If I can’t be your Valentine - Stalking kommt vor dem Fall (Amie Harwick)
Shownotes
282: „Eifersucht kann gefährlich werden. Sie kann in Gewalt umschlagen. Sie kann sogar zum Tod führen.“ - das sagt Dr. Amie Harwick in einem ihrer Videos. Als Warnung. Als Aufklärung. Nichtsahnend, wie nah diese Worte an ihre eigene Realität reichen und wie sehr sie eines Tages nachhallen werden.
Valentinstag ist ein Tag, der für Liebe stehen soll. Für Nähe, Romantik, Versprechen. Doch irgendwo kippt etwas. Aufmerksamkeit wird zu Kontrolle. Interesse zu Besitz. Und ein „Nein“ zählt plötzlich nicht mehr.
Während sie ihr Leben lebt, Pläne macht, lacht, unterwegs ist, ist er längst präsent – zumindest in seinem Kopf. Er beobachtet. Er wartet. Er stellt sich vor, wie sie nach Hause kommt. Wie sie sich sicher fühlt. Wie sie nichts ahnt. Gedanken, die sich festsetzen, die nicht loslassen, die irgendwann real werden.
Amie Harwick steht für die leisen Warnzeichen, die so oft übersehen werden. Für die Momente, in denen Stalking noch verharmlost wird. Und für die tödlichen Konsequenzen, wenn Grenzen nicht respektiert werden. Es ist eine Geschichte über einen Valentinstag, der keiner ist. Über jemanden, der glaubt, bleiben zu dürfen. Und über das, was passiert, wenn Warten zur Gefahr wird.
📞 Opfer-Telefon des WEISSEN RINGS: 116 006 📞Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: 116 016 📞 Hilfetelefon „Gewalt an Männern“: 0800 123 99 00
⚠️ Triggerwarnungen: • Gewalt gegen Frauen • Femizid • Stalking
✍🏼 Petition: https://www.change.org/p/adam-b-schiff-justice-4-amie-domestic-violence-laws-updated
🧦 Merch: https://www.eyesinthedark.de/products
🥃 Unser EITD Black Gin: https://www.brennerei-henrich.de
💌 Postfach: Laura Regenauer, PO102602, 68026 Mannheim
Nicht vergessen: Am Ende der Folge erwartet euch ein „Gänsehaut to Go“-Moment aus unserer Community & die besten Outtakes der Folge ❤️
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Transkript anzeigen
00:00:18: Eifersucht kann gefährlich werden.
00:00:27: Sie kann in Gewalt umschlagen, sie kann sogar zum Tod führen.
00:00:32: Das sagt sie in einigen ihrer Videos.
00:00:35: Ruhig, aufklärend als Warnung.
00:00:38: Nichts ahnen, dass diese Worte einmal wie eine düstere Vorahnung klingen würden.
00:00:43: Nichts ahnen, dass er zu diesem Zeitpunkt in seinem Kopf längst dort ist, wo sie schläft, in ihrem Bettchen, das er in Gedanken dort auf sie wartet.
00:01:00: Und damit ein herzliches Hello an unsere True Crime Junkies, willkommen zurück bei Eis in the Dark, eurem Blick ins Dunkel der Waren Verbrechen.
00:01:10: Ich bin Sarah.
00:01:11: Und ich bin Laura.
00:01:12: Und jeden Sonntag öffne ich für euch ein neues Kapitel echter Kriminalfälle.
00:01:17: Geschichten, die uns beim Recherchieren selbst oft sprachlos machen.
00:01:21: Von kaltblütigen Mördern über ungekläte Rätsel bis hin zu tragischen Schicksalen.
00:01:26: Dafür wühlen wir uns nicht nur durch Artikel und Internetquellen, sondern auch durch Autopsieberichte, Polizeidokumente und Aussagen von Zeitzeuginnern.
00:01:35: Immer mit dem Bewusstsein, dass hinter jedem Fall echte Menschen stehen, deren Leben für immer verändert wurde.
00:01:41: Und jetzt macht es euch bequem, stellt euch euer emotional Support getränkt bereit und taucht mit uns ein ins Dunkel.
00:01:54: Ich habe bei der Einleitung schon richtig Gänsehaut bekommen.
00:02:00: Ich finde, das klingt superunheimlich.
00:02:02: Ja, auf jeden Fall.
00:02:03: Und bevor wir in den heutigen Fall rein starten, hätte ich auch eine Frage für dich.
00:02:10: Hattest du denn selbst schon mal eine Situation, in der Aufmerksamkeit irgendwann in etwas Unangenehmes oder Betrohliches gekippt ist?
00:02:20: Also vielleicht auch sowas in Richtung Stocking.
00:02:23: Ich hab da
00:02:24: eine Situation,
00:02:25: die mir einfällt.
00:02:27: Und zwar gab's ja mal eine Person, die ich bei Instagram blockieren musste.
00:02:32: Weil mir Nachrichten geschickt wurden, durch die ich mich sehr unwohl gefühlt habe.
00:02:37: Und diese Person hat mich ja dann auf andere Art und Weise kontaktiert.
00:02:43: Und das fand ich schon sehr unheimlich, weil da auch Sätze geschrieben wurden, die in der Richtung gingen, die mir gar nicht gefallen haben.
00:02:53: Zum Beispiel, also fühlst du dich wohl, das mit uns zu teilen?
00:02:57: Ja, also das war ein Brief, der mir geschickt wurde an unser Postfach.
00:03:04: Also zum Glück nicht an meine private Adresse, aber an unser Postfach.
00:03:08: Und da ging es dann schon drum mit, dass die Person geschrieben hat, dass sie sich in mich verliebt hat und dass die Freunde das gar nicht verstehen, aber dass er fühlt, dass das was ganz Besonderes ist.
00:03:21: und dass er sich eben über meine Stimme in mich verliebt hat.
00:03:24: Und da dachte ich schon so, das fand ich sehr unangenehm.
00:03:29: Also ich hab mich damit super unwohl gefühlt, weil ich ja auch wusste, dass ich die Person schon blockiert hatte und diese Grenze wurde dann so überschritten.
00:03:37: Und da hab ich mich auch gefragt, also kann man sich nicht denken, dass das bei mir ein Unwohlsein oder vielleicht auch eine Angst auslösen könnte.
00:03:47: Ja, vor allem, wenn man bedenkt, dass wir zwei ein True Crime Podcast machen.
00:03:52: Also wir beschäftigen uns ja mit solchen Thematiken, die dann in unseren Fällen meist ja auch noch mal schlimmer ausgehen und dass man dann aber Angst bekommt, wenn man online schon eine Grenze setzt.
00:04:08: Wie du schon gesagt hast, über diese Grenze hatte sich diese Person ja dann einfach hinweggesetzt.
00:04:14: Und dann weißt du auch nicht, wenn ich da jetzt nicht darauf antworte, Ja, wir dann vielleicht die nächste Grenze überschritten.
00:04:23: Also das ist schon sehr unheimlich gewesen.
00:04:25: Das fand ich damals auch unangenehm und das hat bei mir auch ein ganz ungutes Bauchgefühl ausgelöst, tatsächlich.
00:04:34: Ja, total.
00:04:35: Hattest du sowas schon mal?
00:04:39: Eher weniger tatsächlich.
00:04:42: Also mir würde jetzt im ersten Moment keine Situation in den Kopf kommen.
00:04:46: Ja.
00:04:47: Klar, so kleine Grenzüberschreitungen schon, eher von Ex-Partnern, aber nichts, was drastisch gewesen wäre, nichts, was mir wirklich angstbereitet hätte oder was in eine gefährliche Richtung gegangen wäre.
00:05:05: Und wenn du die Frage schon so stellst, habe ich gerade schon ein paar Szenarien im Kopf.
00:05:13: was wohl in der heutigen Folge auf uns zukommen könnte, in Kombi natürlich mit dieser krassen Einleitung.
00:05:20: Ja, ja, auf jeden Fall.
00:05:21: Und das kann ich auch schon mal vorwegnehmen.
00:05:24: Wir sprechen heute auch über einen Fall, der auf jeden Fall mit Valentinstag, also eigentlich dem Tag der Liebe zu tun hat, der aber relativ schnell in eine ganz andere Richtung umschlägt.
00:05:39: Der vierzehnte Februar, Valentinstag.
00:05:43: Für einige Paare ist Valentinstag wie ein kleines romantisches Ritual.
00:05:47: Nicht, weil man sich nur an diesem Tag Mühe gibt, sondern weil dieser Tag wie die Kirsche auf der Sahnetorte wirkt.
00:05:54: Wie ein Abend, an dem man das, was man das ganze Jahr überführt, noch einmal ganz bewusst feiert.
00:06:01: Man reserviert einen Tisch, besorgt auf dem Heimweg einen Straußblumen, schreibt ein Liebesbrief, den man sonst im Alltag nicht so leicht formuliert hätte.
00:06:10: Manche planen Wochen vorher.
00:06:12: andere entscheiden spontan.
00:06:14: Aber am Ende geht es um dasselbe.
00:06:17: Sich Zeit zu nehmen, sich zu erinnern, wie wertvoll Nähe ist und dem anderen zu zeigen, ganz leise, ganz klar, ich liebe dich.
00:06:25: Und ich entscheide mich immer wieder für dich.
00:06:28: Für Singles ist Valentins Tag etwas ganz anderes.
00:06:33: Für manche ist es ein Tag der Wehtut, weil er daran erinnert, was fehlt.
00:06:38: Weil überall Paare laufen, Händchen halten, lachen und man sich fragt, ob man selbst jemals wieder so geliebt wird.
00:06:46: Aber für andere ist es genau das Gegenteil.
00:06:49: Für sie ist es ein Tag der Freiheit.
00:06:52: Ein Tag, an dem man sich selbst feiert, seine Freundschaften, sein Leben.
00:06:56: Ein Tag, an dem Liebe nicht an einen Partner gebunden ist, sondern an das, was man sich selbst gibt.
00:07:03: Selbstachtung, Selbstliebe und das Gefühl, dass man niemanden braucht, um vollständig zu sein.
00:07:09: So oder so In Los Angeles ist Valentinstag überall.
00:07:14: Die Stadt ist wie eine Bühne.
00:07:16: Lichter, Musik, voller Restaurants, rote Herzen in Schaufenstern.
00:07:20: Alles wirkt ein bisschen größer, ein bisschen dramatischer, ein bisschen kitschiger.
00:07:25: Es würde die ganze Stadt an diesem Abend denselben Film spielen.
00:07:30: Und in diesem Film gibt es eine Frau, die beruflich genau mit dem arbeitet, was Valentinstag verspricht.
00:07:37: Liebe, Nähe, Intimität, Beziehungen.
00:07:41: Amy Howrick.
00:07:43: Ihr Valentinstag beginnt früh.
00:07:45: Um sechs Uhr dreißig macht sie einen Sunrise-Hike.
00:07:48: Später früh stückt sie mit Freundinnen.
00:07:51: Danach hält sie mit einer ihrer besten Freundinnen noch im Beachwood-Kaffee.
00:07:55: Dort besorgen sich die beiden ein Getränk und unterhalten sich ausgebig.
00:07:59: Wie schon so oft.
00:08:02: Amy ist an diesem Valentinstag Single.
00:08:05: Eigentlich eher unfreiwillig, denn ihr Herz gehört einem ganz bestimmten Mann, Die beiden hatten jedoch kurz zuvor entschieden, wir möchten getrennte Wege gehen.
00:08:14: Oder vielmehr, wir müssen.
00:08:17: Doch Amy steckt den Kopf nicht in den Sand.
00:08:19: Das würde nicht zu ihr passen.
00:08:22: Im Beachwood Café erzählt sie ihrer Freundin, wie glücklich sie gerade wieder ist.
00:08:27: Sowohl beruflich als auch privat.
00:08:30: Sie sagt, sie freue sich auf die Zukunft, darauf noch so viel mehr zu machen.
00:08:35: An der Stelle kurz mehr zu Amy.
00:08:38: Amy Nicole Harwick ist eine Frau, die nach außen wirkt wie jemand, der sein Leben im Griff hat.
00:08:44: Und zwar nicht nur irgendwie, sondern mit einer ganz bestimmten Leichtigkeit und sehr, sehr erfolgreich.
00:08:50: Sie wuchs in Pennsylvania auf, lebt aber seit Jahrzehntausend ein in Los Angeles, der Stadt der Engel.
00:08:57: Sie ist attraktiv, selbstbewusst unabhängig.
00:09:00: Eine von diesen Frauen, die sich nicht klein machen, die Raum einnehmen, ohne sich dafür entschuldigen, Und wenn man Fotos von ihr sieht, versteht man sofort, warum sie auffällt.
00:09:10: Laura, magst du sie einmal für uns beschreiben?
00:09:14: Auf der nächsten Seite findest du ein Bild von ihr.
00:09:16: Also sie hat ein richtig schönes Lachen.
00:09:21: Sie trägt einen knallroten Lippenstift.
00:09:24: Das trägt sie oft tatsächlich.
00:09:26: Ich würde sagen, sie hat schwarze Haare, also sehr dunkle Haare.
00:09:30: Sie hat Wimpern Extensions, glaube ich.
00:09:34: Also, sie hat sehr, sehr lange Wimpern.
00:09:36: Und sie hat eine sehr helle Haut.
00:09:39: Und ich finde, sie hat ja schon so richtig strahlende Augen.
00:09:44: Ja, voll.
00:09:44: Ich finde, sie hat eine richtig schöne Ausstrahlung.
00:09:47: Schönes Lächeln, glänzende Augen.
00:09:49: Und generell ist sie ja auch einfach wirklich eine bildtübsche Frau.
00:09:52: Total, ja.
00:09:54: Und als ich das allererste Mal ein Bild von Amy sah, dachte ich direkt an Schneewittchen.
00:09:59: Das sie eben schon beschrieben, sie hat relativ felle Haut.
00:10:02: Diesen roten Lippenstift, das ist so ein bisschen ihr Ding.
00:10:05: Also sie hat richtig oft auf ganz vielen Bildern roten Lippenstift drauf.
00:10:09: Und sie hat eben sehr, sehr dunkle, fast schon schwarze Haare.
00:10:14: Und ich finde auch, dass sie wirkt wie jemand, der sich in ihrer Haut wohlfühlt.
00:10:19: Also ich finde, sie sieht richtig selbstbewusst aus.
00:10:23: Ja, ja, würde ich genauso auch unterschreiben.
00:10:25: Menschen in ihrem Umfeld beschreiben sie als warmherzig, offen und lebensfroh.
00:10:31: Jemand, der gern lacht, gern unter Leuten ist, aber auch tief gehen kann.
00:10:35: Sie wiegt wie eine Person, die wirklich interessiert ist an anderen Menschen.
00:10:39: Und ich finde, irgendwie sieht man ihr auch das an.
00:10:41: Also vor allem, dass sie sehr warmherzig und offen ist.
00:10:45: Ich finde, das vermittelt sie.
00:10:46: Also das bringt sie selbst über Bilder einfach schon so ein bisschen an uns ran.
00:10:52: Ja, vor allem irgendwie durch ihre Augen, finde ich.
00:10:54: Sie hat da eine ... trägt da so eine richtige Wärme in sich.
00:10:57: Ja, voll.
00:10:58: Beruflich ist sie Therapeutin, spezialisiert auf Beziehungen, Sexualität und Intimität.
00:11:04: Also genau auf das, worüber viele nicht sprechen wollen.
00:11:07: Amy aber schon.
00:11:09: Sie arbeitet mit Themen wie Nähe, Vertrauen, Charme, Selbstwert und Grenzen.
00:11:15: Sie hilft Menschen dabei, ihre Beziehungen zu retten oder aber sie zu verlassen, sich selbst besser zu verstehen und die eigene Sexualität ohne Angst und ohne Scham zu leben.
00:11:26: Und das tut sie extrem erfolgreich.
00:11:28: Wahrscheinlich auch, weil sie mit dem Herzen dabei ist, nicht nur, dass sie als High-Profile-Doktorin in Hollywood geahndet wird, sie ist auch bekannte Autorin und in der Öffentlichkeit präsent.
00:11:39: Sie erscheint in Magazinen, in Nachrichtensendungen und Podcasts und hat sogar ihren eigenen YouTube-Channel, auf dem sie Zuschauerinnen und Zuschauer zu allem berät.
00:11:50: Von der Frage, wie man mit Flugangst umgeht, bis hin dazu, wie man die Feiertage mit der Familie übersteht.
00:11:57: Sie ist jemand, die über Liebe und das Leben spricht, aber nicht in diesen kitschigen und abgetroschenen Phrasen, sondern ehrlich und modern.
00:12:07: Auf ihrem Instagram-Account schreibt Dr.
00:12:10: Amy Harwick in ihrer Bio, PhD, LMFT, Autoren von The New Sex Bible for Women, Pädagogin und Fürsprecherin.
00:12:21: Was Amy so besonders macht, sie ist eine Frau, die Liebe nicht als Schwächer sieht, sondern als Stärker.
00:12:28: Und sie ist gleichzeitig jemand, der Freiheit genauso hochhält wie näher.
00:12:33: Eine Frau, die ihr Leben genießt, sich und gibt mit Freunden Pläne macht nach vorn schaut.
00:12:39: Und ihren Klienten und Klientinnen dabei hilft es ihr gleich zu tun.
