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Nicht für Kinderaugen bestimmt - Brisante Bilder und ein tödlicher Pflichtbesuch

Shownotes

280: Ein von der Zivilisation abgeschiedener Ort in den Bergen Colorados. Ein gerichtlich angeordneter Besuch, der sich schon in den ersten Minuten falsch anfühlt. Und ein 13-jähriger Junge, der nie wieder nach Hause zurückkehrt. Was als Pflichttermin beginnt, entwickelt sich zu einem der verstörendsten Vermisstenfälle der USA: Eine Mutter, deren Intuition von Anfang an Alarm schlägt. Ein Vater, dessen Aussagen mehr Fragen aufwerfen als Antworten liefern. Und eine kleine Gemeinschaft, gefangen zwischen Hoffnung, Misstrauen und der Angst vor der Wahrheit.

Zurück bleibt ein Geflecht aus widersprüchlichen Aussagen, stillen Warnzeichen und verstörenden digitalen Spuren. Darunter Bilder, die bereits lange zuvor in einem gelöschten Ordner gefunden wurden – Bilder, die nicht interpretiert werden müssen, weil sie von vornherein als das erkennbar sind, was sie sind: schwer erträglich, eindeutig verstörend und mit nichts zu entschuldigen. Inhalte, deren bloße Existenz eine neue, dunkle Dimension in diesen Fall bringt und Fragen aufwirft, die man eigentlich nicht stellen will.

Wie konnte es so weit kommen? Hätte dieser Besuch verhindert werden können? Und ist es am Ende vielleicht genau das, was uns an diesem Fall am meisten verstört: Frage, ob hinter all dem nicht das banalste Motiv aller Zeiten steckt – so banal, dass man es kaum wahrhaben will?

⚠️ Triggerwarnungen:

  • Gewalt gegen ein minderjähriges Kind

🧦 Merch: https://www.eyesinthedark.de/products

🥃 Unser EITD Black Gin: https://www.brennerei-henrich.de

💌 Postfach: Laura Regenauer, PO102602, 68026 Mannheim

Nicht vergessen: Am Ende der Folge erwartet euch ein „Gänsehaut to Go“-Moment aus unserer Community & die besten Outtakes der Folge ❤️

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Transkript anzeigen

00:00:20: Ich übersetz einmal für euch.

00:00:51: Ihr hört hier Elaine Redwine, wie sie sagt.

00:00:53: Hi, mein Name ist Elaine Redwine und mein Sohn Dylan Redwine war bei seinem Vater oben in Durango zu Besuch und sein Vater hat mir vor einer Weile geschrieben und gesagt, dass er Dylan nicht finden kann.

00:01:05: Dylan ist dreizehn Jahre alt.

00:01:07: Okay, also er ist bei seinem Vater und wie heißt der Vater?

00:01:11: Mark, Mark Redwine.

00:01:13: Hat er irgendeine Idee, wo er hingegangen sein könnte?

00:01:16: Laut ihm?

00:01:17: Nein.

00:01:26: Und damit ein herzliches Hello an unsere True Crime Junkies, willkommen zurück bei Eyes in the Dark, eurem Blick ins Dunkel der Waren Verbrechen.

00:01:35: Ich bin Sarah

00:01:36: und ich bin Laura und jeden Sonntag öffnen wir für euch ein neues Kapitel echter Kriminalfälle.

00:01:42: Geschichten, die uns beim Recherchieren selbst oft sprachlos machen, von kaltblütigen Mördern über ungeklärte Riesel bis hin zu tragischen Schicksalen.

00:01:51: Dafür wühlen wir uns nicht nur durch Artikel und Internetquellen, sondern auch durch Autopsieberichte, Polizeidokumente und Aussagen von Zeitzeuginnern.

00:01:59: Immer

00:01:59: mit dem Bewusstsein, dass hinter jedem Fall echte Menschen stehen, deren Leben für immer verändert wurde.

00:02:05: Und jetzt macht es euch bequem, stellt euch euer Spaßgetränk bereit und taucht mit uns ein ins Dunkel.

00:02:18: Ich muss ja sagen, ich liebe das Wort Spaßgetränk.

00:02:23: Habe ich gerade richtig gefreut und ich bin echt stolz auf uns, Sarah, weil wir haben das jetzt ein paar Folgen echt durchgezogen, dass wir uns gar nichts erzählt haben.

00:02:31: Deswegen habe ich gar keine Ahnung, was mich heute hier erwarten wird.

00:02:37: Na ja, also du kennst ja schon den Folgentitel, oder?

00:02:41: Ja.

00:02:42: Nicht für Kinderaugen bestimmt.

00:02:44: Präsente Bilder und ein tödlicher Pflichtbesuch.

00:02:47: Was kommt dir, wenn du das hörst, so als erstes in den Sinn?

00:02:52: Boah, schwierig.

00:02:53: Ich glaube, so mein erster Gedanke, ich weiß aber gar nicht, ob das so passen ist, wäre irgendwas mit Kindesvernachlassigungen.

00:03:00: Also, weil ich das irgendwie mit so einem Pflichtbesuch in Verbindung bringen, vielleicht ... einen Kind, was irgendwo untergebracht wurde und nachdem man schauen musste.

00:03:10: Aber

00:03:11: ...

00:03:12: ja.

00:03:12: Ja, also, soweit bist du auf jeden Fall nicht weg von dem, was uns heute tatsächlich erwartet.

00:03:18: Ich hab aber eine Frage an dich.

00:03:20: Die ist ein bisschen privater.

00:03:22: Also ich hoffe, dass du die uns beantworten möchtest.

00:03:24: Gab es in deinem Leben schon mal eine Situation, in der Erwachsene über dich entschieden haben, obwohl du innerlich eigentlich wusstest, das fühlt sich eigentlich falsch an?

00:03:35: Da muss ich jetzt mal ein bisschen überlegen.

00:03:40: Mir fällt zumindest keine Situation direkt ein.

00:03:44: Okay, weil ich hatte das schon öfter mal in kleineren Situationen und ich glaube, das ist was, wenn ich das jetzt erzähle, dann denken sich ganz viele Menschen, Oh ja, das ist mir auch schon passiert.

00:03:55: Ich hatte das öfter mal, dass mir beispielsweise Familienmitglieder gesagt haben, na, du könntest dich jetzt aber auch mal wieder bei der und der Tante melden oder bei dem und dem Onkel oder da ist Geburtstag, der wird gefeiert, da musst du mitkommen.

00:04:09: oder gibt dein Onkel doch mal eine Umarmung oder mach doch mal dies oder mach doch mal das.

00:04:14: Also so in die Richtung war das schon öfter mal so, dass Erwachsene mir sowas gesagt haben und ich war eigentlich so, boah, ich will gar nicht.

00:04:21: Gibt ihr mal eine Umarmung oder gibt der Tante mal einen Kurs auf die Backe, sonst ist sie traurig oder so was in die Richtung?

00:04:27: Ja, ja.

00:04:28: Find

00:04:28: ich ja ganz furchtbar, aber ja, ich glaub, sowas.

00:04:30: Voll.

00:04:31: War bei mir auch auf jeden Fall schon mal Thema.

00:04:34: Und ich glaube, das ist auch gar nicht passiert aus irgendwelchen bösen Absichten.

00:04:37: Ich glaub, das war damals einfach so gang und gäbe.

00:04:40: Und ich sehe auch immer mehr Influencerinnen, die eben genau da aufklären, die dann sagen, na ja, ich ... bring meinen Kindern da eben ganz, ganz klare Grenzen bei.

00:04:50: Ja.

00:04:51: Und wenn die nicht möchten, selbst wenn sie mir als Mama keinen Kuss geben möchten in dem Moment, dann wird das eben akzeptiert.

00:04:57: Weil sonst können sie ja auch gar nicht so richtig lernen, Grenzen zu setzen.

00:05:01: Ja, absolut.

00:05:01: Das ist auf jeden Fall super wichtig.

00:05:03: Weil

00:05:04: ich finde, man lernt halt sonst auch wirklich, dass Erwachsene immer das Recht haben, irgendwie sich, ja, Berührungen, Umarmungen irgendwie einzuholen, wenn du es als Kind so verinnerligst.

00:05:13: Ja, ja.

00:05:13: So, dann ... kann das auf jeden Fall wirklich gefährlich werden.

00:05:17: Ja, definitiv.

00:05:18: Und mein heutiger Fall, der wird auf jeden Fall zeigen, was passiert, wenn Entscheidungen getroffen werden, obwohl das Kind, das eben von genau diesen Entscheidungen betroffen ist, das eigentlich gar nicht möchte.

00:05:32: Wir befinden uns, wie ihr eben selbst gehört habt, in der Nähe von Durango, einer lebendigen Kleinstadt im Südwesten Colorado, und geben von Bergen flüssen und endlosen Wäldern.

00:05:42: Die kleine Stadt wirkt offen, fast freundlich.

