann auch glauben was zu hören?

01:08:11: also weißt du was ich mein wie wirkt sich das auf der menschlichen Verstand aus, also auch wirklich auf unseren.

01:08:19: WĂŒrde ich mir dann da auch Sachen einbilden?

01:08:21: Ich kann es mir richtig gut vorstellen irgendwie, dass das so ist.

01:08:25: Ich muss nĂ€mlich noch manchmal daran denken, dass ich manchmal mehr abends bevor ich schlafen gehe, mir nicht so schöner Gedanken mache und dann trĂ€ume ich irgendwie schlecht und dann wache ich auf und dann denke ich, dass sich genau das gehört habe worĂŒber ich mir vorhin Gedanken gemacht hab.

01:08:41: Also weil das dann einfach so in meinem Unterbewusstsein irgendwie drin ist und ich glaube, wenn man sich an so einem Ort befindet, glaub' ich kann der Verstand einem da schon ganz schön gemeine Streicher auch spielen.

01:08:51: Ja, das kann ich mir auch vorstellen!

01:08:53: Ich find's trotzdem cool, ich wĂŒrde mich sowas trotzdem voll gerne mal anschauen.

01:08:57: Ich

01:08:57: auch!

01:08:57: Wir mĂŒssen es wirklich mal machen.

01:09:00: Das machen wir Und dann wĂŒrde ich jetzt aber sagen Gehts jetzt erstmal in Richtung GĂ€nsehaut to go Moment?

01:09:08: Ich hab da nÀmlich auch schon eine rausgesucht

01:09:10: Sehr gut.

01:09:21: Und der heutige GĂ€nsehautogo-Moment kommt von der lieben Elisabeth und sie schrieb, Hallo ihr Lieben!

01:09:28: Ich habe lange ĂŒberlegt ob ich euch diese Geschichte schicke da ich weiß dass es da draußen mehr Menschen gibt die an so etwas nicht glauben als jene die dafĂŒr offen sind.

01:09:39: aber ich mache ist trotzdem im MÀrz diesen Jahres war mein Mann wie gewohnt eine Woche mit seinen Jungs im jÀhrlichen MÀnner Winterurlaub.

01:09:47: Das heißt, ich hatte das Haus fĂŒr mich allein.

01:09:50: Ich habe mir in dieser Zeit eine Freundin eingeladen die ein paar Tage bei uns geschlafen hat.

01:09:57: Unser Schlafzimmer ist im oberen Stockwerk und das GĂ€stezimmer unten.

01:10:02: Ich mache ja öfter mal SpĂ€ĂŸe ĂŒber unseren Hausgeist an den ich nebenbei bemerkt wirklich glaube da sich vor Jahren der Vorbesitzer unseres Hauses auf diesem GrundstĂŒck selbst das Leben genommen hat.

01:10:15: Ja Klassiker Aber so war es.

01:10:18: Jedenfalls leben wir seit dem Jahr zwei tausendundneunzehnt superfriedlich mit ihm zusammen, manchmal hat man eigenartige GerĂ€usche wie Schritte – alles nichts Dramatisches!

01:10:29: Aber endierender Nacht eben in dieser Woche als mein Mann nicht da war wurde ich kurz nach drei Uhr nachts das erste Mal etwas unsÀumt aus dem Schlaf gerissen.

01:10:39: Ich habe einen sehr leichten Schlaf und wache gefĂŒhlt von jedem noch so kleinen GerĂ€usch auf.

01:10:44: Doch in der Nacht vom zwanzigsten Dritten auf den einundzwanzigste Dritten hat mich jemand in meine rechte Wange gekniften.

01:10:53: Ich bin natĂŒrlich sofort aufgewacht und habe den Kniff auch noch mehrere Sekunden spĂ€ter

01:10:59: gespĂŒrt.

01:11:00: Pror!

01:11:01: Als mein Mann am Wochenende danach heim kam, hab ich ihm davon erzÀhlt.

01:11:06: er war zwar geschockt aber er hat mir geglaubt da er bei uns zu Hause auch schon das eine oder andere verrĂŒckte Erlebnis hatte.

01:11:14: Also ich hoffe, dass euer Haus geist aber trotzdem weiter nettgeblieben ist.

01:11:22: Weil ich finde das schon sehr unheimlich wenn ihr da jetzt von die Wange gekniffen habt und ich wĂŒrde mir dann denken okay hoffentlich... weiß nicht passiert das jetzt nicht öfter irgendwie?

01:11:32: Ja und ich find es auch generell also so in die Wangen kneifen finde ich halt auch ganz unangenehm oder so schon von jedem.

01:11:42: Also, ich find das einfach generell weird.

01:11:44: Wer sollte dir in die Wange knÀufen?

01:11:45: Weißt du was es meint?

01:11:47: Aber dann weißt du halt nicht mal wer's war, sondern da war's irgendwie ein Geist wĂ€hrend du geschlafen hast.

01:11:54: Einfach ganz, ganz furchtbarer Gedanke.

01:11:57: und Elisabeth hat uns aber auch noch eine Frage mitgeschickt, die ich dir ganz gerne stellen wĂŒrde.

01:12:03: sie hat uns gefragt ob wir in einem Haus leben wĂŒrden indem sich jemand umgebracht hat oder sonstige unschöne Dinger passiert sind.