00:12:44: Ihre berufliche Laufbahn und ihr Privatleben widmet sie dem Ziel, vor allem Frauen dabei zu helfen, erfolgreich und glücklich zu sein.
00:12:52: Sie gründet und leitet eine Gruppe namens Foxy Feminists, die Frauen in Los Angeles dabei unterstützt, sich miteinander zu vernetzen, für Jobmöglichkeiten und gegenseitige Unterstützung.
00:13:04: Eine lebensjunge, junge Frau mit vielen unterschiedlich strahlenden Facetten, könnte man sagen.
00:13:10: Und die kaum abwarten kann, noch mehr zu entdecken.
00:13:13: Amy arbeitet immer wieder als Model, steht aber genauso gern hinter der Kamera und träumt davon, irgendwann mal eine professionelle Fotografe hinzuwerden.
00:13:23: Aber jetzt, am vierzehnten Februar, zwanzig, möchte sie einfach nur Zeit mit ihren besten Freundinnen verbringen.
00:13:30: Ich glaub, Jellentines Day nennt man das, oder?
00:13:35: Ja, ich glaub auch.
00:13:36: Also, wenn man Valentinstag mit seinen Freundinnen ... verbringt mit seinem Besties und sie zelebrieren diesen Tag wirklich in vollstem Ausmaß.
00:13:44: Kurz vor Valentinstag postet sie ihre Gedanken.
00:13:48: Es sind nur ein paar Sätze über Liebe.
00:13:50: Einmal schreibt sie, lasst uns aufhören, uns zu verlieben und anfangen, in Liebe zusammenzuarbeiten.
00:13:57: Lasst uns daran denken, wie viel Kontrolle wir tatsächlich darüber haben, welche Partner wir wählen und wie wir in unseren romantischen Beziehungen vorangehen.
00:14:07: Ich finde das ehrlicherweise ein sehr, sehr wichtigen Reminder.
00:14:12: Also gerade dieses, lasst uns daran denken, wie viel Kontrolle wir darüber haben, welche Partner wir wählen.
00:14:19: Weil ich glaube, das ist tatsächlich gerade so aufgrund der rote Brille.
00:14:24: Und vielleicht manchmal auch, weil man gut gläubig ist, weil man einfach das Gute auch sehen möchte.
00:14:30: Und ich glaube, das ist deswegen häufiger passiert, dass man Partner wählt, die aber eigentlich gar nicht unbedingt das sind, was man möchte.
00:14:39: Ja, sehe ich auch so.
00:14:40: Und ich glaube, manchmal braucht man dann auch so ein Reminder, weil wenn man das jetzt so ausspricht, klingt das ja so offensichtlich, aber manchmal fühlt sich das aber nicht so an in dem Moment.
00:14:51: Ja, voll.
00:14:51: Also ich hatte das in vergangenen Beziehungen teilweise schon auch.
00:14:55: Wahrscheinlich auch, weil ich mich nicht so viel damit beschäftigt hatte, welche Eigenschaften möchte ich denn wirklich bei einem Mann?
00:15:02: Also was ist für mich wirklich essentiell und auch was geht für mich vielleicht gar nicht.
00:15:08: Und dann habe ich da schon manchmal so kleine Dinge gesehen, wo ich mir dachte, das gefällt mir irgendwie nicht so gut.
00:15:15: Und habe das dann aber so ein bisschen beiseitegeschoben, weil sonst hat man sich ja gut verstanden und man konnte ja auch zusammen lachen und man hatte Spaß zusammen und ich habe mir das dann so ein bisschen schön geredet.
00:15:26: Ja, ich glaube, das passiert auch ziemlich schnell.
00:15:28: Gerade wenn man, wie du eben schon beschrieben hast, die rote Brille aufhat, aber ich glaube ganz oft sind das dann die Themen, die einen irgendwann wieder einholen.
00:15:36: Ja, total, weil bei mir war das dann wirklich auch die Dinge, die ich am Anfang gesehen habe, die dann teilweise wirklich eins, zwei oder drei Jahre später der Trennungsgrund waren.
00:15:46: Also ich habe das eigentlich schon voraus gesehen, habe das aber in dem Moment so ein bisschen beiseitegeschoben.
00:15:52: Ja, ist in dem Moment natürlich leichter als ganz ehrlich zu sagen.
00:15:56: Aber man sollte versuchen, da ehrlich zu sein.
00:15:59: Und in einem anderen Post schreibt sie, Platonische Liebe ist auch wichtig.
00:16:04: Es gibt so viel kulturellen Fokus auf romantische Liebe, aber lasst uns dankbar sein für die authentische Liebe, die wir Freunden geben und von ihnen erhalten.
00:16:14: Und das fand ich, das weißt du ja, also Freunde sind für mich sowas Wichtiges.
00:16:22: Und die Liebe, die wir zwischen uns haben, finde ich, So wertvoll, dass ich ja schon öfter mal gesagt habe, dass ich gar nicht verstehe, warum nur romantische Liebe als so essentiell angesehen wird.
00:16:34: Ja, ich sehe das auch so.
00:16:35: Und ich sehe auch manchmal so Trends auf TikTok, wo es dann heißt, ja, deine Freunde werden gehen, aber dein Partner wird immer bleiben.
00:16:42: Deswegen musst du deine Partnerschaft priorisieren.
00:16:44: Und ich sehe das irgendwie anders, weil die Freundschaften, die ich habe, die begleiten mich schon seit, keine Ahnung, wie lang.
00:16:52: Und die haben so viele ... Phasen meines Lebens mit mir durchgemacht.
00:16:55: Die waren in so schweren Zeiten an meiner Seite, dass ich niemals meine Freundschaften hinten anstellen würde.
00:17:01: Ich auch nicht.
00:17:02: Weil es ja wirklich so ist.
00:17:03: Also so viele verschiedene Phasen deines Lebens, so viele verschiedene Versionen deiner selbst.
00:17:09: Und sie sind ja trotzdem immer geblieben.
00:17:11: Also ich finde, dass Freundschaften oftmals einfach in ticken Bedingungsloser sind einfach.
00:17:17: Mhm.
00:17:18: Ja, ja.
00:17:19: Und deswegen finde ich...
00:17:21: Ja.
00:17:22: Dasselbe wie du, dass es super wichtig ist.
00:17:25: Ja, und das hat sie echt schön, schön geschrieben.
00:17:28: Ja, auf jeden Fall.
00:17:29: Und genau das, die authentische Liebe zwischen ihr und ihren Freundinnen, wird am vierzehnten Februar im Zentrum stehen.
00:17:37: Zurecht gemacht und in ihre schönsten Outfits geschmissen, treffen sie sich im Club-Theater.
00:17:43: An diesem Abend trägt Amy ein enges rosafarbenes Kleid und eine Rosenkranzkette aus schwarzen Perlen.
00:17:51: Ein auffälliges Detail, das sie durch die ganze Nacht begleitet.
00:17:55: Im Theater hat eine Freundin, Mistosch, eine Bolesk-Show organisiert, mit Performanen, die den Feiertag feiern wollen.
00:18:03: Egal, ob Single oder vergeben, heute wird die Liebe zelebriert.
00:18:08: Später gegen zwanzig Uhr entscheiden sie sich, die Bolesk Afterparty ausfallen zu lassen und fahren stattdessen in Snowmelt, um Tee zu trinken.
00:18:18: Sie versacken dort dann mit ihrem Tee in den Händen, tiefen Gesprächen und lachern, die im Bauch wehtun.
00:18:25: Und irgendwann, nach ein und nachts, macht sich Amy auf den Heimweg.
00:18:30: Um ein Uhr zwei schreibt sie einer Freundin einen Nachricht.
00:18:34: Sie soll ihr ihr unbedingt Bilder aus dem Nomad schicken.
00:18:37: Wenige Momente später betritt sie ihr Haus und will sich fürs Bett fertig machen.
00:18:42: Doch um ein Uhr acht wird ihr Mitbewohner Michael Herman dass ein Schlafzimmer im unteren Stock des Hauses ist, wach.
00:18:49: Nicht von Musik, nicht von Stimmen, sondern von Amy's magerschütternden Schrei direkt über ihm.
00:18:55: Von einem Geräusch, das klingt, als würde ein Körper zu Boden krachen.
00:19:00: In der Panik findet er sein Handy jetzt aber nicht.
00:19:03: Er ruft die Treppe hinauf in der Hoffnung, den Eindringling, von dem er glaubt, dass dort einer ist, zu vertreiben.
00:19:10: Amy, schreit er, dann hörte ein Röcheln.
00:19:14: Michael Herrmann rennt los.
00:19:16: Er flüchtet aus dem Haus, um Hilfe zu holen, doch als er am vorderen Tor ankommt, ist es verschlossen.
00:19:23: Er klettert über den Zaun und schneidet sich dabei an den spitzen Metallstäben.
00:19:28: In Panik rennt er zum Haus des Nachbarneben an.
00:19:31: Die Überwachungskamera dessen zeigt, wie Herrmann an die Tür klopft.
00:19:36: Doch niemand öffnet.
00:19:38: Um ein Uhr elf rennt er über die Straße zum nächsten Haus.
00:19:42: Wieder keine Antwort.
00:19:45: Erst als er jemand auf der Straße mit einem Handy sieht, können sie gemeinsam den Notruf wählen.
00:19:50: Es ist ein Uhr elf.
00:19:52: Drei lange Minuten waren vergangen, seit Amy's magerschütternder Schrei ihn aus dem Schlaf gerissen hat.
00:19:59: Es ist noch dunkel, als die Polizei in den frühen Morgenstunden des fünften Februar, im Haus in den Hollywood Hills eintrifft.
00:20:08: Die Bodycams laufen bereits, während die Beamten sich einem Mann nähern, der dort scheinbar im Halbdunkeln auf sie wartet.
00:20:15: Es ist Amy Smith-Bewohner Michael Herman.
00:20:18: Er wirkt aufgelöst, wie unter Schock.
00:20:21: Und gleichzeitig ist es der einzige Mensch vor Ort, der ihn überhaupt sagen kann, was hier passiert ist.
00:20:41: Er spricht nun also davon, dass jemand seine Mitbewohnerin angegriffen hätte.
00:20:46: Er habe sie schreien gehört.
00:20:48: Ob der Angreifer nach dem Haus ist, das wisse er nicht.
00:20:52: Dann führt er die Beamten in den Hinterhof des Hauses unwissend, was dort auf sie wartet.
00:21:04: Michael Herman start ins Dunkel, es würde seinen Kopf noch nicht ganz begreifen, was seine Augen längst sehen.
00:21:11: Dann realisiert er es.
00:21:14: Erst in diesem Moment richtet sich der Blick der Beamten weiter nach vorn in den Innenhof und dann sehen auch sie sie.
00:21:21: Amy Harwick liegt draußen vor ihrem Zuhause.
00:21:25: Schwer verletzt, kaum noch bei Bewusstsein und doch klammert sie sich an das Leben.
00:21:30: Die Beamten reagieren sofort.
00:21:32: Einer Funkt, während er näher an sie herantritt.
00:21:35: Er kniet sich zu ihr hinunter, seine Stimme wählt weicher, aber sie bleibt dringend.
00:21:41: »Mam, was ist mit ihm passiert?« fragt er sie.
00:21:45: Sanitäter beginnen sofort mit der Erstversorgung.
00:21:48: Während sie versuchen, Amy zu stabilisieren, stehen die Beamten daneben und versuchen gleichzeitig zu verstehen, was hier gerade passiert ist.
00:21:57: Denn in diesem Moment gibt es nur eine Person, die möglicherweise gesehen oder gehört hat, was geschehen ist.
00:22:05: Michael Herman.
00:22:06: Er wirkt wie der einzige Zeuge.
00:22:10: Oder wie ein Verdächtiger.
00:22:12: Einer der Ermittler ordnet das nachträglich wie folgt ein.
00:22:18: Michael Herman, er ist noch sehr nervös, sehr jitterig, jumpy, based on the way Michael was acting.
00:22:34: Michael wirkt also nervös, aufgewühlt und verdächtig.
00:22:38: Zum jetzigen Zeitpunkt ist er die einzige Person von Interesse, der einzige Verdächtige.
00:22:44: Michael und Amy hatten sich wenige Monate zuvor durch einen gemeinsamen Freund kennengelernt.
00:22:50: Amy hatte ihm angeboten, in ihr Schlafzimmer im unteren Stockwerk zu ziehen, so könnte sie ihr Einkommen ein wenig aufpeppen.
00:22:57: Außerdem war das riesige Haus ohnehin viel zu groß für sie.
00:23:02: Nun beginnt Michael, der das Angebot damals dankend angenommen hat, zu reden.
00:23:07: Er erklärt den Beamten, dass ein Eindringling Amy angegriffen habe.
00:23:12: Und er betont, dass er nicht nur irgendetwas gehört hat, sondern einen Kampf.
00:23:16: Ich schwöre ihn, sagt er immer wieder, ich habe gehört, dass es ein Kampf war.
00:23:22: Und das würde prinzipiell zu dem passen, was die Beamten schon auf den ersten Blick erkennen.
00:23:27: An Emmys Hals zeichnen sich tiefe Spuren ab.
00:23:31: Hinweise darauf, dass sie gewürgt wurde.
00:23:33: In den ersten Minuten ist aber trotzdem nichts wirklich klar.
00:23:37: Nicht einmal, ob überhaupt jemand von außen im Haus war.
00:23:41: Stimmt das mit dem Eindringling?
00:23:43: Sagt Emmys Mitbewohner die Wahrheit, fragen sich die Ermittler
00:23:46: nun.
00:23:47: Auf den ersten Blick gibt es nämlich keine eindeutigen Spuren eines gewaltsamen Eindringens.
00:23:51: Keine klaren Hinweise, die sofort in Richtung Einbruch oder Überfall zeigen.
00:23:56: Scott Masterson, der Leitender Ermittler, beschreibt später, wie offen die Lage zu beginnen war.
00:24:02: Als die Polizei am Tatort ankommt, sagt er, wissen sie nur, dass eine Frau hinter dem Haus auf dem Boden gefunden wurde.
00:24:08: Mehr nicht.
00:24:09: Kein Motiv, kein Täter, kein klares Bild davon, was in dieser Nacht wirklich passiert ist.
00:24:14: Während die Ermittler das Haus sichern, entdecken sie Amy's Tasche und Jacke, die sie am Voramt bei sich trug, auf dem Boden in ihrem Zimmer liegend.
00:24:23: Und eine Spur aus schwarzen Perlen.
00:24:26: Vom Wohnzimmer durch ihr Schlafzimmer bis hinaus auf dem Balkon.
00:24:30: Und dort, auf Amy's Balkon im dritten Stock, stoßen sie auf etwas, das die Richtung der Ermittlungen in Zwanken bringt.
00:24:38: Etwas, das plötzlich Fragen aufwirft, die niemand in dieser Nacht erwartet.
00:24:43: Auf dem Boden des Balkons liegt eine Spritze.
00:24:46: Sie ist nicht leer, sie ist geladen, gefüllt mit einer gelblich braunen Substanz.
00:24:51: Doch was ist das?
00:24:52: Während diese Frage zunächst um klar bleibt, beantwortet sich eine andere.
00:24:58: Nämlich, wie Amy in den Innenhof gelangt war.
00:25:01: Nun wird deutlich, Amy war vom Balkon des dritten Stockes über sechs Meter in die Tiefe gefallen und auf dem harten Steinboden im Innenhof aufgeschlagen.
00:25:12: In diesem Moment wird aus einer sehr offenen Situation einer, die noch beunruhigender ist.
00:25:17: Denn plötzlich steht nicht mehr nur ein Angriff im Raum, sondern auch die Möglichkeit, dass es ein Unfall, vielleicht unter Drogeneinfluss gewesen sein könnte, oder sogar ein Suizid.
00:25:28: Auf dem Bodycam-Aufnahmen ist zu hören, wie die Beamten versuchen, in diesem Chaos die ersten Antworten zu bekommen.
00:25:35: Ein Ermittler dreht sich nun in Richtung ihres Mitbewohner Michael Hermann.
00:25:39: Die Bodycam läuft.
00:25:41: Er will wissen, ob es etwas gibt, das sie übersehen, ob es Hinweise gibt, die erklären könnten, warum eine Spritze auf Amy's Balkon liegt.
00:25:50: Ob Amy möglicherweise Drogen genommen hat?
00:25:53: Der Ermittler fragt ihn.
00:25:55: Sir, kennen Sie Ihre Vorgeschichte in Bezug auf Drogenkonsum?
00:25:59: Michael Hermann antwortet sofort und ohne zu zögern.
00:26:03: Nein, sie ist nüchtern, sie trinkt nicht, sie hat nicht einmal Alkohol getrunken.
00:26:08: Der Beamte hakt nach.
00:26:10: Fast unglaublich.
00:26:12: Sie trinkt nicht.
00:26:13: Und Hermann wiederholt es noch einbringlicher.
00:26:16: Sie trinkt nicht einmal, sie ist nüchtern.
00:26:19: Als der Leitende Ermittler Scott Masterson die Spritze zum ersten Mal sieht, ist ihm sofort klar, was sie nicht ist.
00:26:26: Kein Heroin.
00:26:27: Doch was genau in dieser Spritze steckt, kann er in diesem Moment noch nicht sagen.
00:26:32: Der Fund bleibt vorerst rätselhaft, wird im Laufe der Ermittlungen aber noch eine tragende Rolle einnehmen.