00:05:45: Historische Backsteingebäude reihen sich aneinander, beherbergen bunte Cafés, Bars und kleine Läden.

00:05:51: Doch uns verschlägt es heute nach Valesito.

00:05:53: um ganz genau zu sein.

00:05:55: Valesito beginnt dort, wo Durango aufhört.

00:05:59: Keine Stadtgrenzen, kein Schild das warnt, nur eine Landstraße, die sich durch die Berge zieht.

00:06:04: Valesito liegt im Südwesten Colorado in einer Landschaft, die auf den ersten Blick friedlich wirkt.

00:06:10: Dichte Kiefernwälder umarmen die Hügel, schmale Straßen schneiden sich durch endlose Weite und über allem liegt diese klare, kühle Bergluft, die jeden Atemzug ruhig macht.

00:06:21: Im Spätherbst, wie auch jetzt unser Fall, spielt im November zwölf, färben sich die Ästen goldgelb, das Licht wird weich und alles scheint langsamer zu werden.

00:06:32: Der Ort ist klein, vertraut, ein Ort an dem Tür nicht abgeschlossen werden müssen und Kinder draußen spielen können, ohne dass er mal Angst hat.

00:06:39: Und genau das macht diesen Ort so besonders.

00:06:42: Man hat das Beste aus zwei Welten.

00:06:45: Die Nähe zur Zivilisation, ohne auf die Ruhe der Natur verzichten zu müssen.

00:06:50: Durango liegt nur rund dreißig Kilometer entfernt.

00:06:53: Eine halbe Stunde Fahrtrennt, Cafés, belebte Kreuzungen, beleuchtete Schaufenster und Menschen vom völligen Rückzug in die Berge.

00:07:00: Vom Flughafen Durango La Plata County, wo Kameras aufzeichnen und Stimmen durch Terminals hallen, führt die Straße hinaus, vorbei an Bayfield, hinein in eine immer größere Stille.

00:07:11: Verstreute Häuser, Ferienhütten, Abgeschiedenheit, Funklöcher und Ruhe.

00:07:16: Nachts gibt es kaum ein Licht außer dem Mond, keine Geräusche, außer Wind und Wild.

00:07:22: Und genau hier lebt Mark Redwine, Dylan's Vater.

00:07:26: Ein Mann mit braunem, leichtstruppigem Haar, mit grauen Strehen, einem ungepflegten Vollbad und einem markanten Schnurbad.

00:07:33: Laura, ich hab hier mal einige Bilder von Marc Redwine in unser Skript gepackt.

00:07:38: Ja.

00:07:38: Magst du ihn mal beschreiben?

00:07:40: Also, ich finde, das, was du eben aufgezählt hast, trifft es schon sehr gut.

00:07:44: Man sieht, dass sein Bart auch schon langsam grau wird.

00:07:50: Er, finde ich, hat so einen sehr müden Blick.

00:07:53: Also, er wickt auf mich sehr erschöpft irgendwie.

00:07:57: Er trägt auf den meisten Bildern eine Cappy.

00:08:00: Also, es ist irgendwie so ... Ich weiß nicht so der klassische amerikanische Truckerfahrer, wie ich ihn mir vorstellen würde.

00:08:06: Ja, ja, das habe ich mir auch gedacht.

00:08:08: Also ich finde, man sieht ihm insgesamt schon so ein bisschen an, dass er mehr draußen als drin ist.

00:08:15: Also

00:08:15: er wirkt irgendwie jemand, der auf dem Land lebt, körperlich arbeitet, wenig Wert auf so ein äußeres Erscheinungsbild legt und eher so der praktische Typ

00:08:24: ist.

00:08:24: Ja, total.

00:08:25: Ich finde, er kann wirklich so, wie du das eben schon gesagt hast.

00:08:28: ohne Weiteres in einem Film besetzt werden als dieser einsame Typ vom Land, der zurückgezogen lebt, irgendwo abseits, vielleicht auf einer kleinen Farm oder in einem Haus, das vom Wald umgeben ist und der sehr robust und wortkark ist.

00:08:42: Also, ich finde der Weg wie so ein Typ, den man als Zuschauer ganz lange gar nicht einordnen kann, weil ich finde, der ist... Loki irgendwie creepy und sass, dass jemand bei dem vielleicht irgendwas nicht stimmt.

00:08:54: Er könnte aber auch genauso ein gutmütiger Riese sein, mit so einer harten Schale aber eigentlich voll im weichen Kern.

00:09:01: Ja, voll.

00:09:02: Marx Haus liegt tatsächlich abseits außerhalb jeder Nachbarschaft mitten im Wald.

00:09:08: Ein Ort, an dem niemand zufällig vorbeikommt.

00:09:11: Für Erwachsene wirkt diese Einsamkeit friedlich.

00:09:14: Für ein Kind bedeutet sie Isolation.

00:09:17: Am achtzehn November, zw.

00:09:19: zw.

00:09:19: holt Marc seinen Sohn den dreizehnjährigen Dylan Redwine am Flughafen Dodangola Plata County ab.

00:09:25: Es ist ein gerichtlich angeordneter Besuch über Thanksgiving.

00:09:29: Ein Pflichttermin, kein Wunsch.

00:09:32: Ein paar gemeinsame Tage, die vor Gericht beschlossen wurden, nicht im Herzen.

00:09:37: Hintergrund, Dylan's Mutter Elaine Redwine steckt zu diesem Zeitpunkt mitten in einem erbitterten Scheidungskrieg und einem zermürbenden Sorgerechtstreit mit Marc.

00:09:47: Sie möchte eigentlich nicht, dass ihr Sohn seinen Vater besucht.

00:09:51: Und auch Dylan ist nicht scharf darauf.

00:09:53: Er will bei seiner Mama bleiben, bei seiner Familie, bei seiner kranken Großmutter und seinem älteren Bruder Cory.

00:09:59: Doch das Gericht findet hierfür keinen Gehör.

00:10:02: Und so haben sie keine andere Wahl.

00:10:04: Dylan wird Thanksgiving bei seinem Vater verbringen.

00:10:08: Mit fatalen Folgen.

00:10:16: Denn im Rahmen dieses gerichtlich angeordneten Besuchs verschwindet Dylan nun spurlos.

00:10:39: Ihr habt hier gerade Elaine Redwine, also Dylan's Mom, gehört und sie sagt, ich hatte große Angst um meinen Sohn.

00:10:50: Ich meine, mein Sohn war noch nicht einmal vierundzwanzig Stunden dort und schon ist er verschwunden.

00:10:56: Ich meine, das passiert nicht einfach.

00:10:58: Ich bin einfach in mein Auto gestiegen und musste nach Durango fahren, weil ich sechs Stunden entfernt gelebt habe und versuchen musste, meinen Sohn zu finden.

00:11:07: Elaine hat, wie ihr hört, sofort ein ungutes Gefühl.

00:11:10: Kein diffuses Unbehagen, sondern diese kalte, klare Ahnung, die sich irgendwie fest setzt und nicht mehr weichen will.

00:11:17: Vielleicht ist es auch mütterlicher Instinkt.

00:11:19: Aber sie weiß, etwas stimmt nicht.

00:11:22: Das spürt sie mit jedem Gedanken.

00:11:25: Bevor sie überhaupt im Motor startet, greift sie erneut zu ihrem Handy.

00:11:29: Im Moment wirkst du auf mich hochgradig verdächtig, tippt sie.

00:11:33: Wie kann er einfach so verschwinden?

00:11:35: Schreibt sie an Markt gerichtet und drückt auf Senden.

00:11:38: Dann steigt sie ins Auto.

00:11:40: Sechs Stunden Fahrt liegen vor ihr, vermutlich gefüllt mit Worst Case-Gedanken und versuchen diese irgendwie zu beschwichtigen.

00:11:47: Roy Rieland, ein älterer Mann mit eckiger Brille und einem grau-melierten Schnauzer, übernimmt die Suchkoordination und in einem Interview erklärt er, Er sagt also, es ist Trauers Gelände.

00:12:34: Es ist eines der rausen Gebiete in Nordamerika.

00:12:36: Und meine Sorge war, dass das Wetter in dieser Nacht unter den Gefrierpunkt fallen sollte.

00:12:41: Ich war schließlich bis zu zwölf und dreißig oder eins draußen.

00:12:45: Und eine der auffälligen Sachen, die ich bemerkt habe, war, dass Mark nie herauskam, nie mit mir gesprochen hat.

00:12:51: Und er hat alle Lichter in seinem Haus ausgemacht, so als wäre er schlafen gegangen.

00:12:55: Das ist sehr ungewöhnlich.

00:12:57: Normalerweise würde jemand das Haus wie ein Leuchtfeuer erhellen.

00:13:01: Innerhalb weniger Tage melden sich hunderte Freiwillige um bei der Suche nach Dylan Redwine zu helfen.

00:13:07: Sie kommen aus der Umgebung, aus Nachbarorten, manche sogar von weiter weg.