01:12:13: Und ob wir uns dann mit unserem vermeintlichen Hausgeist auch anfreunden wĂŒrden?

01:12:18: Boah, also ich habe das schon öfter darĂŒber nachgedacht irgendwie und ich glaube wenn sich da jetzt ein ganz ganz furchtbares Verbrechen ereignet hĂ€tte, glaube ich wĂŒrde dich da nicht einziehen wollen.

01:12:32: Ich glaube sage ich jetzt...ich weiß es nicht ob's wirklich so sein wĂŒrde, wenn es soweit ist.

01:12:39: Wenn ich jetzt hören wĂŒrde dass sich jemand das Leben genommen hat glaube ich WĂŒrde ich nicht ausschließen da trotzdem eins zu ziehen?

01:12:47: Wenn fĂŒr mich alles andere passt.

01:12:49: aber wenn's ein Verbrechen war glaube ich könnte ich nicht.

01:12:53: Ja verstehe ich

01:12:55: Ich

01:12:55: weiß generell nicht.

01:12:56: also wenn sich da jemand Willentlich das leben genommen hat also auch wirklich suizid ich glaub Das wĂ€re fĂŒr mich auch schon schwer.

01:13:05: Ich weiß auch nicht, ob man das je so aus dem Kopf bekommen wĂŒrde.

01:13:09: Wenn man dann da drin wohnt oder ob das ein einfach jeden Tag begleitet und es wĂ€re natĂŒrlich... ...nicht gut.

01:13:17: Ja voll!

01:13:19: Deswegen also ich glaube fĂŒr meinen Seelenfrieden wĂŒrd' ich mich da wahrscheinlich eher dagegen entscheiden.

01:13:24: Aber wenn ich denken wĂŒrde als noch Hausgeist, dann wĂŒrde ich mich auf jeden Fall anfreunden weil wenn?

01:13:31: Dann lieber so rum.

01:13:32: Dann lieber gutstellen mit dem Hausgeiss.

01:13:35: Ja vorallem

01:13:36: denn auf jeden Fall danke, dass du den Moment mit uns geteilt hast.

01:13:39: Aber Sarah?

01:13:40: Mir fÀllt jetzt noch was ein!

01:13:42: WĂŒrdest du aber in ein Haus ziehen, in dem es spucken soll?

01:13:46: Also wenn wir beispielsweise ĂŒber das Haus aus der heutigen Folge sprechen...

01:13:49: Nein.

01:13:50: Warum?

01:13:50: Nein!

01:13:52: Warum wĂŒrde ich da einziehen wollen?

01:13:54: Du?!

01:13:55: Nein, ich glaube auch nicht, weil da ... ja, nee.

01:13:58: Ich glaub, da konnte ich nicht mehr ruhig

01:13:59: schlafen.

01:13:59: Wie du glaubst nicht.

01:14:01: Nee, eher nicht.

01:14:02: Sorry!

01:14:03: Das ist wirklich so ein Nein.

01:14:04: Das kommt bei mir ganz klar direkt aus der Stole geschossen.

01:14:07: Das hab ich gar keinen Fall.

01:14:09: Also

01:14:10: nein?

01:14:10: Endform ein.

01:14:12: Vielleicht will ich mal eine Nacht drin verbringen aber darin leben es schon nochmal ein anderes Level

01:14:18: irgendwie.

01:14:18: Ja auf jeden Fall

01:14:20: Aber kommentiert uns gerne unter die Folge ob ihr in das Haus auch so heutige Folge eingezogen werdet oder lieber nicht.

01:14:27: und damit WĂŒrde ich sagen, sind wir auch am Ende des heutigen Spooky-Sunday angekommen.

01:14:33: Wir hoffen natĂŒrlich, dass ihr alle nĂ€chsten Sonntag zu einem wahren Kriminalfall wieder mit dabei seid und bis dahin vor allem noch dieser heutigen Folge Schöne TrĂ€ume!

01:14:41: Bis dann tschĂŒss!

01:14:58: Oh mein Gott, Sarah!

01:15:01: Ich nutze den Zug am Bahnhof an Hamburg.

01:15:05: Hat das auch wieder eine gesagt?

01:15:07: Nicht so schnell

01:15:07: aber ich hab direkt... Auch wieder zu schnell?

01:15:09: Nee, aber zwar nicht aus so schnell, aber so.

01:15:13: Die hat zum Macanusch wie versucht Schockpferdab und die war so

01:15:16: okay.

01:15:16: Junge.

01:15:17: Zuck Pferd ab.

01:15:18: Wickelgasse!

01:15:20: Wickelgasse.

01:15:22: Genau sowas.

01:15:23: Was hat der ja

01:15:24: gesagt?!

01:15:28: In die Backe in die Wange

01:15:33: Ist doch gleich, oder?

01:15:35: Backe ist auch Bange.

01:15:38: FĂŒr mich ist Backel meine Pro-Backe und Wange ist Wange.

01:15:42: Ich sage immer Backem zu Gesichtspackem.

01:15:45: Backey?

01:15:48: Da hat mir gesagt dann zum Beispiel habe ich in die Bacche gebissen.

01:15:52: Oh mein, meine Gesichtspakke!

01:15:54: Den

01:15:55: vollquiert man.

01:15:58: Ich hab noch nie in meiner Bacce gebissen, so

01:16:04: richtig.

01:16:06: Koch Kanat!

01:16:07: TschĂŒssi.

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