00:26:38: Mindestens genauso irritierend wie die Spritze ist für die Ermittler jedoch etwas anderes.
00:26:46: Denn als die Ersthilfe eintreffen, hat Hermann Blut auf seinem Shirt.
00:26:51: Und obwohl er erklärt, er lebe hier und sei ihr Mitbewohner, hat er in diesem Augenblick nicht einmal seine Hausschlüssel bei sich.
00:26:59: Für die Einmittler ist das ein Problem.
00:27:01: Denn in den ersten Minuten wissen sie nicht, ob er ihnen hilft oder ob er selbst teildessen ist, was hier passiert ist.
00:27:08: Sie müssen ihn deswegen nicht nur befragen, sie müssen ihn gleichzeitig auch streng im Blick behalten.
00:27:14: Auf dem Bodycam Aufnahmen ist auch zu hören, wie Emmetla genau diese Möglichkeit aussprechen, dass Michael Herman ein Verdächtiger sein könnte, weil er Blut an sich hat.
00:27:25: Und während Sanitäter weiter versuchen, Amy zu retten, arbeitet im Hintergrund bereits das Misstrauen.
00:27:32: Die Frage, ob Michael Herman kein Kampf gehört hatte, sondern ob er selbst in diesen verwickelt sein könnte.
00:27:40: Spätestens dann, als Michael Hermann auf der Wache fotografiert wird und sein T-Shirt ausziehen muss.
00:27:46: Einige Tiefe Krattspuren zieren seinen Oberkörper.
00:27:50: Michael erklärt, er hätte sich diese zugezogen, als er über den Zaun kletterte, um Hilfe zu holen.
00:27:55: Doch bevor sie diese Aussage überprüfen können, erreicht sie ein erster Rückschlag in dem Fall.
00:28:02: Der rückschlagt tatsächlich.
00:28:05: Amy, die mittlerweile ins Krankenhaus gebracht wurde, hat es nicht geschafft.
00:28:10: Um drei Uhr sechsundzwanzig wird sie dort, mit gerade einmal achtunddreißig Jahren, für Tod erklärt.
00:28:17: Und Laura, bevor wir jetzt weitergehen, was ist aktuell denn deiner Einschätzung, also diese Spritze, der Mitbewohner, der keine Hausschlüssel bei sich hat, dafür Blut auf seinem Shirt?
00:28:29: Was denkst du gerade?
00:28:30: Also, als du beschrieben hast, dass er sich verletzt hat, als er über diesen Zaun geklettert ist?
00:28:38: Da wurde ich schon ein bisschen skeptisch, weil ich dachte, hm, okay, das könnte natürlich auch so was sein, was er später vorschieben kann, warum er Verletzungen an seinem Körper hat, die ja prinzipiell aber auch bei einem Kampf entstanden sein könnten.
00:28:52: Ja, und
00:28:54: wenn die zwei allein in der Wohnung sind oder waren, dann kann er ja auch easy sagen, ja, ich hab da was gehört, ich lag aber unten, weil wer will ihm im ersten Moment was anderes nachweisen?
00:29:04: Und ... Auch die Reaktion, dass er dann erst mal wegrennt, anstatt nachzuschauen, was da los ist, fand ich auch ein bisschen komisch.
00:29:11: Also, ich weiß nicht, so im ersten Moment empfinde ich den Mitbewohner schon als sehr verdächtig.
00:29:18: Also, wenn du mich jetzt quasi im dritten Stockwerk schreien hören würdest und du wärst im Erdgeschoss, dann wärst du wahrscheinlich erst mal hochgegangen und hättest nachgeschaut.
00:29:27: Würde ich zumindest jetzt vermuten, dass ich das machen würde?
00:29:30: Ja.
00:29:31: Ja.
00:29:32: Ja, würde ich wahrscheinlich auch so machen.
00:29:35: Und ich fand es auch so ein bisschen merkwürdig, dass ich das das erste Mal gelesen habe, dass er sein Handy nicht finden konnte.
00:29:41: Weil ich mir dachte, na ja, also gerade heutzutage und auch damals schon, also das ist ja noch nicht allzu lange her, da hat doch jeder immer sein Handy kriftbereit.
00:29:53: Ja.
00:29:54: Also selbst wenn ich schlafe, Schäme und Mie ist mein Handy direkt neben mir.
00:29:59: Ja, ja, bei mir auch.
00:30:00: Und dass ich dann da nicht nach meinem Handy schaue, sondern rausrenne, über den verschlossenen Gartenzaun springe und versuche, bei Nachbarn zu klingeln, war für mich im ersten Moment auch so ein bisschen so, naja, wollte er da vielleicht irgendwie andere Leute mit involvieren, dass die dann später aussahen können, na, er war total aufgelöst und er hat Hilfe geholt.
00:30:23: Und dass eben Menschen wissen, er war derjenige, der Amy helfen wollte.
00:30:29: Ja, also auf mich wirkt das alles in Kombi ziemlich saß, muss ich sagen.
00:30:33: Ja, so ging's mir am Anfang auf jeden Fall auch.
00:30:36: Damit einmal zurück an den Tatwort.
00:30:39: Nachdem die Ermittler stundenlang vor Ort gearbeitet haben, entdecken sie bei Tageslicht nun etwas, das ihnen in der Dunkelheit zuvor entgangen war.
00:30:47: Auf dem Boden des Innenhofes entdecken sie das zerbrochene Fenster der französischen Gartentür und in der Nähe dessen ist Blut zu sehen.
00:30:56: Für den leitenden Ermittler Scott Masterson ist dieser Fund ein Wendepunkt.
00:31:01: In dem Moment ist klar, dass hier ist kein rätselhaftes Unglück, kein zufälliger Sturz, das ist der Einstiegspunkt.
00:31:09: Der Täter muss sich gewaltsam Zugang zum Hausfaschaft haben.
00:31:13: Und damit steht nun auch fest, es handelt sich um einen Verbrechen.
00:31:22: Gleichzeitig ist das auch das erste konkrete Beweisstück, dass er verspricht, dass Michael Herman, der Mitbewohner mit seiner Aussage recht haben könnte, dass er die Wahrheit sagt, dass tatsächlich ein Eindringling im Haus war.
00:31:35: Später auf dem Polizeirevier in Hollywood beginnt Michael Hermann den Ermittlern zu erzählen, wen er für verantwortlich hält.
00:31:43: Er berichtet, dass Amy ein Ex-Freund hatte, gegen den sie bereits eine einstweilige Verfügung erwirkt hatte.
00:31:50: Eine Schutzanordnung, die jedoch inzwischen abgelaufen war.
00:31:55: Den Namen dieses Mannes könnte er selbst nicht nennen, sagt Hermann, aber eine Person wüsste ihn ganz sicher.
00:32:05: Denn er kennt sie besser als jeder andere.
00:32:08: Doch bevor er weiterhelfen kann, erfährt er nun das, was kein bester Freund jemals hören möchte.
00:32:15: Deine beste Freundin ist tot.
00:32:18: Amy ist nicht länger da, und er ist es auch, der ihren anderen Freundinaus Los Angeles nun diese Hyups Botschaft überbringt.
00:32:38: Die meisten können es kaum glauben.
00:32:41: Wie?
00:32:41: Amy ist nicht mehr da.
00:32:43: Maricela Mendoza, eine enge Freundin von Amy, erzählt, wie allein sie sich ohne Amy fühlte.
00:32:50: Und vermutlich noch immer fühlt.
00:33:07: Währenddessen ist ihr bester Freund Robert noch immer auf der Wache.
00:33:12: Die Ermittler befragen ihn schließlich zu einem Foto, das um zwei Uhr fünf nachts an Amy's Handy geschickt wurde.
00:33:19: Auf dem Bild ist Amy mit einer Freundin zu sehen, auf einem grünen Sofa sitzen.
00:33:24: Sie trägt dasselbe Outfit, in den die Polizei sie später im Innenhof findet und vor allem trägt sie den selben Rosenkranz.
00:33:32: Jeden Rosenkranz, dessen Perlen später überall am Tatort verstreut liegen.
00:33:37: Dieses Foto entstand nur zwei Stunden vor dem Angriff.
00:33:41: Robert, für den Amy Familie war, hilft der Polizei nun dabei, den zeitlichen Ablauf des Abends des vierzehnten Februars Schritt für Schritt zu rekonstruieren.
00:33:51: Und er pusht die Ermittlungen in eine neue Richtung.
00:33:55: Denn tatsächlich kennt er den Namen des Mannes, über den ihr Mitbewohner bereits gesprochen hat.
00:34:01: Auf die Frage, wissen Sie, wer das getan haben könnte, antwortet Robert ohne zu zögern.
00:34:07: Ja, Garrett.
00:34:16: Garrett Perthaus.
00:34:17: Ein Mann aus Amy's Vergangenheit, ein früherer Partner, mit dem die Beziehung schon damals schwierig gewesen sein sollte, aber die fast zehn Jahre zurückliegt.
00:34:30: Robert macht den Ermittlern aber deutlich, dass, obwohl die beiden schon so lange getrennt sind, noch immer Gefahr von ihm ausgehen.
00:34:38: Und er sagt ihnen, dass sie nun keine Zeit verlieren dürfen.
00:34:42: Wenn seine Vermutung stimmt, dann müssen sie diesen Mann sofort finden.
00:34:47: Während ihr im Mittler fieberhaft nach Emmys Ex-Freund suchen, läuft parallel eine zweite Aufgabe an.
00:34:53: Eine, die oft noch schwerer ist als jede Spurensicherung.
00:34:58: Sie müssen Emmys Eltern ausfindig machen.
00:35:01: Penny und Tom Harwick leben noch immer in Pennsylvania, weit weg von Los Angeles, weit weg von dem Haus in den Hollywood Hills, in dem in dieser Nacht alles zerbrach.
00:35:12: Die Harwigs erinnern sich später daran, dass sie sich gerade fürs Bett fertig machten, als es an der Tür klopfte.
00:35:18: Kein Anruf, keine Vorwarnung, nur ein Klopfen in der Nacht.
00:35:23: Vor der Tür steht die örtliche Polizei.
00:35:26: Penny Harwick erzählt, wie der Ermittler es ausspricht.
00:35:30: Direkt ohne Umwege.
00:35:32: Amy wurde ermordet.
00:35:34: sagt er.
00:35:35: Penny, ihre Mutter, bricht sofort in Tränen aus.
00:35:39: Tom sagt später, es sei alles verschwommen gewesen, wie ein Film, den man nicht richtig greifen kann.
00:35:46: Und am Ende bleibt nur ein Gefühl, dass alles andere verschluckt.
00:35:51: Er bezeichnet es als einfach nur am Boden zerstört sein.
00:35:57: Dabei begann ihre Geschichte mit Amy eigentlich wie etwas, das Penny selbst als Märchen beschreibt.
00:36:03: Penny und Tom adoptierten Amy, als sie elf Monate alt war.
00:36:08: Sie erinnern sich noch ganz genau an den ersten Moment, in dem sie sie sahen.
00:36:12: Penny sagt, sie wisse es noch ganz genau, wie ein Märchen.
00:36:17: Da sei dieses wunderschöne kleine Mädchen gewesen, das nur mit ihnen nach Hause kommen würde, dass ihre Tochter sein würde.
00:36:24: Tom erinnert sich an ein Detail, das heute fast weh tut.
00:36:28: Amy habe schon damals ein Kopf voller Locken gehabt.
00:36:32: Penny ergänzt, ihr Haar sei erst Honigfarben gewesen, bis es sich veränderte.
00:36:37: Als sie vier war, sagt Penny, war es schon so dunkel.
00:36:42: Und während Penny und Tom diese Erinnerungen erzählen, wird klar, wie brutal die Nachricht an ihrer Tür alles zerschneidet.
00:36:49: Nicht nur das Leben ihrer wachsenden Tochter, sondern auch die Geschichte, die sie seit Amy's erst zum Tag bei ihm gemeinsam geschrieben haben.
00:36:58: Ein Märchen, das nun in der dunkelsten Nacht ihres Lebens endet.
00:37:01: Während Penny und Tom versuchen zu begreifen, was passiert ist, beginnen sie auch über Amy's Leben zu sprechen.
00:37:09: Über das Leben ihrer Tochter, lange bevor Los Angeles zu ihrem Zuhause wurde.
00:37:15: Nach der HSG lernt der Amy bei einem lokalen Konzert Tommy Decker kennen.
00:37:20: Einen Drama aus Los Angeles und man musste zuwissen, dass Amy eine Schwäche für Musiker hatte.
00:37:27: Die beiden begannen eine Fernbeziehung.
00:37:30: Und irgendwann kam dieser Moment, an dem Penny sich auch heute noch ganz genau erinnert.
00:37:35: Amy sagte zu ihr, dass sie nach Kalifornien ziehen wolle.
00:37:38: Raus nach Los Angeles.
00:37:41: Im Jahr zwei tausend und eins setzt sie diesen Plan dann um.
00:37:45: Amy war damals gerade zarte zwanzig Jahre alt.
00:37:49: Penny sagt später, Amy habe das aber gebraucht.
00:37:52: Sie habe herausfinden müssen, wer sie war.
00:37:55: Sie habe das für sie selbst tun müssen.
00:37:58: Bald darauf heiraten Amy und Tommy Decker, doch die Ehe hält nicht.
00:38:01: Nach drei Jahren lassen sich die beiden wieder scheiden.
00:38:05: Und Jahre später, im Jahr Zwei-Tausendundneuen, tritt ein neuer Mann in Amy's Leben.
00:38:12: Ein Mann dessen Name an diesem Morgen plötzlich nicht nur Teil ihrer Vergangenheit wird, sondern zur wichtigsten Spur.
00:38:19: Garrett Pearsehouse.
00:38:21: Der Mann, den die Polizei nun verdächtigt, und nachdem sie mit allen Mitteln suchen.
00:38:28: Laura, ich habe auch hier wieder ein paar Bilder von Garrett Perths Haus in unser Skript gepackt.
00:38:33: Magst du ihn einmal optisch beschreiben?
00:38:36: Ja, also mein erster Gedanke war, dass ich finde, dass das ein sehr attraktiver Mann
00:38:41: ist.
00:38:41: Das habe ich mir gedacht, das wäre nämlich prinzipiell so auch in Richtung dein Typ, ne?
00:38:46: Ja, total.
00:38:48: Also, auf dem einen Bild schaut er in die Kamera, er hat so ein bisschen ein Bad.
00:38:53: Es ist mehr als ein Drei-Tage-Bad, aber auch kein Vollbad, also er hat da ein bisschen Bad.
00:38:58: Er hat einen ernsten Blick auf dem Einbild, schon relativ volle Lippen, würde ich sagen.
00:39:04: Er
00:39:04: hat dunkelbraune Haare, die sind so zurückgegelt, aber ein paar fallen ihm so in Stränen ins Gesicht.
00:39:11: Und auf dem anderen Bild lacht er ganz breit, und ich finde, da sieht er richtig sympathisch aus.
00:39:18: Ja, total auf dem Einbild.
00:39:20: Krinst er wirklich oder lacht er wirklich?
00:39:22: vom einen bis zum anderen Ohr und so stark, dass seine Augen auch schon ganz klein sind.
00:39:27: Also seine Augen sind wirklich ganz klein zusammen gepresst, so arg ist er am Grinsen.
00:39:32: und ich muss auch ehrlicherweise sagen, wenn ich dieses Bild sehen würde, dann würde ich mir schon denken, sympathischer Dud.
00:39:39: Und auf dem Bild, auf dem er so lacht, ist er auch oberkörperfrei und man sieht ihn nicht komplett, aber ich finde es ist so angedeutet, dass er schon muskulös ist.
00:39:47: Ja, er ist auf jeden Fall sehr trainiert.
00:39:50: Ja.
00:39:51: Und genau mit dieser Beschreibung sucht nun die Polizei.
00:39:54: Innerhalb von nur dreizehn Stunden nach Amy's Toad am fünften Februar, zwanzig steht für die Amitler fest, sie dürfen keine Zeit verlieren.
00:40:04: Die Polizei rückt in der Stadtviertel aus, in dem Garrett Perths Haus lebt und nimmt ihn fest.
00:40:09: Der leitende Amitler, Scott Masterson, beschreibt später, wie Perths Haus bei der Festnahme wirkt.
00:40:16: Er sagt, er beginnt sofort, das alte Spiel zu spielen.
00:40:20: so zu tun, als wüsste er gar nicht, worum es geht.
00:40:22: Es sei alles ein Missverständnis.
00:40:25: Er wirkt ausweichend, tastet sich an die Situation heran, fragt, was das Ganze soll und versucht dann, es kleinzureden.
00:40:32: Masterson sagt, Perthaus, spiele den Typen, der wieder und wieder fragt, worum geht es hier eigentlich?
00:40:39: Und im Kern betont er immer wieder, er sei die ganze Zeit zu Hause gewesen.
00:40:44: Doch die Ermittler kaufen ihm diese Version nicht ab.
00:40:47: Nur noch weniger glauben sie ihm, als sie einen Detail bemerken, das gegen seine Geschichte spricht.
00:40:53: Ein offenbar frisches blaues Auge.
00:40:56: Perzhaus erklärt es mit Renovierungsarbeiten am Haus, aber auch diese Erklärung wirkt auf die Ermittler nicht überzeugend.