00:13:12: Sie alle wollen dabei helfen, den dreizehnjährigen Jungen zu finden.

00:13:16: Ein Jung, der schmal und zart wirkt mit einem offenen, kindlichen Gesicht.

00:13:20: Er hat kurz geschnittenes, helles Haar und helle, wache Knopfaugen.

00:13:24: Seine Gesichtszüge sind weich, ein leichtes, zurückhaltendes Lächeln umspielt seinen Mund.

00:13:30: Er wiegt freundlich, liebevoll, unschuldig, wie ein Junge, der er beobachtet, als sich in den Vordergrund zu drängen.

00:13:37: Und genau das wird auch öfter über ihn gesagt.

00:13:40: Dieses Bild, Laura, ich habe das auch in unser Skript gepackt, wird kurz darauf auf alle vermissten Plakate gedruckt.

00:13:47: Boah, und ich finde, dass du ihn richtig schön beschrieben hast.

00:13:50: Also er sieht wirklich eher wie so ein Schüchternatyp aus, würde ich sagen.

00:13:54: Er hat so ein richtig verschmitztes Grinsen und schaut richtig freundlich in die Kamera.

00:13:59: Ja,

00:13:59: voll.

00:14:00: Und diese Poster mit eben diesen Bildern hängen bald überall in der Umgebung.

00:14:05: Ein Holzmasten, an schwarzen Brettern, an Straßenschildern, an Parkplätzen entlang der schmalen Straßen rund um Bayfield und Wallisito.

00:14:13: Oben auf dem Plakat steht in großen roten Buchstaben Missing.

00:14:17: Darunter Dylan's Foto, daneben die nüchternen Fakten.

00:14:22: Treizehn Jahre alt, etwa ein Meter zweiundfünfzig groß, blonde Haare, blaue Augen, rund achtundvierzig Kilogramm schwer.

00:14:29: Darunter der Hinweis, wo er zuletzt gesehen wurde.

00:14:32: in der Nähe des Vallecito Lake, unweit von Bayfield, Colorado.

00:14:36: Ein konkreter Straßenabschnitt, eine Uhrzeit ein letzter bekannter Ort.

00:14:41: Am unteren Rand die Bitte an die Öffentlichkeit Hinweise zu melden, gefolgt von einer Telefonnummer.

00:14:47: Während einige die vermissten Plakate verteilen, teilen sich andere in Suchtrupps auf und ziehen selbstlos.

00:14:53: Einige gehen in Hügel hinauf durch dichtes, schwer zugängliches Gelände.

00:14:57: Andere durchsuchen den Bereich zwischen Straße und See, Schritt für Schritt.

00:15:01: Dylan's Vater mag glaubt zu wissen, wo Dylan sein könnte und daher drängt er, den Fokus der Suche auf ein bestimmtes Gebiet zu legen.

00:15:10: Auf dem Bereich rund um den abgelegenen Bergseestaudamm am Ballesito Lake etwa elf Kilometer entfernt.

00:15:17: Immer wieder betont er, Dylan sei ein leidenschaftlicher Angler gewesen.

00:15:21: Er habe jede Gelegenheit genutzt, um zu fischen.

00:15:23: Und Marc sagt, Dylan's Angel sei verschwunden.

00:15:27: Dylan habe es geliebt, unten am Damm zu angeln.

00:15:30: Vielleicht war er ja dort.

00:15:32: Die Suche folgt dieser Spur.

00:15:34: Viele Momente dieser Spurensuche werden übrigens auf Video festgehalten, denn eine der freiwilligen Helferinnen, Cathy Berry, eine Freundin der Familie, filmt die Suche rund um den Damm für eine Facebook-Seite, die Dylan gewidmet ist.

00:15:47: Immer mit dabei Dylan's Mutter Elaine.

00:15:52: Dylan's Mom ist in front of me.

00:15:55: And she's doing pretty good.

00:15:56: She's holding it together pretty good.

00:15:58: Dylan's Mutter ist vor mir und sie schlägt sich ziemlich gut.

00:16:02: Sie hält sich ziemlich gut zusammen, sagt Cathy in einem der verwackelten Videos.

00:16:07: In einem anderen Video sieht man die Suchenden am Staudamm.

00:16:10: Sie laufen am Rand der schmalen Straße entlang, immer dicht an der Böschung auf der Suche nach einem Hinweis.

00:16:16: Vielleicht nach Dylan's Rucksack.

00:16:17: Das Gelände ist extrem steil.

00:16:20: Direkt neben der Straße fällt der Boden abrupt ab, ohne Übergang, ohne Sicherung.

00:16:25: Ein falscher Schritt und es geht hinunter.

00:16:27: geradewegs in den See.

00:16:29: Das Wasser liegt tief unter ihnen, still und dunkel, während sie sich vorsichtig am Straßenrand vorantasten, den Blick ständig auf den Abgrund gerichtet.

00:16:38: Elaine selbst sagt hierzu, Ich übersetze für euch.

00:17:03: Sie sagt hier, man fühlt sich immer am schlimmsten, weil er nicht da ist.

00:17:08: Aber wir haben immer versucht, Hoffnung zu bewahren, denn ich hatte das Gefühl, wenn ich die Hoffnung verliere, dann würden alle anderen das auch.

00:17:15: Aber als Mutter weißt du im Hinterkopf, dass es nicht gut enden wird.

00:17:24: Cathy Berry, die Freundin der Familie, teilt auch ein Video von Dylan's Freunden.

00:17:28: Zwei Jungs, die bald schon bei der Suche helfen.

00:17:31: Auf dem Video stehen sie in Orangen und Warnwesten begleitet da, schauen in die Kamera.

00:17:36: Einer von ihnen, Ryan, der kleinere, trägt eine Strickmütze mit zwei Zipfeln.

00:17:40: Ich habe euch einen Ausschnitt aus dem Video mitgebracht.

00:18:16: Ihr habt hier vor allem Ryan und Kathy gehört.

00:18:19: Ryan ist tatsächlich die letzte bekannte Person, die in der Nacht vor Dylins verschwinden Kontakt mit dem hatte.

00:18:25: Die beiden schreiben miteinander, Dylan wird dabei aufgeregt, fast erleichtert bei dem Gedanken, am nächsten Tag zu ihm zu kommen.

00:18:33: Ursprünglich war geplant, dass Dylan die Nacht bei Ryan verbringt.

00:18:36: Doch kurzfristig entscheidet er sich um.

00:18:39: Warum bleibt unklar?

00:18:40: Stattdessen will Dylan früh am Morgen kommen.

00:18:43: Sehr früh, gegen sechs Uhr treißig.

00:18:46: Ryan findet das merkwürdig, richtet sich aber danach.

00:18:49: Er stellt sich extra den Wecker, steht rechtzeitig auf und wartet.

00:18:53: Doch Dylan kommt nie.

00:18:55: Der Morgen vergeht, ohne dass er auftaucht, ohne Nachricht, ohne Erklärungen.

00:19:00: Erst Cathy, sie fragt, ob es noch irgendetwas gibt, was sie sagen möchten, antworten sie.

00:19:05: Wir hoffen, er kommt bald nach Hause.

00:19:08: In den Tagen nach Dillens verschwinden, versammelt sich die Gemeinde.

00:19:11: Menschen kommen zusammen, viele tragen Kerzen, manche schildern mit seinen Namen.

00:19:16: Es ist kein lauter Prozess, sondern eher ein stilles Beisammensein, ein gemeinsamer Versuch Aufmerksamkeit zu schaffen und Hoffnung festzuralten.

00:19:24: Dylan's Familie tritt nach vorn.

00:19:26: Seine Mutter spricht so Menge, sichtbar erschöpft, aber getragen von der Unterstützung, um sie herum.

00:19:32: Eine Person aus der Gemeinschaft richtet ein Gebet an Gott.

00:19:35: Sie bittet zuerst und vor allem um Schutz für Dylan.

00:19:39: Darum, dass Gott weiß, wo er ist, was er braucht und dass er jetzt nicht allein ist.

00:19:44: Eine andere Stimme beschreibt Dylan mit nur einem Wort.

00:19:47: Perfekt.

00:19:48: Nicht perfekt im Sinne von Fehlerlos, sondern vollkommen, so wie er war.

00:19:52: Und das ausgerechnet ihm.

00:19:54: so etwas wie der Pferd wirkt unerträglich, ungerecht.

00:19:58: Ein Kind, das das nicht verdient hat.

00:20:01: Die Menge hört gebannt zu, manche weinen, andere starren ins Leere.

00:20:06: In diesem Moment geht es nicht mehr um die Suche allein, sondern viel mehr um die Angst, die niemand laut aussprechen will und um den gemeinsamen Wunsch, den Dylan's Freunde bereits geäußert haben, dass Dylan einfach nach Hause kommt.

00:20:19: Auch Dylan's Vater Marc spricht.

00:20:46: Ich möchte, dass jeder weiß, wie sehr ich diesen Jungen geliebt habe und wie sehr ich mich um ihn gekümmert habe.