00:41:03: Eine frische Bisspur an seinen Bezaps und Kratzer über seinen ganzen Körper verteilt verdichten den Verdacht.
00:41:10: Er ist Amys Angreifer.
00:41:13: Deswegen wird er am neunzehnten Februar, offiziell wegen des Mordes an Amy angeklagt.
00:41:20: Denn für die Polizei hatte sich Stück für Stück ein Bild geformt.
00:41:24: Nicht nur davon, was in dieser Nacht passiert war, sondern auch davon, wer dieser Mann ist.
00:41:30: Denn je mehr sie über Perths Haus erfahren, desto deutlicher wird, seine Geschichte mit Amy beginnt nicht erst mit diesen Verbrechen.
00:41:39: Sie beginnt über ein Jahrzehnt früher.
00:41:50: Ein Freund aus ihrem Umfeld, Rudy Torres, beschreibt das Paar später als überraschend harmonisch, zumindest am Anfang.
00:41:59: Sie wirken wie ein lustiges Paar, sagt er.
00:42:03: Und es sei irgendwie schön gewesen, zu sehen, wie zwei Menschen, die zusammengehören, zusammenfinden.
00:42:09: Torres erzählt auch, wie die beiden sich überhaupt begegnen.
00:42:12: Amy arbeitete damals als Model und Tänzerin und bewegt sich in der klamorösen Party-Szene von Los Angeles.
00:42:19: bei Veranstaltungen, bei denen man immer wieder dieselben Gesichter sieht.
00:42:24: Garrett Pearse House ist dort ebenfalls unterwegs, und zwar als Eventfotograf.
00:42:29: Immer wieder laufen sich die beiden also über den Weg.
00:42:32: Und immer wieder kreizen sich ihre Pläckere.
00:42:36: Denn wer Pearse House nur oberflächlich trifft, würde möglicherweise nie ahnen, wohin diese Geschichte führt.
00:42:43: Du hast ja vorhin auch selbst beschrieben, Laura, dass Garrett Pearse House schon ein attraktiver Mann ist.
00:42:49: Torres, der ihn ja besser kennt, sagt über ihn, wenn man ihn das erste Mal treffen würde, würde man denken, er ist charmant.
00:42:57: Er ist ein bisschen albern, ein bisschen nördig.
00:43:00: Amy's Mutter Penny erinnert sich daran, dass Garrett eigentlich gar nicht dem Typ Mann entspricht, den Amy Sons Dated.
00:43:08: Darauf angesprochen, ob er wie viele ihrer früheren Partner auch Musiker ist, lacht Penny.
00:43:15: Sie sagt nein.
00:43:16: Amy wollte sich diese Gewohnheit abgewöhnen.
00:43:19: Perceus ist aber nicht nur Fotograf, er ist auch Computerexperte und versucht sich als angehender Comedian.
00:43:27: Doch etwas wirkt von Anfang an auffällig.
00:43:31: Amy erzählt über diesen Mann erstaunlich wenig.
00:43:34: Sie wird still.
00:43:36: Und vielleicht ist genau das eines der gefährlichsten Dinge an ungesunden Beziehungen.
00:43:42: Sie sehen von außen oft gar nicht dramatisch aus.
00:43:45: gar nicht ungesund.
00:43:47: Kein großes Chaos, keine sichtbaren Spuren, nur kleine Veränderungen, bei denen man genau hinschauen muss.
00:43:55: Jemand wird still, erzählt weniger, meldet sich seltener, sagt Treffen ab, wirkt müder, gereizter, irgendwie nicht mehr wie sonst.
00:44:04: Und wenn man fragt, kommt nur, alles gut, nur Stress.
00:44:08: Aber manchmal ist es gar kein Stress.
00:44:11: Manchmal ist es Kontrolle.
00:44:13: Dieses ständige Wo bist du?
00:44:15: Mit wem bist du?
00:44:17: Warum antwortest du nicht?
00:44:19: Manchmal ist es Einversuch, die erst Liebe verkauft wird.
00:44:23: Und genau darüber hat der Amy ja auch in dem Video gesprochen, mit welchen wir in die heutige Folge gestartet sind.
00:44:30: Manipulation, die sich anfühlt, wie Fürsorge.
00:44:34: Und manchmal ist es diese unsichtbare Spannung, die man nicht erklären kann.
00:44:39: Dieses Gefühl, das muss man ständig aufpassen, nichts Falsches zu sagen, weil man nicht weiß, wie der andere.
00:44:45: reagiert.
00:44:47: Ein Warnzeichen ist, wenn jemand sich plötzlich isoliert.
00:44:51: Wenn der Partner die Freundin nicht mag, wenn sie nur noch mit ihm kommt oder gar nicht mehr.
00:44:56: Wenn sie beginnt sich ständig zu entschuldigen, wenn sie an sich selbst zweifelt und Sätze sagt wie, vielleicht übertreibe ich, vielleicht bin ich auch einfach zu sensibel.
00:45:07: Und in einigen Dingen habe ich mich da schon auch wiedergefunden, um ehrlich zu sein.
00:45:13: Also gerade dieses Vielleicht übertreibe ich, vielleicht bin ich zu sensibel, vielleicht sehe ich das ein bisschen zu eng.
00:45:20: Ja, ja.
00:45:22: Also das hatte ich in meiner letzten Beziehung schon sehr stark, weil mir das halt auch immer so mitgegeben wurde.
00:45:29: Und ich weiß auch noch, dass ich dich da einige Male gefragt habe.
00:45:33: Ich habe dir dann versucht, die Situation so neutral wie möglich zu schildern, was natürlich immer ein bisschen schwierig ist, weil natürlich hörst du dann nur meine Perspektive, aber ich habe das wirklich so... neutral wie möglich schildern wollen, um dann von dir zu erfahren, Laura, kannst du bitte checken, ob ich übertreibe?
00:45:50: Weil ich mir selbst nicht mehr geglaubt hab.
00:45:52: Ich hab mir selbst nicht mehr vertraut.
00:45:55: Und das ist, finde ich, ein ganz schlimmes Gefühl, wenn man das irgendwie gar nicht mehr einordnen kann, weil einem das so eingetrichtert wird, dass man komplett übertreibt und crazy ist und keine Ahnung, was einem da alles gesagt wird und dass man da dieses Vertrauen in sich selbst so ein bisschen verliert.
00:46:09: Ja, absolut.
00:46:10: Und das dauert auch wirklich eine ganze Weile, sich das wieder aufzubauen.
00:46:15: Und generell haben wir ja schon häufiger darüber gesprochen, dass, wenn sich Menschen, sobald sie in einer neuen Beziehung sind, so extrem isolieren, dass das schon gefährlich sein kann.
00:46:28: Also gerade in ungesunden Beziehungen ist das ja auch oft so, dass der Partner oder die Partnerin, also der ungesunde Part in dem Fall dann, das auch so ein bisschen möchte.
00:46:38: Vielleicht auch so ein bisschen schlecht über die Freunde oder über die Familie spricht.
00:46:42: Versuch dir das so ein bisschen madig zu sprechen.
00:46:45: Einfach damit du die engste Kontaktperson bist, die diese Person hat, weil dann hast du eben viel mehr Macht und viel mehr Kontrolle.
00:46:54: Ja, das war doch bei mir dann auch ein Thema, wo mir gesagt wurde, ich würde zu viel Zeit mit dir verbringen.
00:46:59: Genau, genau.
00:47:01: Und das sind dann halt wirklich Warnzeichen, wo ich mir denke, da muss man ganz genau hinschauen.
00:47:06: Ja, ja.
00:47:08: Merkt euch das also am besten, all das können gefährliche Anzeichen sein.
00:47:13: Macht diesen Check in regelmäßig bei euch selbst, aber auch bei euren Freundinnen.
00:47:18: Penny, Amy's Mutter, hat das getan.
00:47:21: Sie erzählt später, Amy habe nicht viel über ihn preisgegeben.
00:47:26: Und als Penny gefragt wird, warum sie glaubt, dass das so war, antwortet sie mit einem Satz, der im Nachhinein wie ein stölles Wahnsignal klingt.
00:47:35: Vielleicht fühlte sie damals schon, dass er nicht der ist, für den sie ihn gehalten hat.
00:47:40: Was Penny erst im Nachhinein klar wird, Amy erzählt nie, wie angespannt und unberechenbar die Beziehung mit Garrett tatsächlich war.
00:47:49: Sie spricht nicht darüber, wie sehr es eskalierte, wie explosiv diese zwei Jahre gewesen sein müssen.
00:47:56: Und die Ermittler finden Hinweise darauf, dass es nicht nur Streutereien waren, sondern etwas, das längst dokumentiert ist.
00:48:04: Scott Masterson sagt später, Amy habe einiges mit Garrett durchgemacht und es gebe eine Reihe von Polizeiberichten.
00:48:11: Zitrat.
00:48:12: Die Ermittler erfahren, dass Amy im Laufe der Jahre mehrfach die Polizei gerufen hatte, um mehrere gewalttätige Vorfälle zu melden.
00:48:21: Sie sagte damals, Purs House habe sie bei mehreren Gelegenheiten gewürgt und sie mit der geschlossenen Faust geschlagen und sie dokumentierte ihre Verletzungen sogar mit Fotos.
00:48:31: Eines zeigt eine blutige Nase.
00:48:33: Ihr Kajalstift ist vom Wein verschmiert, ihre Augen sind ganz angeschwollen.
00:48:39: In einem Dokument soll der vorletzte Vorfall geschildert werden.
00:48:43: Hier steht mit Kugelschreiber geschrieben.
00:48:49: Mitte März kam es zu zahlreichen Auseinandersetzungen, bei denen Garrett Perths Haus mich wirkte, mich erstickte, mich gegen Wände drückte, mich trat, mich zu Boden warf, mein Kopf auf dem Boden schlug und mich mit der geschlossenen Faust schlug.
00:49:03: Nachdem Amy die Beziehung beendet hatte, ergriff sie Maßnahmen, um sich zu schützen, indem sie, zw.
00:49:09: zw.
00:49:09: dann, eine einsweilige Verfügung gegen Pursehouse-Abjekte.
00:49:14: Doch während sie versuchte, Abstand zu ihnen zu gewinnen, sagt Rudy Torres, konnte Pursehouse sie nicht loslassen.
00:49:21: Er erzählt, er wollte sie immer irgendwie erreichen.
00:49:25: Und ich habe ihm gesagt, dass er sie einfach in Ruhe lassen soll.
00:49:29: Aber er akzeptierte kein Nein.
00:49:32: Und dann hat er den Kontakt zu mir abgebrochen.
00:49:35: In den Jahren nach ihrer Trennung erzählte Amy ihren Eltern, dass in ihr Zuhause eingebrochen worden sei.
00:49:41: Das war aus dem Jahr.
00:49:44: Amy war sie sicher, Perths Haus steckte dahinter.
00:49:48: Robert, ihr bester Freund, erinnert sich zurück.
00:50:03: Ich habe gerade richtig Gänsehaut bekommen, weil ich finde, das ist eine richtig, richtig creepy, unheimliche Vorstellung.
00:50:13: Ja, voll, also einmal für euch übersetzt, all ihre Fotoalben fehlten, doch sonst rein gar nichts.
00:50:19: Also alles andere war noch da, der Fernseher, teure Gemälde, Schmuck, all das hat nicht gefehlt.
00:50:26: Und die Frage ist halt, Wer sollte nur ihre Bilder stehlen, wenn nicht Per's Haus?
00:50:31: Ja.
00:50:32: Außerdem waren einige der Bilderrahmen, die sie aufgestellt hatte, umgetreten worden.
00:50:36: Und es wirkte so ein bisschen so, als wollte jemand Amy Angst bereiten.
00:50:41: Aber sie konnte natürlich nicht beweisen, dass er es war, also versuchte sie es auszublenden.
00:50:47: Und ich finde den Gedanken auch ganz unheimlich, also generell den Gedanken, dass jemand in dein Haus einsteigt.
00:50:55: Mhm.
00:50:56: und sich da einfach frei bewegt, ohne dass du das weißt und durch deine ganzen Privatsachen geht.
00:51:03: Und wenn das dann auch noch ein Ex-Partner ist, mit dem du so ein ganz komisches Verhältnis hast, weil da eben eine sehr, sehr ungesunde toxische Beziehung vorne dran stand, dann finde ich das extrem unheimlich.
00:51:18: Und auch so ein bisschen dieses, warum nur ihre Bilder.
00:51:21: Also das schreit für mich eigentlich förmlich, Der ist total obsessiv, also, der hat eine richtige Obsession mit ihr.
00:51:28: Und auf mich wickt das wirklich so, als hätte er ihr auch Angst machen wollen.
00:51:32: Also so, dass er jetzt zeigen wollte, hey, ich war in deinem Haus oder jemand war in deinem Haus an deinen Sachen, weil es ging ja hier nicht um irgendwas Teures mitzunehmen, aber vielleicht wirklich um zu zeigen, wie weit er bereit ist, zu gehen auch irgendwo.
00:51:45: Ja, voll.
00:51:46: Und auch dieses Bilderrahmen umdrehen.
00:51:48: Das kommt mir so ein bisschen vor, wie so ... Ich mach das so ein bisschen subtil und ... indirekt und dann fällt ihr vielleicht immer mal wieder so ein kleines Detail auf.
00:51:59: Also das ist ja dann kein, ich sehe das auf den ersten Blick, sondern mir fällt das dann vielleicht bei einzelnen Details immer wieder auf und somit holt es sich ja dann immer wieder so ein bisschen diese Macht und ist immer wieder bei ihrem Kopf und immer wieder in ihren Gedanken und ich glaube, dass er das vielleicht schon deswegen gemacht hat.
00:52:17: Also ich könnte mir das irgendwie vorstellen und das finde ich klingt extrem berechnend und auch einfach gefährlich.
00:52:27: Ja, total.
00:52:28: Boah, ja, das schüttelt es mich komplett am ganzen Körper irgendwie.
00:52:32: Doch es ging noch weiter.
00:52:34: Selbst während Amy sich darauf konzentrierte, anderen zu helfen, konnte sie die Schatten ihrer Vergangenheit nicht ganz abschütteln.
00:52:42: Sie verlor, so Penny, einen Job als Jugendberaterin, nachdem einem potentiellen Arbeitgeber anonym nackt Fotos von ihr zugeschickt worden waren.
00:52:51: Amy glaubt schon, Perths Haus stecke dahinter.
00:52:55: In den Jahren danach wird sie immer wieder Ziel anonymer Online-Angriffe.
00:53:00: Abwertende E-Mails werden an ihren Arbeitsplatz geschickt und es gibt sogar einen Mann, der nachts immer wieder in der Nähe ihres Hauses auftaucht und dort herumlungert.
00:53:10: Robert versucht zu helfen, so gut er kann.
00:53:13: Er installiert Kameras auf ihrem Grundstück, red ihr, sich Selbstverteidigungsgegenstände zu besorgen, und Amy teilt dauerhaft ihren Standort mit ihm, um sich ein wenig sicher zu fühlen.
00:53:25: Und ich kann mir durchaus vorstellen, dass auch das der Grund war, warum sich Amy ein Mitbewohner suchte, denn so war sie immerhin nicht ganz allein in ihrem großen Haus.
00:53:36: Doch all das, was Amy sammelt, sind keine Beweise, die für rechtliche Schritte ausreichen würden.
00:53:44: Dennoch wissen sie ganz genau, wer dahinter steckt.
00:53:48: Amy sagt einmal sogar, wenn mir irgendetwas passiert, dann war es Garrett.
00:53:53: Trotz dieser Strapazen studierte Amy für einen Ph.D.
00:54:03: in Human Sexuality und erhielt den Titel Dr.
00:54:07: Sie interessierte sich besonders für marginalisierte Gruppen, Sexarbeiterinnen und vulnerable Frauen.
00:54:13: Amy Sears, ein erfolgreiches Model, begann z.B.
00:54:17: erstmals Dr.
00:54:18: Amy Harwick aufzusuchen.
00:54:20: unter anderem um Ängste zu überwinden, die sie rund um Stating und Intimität hatte.
00:54:25: Seels empfand Amy als besonders nahbar und – sie nennt es – relatable, ohne damals zu wissen, wie sehr das eigentlich wirklich zutrifft.
00:54:50: Emily Sears erzählt, dass sie sich Amy über einen missbräuchlichen Exfreund anvertraute, der sie auch gestorgt hatte.
00:54:58: Doch Amy sprach nie über ihre eigenen, ähnlichen Erfahrungen.
00:55:02: Für Emily Sears sei es bis heute schwer zu verarbeiten, Rückblicken zu wissen, dass sie Amy gegenüber saß, während diese selbst so viel Ähnliches erlebt hatte.
00:55:12: Während Amy, Emily und zahlreiche andere dabei unterstützte, ihre Themen rund um Dating und Nähe zu bearbeiten, wagt sie selbst nun auch einen eigenen Neuanfang.
00:55:23: Mit einem neuen Mann an ihrer Seite.
00:55:26: Drew Carey.
00:55:28: Und Drew ist tatsächlich kein Unbekannter.
00:55:31: Er ist ein US-amerikanischer Comedian und TV-Moderator in den USA ein echtes Fernsehgesicht.
00:55:39: Bekannt wird er zunächst durch seiner eigene sitcom, die Drew Carey Show, später übernimmt er als Moderator eine der berühmtesten Game Shows des Landes.