00:20:52: Er war so ein wunderbarer Junge.

00:20:54: Er war alles.

00:20:55: Und leider sehen seine Mutter und ich die Dinge nicht gleich und ich wünschte, das könnte sich ändern.

00:21:00: Laura, fällt dir irgendwas auf?

00:21:02: Teilmal deine Gefühle mit uns bitte.

00:21:04: Also ich hab ja das Video dazu auch gesehen.

00:21:06: Ja.

00:21:07: Und ich hatte schon das Gefühl, dass er irgendwie Tränen in den Augen hat.

00:21:12: Er hat so ein bisschen hin und her geschaut die ganze Zeit.

00:21:16: Ja.

00:21:16: Und

00:21:17: seine Stimme hat auf mich so zittrig gewirkt.

00:21:20: Ja.

00:21:20: Also auch, als würde sein Mund so zittern.

00:21:22: Es kam mir auf jeden Fall jetzt so im ersten Moment ziemlich ehrlich vor, was er sagt.

00:21:28: Okay, und was, wenn ich dir jetzt sage, dass, wenn Marc über seinen Sohn spricht, dass er dann immer wieder die Vergangenheitsform verwendet.

00:21:35: Oh

00:21:35: mein Gott.

00:21:37: Oh mein Gott, das ist mir nicht aufgefallen.

00:21:41: Ja, krass.

00:21:41: Ja, also er sagt nicht, wer Dylan ist, sondern wer er war.

00:21:45: Nicht, wie sehr er ihn liebt, sondern wie sehr er ihn geliebt hat.

00:21:48: Oh nein,

00:21:49: das ist... gar kein gutes Zeichen.

00:21:53: Das sehe ich nämlich genauso.

00:21:55: Zu diesem Zeitpunkt gilt Dylan offiziell nämlich noch als vermisst.

00:21:59: Es gibt ja keine Leiche und auch keine Gewissheit.

00:22:02: Und doch klingt Marc Sprache ja so, als hätte er erinnerlich irgendwie bereits abgeschlossen oder als würde er schon wissen, wie das Ganze ausgeht.

00:22:10: Und das wegt auf ganz viele Zuhörende befremdlich.

00:22:13: Vor allem auf Dylan's Mutter Elaine.

00:22:16: Dazu muss man ja sagen, dass sie von Anfang an misstrauisch war.

00:22:20: Sie fragte ihn von vornherein, ob es einen Streit gegeben hätte, doch Mark verneinte.

00:22:25: Aber seine Erklärungen überzeugten sie nicht wirklich und sie ist sich sicher, dass Dylan auch nicht einfach so verschwinden würde, nicht ohne ihr oder sein Bruder Corrie zu schreiben.

00:22:34: Dieses Verhalten würde so gar nicht zu ihrem Sohn passen, sagt sie.

00:22:38: Für Elaine ist also relativ schnell klar, Mark trägt Verantwortung.

00:22:42: Dylan war bei ihm Er war die letzte Person, die ihn gesehen hat und je mehr Zeit vergeht, desto drängender wird für sie eine Frage, die sie nicht mehr loslässt.

00:22:52: Was ist mit Dylan passiert und was hat Marc damit zu tun?

00:22:58: Schon bald stellen die Ermittler Marc Redwine dieselbe Frage.

00:23:01: Und dieser hat eine klare Antwort.

00:23:03: hier rauf.

00:23:04: Der Ton der Aufnahme aus der Befragung ist nicht sonderlich gut, aber Marc Redwine sagt hier, dass es offensichtlich kein Geheimnis sei, dass er glaubt, dass Elaine, also Dylan's Mom, daran beteiligt sein könnte.

00:23:16: Er tritt den Spieß jetzt also einmal um.

00:23:20: Er sagt, er weiß nicht, wie sie es gemacht haben soll, er weiß nicht, wen sie sonst noch involviert haben könnte, aber er könne den Gedanken nicht loswerden, dass die Möglichkeit besteht, dass sie in irgendeiner Form daran beteiligt war.

00:23:31: Und wir erinnern uns an dieser Stelle einmal zurück.

00:23:35: Dylan war nach Durango geflogen, um die Thanksgiving-Woche im Rahmen einer gerichtlich angeordneten Besuchungsregelung bei seinem Vater zu verbringen.

00:23:43: Es war keine Reise, die er sich gewünscht hätte.

00:23:46: Er hatte eigentlich nicht gehen wollen.

00:23:48: Zwar hatte er den Besuch letztendlich zugestimmt, auch weil er Freunde in der Gegend sehen wollte, doch gleichzeitig wusste die Familie auch, dass seine Großmutter schwer erkrankt war und es sehr wahrscheinlich ihr letztes Thanksgiving sein würde.

00:24:00: Dylan hätte diese Zeit demnach lieber bei ihr verbracht.

00:24:04: Elaine hatte versucht, den Besuch zu verhindern und rechtlichen Rat eingeholt, doch es hatte keinen Spielraum gegeben.

00:24:11: Die gerichtliche Anordnung war eindeutig gewesen.

00:24:14: Dylan hatte ins Flugzeug steigen müssen.

00:24:17: Das Wiedersehen am Flughafen war entsprechend kühl verlaufen.

00:24:20: Es hatte keine Umarmung gegeben, kein Lächeln, kein Moment von näher.

00:24:25: Stattdessen waren Vater und Sohn direkt zu einem Walmart gefahren, um DVDs zu kaufen.

00:24:30: Auf den Überwachungsvideos des Geschäfts waren sie nicht gemeinsam zu sehen gewesen.

00:24:34: Sie hatten sich getrennt durch den Laden bewegt.

00:24:37: Dylan hatte währenddessen bereits Nachrichten an seinen Freund reingeschrieben, bei dem er eigentlich hatte übernachten wollen.

00:24:43: Das heißt, schon in diesen ersten Stunden hatte Dylan deutlich gemacht, dass er zwar anwesend war, weil er musste, aber nicht, weil er Zeit mit seinem Vater verbringen wollte.

00:24:53: Die Frage, die sich nun stellt, ist also vielleicht schon ein bisschen, war er deswegen abgehauen.

00:24:58: Ist er davon gelaufen, als stiller Protest gegen etwas, was er anders nicht hätte verhindern können?

00:25:04: Fakt ist... Das letzte Mal, dass Dylan lehmt gesehen wurde, war, nachdem er und sein Vater Walmart verlassen hatten, kurz vor einem Hamburger anhielten und dann zu Marx Hausfohren.

00:25:14: So wie Marx es beschreibt, sind sie anfangs nicht wirklich herzlich zueinander, aber dann beginnen sie irgendwann aufzutaunen, zu spielen und zu rangeln.

00:25:22: War bei den Rangelinen zwischen Vater und Sohn vielleicht etwas passiert, fragt sich Elaine nun.

00:25:28: Sicher ist, um einundzwanzig Uhr sechsundvierzig hörte Dylan's Handy auf zu funktionieren.

00:25:33: Fragen, Szenarien, Befürchtungen, sie laufen in Endloschleifen durch Elaine's Kopf, in immer neuen Bildern.

00:25:45: Zwei Monate später.

00:25:46: Eine Menschenmenge versammelt sich vom Marc Redwines abgelegenem Haus.

00:25:51: Sie fordern Antworten.

00:25:53: Im Chor schreiben sie, bringt Dylan nach Hause.

00:25:56: Auf weißen und gelben Plakaten schreiben sie in dicken Buchstaben Dinge wie, wo ist Dylan, wir geben die Hoffnung nicht auf und wir vermissen dich Dylan.

00:26:04: Unter dem Protestierenden befindet sich auch Dylan's Mutter Elaine und sein großer Bruder Cory und dieser findet klare Worte.

00:26:12: In mir bleiben weiterhin große Zweifel, dass er nichts mit dem Verschwinden zu tun hat, sagt er.

00:26:17: Und er ist in dem Fall sein eigener Vater Mark.

00:26:22: Glaubst du, er hätte etwas damit zu tun?

00:26:24: fragt der Interviewpartner erneut.

00:26:26: Ich glaube das.

00:26:28: Macht Cory noch einmal deutlich.

00:26:30: Krass.

00:26:31: Ja, das finde ich auch.

00:26:32: Also ich muss schon auch sagen, dass sowohl seine Ex-Frau als auch sein anderer Sohn ihm das zutrauen, sagt schon einiges aus.

00:26:42: Ja,

00:26:42: absolut.

00:26:43: Also ich mein, bei Elaine muss man das Ganze vielleicht auch noch so ein bisschen vorsichtiger betrachten, weil das habe ich ja vorhin erzählt.

00:26:49: Die beiden sind in einem Rosenkrieg, da geht es um sorgerecht, da geht es um Scheidung, da geht es um Geld.

00:26:55: Und dass sie vielleicht nicht unbedingt das beste Bild von ihrem Ex-Mann hat, ist ja nochmal eine Sache.