00:55:47: The Price is Right auf CBS.
00:55:50: Wieder kein Musiker und er hat auch nicht dieses typische Hollywood-Image.
00:55:56: True wiegt er wie der sympathische Typ vorneben an.
00:55:59: Freundlich, humorvoll, bodenständig.
00:56:02: Jemand, der Menschen zum Lachen bringt, ohne sich über sie zu stellen.
00:56:06: Und genau das macht ihn so nahbar.
00:56:08: In Amy's Leben steht er damit für etwas, dass sie sich wahrscheinlich schon lange gewünscht hatte.
00:56:14: Leichtigkeit.
00:56:15: Ein Neuanfang.
00:56:17: Ein Mann, bei dem sich Liebe nicht wie ein Kampf anfühlt, sondern wie ein sicherer Ort.
00:56:23: Und kurz darauf passiert dann etwas, das sich fast wie aus einem Film anfühlt.
00:56:28: Drew nimmt Amy mit nach Paris.
00:56:30: Die Stadt der Lichter, der Brücken der kleinen Cafés, eine Stadt, die wie keine andere für Liebe steht.
00:56:37: Und dort, ausgerechnet an Sylvester, in dieser Nacht, in der überall Menschen das alte Jahr loslassen und dem neuen entgegen fübern, geht er vor ihr auf die Knie.
00:56:47: Paris klitzert um sie herum, irgendwo knallen Sektkorken, Stimmen mischen sich mit Musik und die Welt wirkt für einen Moment leicht.
00:56:56: Es würde es wirklich möglich sein, dass alles, was sie getan hat, endlich hinter ihr liegt.
00:57:02: Drew macht ihr einen Antrag und Amy sagt ja.
00:57:06: Kurz darauf teilen Carrie und Amy die Nachrichten sogar öffentlich in seiner Show.
00:57:20: True stellt sie dort mit einem breiten Grinsen im Gesicht und funkenen Augen aus seine wundervolle, frisch verlobte Vor.
00:57:27: Für einen Moment wirkt es, als würde Amy's Leben genau in die Richtung gehen, die sie sich immer gewünscht hat.
00:57:34: Liebe, Leichtigkeit, Zukunft.
00:57:37: Doch statt für immer zusammen zu bleiben, trennen sich die beiden noch im selben Jahr wieder.
00:57:42: Amy's Mutter Penny erzählt später, wie schwer diese Trennung ihre Tochter trifft.
00:57:48: Amy sei im Boden zerstört gewesen, obwohl sie selbst den Schlussstrich gezogen hat.
00:57:53: Penny glaubt, dass es vor allem an einem Faktor lag.
00:57:57: Der Berühmtheit.
00:57:58: Der öffentliche Druck, die Aufmerksamkeit, die damit einhergeht, wenn man an der Seite eines Prominenten steht.
00:58:05: Denn Amy habe zunehmend gespürt, dass diese Öffentlichkeit nicht nur Klammer bedeutet, sondern auch Risiko.
00:58:11: Vor allem für sie.
00:58:13: Penny sagt, ihre Tochter habe Angst gehabt, dass sie durch zusätzliche Aufmerksamkeit in Gefahr geraten könnte.
00:58:20: Vielleicht auch, weil sie ganz genau wusste, wer zuschaut.
00:58:25: Als der stellvertretende Staatsanwalt Victor Avilla den Fall übernimmt, stößte auf ein Detail, das ihm besonders erschüttert.
00:58:32: Es geht nicht nur um das, was Amy in dieser Nacht passiert ist, sondern um das, was vorher passiert sein muss.
00:58:38: Hinweise deuten darauf hin, dass Gary Perths Haus in ihr Haus eingedrungen ist, bevor sie überhaupt zu Hause ankam.
00:58:45: Ihr Mitbewohner berichtet später, dass er in dieser Nacht immer wieder im Halbschlaf war, Er dürst vorsichern, nickt immer mal wieder weg.
00:58:52: Irgendwann wurde er von einem Geräusch geweckt, das klang, als würde ein Teller zu Boden fallen und zerbrechen.
00:58:59: Er hielt es für Emmys Katze und schlief wieder ein.
00:59:03: Im Nachhinein glauben die Ermittler, es war der Moment, in dem Perthaus sich Zutritt verschaffte, indem er die Gartentür mit dem französischen Fenstern einschlug.
00:59:12: Für die Ermittler ist längst klar, dass es nicht nur ein Mordfall, ein Femizid, um ganz genau zu sein.
00:59:18: Das ist ein Fall von Auflauern, von Stalking, von Warten.
00:59:23: Und genau an diesem Punkt entscheidet die Staatsanwaltschaft neben der Mordanklage auch die besondere Tatmodalität lying in wait anzuklagen, also das gezielte Warten auf ein Opfer, um im perfekten Moment zuschlagen zu können.
00:59:38: Gemeinsam mit seiner Kollegin Catherine Mariano beginnt Avia jedes Puzzleteil zusammenzusetzen.
00:59:44: Sie sechten Überwachungsvideos und Bodycam-Aufnahmen, führen Interviews mit Amys Familie und Freunden und bauen eine Zeitleistung, Minute für Minute.
00:59:53: Und je genauer sie hin schauen, desto deutlicher zeichnet sich ein Bild ab.
00:59:58: Für sie beginnt diese Tat nicht erst in der Nacht des fünften Februar, sie beginnt einige Wochen vorher.
01:00:07: Etwa ein Monat vor dem Mord, glauben die Ermittler, wird etwas im Perlshaus erneut entfacht.
01:00:12: Eine Obsession, die nie wirklich verschwunden war.
01:00:16: Der Auslöser ist eine Begegnung, die zunächst wie ein Zufall wirkt.
01:00:21: Bei einer Preisverleihung treffen Amy und Perzhaus aufeinander.
01:00:25: Perzhaus arbeitet dort als Fotograf, Amy ist ebenfalls dort, lächelt für die Kameras, steht im Licht, wirkt frei, selbstbewusst und glücklich.
01:00:35: Doch Zeugen berichten, dass es kurz zuvor, abseits der Kameras, zu einer Konfrontation gekommen war.
01:00:41: Perth House soll extrem wütend auf sie zugegangen sein.
01:00:45: Amy hatte ihn damaliger Stand fast ein Jahrzehnt lang nicht gesehen.
01:00:50: Oder zumindest nicht bewusst.
01:00:52: Und plötzlich steht er wieder vor ihr.
01:00:55: Außer sich.
01:00:56: Er beschimpft sie, nennt sie eine Bitch.
01:00:59: Wirft ihr vor, sie habe sein Leben ruiniert.
01:01:03: Er weint, macht eine große Szene, so groß, dass Amy echte Angst bekommt.
01:01:08: ihrer Mutter erzählt sie später, sie sei irgendwann einfach in ihren Therapeuten-Modus gegangen.
01:01:13: Nicht, weil sie entrüsten wollte, sondern weil sie einfach nur noch versuchte, ihn zu beruhigen, ihn zu deeskalieren.
01:01:20: Fast eine Stunde soll dieses Gespräch gedauert haben.
01:01:23: Und als Amy das Event schließlich verlässt, ist sie nicht erleichtert.
01:01:27: Sie ist beunruhigt.
01:01:29: Aufgewühlt, wachsam.
01:01:31: Es würde sie spüren, dass etwas wieder begonnen hat, von dem sie hoffte, es würde längst hinter ihr liegen.
01:01:37: Und genau das ist der Punkt, an dem Catherine Mariano später sagt.
01:01:41: Für sie wird klar, dass Perths Haus Besessenheit nicht nur ein Hintergrund rauschen ist, sie ist der Antrieb, das Motiv und in den Augen der Staatsanwaltschaft der Auslöser für die Absicht Amy zu töten.
01:01:54: Die einstweilige Verfügung gegen Perths Haus, über die ich vorhin gesprochen habe, war mittlerweile längst abgelaufen.
01:02:00: Und weil Perth House sie nicht ausdrücklich bedroht hatte, glaubte Amy nicht, dass es helfen würde, zur Polizei zu gehen.
01:02:07: Aber, dass Amy nicht sicher ist, wird ihr kurz nach dem Treffen auf dem roten Teppich bewusst.
01:02:15: Schon bald trudeln etliche Nachrichten bei ihr ein.
01:02:18: Er hatte ihre Handynummer auswendig gemacht.
01:02:20: Dann eine Sprachnachricht.
01:02:35: Ich habe dir so viel zu sagen.
01:02:37: Bitte, gib mir die Chance, es einfach zu sagen.
01:02:40: Bitte, bitte, schlurrt ihr ihr weinend in den Hörer.
01:02:44: Victor Avilla, der stellvertretende Staatsanwalt, ist überzeugt, dass Perzhaus bis zu diesem Punkt versuchte, sich durch Manipulation wieder in Amy's Leben zu drängen.
01:02:53: Doch dann setzt Amy ein klares Statement.
01:02:57: Sie blockiert ihn.
01:02:59: Und genau in diesem Moment kippt etwas in Perzhaus.
01:03:07: Die Staatsanwaltschaft digitiert davon aus, dass er spätestens danach beginnt, Amy's Tötung gezielt zu planen.
01:03:14: Und zwar bewusst für den Valentinstag.
01:03:16: Für die Ermittler ist dieses Datum kein Zufall.
01:03:19: Catherine Mariano ist überzeugt, das ist ein mit Absicht gesetztes Statement.
01:03:26: Valentinstag eigentlich ein Tag der Liebe.
01:03:29: Für Amy wird er zum Tag ihres Todes.
01:03:31: Und genau darin liegt die Botschaft, die dahinterstecken könnte.
01:03:34: Wenn er sie nicht haben kann, dann soll sie niemand haben.
01:03:38: Dann soll es für sie keine Liebe geben, kein neues Glück, kein weiter, kein Valentinstag mehr, nicht mit ihm und es recht nicht mit jemand anderem.
01:03:48: Sein Vorhaben setzt er, wie geplant, am vierzehnten Februar in die Tat um.
01:03:53: Um zwanzig Uhr dreiundfünfzig geht es los.
01:03:57: So genauer lässt sich der Ablauf rekonstruieren, weil die Überwachungskameras des Nachbargrundstücks ansprengen.
01:04:03: Auf den Aufnahmen ist eine Person zu sehen, die Gary Perths Haus stark innelt.
01:04:08: Er trägt Handschuhe und als er zum ersten Mal ins Bild kommt, passiert etwas Auffälliges.
01:04:14: Der Mann hebt die Hand und verdeckt die Kamera.
01:04:17: Dann wird es still.
01:04:18: Es gibt keine Bewegung mehr.
01:04:20: Und genauso funktionieren diese Systeme.
01:04:23: Sobald keine Bewegung mehr registriert wird, schaltet die Kamera ab.
01:04:28: Die Ermittler wissen aber, wenige Augenblicke später klettert die Person über den Zaun.
01:04:33: wie nüber in Amy's Garten.
01:04:35: Kurz darauf, etwa gegen einundzwanzig Uhr, soll er durch die französische Tür ins Haus eindringen.
01:04:41: Und das passt genau.
01:04:42: zudem, was Michael Hermann später beschrieb, dass er schon früh am Abend hörte, wie Glas zerbrach.
01:04:49: Beim Eindringen muss sich der Täter verletzt haben, vermutlich an Glas splittern oder am Rahmen, so, dass er es nicht einmal sofort merkt.
01:04:58: Zurück bleibt Blut, das später in der Nähe gefunden wird.
01:05:02: und an den A-Test bestätigt, das gehört zu Gerald Perths Haus.
01:05:08: Und im Haus gibt es einen Detail, dass alles noch verstörender macht.
01:05:13: Amy's Bett ist ungemacht.
01:05:16: Swiergt aus Vera Perths Haus hinein geklettert.
01:05:19: Als hätte er dort gelegen, er sich gemütlich gemacht und auf Amy gewartet.
01:05:25: Mehr als vier Stunden.
01:05:28: Mehrend Amy's Mitbewohner im gleichen Haus schlief.
01:05:33: Als Amy dann nach Hause kommt, ist es kurz nach ein Uhr morgens.
01:05:52: Sie geht also in ihr Schlafzimmer und sieht ihn.
01:05:56: Für einen Moment passiert vermutlich gar nichts.
01:05:59: Kein Kampf, kein Geräusch, nur dieser Schock.
01:06:02: Diese Sekunde, in der der Körper begreift, dass etwas nicht stimmt.
01:06:06: Die Ermittler gehen davon aus, dass Amy in Angst und Panik erstarrt.
01:06:11: Auf dem ungemachten Bett finden die Ermittler später ihr Handy.
01:06:15: Vermutlich wirft sie es in diesem Moment nach ihm, dreht sich um und rennt aus dem Schlafzimmer.
01:06:20: Dabei schreit sie und wird eingeholt.
01:06:23: Dann eskaliert alles.
01:06:25: Es kommt zum Kampf, sie ringen miteinander, kämpfen, er reißt sie zu Boden, dabei reißt er ihr den Rosenkranz vom Hals.
01:06:32: Amy kämpft mit allem, was sie hat.
01:06:35: Sie beißt ihm in den Arm und hinterlässt eine dunkelblaue Bisspur an seinem Beaceps.
01:06:40: Die später gefundenen Verletzungen am Pearls House sprechen für einen unabitterlichen Kampf.
01:06:46: Der Biss am Beaceps, das dunkelblaue, gefärbte Auge, die Kratzer.
01:06:51: Für die Staatsanwaltschaft sind diese Verletzungen ein Hinweis darauf, dass Amy sich heftig gewährt hat, aber dass sie einem deutlich größeren und stärkeren Gegner gegenüberstand und keine Chance hatte.
01:07:02: Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Perths Haus beginnt, Amy zu wirken.
01:07:07: Und genau in diesem Moment, so glauben sie, ruft Michael Herman nach oben.
01:07:11: Amy?
01:07:12: Dieser Ruf überrascht Perths Haus.
01:07:15: Er wusste vermutlich überhaupt nicht, dass er man zu Hause ist.
01:07:18: In diesem Moment lässt er vermutlich die Spritze fallen, die später auf dem Balkon gefunden wurde.
01:07:24: Erst Monate danach zeigen der Board-Tests, was sich darin befindet.
01:07:29: Flüssiges Nikotin.
01:07:31: In konzentrierter Form ist es ein hochtoxisches Nervengift.
01:07:35: Es weckt im Körper extrem schnell und es kann innerhalb kürzester Zeit lebensgefährlich werden.
01:07:41: Nikotin greift das Nervensystem an, überfordert den Körper, bringt Herz und Atmung aus dem Takt und kann zu Krampfanfällen führen.
01:07:50: Und das Schlimmste?
01:07:51: Eine Nikotinvergiftung ist nicht einfach übel.
01:07:55: Sie kann sich anfühlen wie ein kompletter körperlicher Zusammenbruch.
01:07:59: Betroffene erleben oft plötzlich einsetzende starke Übelkeit und Erbrechen, Schweißausbrüche, Schwindel, Zittern, Herzrasen und dann kann es kitten.
01:08:09: Verwehrtheit, Atemnot, Krämpfe, Bewusstlosigkeit.
01:08:14: Der Körper gerät in einen absoluten Ausnahmezustand, als würde er gleichzeitig überdrehen und abschalten.
01:08:20: Das ist kein schneller oder sanfter Tod, es ist ein Kampf des Körpers, um es überleben.
01:08:27: In unserem Fall ist der Einsatz von flüssigen Nikotin perfide.
01:08:32: Eine solche Vergiftung könnte zunächst wie etwas anderes wirken.
01:08:35: Etwas, das man nicht sofort erkennt.
01:08:37: Etwas, das unmöglich unentdeckt bleibt.
01:08:41: Doch der Plan in Perth's House offenbar verfolgte, geriet ins Banken.
01:08:46: Der Überraschungsmoment war weg und so musste er umdesponieren.
01:08:50: Amy ist zu diesem Zeitpunkt vermutlich kaum noch bei bewusst sollen.
01:08:54: Er hatte sie heftig gewürgt und geschlagen.
01:08:57: Perthaus trägt sie daraufhin hinauf auf dem Balkon im dritten Stock.
01:09:02: Dann hebt er sie über das Geländer und lässt sie fallen.
01:09:05: Aus über sechs Metern Höhe.
01:09:08: Ihr Vater sagt später, dass er einfach nur hofft, dass Amy hierbei bewusstlos war.
01:09:13: Genau, lässt sich das aber nicht sagen.
01:09:16: Auf den Aufnahmen der Nachbarkamera ist später zu sehen, wie Perthaus zurückschleicht, den Zaun überklettert und verschwindet.
01:09:23: Ganz knapp bevor die Polizei eintrifft.
01:09:27: Als der Fall vor Gericht geht, wirkt es zunächst eindeutig.
01:09:31: Nicht für die Verteidigung, denn diese versucht Amy selbst für das verantwortlich zu machen, was in dieser Nacht geschieht.
01:09:39: Und ich warne euch an der Stelle schon einmal vor, schnappt euch euer emotionales Support-Getränk, ihr werdet das brauchen.
01:09:47: Im August, im Jahr mehr als drei Jahre nach Amy Harrick's Tod beginnt der Prozess gegen Gerald Pereshaus.
01:09:56: Im Gerichtszahl wird aus dem Fall der solange nur aus Akten, Fotos und Videos bestand, plötzlich eine Geschichte, die endlich laut ausgesprochen wird.
01:10:04: Vorgesprochenen, vor der Öffentlichkeit, vor Amy's Familie.
01:10:09: In den Eröffnungsstatements legen die Staatsanwälter Viktor Avilla und Catherine Mariano da, was ihre Überzeugung nach in den frühen Morgenstunden des fünften Februar, zwei Tausendundzwanzig, geschah.
01:10:21: Warum Amy sterben musste und wie.
01:10:24: Javier spricht von Obsession, von einem Mann, der Amy nicht loslassen konnte, der kein Nein akzeptierte.
01:10:32: Und er beschreibt den Ablauf, den die Anklage zeichnet, dass Perths Haus Amy auflauert.
01:10:38: Sie angreift, wirkt und sie anschließend über den Balkon hilft und in den Tod fallen lässt.
01:10:44: Während diese Worte fallen, sitzen Tommy und Penny Harwick, Amy's Eltern, mit im Gerichtssaal.
01:10:51: Sie sind nicht nur bei einzelnen Verhandlungstagen da, Sie sitzen jede Sekunde dort.
01:10:56: Sie hören alles.
01:10:58: Sie sehen alles.
01:10:59: Auch die brutalsten, grafischsten Momente.
01:11:02: Penny sagt hierzu.
01:11:11: Und Penny's Eltern sind nicht allein.
01:11:13: Eine ganze Gruppe von Amy's engsten Freunden und Freundinnen begleitet die beiden engmarschig.
01:11:19: Sie weichende Bein quasi nicht von ihrer Seite.
01:11:22: Amy.
01:11:22: hätte sich das so gewünscht.
01:11:24: Doch obwohl Amy's Freunde den Horrigs unheimlich viel Halt geben, kann nichts Penny und Tom Horrig darauf vorbereiten, zum ersten Mal überhaupt Garrett Perths Haus eigener Darstellung der Geschehnisse zu hören.
01:11:38: Sein Verteidiger, Evelyn Frenzel, erklärt vor Gericht die Begegnung mit Amy im Januar, bei der Preisverleihung, habe Perths Haus in eine tiefe, lebende Depression gestürzt.
01:11:50: Laut der Verteidigung habe er nur einen Ausweg gesehen.
01:11:53: Er musste mit Amy sprechen.
01:11:55: An Valentinstag.
01:11:57: Penny Harrick reagiert später mit Blanka Wujara auf.
01:12:01: Für sie ist diese Version der Verteidigung, dass Perths Haus nur mit ihr sprechen wollte, nichts als eine Ausrede.
01:12:08: Eine Erzählung, die im Gerichtssaal konstruiert wird, weil es keine echte Erklärung gibt.
01:12:14: Sie nennt das Ganze schlicht Bullshit.
01:12:16: Zitat und sagt, die Verteidigung erfinde Geschichten, weil sie keine Verteidigung habe.
01:12:23: Auch die Spritze mit flüssigen Nikotin, die am Tatort gefunden wird, versucht die Verteidigung umzudeuten.
01:12:29: Frenzel behauptet, sie sei nicht für Amy bestimmt gewesen.
01:12:33: Perths Haus habe sie angeblich mitgebracht, um sich selbst zu töten, und zwar direkt vor Amy's Augen.
01:12:40: Doch diese Darstellung stößt auf deutlichen Widerspruch.
01:12:44: Ermittler Scott Masterson stellt klar, dass Pursos aus seiner Sicht nicht vorhatte, sich das Leben zu nehmen, sondern, dass er mit einem klaren Ziel kam.
01:12:53: Und zwar, Amy zu töten.
01:12:56: Warum sonst trug er Handschuhe?
01:12:58: Warum sonst hätte er die Kamera verdecken sollen?
01:13:02: Trotzdem setzt die Verteidigung ihre Linie fort.
01:13:05: Den Geschworene wird angekündigt, sie würden ein Experten für Unfallrekonstruktion hören, der zeigen solle, dass Amy aus eigener Kraft gefallen oder gesprungen sei.
01:13:15: Um diese Idee zu stützen, präsentiert Franzel der Jury zwei Bilder.
01:13:20: Einen Screenshot einer Rekonstruktion, auf dem eine animierte Figur am Balkon hängt und daneben ein undartiertes Foto von Amy, auf dem sie in einem schwarzen, spitzen Body auf einem Balkongeländer posiert.
01:13:33: Wir werden euch dieses Bild auf jeden Fall auch auf Instagram hochladen.
01:13:36: Unter eisenderdark.podcast findet ihr generell alle Bilder zu unseren Fällen.
01:13:42: Die Eröffnung der Verteidigung endet mit einem belastenden Eingeständnis.
01:13:47: Ja, Gary Pearlshaus habe in Amy's Haus gewartet.
01:13:51: Er sei eingebrochen und wäre er nicht dort gewesen, wäre Amy in dieser Nacht nicht gestorben.
01:13:57: Daran, so die Verteidigung, gebe es keinen Zweifel.
01:14:02: Pearlshaus habe eine Kette von Ereignissen ausgelöst, die zu ihrem Tod führte.
01:14:07: Aber so behaupten sie, ohne die Absicht, Amy zu töten.
01:14:12: Boah, also, da werd ich schon direkt wieder richtig wütend.
01:14:16: Ja.
01:14:16: Weil also, wen wollen die hier für dumm verkaufen?
01:14:20: Dass er da eindringt in ihren privaten Space.
01:14:25: Und da auf sie wartet, ist ja schon eine betrohliche Situation an sich.
01:14:29: Also, selbst wenn er angeblich nicht geplant hätte, sie zu töten, was ich nicht glaube, an der Stelle.
01:14:35: Aber selbst das ist ja schon bedrohlich, wenn man auch bedenkt, was er vorher alles gemacht hat, wie weit er vorher schon gegangen ist.
01:14:41: und wenn du dann heimkommst und dieser Ex-Partner sitzt in deiner Wohnung, da kriegst du ja direkt Panik.
01:14:47: Also das ist ja... Ach, nee, also es macht mich sauer, dass sie das so hier so verharmlost versuchen hinzustellen.
01:14:53: Ja, voll.
01:14:54: Und wir haben ja vorhin auch über die Körperstatur von Perth Haus gesprochen.
01:14:58: Du hast dir selbst gesagt, der ist schon sehr muskulös, also der war sehr durchdrainiert.
01:15:03: Und Amy war ja eine sehr kleine zierliche Frau, die hätte ja gar keine Chance gehabt gegen ihn.
01:15:09: Und wenn dann so ein Mensch, der dich Wochen zuvor auch schon ganz schlimm angeschrien hat und dir gesagt hat, du hast mein Leben ruiniert und du bist eine Bitch und sie ja schon schlimm angegangen ist.
01:15:23: Und sie ja zudem auch, das ist ja eine ganz lange Geschichte von Gewalt in der Beziehung und Stalking nach der Beziehung.
01:15:31: Und dass man dann eben Angst hat.
01:15:34: Das ist einfach zu viel.
01:15:35: Also selbst, wenn er einfach nur mit ihr hätte sprechen wollen, in diesem Rahmen ist das einfach absolut übergriffig.
01:15:43: Ja, ja, übergriffig, bedrohlich und einfach, also... Es
01:15:48: ist auch der Logo.
01:15:49: Wir wissen alle, dass er nicht da in ihrem Bett gewartet hat, vier Stunden lang an Valentinstag, um mit ihr zu sprechen.
01:15:57: Nee, also ich weiß auch nicht, wer ihnen das abkaufen soll, ehrlich gesagt, weil ich tue es definitiv.
01:16:02: Nicht.
01:16:02: Und das habe ich ja eben auch schon mal erwähnt, als dieser Er wollte sich selbst Suizidientheorie mit ins Spiel kam.
01:16:10: Warum, wenn er nur mit ihr hätte sprechen wollen, warum hätte er Handschuhe tragen sollen?
01:16:16: Warum hat er die Kamera verdeckt?
01:16:18: Warum hatte er, weil ich kann mir auch nicht vorstellen, dass dieses flüssige Nikotin für ihn selbst bestimmt war, wie das die Verteidigungen ja zwischenzeitlich auch behauptet hat, warum hat er das dabei?
01:16:30: Also, das wirkt.
01:16:31: auf mich nicht wie ein Gespräch, sondern das hört sich ja schon in der Planung eskalativ an.
01:16:39: Ja, ja.
01:16:41: Ja, gerade das mit den Handschuhen und der Kamera.
01:16:45: Also, nee, das machst du nicht, wenn du einfach nur mit jemandem sprechen willst.
01:16:48: Und ich glaube auch wirklich, dass kein Mensch, wenn er einfach nur mit jemandem sprechen will, da ins Hausein bricht, in die Wohnung einbricht und da vier Stunden wartet, bis sie nach Hause kommt.
01:16:58: Also, ja.
01:16:59: Ist
01:16:59: ja auch schon vorprogrammiert.
01:17:01: dass das eskalieren muss.
01:17:03: Also Amy hatte ihn ja vorab auch schon blockiert.
01:17:06: Er hat die sehr gebeten, bitte können wir sprechen, da haben wir auch die Sprachnachricht gehört.
01:17:10: Und sie hat darauf nicht geantwortet und hat ihn blockiert.
01:17:14: Das ist ein ganz klares Statement.
01:17:17: Und dass er da nicht weiterkommt, wenn er dann bei ihr einbricht und ihr ihrem Bett wartet, das ist doch offensichtlich.
01:17:24: Ja, und es ist ja auch offensichtlich, dass sie sich dann mehr als bedroht fühlt.
01:17:29: Ja, definitiv auch zu recht einfach.
01:17:32: Und ich glaube auch einfach nicht, ich bin mir da wirklich einhundertprozent sicher, dass das seine Absicht war.
01:17:39: Ich bin mir schon sehr sicher, dass das ein, wenn ich sie nicht haben kann, dann soll sie niemand haben, war.
01:17:46: Ja, ja.
01:17:48: In den darauffolgenden zehn Prozesttagen versucht die Staatsanwaltschaft genau das Gegenteil zu beweisen.
01:17:53: Das Pursehouse sehr wohl mit Tütungsabsicht handelte.
01:17:57: Dutzende Zeugen und Zeugenen sagen aus, darunter der inzwischen pensionierte Amitler Scott Masterson, Amy's enger Freund Robert Coshland und auch Amy's Mitbewohner Michael Herman, der in jener Nacht im Haus war und alles hörte.
01:18:12: Michael Herman beschreibt vor Gericht, dass Amy nach der Begegnung mit Perths Haus bei der Preisverleihung zunehmend besorgt war, gerade wegen der französischen Türen.
01:18:21: Genau jener Türen, über die später tatsächlich eingebrochen wurde.
01:18:25: Hermann erzählt, Amy habe sogar einen Handwerker kommen lassen und deutlich gemacht, dass diese Türen dringend gesichert werden müssten.
01:18:33: Außerdem spielt die Staatsanwaltschaft der Jury ein aufgezeichnetes Telefonat vor.
01:18:38: Ein Gefängnisgespräch zwischen Perths Haus und seinen Freunden geführt noch seiner Festnahme.
01:18:44: Und was daran so verstören wirkt, ist nicht nur der Inhalt, sondern auch der Ton.
01:18:51: Hört selbst.
01:19:05: Also da muss ich direkt was zu sagen, weil also ich bin ein bisschen sprachlos, aber mich macht es auch richtig wütend, das zu hören, weil ich mir denke, also du scheint es ja gar nichts zu bereuen und auch noch richtig proud auf das zu sein.
01:19:22: Was du gemacht hast, weil du jetzt ein Bad Boy bist, so, what the fuck, wirklich?
01:19:26: Ja, voll.
01:19:27: Das gibt so richtig Vibes, wie ich liess mir irgendwie ne viertte Karre und fahr dann halt immer die Hauptstraße mit aufholendem Motor hoch und runter, weil ich so ein krasser Bad Boy bin.
01:19:39: Und du sagst das ja auch schon richtig, er hört sich an, als wäre er total stolz.
01:19:44: Ja.
01:19:45: Wie er dann da sagt, jetzt bin ich offiziell ein Bad Boy.
01:19:50: Er war das ja eigentlich schon immer.
01:19:52: Jetzt ist es aber offiziell.
01:19:54: Aber warum?
01:19:55: Weil er seine Ex-Partnerin getötet hat.
01:19:57: Also versteh ich gar nicht.
01:19:59: Nee, und das ist auch einfach nur ekelhaft.
01:20:02: Also wirklich da, also meine Aggressionen sind gerade wirklich sehr hoch.
01:20:09: Ja, ja, ging mir genauso.
01:20:10: Und Ach, was er mit seinen Freunden so spricht.
01:20:13: Also ich hab mich dann schon auch gefragt, was sind das denn für Freunde?
01:20:16: Dass er sich so sicher mit ihnen fühlt, dass er da so drüber lacht.
01:20:20: anstatt Reue zu zeigen.
01:20:21: Also das habe ich mich wirklich gefragt.
01:20:24: Das finde ich nämlich schon auch sehr bezeichnet irgendwie.
01:20:27: Ja, wirklich erst hätte er gewusst, dass er in diesem Kreis solche Sachen einfach raushauen kann und dass da vielleicht auch noch auf Zustimmung stößt.
01:20:38: Ja voll.
01:20:38: Und
01:20:39: das wird er ja wohl irgendwie einschätzen können und das finde ich sehr unheimlich, wenn das so ein Kreis ist von Leuten, die das irgendwie gut heißen oder da nichts gegensagen.
01:20:52: Also vor allem auch dieses Nichts dazusagen.
01:20:55: Also ich bin ja schon viel, auch gerade in Instagram und auch auf TikTok in meiner Feminismusbubble unterwegs.
01:21:04: Und da sehe ich auch immer wieder Videos von Frauen und teilweise vereinzelt auch von Männern, die eben sagen, Leute, nur weil ihr nicht die sexistischen, so grünen Witze macht, heißt das nicht, dass ihr nicht Teil des Problems seid.
01:21:19: Wenn ihr damit drüber lacht oder wenn ihr nicht darauf hinweist, dass das kennensüberschreitend und eklig ist, dann seid ihr Teil des Problems.
01:21:27: Ja, absolut.
01:21:29: Und das ist sowas, wo ich mich schon gefragt habe.
01:21:31: Das ist natürlich eine reine Mutmaßung.
01:21:33: Ich kann nicht sagen, ob das in dem Fall so war, aber mir kommt es so ein bisschen vor, weil ich mir schon immer denke, Sonst würde er sich da nicht sicher fühlen, das so auszudrücken.
01:21:43: Ja, das sind tatsächlich Gedanken, die mir auch gekommen sind.
01:21:48: Weil, also ich glaube, bei mir würde kaum einer, der mich nur so ein bisschen kennt, irgendwas sagen, was gegen Frauen geht, gegen Frauenrechte oder, oder, oder, weil er genau wüsste, da bist du einfach an der falschen Adresse.
01:22:02: Und ich glaube schon, dass man das einschätzen kann bei seinen Freunden.
01:22:04: Absolut.
01:22:06: Ja, ja.
01:22:08: Das denke ich nämlich auch.
01:22:09: Also nochmal zusammengefasst, nur wenige Wochen nach seiner Verhaftung, also nur wenige Wochen nach dem Mord an Amy, lacht Perths Haus mit seinen Freunden.
01:22:19: Kein Anzeichen von Trauer, kein Schock, kein Mitgefühl.
01:22:24: Stattdessen klingt er, als hätte er längst verstanden, was auf ihn zukommt und für die Staatsanwaltschaft ist genau das ein wichtiges Indiz.
01:22:32: Ein Zeichen dafür, dass Perths Haus sich seiner Schuld eben schon bewusst ist.
01:22:38: Dann folgt ein Moment der selbst erfahrene Prozessbeobachter überrascht.
01:22:43: Als die Verteidigung an der Reihe ist, ihrem Fall zu präsentieren, inklusive des angekündigten Experten, der beweisen soll, Amy Sturz sei ein Unfall oder ein Suizid gewesen, beendet sie plötzlich ihre Beweisaufnahme, ohne auch nur einen einzigen Zeugen aufzurufen.
01:22:59: Eine Stille, die mehr sagt als tausend Worte.
01:23:03: In den Schlussbledoyez greift die Verteidigung schließlich zu einer neuen Theorie.
01:23:08: Amy habe Perths Haus in jener Nacht angegriffen.
01:23:11: Möglicherweise aus Angst.
01:23:34: Ich dachte ja, dass mein Wood Level diese Folge nicht noch steigen kann.
01:23:38: Aber ich habe gerade gemerkt, dass es das kann.
01:23:41: Also, hat sie jetzt gerade gesagt, dass es auch wahrscheinlich möglich ist oder sogar wahrscheinlicher ist, dass sie ihn attackiert hat?
01:23:53: Das hat sie genauso gesagt.
01:23:55: Und auch dieses, wenn nicht sogar wahrscheinlicher, da dachte ich auch so, sag mal.
01:24:00: Also, es hätte die wirklich den Schuss nicht gehört.
01:24:03: Dieser Mann ist in ihr Haus eingebrochen.
01:24:05: Ja, ja.
01:24:06: Hat das stundenlang im Bett seiner Ex-Partnerin gelegen.
01:24:11: Die sind seit fast einig Jahrzehnt getrennt.