00:27:00: Aber dass sein eigener Sohn ihm das auch zutraut, finde ich, spricht schon Bände.

00:27:05: Ja, finde ich auch.

00:27:06: Mit Unterstützung des FBI führten die Ermittler eine Durchsuchung im Mark Redwins Haus durch.

00:27:11: Mark wirkte dabei auffällig.

00:27:14: Seine Augen waren blutunterlaufen, doch es gab keine Anzeichen dafür, dass er geweint hätte.

00:27:19: Einer der Ermittler schildert später sein Auftreten hätte einen inszenierten Eindruck gemacht.

00:27:24: Das wolle er emotional wirken, ohne es tatsächlich zu sein.

00:27:28: Tonya Goldbrich, die Leitende Ermittlerin, erzählt, was sie bei besagter Durchsuchung finden.

00:27:40: Ihr habt es eben selbst gehört, die Leichenspürhunde schlagen bei dieser Durchsuchung an.

00:27:54: Und zwar auf menschliche Überreste bzw.

00:27:57: auf den Geruch.

00:27:58: menschlicher Überreste.

00:28:00: Und das innerhalb von Marx Haus und auf der Ladefläche seines Pickups.

00:28:05: Dadurch wissen sie, dass wahrscheinlich etwas im Haus passiert war.

00:28:09: Um die Ermittlungen endlich voranzubringen, wird Marx zu einem Poligraffentest aufgefordert und stimmt zu.

00:28:15: Nach Auswertung der Ergebnisse drängt der leitende Ermittler des Sheriffs Tom Cohen ihn dazu, endlich rein Tisch zu machen.

00:28:23: Denn der Test brachte ein klares Ergebnis.

00:28:26: Elaine hatte den Polygraphen-Test bestanden, mag hingegen nicht.

00:28:30: Hm.

00:28:31: Er wurde als täuschend eingestuft, insbesondere bei der zentralen Frage, ob er wisse, wo sich Dylan befand.

00:28:38: In diesem Punkt fiel er eindeutig durch.

00:28:41: Die Ermittler machen markenum klar, dass es in diesem Moment nur um eines geht.

00:28:45: Dylan zurückbringen.

00:28:47: Sie versprechen ihm, dass er an diesem Tag nicht festgenommen wird, wenn er sie zu Dylan führt.

00:28:52: Wenn er sagt, wo Dylan ist, Wenn er den Ort zeigt, bringen sie ihn danach zurück zu seinem Auto oder nach Hause.

00:28:58: Denn alles andere wäre zweitrangig.

00:29:01: Entscheidend ist, Dylan zurückzubringen.

00:29:04: Doch Mark zeigt sich dazu nicht bereit.

00:29:07: Er erklärt, dass er nicht helfen könne, weil er nicht wüsste, wo Dylan sei.

00:29:11: Für die Ermittler klingt das unglaubwürdig.

00:29:14: Sie machen deutlich, dass sie davon ausgehen, dass er mehr weiß, dass er Zug gibt.

00:29:18: Sie stellen das Szenario in den Raum, dass Dylan möglicherweise gestürzt ist, sich verletzt hat, das Panik einsetzte und er irgendwo zurückgelassen wurde.

00:29:27: Sie betonen, dass es besser wäre, jetzt die Wahrheit zu sagen, als dass Dylan später zufällig gefunden wird.

00:29:33: Vielleicht, so sagen sie, flach vergraben, zuletzt gesehen bei seinem eigenen Vater.

00:29:40: Immer wieder machen sie klar, dass Mark nun die Möglichkeit hat, den Aufenthaltsort zu nennen und mit ihm zusammenzuarbeiten.

00:29:47: Alles Weitere können sie später klären.

00:29:50: Doch Marks Antwort ist klar.

00:30:03: Er sagt hier, ich werde hier nicht sitzen und dir etwas gestehen, das nicht passiert ist, das ich nicht getan habe.

00:30:11: Und wenn das das ist, worauf du wartest, dann wirst du darauf sehr lange warten.

00:30:15: Die Antwort des Ermittlers?

00:30:17: Ich habe alle Zeit der Welt.

00:30:19: Ich frage mich nur, wann ist genug genug?

00:30:22: Ich meine, wann wird es zu viel für dich, es zu verstecken?

00:30:26: Doch während Mark Redwine weiter versucht, die Wahrheit zu verbergen, beginnt ausgerechnet, sein eigener Sohn Cory das Bild zum Einsturz zu bringen.

00:30:59: Während einer gemeinsamen Reise nach Cleveland ist Mark mit seinen beiden Söhnen unterwegs.

00:31:04: Am Tag besuchen sie ein Baseballspiel, später schläft Mark im Hotelzimmer ein.

00:31:08: In dieser Nacht nutzt Dylan den Laptop seines Vaters und dabei stößt er auf einen Ordner mit kürzlich gelöschten Dateien.

00:31:15: Und was darin zu sehen ist, schockiert ihn zutiefst.

00:31:18: Sofort ruft er sein Bruder.

00:31:20: Curry, Curry, das musst du sehen.

00:31:23: Der Ordner zeigt Bilder von Mark in kompromittierenden, verstörenden Situationen.

00:31:28: Dylan ist entsetzt und auch sein Bruder Curry reagiert fassungslos.

00:31:33: Um festzuhalten, was sie gesehen haben, fotografiert Curry den Bildschirm des Laptops mit seinem Handy ab.

00:31:38: Eines der Bilder zeigt Mark Redwine, bekleidet in einem roten Spitzenbh.

00:31:42: Er ist geschminkt.

00:31:43: Die Haare mit einem Haarband nach hinten gebunden, posiert ihr lassiv und blickt mit geöffneten Mund in die Kamera.

00:31:50: Ein anderes zeigt ihn noch immer den roten spitzen BH tragend, dieses Mal mit einem Babyblau rosafarbigen Top darüber.

00:31:58: Und Laura, du kannst einmal runter scrollen.

00:32:01: Ich habe dir auch einige andere Bilder noch mit ins Skript gepackt.

00:32:06: Oh Gott.

00:32:07: Ja.

00:32:09: Magst du mal beschreiben, was du da siehst?

00:32:11: Oh mein Gott.

00:32:13: Also, Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das gerade richtig deute.

00:32:17: Also, Marc liegt auf dem Rücken und hält die Kamera so von oben und er schaut genau in die Kamera rein und hat er da, also hat er da eine Windel im Mund?

00:32:32: Ganz genau.

00:32:32: Also er hat da eine Windel im Mund, die mit Fekalien beschmiert ist.

00:32:36: Oh mein Gott.

00:32:37: Und schaut

00:32:37: dabei, wie du eben schon gesagt hast, in die Kamera.

00:32:39: Sein Blick ist ziemlich ausdruckslos.

00:32:42: Ja.

00:32:43: Ja, er hat eben diese mit Fekalien verschmierte Windel mitten im Mund.

00:32:48: Boah, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.

00:32:50: Ja.

00:32:51: Und ein Bild danach zeigt nur Marks Gesicht.

00:32:54: Da kannst du auch einmal drauf schauen.

00:32:57: Er streckt hier die Zunge raus.

00:32:59: Und da sieht man eben, dass seine komplette Nase und sein Bart mit Fekalien verschmiert ist.

00:33:05: Boah, es ist schlimm.

00:33:06: Für Cory ist das, was er sieht, etwas, das sein Verstand nie hätte verarbeiten wollen.

00:33:11: Er ist recht nicht in Verbindung mit dem eigenen Vater.

00:33:14: Die Bilder brennen sich ein, ein Gedanke, der ihn nicht mehr loslässt.

00:33:19: Nach dem Fund bittet Cory Dylan das Geschehene, für sich zu behalten.

00:33:23: Also er will nicht, dass Mark erfährt, dass sie die Bilder gesehen haben oder davon wissen.

00:33:28: Doch Dylan ist da gar nicht gut drin.

00:33:30: Er kann schlecht etwas für sich behalten, mag es nicht, Dinge herunterzuschlucken.

00:33:35: Und ich glaube, das können wir alle so ein bisschen.

00:33:37: Also entweder ist man genau so, wenn man treizend ist, dass man Dinge immer gerade raus sagen möchte oder man behält eben alles für sich.

00:33:46: Aber Dylan ist so der Typ, der eigentlich immer freischnau zu sagt, was er denkt.

00:33:53: Also wenn ihn etwas belastet, spricht er es eigentlich auch aus.

00:33:57: Er ist ja direkt sehr ehrlich und er lässt sich nicht so gern zum Schweigen bringen.

00:34:02: Trotzdem versucht er es, nachdem sein Bruder ihn darum bittet und das funktioniert auch eine Weile, bis zu besagtem Thanksgiving-Besuch.

00:34:10: Später am Abend kommt es nämlich zu einem Streit zwischen Vater und Sohn, unter anderem darüber, ob Cory und seine Mutter ein gutes Vorbild für Dylan sein.

00:34:20: Und dann platzt es aus ihm heraus.

00:34:23: In diesem Moment will Dylan die Bilder nicht länger für sich behalten.

00:34:26: Er will Mark mit dem konfrontieren, was er damals gesehen hat.

00:34:30: Und das kann ich irgendwie auch total nachvollziehen, um ehrlich zu sein.

00:34:32: Ja,

00:34:33: ja.

00:34:34: Der höhe Punkt, Dylan drängt sein Bruder Cory die Bilder an Markt zu schicken.

00:34:39: Denn wir erinnern uns, er hatte damals ja einige der Bilder mit dem Handy abfotografiert.

00:34:44: Und so schreibt Dylan Cory eine Nachricht.

00:34:48: Hey, schick mir die Pupicks von Papa, weil der hat mir hier gerade eine Rede gehalten darüber, dass ihr ein schlechtes Vorbild für mich seid und ich will ihm zeigen, was er wirklich ist.

00:34:58: Corey erzählt später davon.

00:35:17: Corey lässt sich also darauf ein.

00:35:19: Er merkt, wie frustriert Dylan ist und so schickt der eben beschriebene Bilder nun an seinen Vater.

00:35:24: Eine Entscheidung, die er später zutiefst bereut.

00:35:28: Einer der leitenden Ermittler stuft das im Nachhinein wie folgt ein.

00:35:50: Ich übersetze für euch.

00:35:51: Er sagt hier... Das ist Dylan, der versucht, etwas Macht zu bekommen, damit er sich gegen seinen Vater stellen kann, so wie er das auch bei seinem älteren Bruder gesehen hatte.

00:36:01: Und so glauben wir, dass genau das passiert ist.

00:36:04: Und Dylan hatte diese, wie er es nannte, diese Waffe gegen Mark.

00:36:08: Und es war eine ziemlich gute.

00:36:10: War das also wirklich der Auslöser?

00:36:13: Mark hatte gesagt, es gab keinen Zwischenfall.

00:36:16: Die eben geschilderte Moralpredigt über Dylan's Mutter und Bruder hatte er verschwiegen, ebenso die darauf folgende Eskalation inklusive der Bilder, die er womöglich um jeden Preis hatte schützen wollen.

00:36:28: Aber während Dylan immer noch vermisst wird, steht Marx geheimnis kurz davor, sehr öffentlich und ein zentraler Teil der Ermittlungen zu werden, als mögliches Motiv.

00:36:42: Und Marx Entscheidungen tragen hierzu tatsächlich bei.

00:36:45: Denn kurz darauf sitzt er gemeinsam mit seiner Ex-Frau Elaine und seinem entfremdenden Sohn Cory bei Dr.

00:36:51: Phil.

00:36:52: Für alle, die es nicht wissen, Die Dr.

00:36:55: Phil Show ist eine amerikanische Fernsehtalk-Show, in der private Konflikte, familiäre Krisen, aber auch reale Kriminalfälle öffentlich diskutiert und manchmal auch psychologisch eingeordnet werden.

00:37:06: Ob Marc sich damit ein Gefallen getan hat, das hören wir gleich selbst.

00:37:10: Fakt ist, dass Corey ihm in der Sendung mehrfach Dinge an den Kopf wirft wie, ich mag dich nicht, ich hasse dich und du bist nichts von einem Vater gewesen.

00:37:20: Seine Ex-Frau Elaine beschuldigt ihn ebenfalls.

00:37:23: Ich will, dass du endlich etwas tuest, um Dylan zu finden, fordert sie ihn unter anderem auf.

00:37:29: Und Dr.

00:37:29: Phil spricht nun auch die besagten Fotos an.

00:37:33: Wie Marc hierauf reagiert, hören wir selbst.

00:37:40: So, that's not you in the photos?

00:37:41: No, I'm not arguing that it's my face in the photos.

00:37:44: What I'm arguing is the fact that they were fabricated because it was actually, I believe that Elaine and Corey were coming into my house and rummaging through my things and going through my personal belongings when I traveled out of town.

00:37:55: I came up with a scheme that had to be so outrageous that they could not talk about it.

00:38:01: And that's exactly what I got out of that.

00:38:03: Did I ever intend to be sitting here on your show, having this conversation with you?

00:38:11: Ihr habt hier gerade Marc gehört, der auf die Frage antwortet, ob die Fotos echt sind.

00:38:17: Nein, sind sie nicht, sagt er.

00:38:20: Phil hakt nach, also bist du das nicht auf den Fotos.

00:38:24: Und Marc antwortet, ich bestreite nicht, dass es mein Gesicht ist auf den Fotos.

00:38:29: Er bestreitet aber, dass sie echt sind.

00:38:32: Behauptet, sie wären manipuliert worden.

00:38:35: Und er sagt auch von wem.

00:38:37: Denn er glaubt tatsächlich, dass Elaine und Corrie in sein Haus eingestiegen sind und seine Sachen durchwühlt haben, seine persönlichen Dinge durchsucht haben, während er außerhalb der Stadt unterwegs war.

00:38:48: Und hierbei soll das Ganze dann eben passiert sein.

00:38:52: Niemals hätte er vor gehabt, hier bei Dr.

00:38:54: Phil zu sitzen und dieses Gespräch zu führen, sagt er.

00:38:57: Und dann wird das ein klein bisschen weird, denn Dr.

00:39:01: Phil fragt... Also sagst du, sie sind in dein Haus eingebrochen und haben diese Bilder fabriziert und dann dort eben auch platziert.

00:39:09: Und Marc antwortet daraufhin, Zitat, nein, nein, nein, nein, ich habe die Bilder fabriziert und sie absichtlich zugänglich liegen lassen.

00:39:20: Hä?

00:39:21: Ja, das habe ich mich irgendwie auch gefragt.

00:39:24: Also dann widerspricht er sich ja wieder komplett.

00:39:28: Ja, total.

00:39:29: Die Dr.

00:39:30: Phil Show löst trotzdem eine Flut von Hinweisen und Tipps aus.

00:39:34: Hunderte Spuren, Hoffnungen und Anrufe, doch am Ende verlaufen sie alle im Nichts.

00:39:39: Doch je länger die Ermittler den Fall studieren, desto klarer wird für sie, dass alle Spuren immer wieder in Richtung Mark zeigen.

00:39:47: Andere Personen werden nach und nach systematisch ausgeschlossen, einer nach dem anderen, am Ende bleibt nur er.

00:39:55: Alles führt zu ihm zurück.

00:39:57: Sie konfrontieren ihn immer wieder mit dem Widerspruch zwischen Worten und Taten.

00:40:02: Er betont, dass alles, was er tue, für Dylan sei, dass er nur das richtige wolle.

00:40:06: Doch für die Ermittler zählen keine Bekenntnisse mehr, sondern Handlungen.

00:40:10: Wenn Mark wirklich das Beste für seinen Sohn wolle, dann gebe er es nur einen Weg, sie zu Dylan führen.

00:40:17: Gleichzeitig versuchen sie, eine Brücke zu bauen.

00:40:20: Sie machen immer wieder deutlich, dass sie nicht davon ausgehen, er habe seinem Sohn vorsätzlich etwas antun wollen.

00:40:26: Sollte es ein Unfall gewesen sein, gäbe es Möglichkeiten, damit umzugehen.

00:40:31: Fehler ließen sich nicht umgeschehen machen, aber Verantwortung könne übernommen werden.

00:40:36: Es gehe um Wiedergutmachung, um Ehrlichkeit, um die Chance, einen letzten richtigen Schritt zu tun.

00:40:42: Marc hört sich das an, ohne nachzugeben.

00:40:45: Er signalisiert, dass er darüber nachdenken werde, mehr nicht.

00:40:49: Doch genau hier stoßen die Ermittlungen an ihre Grenzen.

00:40:52: Es gibt keine endgültigen Beweise, keine Klaritatwaffe, kein Körper.

00:40:58: Ohne diese letzte unumstößliche Gewissheit fehlt die sogenannte Smoking an, also der letzte Beweis.

00:41:05: Und für viele Menschen ist der Gedanke kaum vorstellbar, dass ein Vater seinen eigenen Sohn töten könnte.

00:41:12: Diese Vorstellung blockiert lange Zeit, dass vorankommen, auch dort, wo sich die Indizien bereits bedrohlich verdichten.

00:41:19: Und ich kann das so ein bisschen nachvollziehen, weil Das Motiv ist ja nicht sonderlich stark, sag ich mal.

00:41:26: Also das ist ja sehr banal.

00:41:29: Und zu glauben, dass ein Vater seinen dreizehnjährigen Sohn töten würde, nur um dafür zu sorgen, dass niemand diese Bilder sieht oder weil er sich vielleicht auch einfach nur davon geärgert oder getriggert fühlt, das ist schon ein bisschen unvorstellbar.

00:41:46: Ja, finde ich auch.

00:41:46: Also ich kann das auch gerade noch nicht so greifen irgendwie.

00:41:51: Mhm.