01:24:14: Da gab es schon mal eine einweilige Verfügung und mehrere Anzeigen.
01:24:19: Wie kann sie jetzt rekonstruieren, dass sie ihn angegriffen hat?
01:24:24: Sie hätte ihn ja gar nicht angreifen können, wenn er da nicht aufgelauert hätte.
01:24:28: Boah, und ich finde auch die Art und Weise, in welchem Ton sie das sagt, finde ich richtig eklig.
01:24:35: Weil selbst wenn sie in dem Moment als erstes auf ihn los ist, ist das ihr gutes Recht gewesen, weil er in ihr zu Hause eingebrochen ist.
01:24:43: Ja, voll.
01:24:44: Nachdem er ihr gegenüber so gewalttätig war, nachdem sie so große Angst vor ihm hatte, also das jetzt so hinzustellen, als wär er dann in der Situation, womöglich das Opfer, ist ja absolut lächerlich.
01:24:54: Ja, so der ... feine und sich gut benehmende Bürger, der dann da einfach angegriffen wurde, aus dem Nichts.
01:25:01: Ja, wie kann das denn passieren?
01:25:03: Ich halte das auch für sehr unwahrscheinlich und das haben auch die Leitenden am Mittler in einem Fall tatsächlich gesagt, dass sie sich beim besten Willen nicht vorstellen können, dass Amy auf ihn losgegangen wäre.
01:25:14: Also ja, wahrscheinlich hat sie das Handy nach ihm geschmissen, aber dass sie ihn angreift, also dass sie ihn körperlich angehen würde, das ist unrealistisch.
01:25:23: einfach schon aufgrund der Körperstatue.
01:25:25: Also, ich fang doch, wenn ich eine zierliche kleine Frau bin, kein Kampf mit einem gut durchtrainierten Mann an.
01:25:35: Ja, ja.
01:25:37: Also, das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
01:25:39: Und wie gesagt, die Leitenden-Ermittler, die haben das auch relativ schnell ausgeschlossen.
01:25:45: Und da musste ich wirklich auch dran denken.
01:25:48: Also, das ist ja wirklich ... Also ich glaube, extremer kann man das ja kaum machen.
01:25:56: Nee, nee, wirklich.
01:25:57: Also ich wurde auch richtig wütend, als ich mir das gerade angehört habe, weil ich wirklich dachte, das kann doch nicht ihr Scheiß ernst sein.
01:26:03: Ja, ja, wirklich so.
01:26:05: Während des Schlussplädoyers der Staatsanwaltschaft hat Amy Harwick gewissermaßen das letzte Watch.
01:26:11: Staatsanwälte in Catherine Mariano liest im Gericht aus einer E-Mail vor, die Amy sich selbst wenige Stunden nach ihrer Begegnung mit Perth's House im Januar-Zweißenundzwanzig geschrieben hatte.
01:26:23: Heute Abend hatte ich große Angst.
01:26:26: Garrett kam von hinten an mich rangeschlichen und fing an zu schreien.
01:26:30: Ich bin ziemlich nervös, dass ich jetzt wieder mehr auf seinem Radar bin.
01:26:35: Es macht mir Angst, dass er seit neun Jahren von mir besessen ist, jeden Tag an mich denkt.
01:26:40: Er ist darauf fokussiert, mir zu schaden.
01:26:44: Und Scott Masterson sagt hierzu, Zitat, das war das nächste, was wir je daran hatten, dass sein Opfer in seinem eigenen Mordfall aussagt.
01:26:55: Ich fand das äußerst erschütternd.
01:26:58: Und ich muss auch sagen, dieser Gedanke, dass sie das eigentlich schon vorausgesagt hat.
01:27:04: Und das ja nicht nur in dieser Mail, sondern auch gegenüber ihren Freunden, vor allem gegenüber Robert.
01:27:10: Da hatte sie ja damals gesagt, wenn mir jemand irgendetwas antut, wenn mir irgendetwas passiert, dann war es Garrett.
01:27:19: Und diesen Gedanken finde ich auch ganz, ganz furchtbar.
01:27:22: Die Geschworenen haben nun drei Möglichkeiten.
01:27:26: Mord ersten Gradus, Mord zweiten Gradus oder den geringeren Vorwurf des freiwilligen Tutschlags.
01:27:33: Die Tage der Beratung ziehen sich wie Kaugummi, bis es irgendwann heißt, die Jury ist zu einem Urteil gekommen.
01:27:40: Und dann, wir, die Jury in dem oben bezeichneten Verfahren, befinden den angeklagten Garrett Pearse House des Verbrechens des Mordes ersten Grades an Amy Harwick für schuldig.
01:27:56: Das Urteil ist eindeutig.
01:27:58: Garrett Pearse House wird wegen Mordes ersten Grades schuldig gesprochen und zusätzlich wird der besondere Tatumstand des lying in wait festgestellt, also dass er Amy auflauerte.
01:28:09: Im deutschen Strafrecht würde das unter Hinterhalt bzw.
01:28:13: Heimtuckel laufen.
01:28:15: Im Gerichtssaal liegt für einen Moment eine fast unwirkliche Stille.
01:28:19: Perth House hört das Urteil und wirkt dabei äußerlich kontrolliert, fast regungslos.
01:28:25: Noch immer keine sichtbare Reue, keine Fassungslosigkeit, keinen Zusammenbruch.
01:28:31: Nur diese starre, kühle Haltung, während sein Schicksal besiegelt wird.
01:28:36: Zwei Monate später wird dazu lebenslangerhaft ohne Möglichkeit auf Bewährung verurteilt und auch hier verlässt kein einziges Wort seine Lippen.
01:28:45: Rudy Torres sagt später, sie hätten nicht nur eine Freundin verloren, sondern dass unzählige andere Menschen eine Heilerin, eine Therapeutin verloren hätten.
01:28:54: Jemanden, der zuhörte, auffing und half.
01:28:59: Amy Sears, die Klientin, über die wir vorhin gesprochen haben, bestätigt das.
01:29:04: Jeden einzelnen Tag denkt sie an Amy.
01:29:07: Sie sagt, Amy habe ihr so sehr geholfen und ohne ihre Begleitung falle vieles so viel schwerer.
01:29:15: Besonders dieses Gefühl von Sicherheit.
01:29:17: Nach allem, was Amy widerfahren ist und dem Wissen, dass so etwas so viel in Menschen passiert, fühlt sich die Welt für sie weniger sicher an.
01:29:25: Amy's Familie und Freunde wollen genau das nicht hinnehmen.
01:29:29: Nach ihrem Tod entsteht eine Petition mit dem Ziel, die Gesetze zu häuslicher Gewalt in Kalifornien zu verändern.
01:29:36: Darunter auch eine Regelung, die verhindern soll, dass einstweilige verfügungen einfach auslaufen.
01:29:42: Wie im Fall von Amy.
01:29:43: Diese Petition verlinken wir euch auf jeden Fall in den Shownotes.
01:29:47: Geschrieben steht hier.
01:29:48: Aufgrund häuslicher Gewalt habe ich kürzlich eine wundervolle Freundin verloren.
01:29:53: Dr.
01:29:54: Amy Harwick.
01:29:56: Sie wurde ermordet als Folge schlecht geschriebener Gesetze, die Opfer nicht ausreichend schützen und Täter nicht angemessen bestrafen.
01:30:04: Ich weigere mich, ihren Tod umsonst sein zu lassen.
01:30:07: Amy war Doktorin im Bereich der psychischen Gesundheit und eine engagierte Fürsprecherin in der Gemeinschaft.
01:30:14: Jetzt müssen wir dasselbe für sie tun und uns für Amy einsetzen.
01:30:19: Deshalb starte ich Justice for Amy.
01:30:23: Und weiter heißt es, Amy hatte eine einsweilige Verfügung gegen einen gewalttätigen Ex-Freund, mit dem sie vor über einem Jahrzehnt zusammen war.
01:30:33: Dieser einstweilige Verfügung war vor ihrem viel zu frühen Tod abgelaufen.
01:30:38: In der letzten Januarwoche, im Jahr zwanzig, besuchte dieser Ex-Freund eine Veranstaltung, bei der Amy einen Auftritt hatte und setzte seine Belästigung fort.
01:30:49: Danach begann er sie zu stalken und in der späten Valentins Nacht entschied er sich, sie in ihrem eigenen Zuhause anzugreifen.
01:30:57: Dieser Mann hätte schon Jahre vor diesem Angriff Behandlung, Inhaftierung, und oder Bestrafung benötigt.
01:31:04: Sie hätte niemals in diese Situation geraten dürfen, so wie so viele andere Opfer auch.
01:31:11: Unter anderem setzt sich die Petition für folgende Punkte ein.
01:31:15: Keine Ablaufdaten mehr für einzweilige Verfügung oder deutlich längere Schutzzeiträume und keine Aufhebung, solange das Opfer nicht ausdrücklich selbst die Aufhebung beantragt.
01:31:28: Und hierzu muss man ja auch sagen, da habe ich mir vorher gar nicht so viele Gedanken darüber gemacht, aber der Prozess einer einzweiligen Verfügung zu erwirken, der ist ja sehr schwierig und für die Betroffenen ja auch retraumatisierend, denn man muss ja einmal komplett durch das Erlebte durchgehen, um eben zu so einer einzweiligen Verfügung zu kommen.
01:31:50: Und das muss ja dann auch nochmal erneut durchlaufen werden, sobald die Verfügung abläuft.
01:31:55: Ich glaube, auch wenn du weißt, das ist nur für einen bestimmten Zeitraum, dass du dann nonstop irgendwie auf Anspannung bist, weil du auf jeden Fall weißt, dass du diesen Prozess nochmal durchlaufen musst.
01:32:05: Also ich glaube, selbst wenn die erste dann durch ist, ist das nicht so eine krasse Erleichterung, weil du weißt, okay, in ein, zwei Jahren oder wann noch immer muss ich das eben noch mal machen.
01:32:16: Ja, also ich bin eben nur für einen gewissen Zeitraum geschützt und danach bin ich eben wieder ausgeliefert.
01:32:25: verpflichtende langfristige therapeutische Beratung für Stalker slash Täter, sobald eine einsweilige Verfügung verletzt wird.
01:32:33: Auch bei geringfügigen Verstößen, also auch wenn Kleinigkeiten passieren, dann soll das eben verpflichtend sein.
01:32:41: Und das finde ich generell eigentlich so ein Punkt.
01:32:44: Sobald gegen dich eine einsweilige Verfügung besteht, finde ich, sollte eine therapeutische Beratung verpflichtend sein.
01:32:54: Ich finde das total wichtig.
01:32:56: Mhm.
01:32:57: Würde ich genauso sehen.
01:32:58: Wird die Person als Gefahr für das Opfer oder die Gesellschaft eingestuft, kann dann auch eine Unterbringung angeordnet werden, finde ich auch richtig.
01:33:07: Ja.
01:33:08: Dann fordert die Petition weiter, dass Opfer nicht gezwungen sein sollten, in einem Gerichtssaal in unmittelbarer Nähe zu ihrem Täter oder Storke auszusagen.
01:33:17: Was ich auch im wichtigen Punkt finde, einfach um die Betroffenen zu schützen, weil oftmals ist das ja schon was.
01:33:24: was dem Stalker unheimlich viel geben kann.
01:33:26: Also, dass alleine dieser Aufmerksamkeit und alleine dieser Zwang da ist, dass diese Person, also die Obsession dieses Mannes oder dieser Frau, dann mit in einem Raum sitzt und es um den Täter geht.
01:33:42: Das ist ja teilweise schon was, was, na ja, gewünscht ist.
01:33:46: Und ich finde, das ist was.
01:33:48: Erstens sollte das den Stalker nicht gegeben werden.
01:33:51: Und zweitens, und das ist viel wichtiger, sollten Betroffene da nicht durchmüssen.
01:33:56: Ja, also ich finde auch, dass einfach der Schutz der Betroffene da an oberster Stelle stehen sollte.
01:34:01: Total.
01:34:02: Es wird aber auch ein kostenloser Zugang zu Anwält-Innen gefordert, so wie Täter ja auch kostenlosen Zugang zu Pflichtverteidigern haben.
01:34:11: Und ich habe da vorher nie drüber nachgedacht.
01:34:14: Aber als ich das gelesen habe, war ich so, ja, das ist ja eigentlich total logisch.
01:34:20: Jeder Täter, jede Täterin bekommt einen Pflichtverteidiger.
01:34:25: Aber als Opfer musst du dann die rechtlichen Kosten tragen, kannst du das dann teilweise vielleicht auch gar nicht leisten, bist es deswegen gehemmt und eigentlich brauchst du einfach Schutz.
01:34:36: Ja, also es ist krass, weil ich habe da auch noch nie so drüber nachgedacht.
01:34:39: Und wie du eben das schon gesagt hast, kann das ja letztendlich dazu führen, dass sich die Betroffenen und die Opfer einfach nicht an die Polizei wenden oder sich keine Hilfe holen, weil sie denken, okay, ich kann das eben sowieso nicht tragen.
01:34:52: Ja, total.
01:34:54: Und die Petition fordert, die privaten Adressen von Personen müssen auf Antrag vollständig vom öffentlichen Zugang ausgeschlossen bleiben und geschützt werden.
01:35:03: Etwas, das ich gerade erst bei Lola Viper in einem Reel gesehen habe.
01:35:07: Ich weiß nicht, ob du das auch gesehen hast.
01:35:09: Hier spricht sie auch darüber, dass sie ja scheinbar schon jahrelang unter einem Stalker leidet, der auch glaubt, in einer Beziehung mit ihr zu sein.
01:35:17: Und sie kennt diesen Mann nicht.
01:35:19: Dennoch schreibt er ihr jeden Tag, er hat ihre Privatadresse herausgefunden und ihr aufgelauert.
01:35:25: Und die Polizei reagierte wohl mit einem, ja, schicken sie ihn einfach weg.
01:35:30: Und mehr passierte nicht.
01:35:32: Und sie weiß in diesem Will, das mir ausgespielt wurde, eben darauf hin, dass es auch bei uns die Möglichkeit einer Auskunftssperre gibt, bei der die Behörden deutlich strenger prüfen dann, wer Zugriff auf eure Daten bekommt.
01:35:47: Na krass.
01:35:48: Das wusste ich auch nicht, aber ist ja schon super wichtig, dass es das gibt, weil also wie bist du denn sonst irgendwie geschützt?
01:35:58: oder wie sind deine Daten sonst irgendwie geschützt?
01:36:00: Ja, total.
01:36:01: Und mir ist im Laufe des Falles während meiner Recherche einfach wirklich immer wieder aufgefallen, dass Betroffene das Opfer von Stalking so wenig Schutz genießen, deswegen uns wird... Unheimlich viel daran liegen, wenn ihr diese Petition unterschreiben würdet, weil das ist einfach total wichtig.
01:36:25: Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie allein gelassen sich Betroffene eben auch fühlen.
01:36:31: Auch Staatsanwältin Catherine Mariano spricht offen über die Grenzen des Rechtssystems und darüber, was sich ändern muss.
01:36:39: Sie macht deutlich, dass Justiz oft erst dann eingreifen kann, wenn es bereits zu spät ist, wenn etwas passiert ist.
01:36:47: Reaktiv statt präventiv.
01:36:51: Gleichzeitig betont sie, dass es als Gesellschaft immer möglich sei, es besser zu machen.
01:36:56: Nach dem Prozess kehren Amys Eltern nach Pennsylvania zurück.
01:37:01: An den Ort, an dem sie einst eine Familie wurden.
01:37:04: Wo sie ihr kleines Mädchen aufwachsen sahen, zu der Frau, die so viele bewunderten und die heute von so vielen vermisst wird.
01:37:13: Was ist das Schwerste?
01:37:15: werden Amys Eltern in einem Interview gefragt.
01:37:19: Die Abwesenheit, die Stille, antwortet Amys Mutter.
01:37:24: Eine riesige Lehre, eine riesige Lehre, fügt ihr Vater hinzu.
01:37:29: Tom sagt, sie vermissen Amy jeden einzelnen Tag.
01:37:33: Penny sagt, sie sei nicht mehr dieselben Menschen wie früher, aber sie versuchen weiterzugehen.
01:37:38: Und wenn Penny darüber nachdenkt, was sie Amy heute sagen würde, wenn sie könnte, Dann ist es nichts Komplexes.
01:37:46: Keine großen Worte, kein ungelöster Konflikt, nur Einsatz.
01:37:50: Ein einziger.
01:37:53: Dass sie sie liebt.
01:37:55: Sie weiß, dass Amy es wusste, aber sie hätte es ihr gerne noch einmal gesagt.
01:38:00: Und vielleicht ist genau das, der stille Anreiz, den diese Geschichte hinterlässt.
01:38:05: Sagt es.
01:38:07: Sagt es zu den Menschen, die ihr liebt.
01:38:09: Nicht später, nicht irgendwann, sagt es jetzt.
01:38:15: Und dein Ende hat mich gerade richtig im Herzen berührt, weil ich glaube, dass das auch so Momente sind, die Menschen bereuen könnten, wenn jemand entweder wie in dem Fall getötet wird oder auch anders ums Leben kommt, dass man dann vielleicht denkt, okay, das und das hätte ich noch gesagt.
01:38:37: Und manchmal finde ich, gehen so Sachen ja am Alltag unter.