00:41:52: Dazu kommt dann auch das Winterwetter, das ein Großteil der Suchmaßnahmen lahmlegte.

00:41:57: Sobald Schnee ins Hochland fällt, sind die Berge nämlich nicht mehr zugänglich, oft über Monate hinweg.

00:42:03: Besonders Middle Mountain bleibt den gesamten Winter übergesperrt.

00:42:06: Niemand kommt hinauf, kein Fahrzeug, auch kein Suchtrupp.

00:42:10: Erst als der Schnee im Frühjahr schmilzt, öffnet sich das Gelände wieder und die Suche kann fortgesetzt werden.

00:42:16: Und genau dann kommt es zu einer entscheidenden Beobachtung.

00:42:21: Marx-Stiefvater sieht ihn früh an einem Morgen auf dem Berg und meldet das.

00:42:27: Ab diesem Moment richtet sich die Aufmerksamkeit der Ermittler gezielt auf dieses Gebiet.

00:42:32: Eine groß angelegte Suche beginnt, Dutzende Hundeführer sind im Einsatz begleitet von zahlreichen Sucherunden.

00:42:38: ATV-Teams durchkämmen das Gelände, Suchtrupps sind zu Pferd unterwegs, Abseilteams sichern steile Hänge und schwer zugängliche Bereiche.

00:42:47: Die Suche dauert insgesamt vier Tage und scheint mit Erfolg zu enden.

00:42:52: Denn während der Maßnahmen wird ein Tonschuhe gefunden, ein Nike Air Jordan in Größe vierzig, der Schuhpas zu dem, den Dylan auf den Überwachungsvideos aus dem Walmart getragen hat.

00:43:04: Es ist der erste echte Durchbruch.

00:43:07: Am folgenden Tag kommen Leichenspürhunde in demselben Gebiet zum Einsatz.

00:43:12: Je bei bleibt einer der Suchhunde, abrupt stehen, er schlägt an.

00:43:16: Zwei Knochen werden im Boden entdeckt und vorsichtig freigelegt.

00:43:20: Während die Ermittler noch mit der Bergung beschäftigt sind, wandert der Blick einer Ermittlerin über den Waldboden.

00:43:27: Nur wenige Schutte entfernt erkennt sie etwas Längliches, Unnatürliches.

00:43:32: Ein weiterer Knochen, länger als die anderen.

00:43:35: In diesem Moment kippt die Suche endgültig, aus Hoffnung wird Gewissheit.

00:43:40: Der Ermittlerin ist bereits in diesem Moment klar, was sie vorhin sehr kurz darauf final bestätigt.

00:43:46: Es besteht kein Zweifel mehr.

00:43:48: Die Überreste gehören Dylan.

00:43:57: Kurz darauf ruft die Leitende Ermittlerin, Tonya Goldbricht, Mark Redwine an, um ihn zu informieren.

00:44:03: Und der Call ist irgendwie merkwürdig.

00:44:36: Also ich finde es einfach nur seltsam und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er nüchtern ist.

00:44:45: Also sie fragt ihn ja auch und er sagt ja auch ganz klar nein, aber das kaufe ich ihm überhaupt nicht ab, wenn man sich mal anhört, wie er da redet.

00:44:55: Ja, ich glaub das auch nicht.

00:44:56: Also, er hört sich schon so ein bisschen lallen und langgezogen auch irgendwie an.

00:45:00: Ja.

00:45:00: Und auch so total spätisch.

00:45:02: Also, der nimmt das ganze Gespräch ja gar nicht richtig ernst.

00:45:04: Null.

00:45:06: Und er wird ja schon auch so ein bisschen beleidigend gegenüber Tonya Goldbrich.

00:45:09: Also, er sagt dann ja auch zu ihr, dass sie scheinbar nicht tiefer denken kann als bis zur Oberfläche.

00:45:15: Ja.

00:45:16: Und er sagt, ihr scheinbar auch weiter, sie solle ihren Kopf aus dem Arsch des Soziopathen ziehen und dass Frauen nur für eine Sache gut sein.

00:45:24: Und das sei nicht kochen und putzen.

00:45:27: Oh mein Gott, ist das ekelhaft.

00:45:31: Absolut.

00:45:31: Und er sagt dir dann scheinbar auch weiter, dass sie nicht in der Lage sei, mit der Situation umzugehen.

00:45:38: Und dann lässt sie die Bombe platzen.

00:45:48: Okay,

00:46:15: also sie... sagt ihm quasi gerade, dass sie die Knochen gefunden haben, richtig?

00:46:23: Ja, genau.

00:46:24: Also, sie sagt ihm, dass sie Überreste gefunden haben, mitten im Nirgendwo.

00:46:27: Und Marc antwortet daraufhin dann, dass zwei Prozent von Dylan's Überresten nicht bedeuten würden, dass er gefunden wurde.

00:46:35: Und das ist für mich so eine richtig merkwürdige, unerklärliche Reaktion, weil selbst, wenn er nicht gefunden wurde, haben sie damit ja... Final, die Gewissheit, dass er nicht mehr am Leben ist.

00:46:47: Und wenn er das nicht vorher schon gewusst hat, dann müsste ihn das doch jetzt richtig treffen.

00:46:52: Ja, und ich finde, dass sich seine Tonlage gar nicht verändert.

00:46:57: Also, er redet so, finde ich schon ziemlich monoton irgendwie.

00:47:01: Wenn man mal überlegt, über was hier gerade gesprochen wird.

00:47:05: Also, wiegt auf mich auf jeden Fall so, dass er das vorher schon gewusst hat.

00:47:10: Ja, voll.

00:47:11: Tonya Goldbrich konnte daraufhin ja dann auch, dass sie nun die Gewissheit haben, also dass er tot ist, dass sie das jetzt final wissen.

00:47:21: Und sie sagt auch, dass wenn sie da oben nicht gesucht hätten, dann hätten sie das eben nicht gewusst.

00:47:26: Also ja, zwei Prozent von Dylan's Überresten bedeuten, dass er gefunden wurde, sagt sie.

00:47:31: Und sie sagt auch, dass sie gerne den Rest von ihm finden würde und auch gerne wissen würde, was passiert ist.

00:47:38: was sie bisher noch nicht wissen, aber dass sie eben wissen, dass er nicht mehr unter ihnen ist.

00:47:43: Und ja, wir haben es ja eben schon gesagt, diese Reaktion darauf, dass er gesagt bekommt, dass sein dreizehnjähriger Sohn tot ist, ist unverständlich.

00:47:55: Mir kommt es fast zuvor, als würde ich wirklich sagen wollen, damit lässt sich doch noch gar nichts beweisen, so auf die Art, wenn ihr nur die wenigen Knochen gefunden habt, als würde das

00:48:04: so...

00:48:05: chemisch irgendwie sagen, also wirklich mit gar keinem Anzeichen von irgendeinem Schock oder irgendeiner Trauer in der Stimme.

00:48:12: Ja, voll.

00:48:13: Und gegenüber seinem Stiefbruder, Brandon Redwine, macht Marc danach mehrfach dieselbe Bemerkung, und zwar, es seien nur zwei Prozent von Dylan's Überresten gefunden worden, also zu wenig, um jemals beweisen zu können, dass Dylan ermordet wurde.

00:48:29: Okay, ja, auffälliger geht's ja kaum.

00:48:31: Auf jeden Fall.

00:48:32: Das ist also alles sehr merkwürdig.

00:48:34: Und ich glaube, wir wissen mittlerweile auch alle, in welche Richtung das geht.

00:48:38: Aber es sind höchstens Indizien, wenn überhaupt.

00:48:42: Und das gestaltet den Fall zumindest, was die Strafverfolgung natürlich angeht, schwierig.

00:48:50: Aber andere Teile des Ermittlungsposals beginnen nun glücklicherweise an ihrem Platz zu fallen.

00:48:56: Marc gibt jetzt nämlich an, dass er die Angelroute von Dylan zufällig in seiner Garage entdeckt habe, erst er seinen Quad hinausgeschoben hat.

00:49:04: Vorhin haben wir ja kurz darüber gesprochen, dass er angegeben hatte, dass Dylan's Angelroute fehlen würde.

00:49:10: Für die Ermittler klingt aber gar nicht plausibel, dass er diese nun doch in der Garage entdeckt hat.

00:49:16: Denn die Garage war bereits gründlich durchsucht und auch dokumentiert worden.

00:49:21: Alles wurde fotografiert und damals war die Angelroute definitiv nicht in der Garage.

00:49:27: Woher die Angelroute nun plötzlich kommt, lässt sich also gar nicht erklären, sie ist einfach wieder da.

00:49:33: Dabei hatte sich ein Großteil der Suche rund um den See und den Staudarm genau auf diese angeblich fehlende Angelroute gestützt.

00:49:41: Das mag dieses Detail zunächst als zentrales Argument benutzt und später behauptet, die Route doch gefunden zu haben, was so gar nicht sein kann, verstärkt bei den Ermittlern den Eindruck, dass er bewusst in die Ehre geführt hat und gegenüber den Behörden unehrlich war.