01:38:40: dass man sich nicht so oft sagt, dass man sich liebt oder wie froh man ist, dass man einander hat.
01:38:45: Und ich finde das irgendwie ein schöner Reminder auch am Ende, dass man das eben einfach öfter praktiziert und öfter wertschätzt, dass man die Menschen in seinem Leben hat und dass ihnen auch genau so sagt.
01:38:59: Ja, voll.
01:39:00: Das habe ich nämlich auch gedacht.
01:39:01: Also, als ich gehört habe, ich habe ein Interview von Penny, also von Amy's Mutter gesehen, wo sie eben darüber gesprochen hat, dass sie ihr einfach das ... gerne noch mal sagen wollen würde.
01:39:12: Und ich glaube, das sind halt wirklich am Ende die Sachen, die bleiben, zu die essentiellen Dinge.
01:39:18: Wir sprechen so viel über so unwichtige Dinge und halten uns teilweise mit so unwichtigen Dingen auf, wo ich mir dann dachte, ich will das irgendwie noch mal mit reingeben.
01:39:31: Es ist so wichtig, dass wir einfach über unsere Gefühle sprechen, dass wir sagen, wir haben jemanden lieb, dass wir sagen, wenn wir froh sind, dass wir jemanden haben.
01:39:40: Und ich habe da auch so ein bisschen an uns beide gedacht, weil ich finde, wir machen das ja sehr, sehr, sehr, sehr häufig.
01:39:47: Ja, das hatte ich auch direkt im Kopf.
01:39:49: Also wir schreiben uns ja ganz, ganz oft.
01:39:52: Ich habe dich lieb oder ich freue mich so arg auf dich und ich wüsste gar nicht, was ich ohne dich machen würde.
01:39:57: All solche Dinge und die geben einem einfach so unheimlich viel.
01:40:01: und nicht nur es ist ein schöner Reminder, das eben häufiger zu machen, sondern Wirklich, wie im Fall von Penny.
01:40:12: Das kann was sein, was man dann halt richtig arg bereut.
01:40:15: Und ich finde es einfach so wichtig, das nochmal so ein bisschen reinzugeben und darauf aufmerksam zu machen.
01:40:25: Scheiß drauf, ganz ehrlich sag's einfach.
01:40:28: Ja.
01:40:29: Mach einfach, so man hat nichts zu verlieren, weil man seine Gefühle ausdrückt.
01:40:33: Weil oft denkt man sich ja auch Sachen, die man dann nicht ausspricht.
01:40:37: oft denkt man dann vielleicht auch, ich bin so froh, dass ich sie hab oder keine Ahnung und dann schreibt man es aber nicht.
01:40:42: Und ich hab das manchmal auch so random, dass ich auch so, wenn ich dann zum Beispiel in mein Journal schreib, dass ich für die Freundschaft mit dir dankbar bin, dass ich dir das dann schicke oder dass ich dir genau in dem Moment dann schreib, euch bin voll froh, dass ich dich hab oder so.
01:40:55: Ja, voll.
01:40:56: Ich
01:40:56: find das einfach, ja, ich find das einfach super wichtig und ich finde, das gibt einem selbst viel.
01:41:01: wenn man das so ausdrückt und im Gegenüber natürlich auch, weil ich zum Beispiel, ich sterne ja auch voll auf Nachrichten von dir, die ich richtig
01:41:08: schön fand.
01:41:10: Und guck mir dir da manchmal an und bin dann einfach so für mich dann so richtig bläst in dem Moment.
01:41:16: Ja, und so geht es mir auch.
01:41:18: Das gibt einem halt so unglaublich viel.
01:41:20: Deswegen finde ich, ist das auch einfach schön, das eben zurückzugeben.
01:41:25: Aber ja, in dem Fall ist das natürlich herzzerreißend.
01:41:28: Also das muss man ja auch ganz klar sagen.
01:41:31: Ja, total.
01:41:32: Also, mich hat der Fall auch sehr, sehr berührt, weil... Also, ich finde es ganz schlimm, dass irgendwie so viel passiert ist, ohne dass sie irgendwie geschützt wurde, richtig.
01:41:46: Und das ist so ein Ding, was man ja bei ganz vielen Fällen hat, vor allem, wenn Stocking involviert ist, dass... man sich versucht Hilfe zu holen, dass Leute versuchen, sich Hilfe zu holen, dass aber nicht wirklich viel passiert, weil selbst wenn du so eine einstweilige Verfügung hast, die hält ja die meisten Täter nicht davon ab irgendwie trotzdem weiterzugehen.
01:42:08: Ja, war ja im Fall von Garrett auch so.
01:42:11: Ja, und das finde ich total erschreckend und ich habe auch das Gefühl, dass das auch noch lange dauern wird, bis sich da irgendwie richtig was tut, bis da wirklich ein Schutz gegeben ist und dass teilweise die Täter dann irgendwie mehr unterstützt werden.
01:42:29: Also als du das von der Petition vorgelesen hast, dachte ich so ja krass, dass die Opfer da so hängelassen werden irgendwie.
01:42:35: Ja
01:42:36: voll.
01:42:36: Und
01:42:37: das hat mich einfach richtig traurig gemacht.
01:42:39: und was mich auch dann so wütend gemacht hat, dass sie halt im Nachhinein, dass es dann auch versucht wurde so hinzustellen.
01:42:45: als wäre sie diejenige gewesen, die Inja attackiert hat.
01:42:48: Oder als dann da auch gesagt wurde, dass sie ja da auch schon mal an so einem Geländer posiert hat.
01:42:52: Und so, wo ich dachte, über was reden wir hier denn gerade?
01:42:55: Da ist ein Mann in ihre Wohnung eingebrochen, der sie schon körperlich misshandelt hat.
01:43:01: Ja, aber sie ist seit zehn Jahren stalkt.
01:43:04: Ja, genau, ihre Grenzen nonstop überschreitet.
01:43:07: Und dann sprechen wir darüber, dass sie Inja vielleicht zuerst angegriffen hat, wo ich dachte, in welcher Welt leben wir eigentlich?
01:43:13: Also ...
01:43:14: Es ist total albern und es ist total frech.
01:43:17: Ich meine, ich verstehe, dass die Verteidigung, die Aufgabe hat, zu verteidigen und eben zu schauen, wie sie Gerald Perths Hauste am besten rausschlagen können.
01:43:27: Aber eine Frau, die in dieser Nacht ihr Leben verloren hat auf ganz schlimme Art und Weise, dann so verantwortlich dafür zu machen, finde ich einfach frech.
01:43:40: Ja, ja.
01:43:41: Also ich bin richtig, richtig wütend geworden.
01:43:44: immer wieder in dieser Folge.
01:43:46: Ja,
01:43:46: same.
01:43:47: Weil
01:43:49: sie einfach so viel Schutz verdient hätte und da einfach nichts passiert ist.
01:43:53: Und ich mir dann denke, über wie viele Fälle muss man denn noch sprechen, dass sich da mal was ändert?
01:43:59: Also es ist ja nicht so, dass das einmal passiert, sondern das passiert dir regelmäßig.
01:44:04: Oh, ja, also ich find's sehr aufführend alles.
01:44:08: Ja, ich auch.
01:44:09: Und wie gesagt, also auch, dass sie sich damit so allein gefühlt hat, also ... Sie hatte das Gefühl gehabt, dass sie gar keinen Schutz von außen genießt.
01:44:17: Klar, von ihren Freunden.
01:44:18: Also, Robert war ja sehr viel für sie da, mit dem Standort heilen.
01:44:21: Und die haben ja viel gesprochen und viel gemeinsam überlegt und all diese Dinge.
01:44:27: Also, was das angeht, war sie nicht allein.
01:44:30: Aber sie musste schon schauen, wie sie für ihre eigene Sicherheit sorgt.
01:44:34: Und sollte dann schauen, dass sie sich darum kümmert, dass sie ihr Haus sichert.
01:44:38: Oder hat sich ja dann auch ... ganz bewusst von True Carry getrennt.
01:44:44: Obwohl sie den Mann über alles geliebt hat, weil sie dachte, der steht einfach zu extrem in der Öffentlichkeit.
01:44:50: Und damit bin ich eine leichte Zielscheibe für einen Mann, der es eh schon auf mich abgesehen hat.
01:44:54: Und dass sie sich dann so extrem einschränkt, weil er nicht eingeschränkt wird.
01:44:59: Das finde ich einfach eigentlich verkehrter Welt.
01:45:03: Es ist komplett vertrete Welt, wirklich.
01:45:07: Ja, und es macht mich einfach so sauer.
01:45:10: Kann das so schlecht in Worte fassen, was das mit mir macht?
01:45:13: Weil ich das einfach, ja, ich find das einfach ganz schrecklich.
01:45:18: Also mir ging's auch so.
01:45:19: Mir ist der Fall richtig, richtig schwer gefallen, auch weil Amy eben so lebensfroh war und so viel gestrahlt hat und eben ja auch für so viele Menschen ein so wichtiger Mensch war.
01:45:32: Also für all ihre Klienten und Klientinnen.
01:45:35: ist da so viel weggebrochen für ihre Freunde und Freundinnen, für ihre Familie.
01:45:41: Sie war ja für so ganz viele Menschen so die erste Anlaufstelle, die immer für alle anderen da war, die sich immer um alle anderen gesorgt hat.
01:45:50: So ein bisschen der Anker, der Fels in der Brandung.
01:45:54: Und da sieht man halt mal wieder, das hat man ja auch gesehen daran, dass ja wirklich immer so eine ganze Menschentraube von Freunden und Freundinnen beim Prozess vor Ort waren, zusammen mit den Eltern.
01:46:05: dass eben nicht nur Amys Leben genommen wurde, sondern eben auch das Leben von ganz vielen anderen Menschen ganz schlimm beeinflusst wurde, durch diese sinnlose, sinnlose Tat.
01:46:18: Ja,
01:46:18: also es ist sehr, sehr schwer zu ertragen, finde ich.
01:46:23: Und ich bin gerade, sage ich ehrlich, mehr als bereit für unseren heutigen Gänsehaut-to-go-Moment.
01:46:30: Das bin ich definitiv auch.
01:46:43: Und diesen Gänsehaut-to-go-Moment haben wir in unseren DMs mal wieder ein bisschen nach oben gepusht bekommen, nachdem wir das Letztens angebracht haben, dass ihr uns doch nochmal auf eure Nachrichten antworten sollt.
01:46:55: Und ich bin sehr froh, dass unsere liebe Hörerin das gemacht hat, weil mir hat dieser Moment auf jeden Fall Gänsehaut beschert.
01:47:03: Hallo, liebe Sarah, hallo, liebe Laura.
01:47:06: Ich hatte in der zehnten Klasse das krasseste Erlebnis, was ihr euch vorstellen könnt.
01:47:12: Wir waren auf Klassenfahrt in Berlin und unsere Unterkunft war in einem Hotel in Charlottenburg.
01:47:17: In der letzten Nacht fing es gegen zehn Uhr an.
01:47:20: Es hat ständig in den Schränken geklopft.
01:47:22: Die Schränke waren aber so klein, dass ich darin keinen Mensch verstecken konnte.
01:47:27: Wir waren
01:47:28: zuviert in einem Zimmer und alles Mädels.
01:47:31: Erst kam der Verdacht, dass uns die Jungs einen Streich spielen wollten, aber die waren eine Etage unter uns und konnten nicht unbemerkt zu der Mädchenetage gelangen.
01:47:40: Wir hatten aber so Angst, dass noch zwei Mädchen bei uns im Zimmer schlafen mussten.
01:47:45: Jedes Zimmer hatte immer viel Gläser auf einem kleinen Tisch vor dem Fenster stehen.
01:47:50: In Klammern schreibt sie hier, im Hinterkopf behalten.
01:47:54: Als sich die Aufregung gelegt hat, fing es an der Tür an zu klopfen.
01:47:59: Eine Freundin stand gerade zufällig an der Tür und hat während des Klopfens die Tür aufgemacht.
01:48:05: Aber da war niemand.
01:48:07: Und man hätte auf jeden Fall jemanden gesehen, der weggerannt wäre.
01:48:12: Aber da war einfach keiner.
01:48:14: Nur Totenstille auf dem Flur.
01:48:16: Sie hat die Tür wieder zugemacht und sofort klopfte es noch einmal.
01:48:21: Hä?
01:48:22: Ja.
01:48:23: Sie riss die Tür wieder auf und wieder war da niemand.
01:48:29: Wir sind dann als Gruppe den Flur hoch und runter gelaufen, um zu schauen, ob nicht doch jemand da war.
01:48:34: Aber es gab keine Nischen oder irgendwelche Ecken, wo sich jemand hätte verstecken können.
01:48:39: Wir sind dann wieder ganz aufgeregt zurück ins Zimmer gelaufen und kurz vor der
01:48:43: Tür
01:48:43: haben wir dann ein Klireng gehört.
01:48:45: Eines der Gläser ist kaputt gegangen.
01:48:48: Wir standen völlig aufgelöst wieder im Zimmer, inmitten der Scherben.
01:48:53: Dann ging das Licht nicht mehr an und dann fiel noch ein Glas nach unten.
01:48:58: Wir sprangen auf unsere Betten und daraufhin fielen noch zwei oder drei Gläser mit voller Wucht auf dem Boden.
01:49:04: Fast alle fingen an zu weilen.
01:49:06: Unsere Lehrerin kam ins Zimmer und fragte, was los sei.
01:49:09: Wir waren voller Panik und versuchten ihr das alles zu erklären.
01:49:13: Sie dachte nur, dass einer der Jungen uns einen Streich spielen wollte.
01:49:16: Wir sollten die Scherben einfach aufwägen und wieder schlafen gehen.
01:49:20: Sie machte das Licht an, wir sahen die Scherben überall auf dem Boden verteilt und es war auch etwas Wasser dabei.
01:49:27: Das Unheimliche an der Sache ist, alle vier Gläser standen noch aufgestapelt auf dem Tisch.
01:49:33: der vor dem Fenster stand.
01:49:38: Also, das heißt, da lagen die Scherben auf dem Boden, aber die Gläser standen noch auf dem Tisch.
01:49:47: Was?
01:49:47: Herr, aber das verstehe ich nicht.
01:49:49: Wie geht das denn?
01:49:50: Ja, also ich hätte mir, glaube ich, in die Hose gemacht an ihrer Stelle.
01:49:56: Also erst mal dieses Klopfen aus dem Schrank, dann das Klopfen an der Tür und dann steht da einfach niemand.
01:50:03: Und dann sind da plötzlich Scherben, wo sich keine erklären kann, woher die kommen, weil die Gläser ja offensichtlich noch ganz warm.
01:50:10: Da fehlen mir wirklich ein bisschen die Worte.
01:50:12: Das finde ich richtig, richtig krass unheimlich und kann mir auch einmal kurz darüber sprechen, wie wenig die ernst genommen wurden.
01:50:19: Ja, ach ja, geht halt einfach wieder ins Bett.
01:50:21: Okay, danke für gar nichts.
01:50:23: Ja, wirklich so.
01:50:24: Hä?
01:50:25: Also wir hatten das ja bei einer Klassenfahrt mal, da hatten wir so mehrere Hütten nebeneinander.
01:50:31: Und bei uns sind die Jungs damals wirklich in unsere Hütte eingestiegen und haben dann zum Beispiel den Föhn angemacht und so weiter.
01:50:37: Und da dachte ich auch kurz so, okay, hier geht irgendwas ab.
01:50:41: Aber da war das eben auch möglich, dass die durch die Fenster eben dann in die einzelnen Räume gestiegen sind.
01:50:47: Aber das ist hier ja eine ganz andere Situation.
01:50:51: Ja,
01:50:51: also das ist echt sehr, sehr creepy, Mann.
01:50:55: Sehr, sehr, sehr unheimlich.
01:50:57: Und generell, wenn ihr solche Momente habt, wenn ihr solche abgefahrenen Spooky-Erfahrungen und Situationen in eurem Leben hattet, dann schickt uns die bitte am besten auf Instagram unter eisendedark.podcast.
01:51:12: Dass wir schön was zum Kruseln haben.
01:51:15: Ja, auf jeden Fall.
01:51:16: Vielen Dank auf jeden Fall für den Moment.
01:51:19: Der hat mir definitiv ne Gänsehaut bereitet.
01:51:22: Ja, same hier.
01:51:24: Und dann... Würde ich sagen, sind wir am Ende der heutigen
01:51:27: Folge angekommen.
01:51:29: Wir hoffen natürlich, dass ihr alle nächsten Sonntag zum nächsten Spooky Sunday wieder mit dabei seid.
01:51:35: Und bis dahin, wie immer,
01:51:36: schöne
01:51:37: Träume.
01:51:37: Bis dann.
01:51:39: Tschüss.
01:51:40: Tschüssi.
01:51:45: Bis dahin, wie immer, schöne Träume.
01:51:48: Tschüss.
01:51:53: Dein Tschüssi fehlt.
01:51:55: Dein Bis dann.
01:51:57: Dein Bis dann hat gefehlt.
01:52:02: Ah ja, ich muss Bis dann sagen.
01:52:05: Bis dann.
01:52:06: Der König hat noch nichts zu ... trinken.
01:52:09: Trinken?
01:52:11: Lass dem bitte gucken, wenn ich bei dir bin im Film.
01:52:15: Als ich voll Bock drauf.
01:52:16: Okay.
01:52:18: Tschüssi.
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