00:49:56: Also, dass er sie quasi weg von dieser Mountain Road und hin zu dem Staudamm führen wollte, weil er wusste, dass Dillon dort eben nicht ist.

00:50:05: Im Jahr twenty-fünfzehn, fast drei Jahre nach Dillins Verschwinden, kommt es zu einem weiteren grausigen Fund.

00:50:13: Wanderer entdecken einen Schädel.

00:50:17: Er liegt etwa eineinhalb Kilometer Luftlinie entfernt rund sechs Kilometer über die Straße von dem Ort, an dem die übrigen Knochen gefunden worden waren.

00:50:26: Es ist Dylan Schädel.

00:50:28: Bereits vollständig freigelegt.

00:50:30: Schließlich verschwand er schon im Jahr two-tausend-und zwölf.

00:50:35: Und spätestens jetzt haben sie Gewissheit.

00:50:39: Dennoch dauert es noch eine ganze Weile, bis sich wirklich etwas tut.

00:50:43: Im Jahr two-tausend-und siebzehn verändert sich die Lage im La Plata County grundlegend.

00:50:47: Bei der Wahl wird Christian Champagne zum neuen Bezigsstaatsanwalt ernannt.

00:50:51: Und das Gute daran ist, Er kennt den Fall bereits, da er zuvor als stellvertretender Staatsanwalt daran gearbeitet hat.

00:50:58: Anders als seine Vorgänger drängt er nun darauf, den Fall vor eine Grand Jury zu bringen.

00:51:04: Für Dylan's Familie ist das ein Wendepunkt, verbunden mit der klaren Erwartung, dass der Weg lang und schwer sein wird, aber immerhin weitergegangen wird.

00:51:13: Und kurz darauf erhebt die Grand Jury tatsächlich Anklage gegen Mark Redwein.

00:51:20: An Zweiundzwanzigsten Juli, zwei-tausendundsebzehn, wird er festgenommen.

00:51:24: Zu diesem Zeitpunkt arbeitet er als Lkw-Fahrer im Bundesstaat Washington.

00:51:28: Es gibt ein Bodycam-Video der Festnahme-Situation.

00:51:31: Mark Redwine sitzt im Führerhaus eines roten Trucks, erblickt verdutzt in die Gesichter der Beamten, die ihm nun mitteilen, dass er wegen Mordes verhaftet ist.

00:51:40: Die Festnahme kommt für ihn total überraschend, er sieht sichtlich schockiert aus.

00:51:46: In den Jahren zuvor hatte er zunehmend geglaubt, dass es nie zu einer Anklage kommen würde, dass keine ausreichenden Beweise existieren und der Fall deswegen im Sander verlaufen sei.

00:51:57: Er hatte sich also sicher geführt.

00:52:00: Das sieht man auf dem Video ganz deutlich.

00:52:02: Oder zumindest sieht man, wie dieses Sicherheitsgefühl nun zerbrackelt.

00:52:07: Für Dylan's Angehörige ist dieser Moment kein Schock, sondern ein überfälliger Schritt.

00:52:12: Nach jahrendes Stillstand bewegt sich der Fall endlich weiter.

00:52:16: Margaret Wein wird wegen Mordes zweiten Gradis und Kindesmissbrauchs angeklagt.

00:52:21: Für eine Anklage wegen Mordes ersten Gradis gilt die Voraussetzung, dass eine Tat geplant oder mit Vorsatz vorbereitet wurde.

00:52:28: Dafür liegen leider keine ausreichenden Beweise vor.

00:52:32: Aus Sicht der Staatsanwaltschaft entsprechen Mordes zweiten Gradis und Kindesmisshandlungen mit Todesfolge der Beweislage und dem Verlauf des

00:52:39: Fallens.

00:52:40: In Colorado sieht der Strafmaß für Mord II.

00:52:43: Grades aber keine automatische, lebenslange Haftstrafe vor.

00:52:47: So wäre das bei Mord I. Grades gewesen und auch keine Todesstrafe.

00:52:52: Stattdessen bewegt sich der gesetzliche Strafrahmen zwischen der Sechzehn- und Achtundvierzig-Jahren-Haft.

00:52:58: Zusätzlich könnten nach der Haftzeit Bewerbungsauflagen angeordnet werden und natürlich auf Dillens Familie nun auf das höchstmögliche Strafmaß.

00:53:07: Fast neun Jahre sind vergangen, Setteln verschwunden ist.

00:53:11: Für seine Mutter Elaine fühlt sich dieser Zeitraum jedoch nicht an Viare, sondern wie ein einziger, nicht endender Moment.

00:53:18: Es wäre alles erst gestern geschehen.

00:53:22: Und ich finde, daran sieht man so richtig, dass die Welt sich ja schon irgendwie weiterdreht.

00:53:28: Für alle anderen, aber eben nicht für die Betroffenen.

00:53:32: Vor Gericht wird Elaine mittlerweile Hall in den Zeugenstand gerufen.

00:53:37: Sie erzählt ausführlich von ihrem Jung, sie blickt ihrem Ex-Mann, der auf der Anklagebank sitzt, dabei direkt ins Gesicht und sie hat keine Angst mehr vor ihm.

00:53:46: Trotzdem fällt ihr die Aussage natürlich schwer.

00:53:50: Ich zeige Ihnen jetzt, was zuvor als Beweisstücke eins, zwei und drei zugelassen wurde.

00:53:55: Können Sie sich das bitte ansehen, wird sie gebeten?

00:54:00: Die habe ich schon eine Million Mal gesehen, entgegnet sie.

00:54:04: Es sind Bilder von Dylan, seinem Freund Adam und Joe, aufgenommen am Tag, bevor er zu seinem Vater geflogen ist.

00:54:11: Es ist ein Selfie.

00:54:12: Die Jungs schauen direkt in die Kamera-Linse.

00:54:15: Dylan ist in der Mitte.

00:54:16: Er sieht klein aus, schüchtern.

00:54:18: Sein Blick ist gesenkt.

00:54:20: Er trägt eine weiße Cap mit großer, blauer Schrift.

00:54:24: Und das ist so die Cap, die irgendwie die coolen Kids immer getragen haben.

00:54:29: Die Staatsanwaltschaft fragt nach Verletzungen, Wunden oder Schnitten in Dylan's Gesicht.

00:54:34: oder an seinen Lippen.

00:54:35: Elaine verneint.

00:54:37: Dann geht es um ihre letzten unbeantworteten Textnachrichten, die sie damals an ihren Sohn geschickt hat.

00:55:18: Ihr habt es eben selbst gehört, Elaine weint hier ganz arg, während sie eben genau darüber spricht und immer wieder tupft sie sich die Tränen weg, während sie versucht die Fassung nicht komplett zu verlieren.

00:55:31: Sie hatte ihm geschrieben, wie läuft es, mein Sohn?

00:55:34: Geht es dir gut?

00:55:36: Dann schrieb sie ihre letzte Nachricht an Dylan.

00:55:39: Dylan, bitte sei vorsichtig.

00:55:41: Mama ist hier, um dich abzuholen, mein Sohn.

00:55:44: Während des Kreuzvorhörs richtet sich aber auch der Fokus der Verteidigung auf Elaine.

00:55:49: Sie stellt sie erst unabitterlich dar, als jemand, der von Anfang an entschlossen gewesen sei, die Schuld bei ihrem Ex-Mann zu sehen.

00:55:56: Dass sie immer wieder betont habe, dass Mark die letzte Person war, die Dylan lebend gesehen hatte.

00:56:02: Etwas, was ja auch bestätigt ist.

00:56:04: Aber nun versucht wird, gegen Elaine zu verwenden.

00:56:08: Im Kreuzvorhör wird herausgearbeitet, dass Elaine ihre Überzeugung Mark habe etwas mit Dylan's Verschwinden zu tun immer wieder geäußert hätte.

00:56:16: Nicht nur gegenüber Ermittlern, sondern auch öffentlich.

00:56:19: In Medien auftritten wie zum Beispiel bei Dr.

00:56:21: Phil und auch in sozialen Netzwerken.

00:56:25: Die Verteidigung versucht daraus, ein Muster zu konstruieren.

00:56:28: Eine Frau, die ihre Meinung wiederholt, verbreitet und festhält und die angeblich von persönlichen Motiven getrieben ist.

00:56:35: Sie wollen sie hinstellen, als würde sie so handeln, weil sie sich an ihrem Ex-Mann rächen möchte.

00:56:40: Immer wieder fragen sie sie zu einzelnen Kommentaren, die sie online geschrieben haben soll.

00:56:46: Elaine bestreitet, aktiv an Kampagnen oder bestimmten Online-Seiten beteiligt gewesen zu sein, steht aber dazu, dass sie von Anfang an glaubte, dass Marc etwas mit Dylan's Verschwinden zu tun hatte.

00:56:57: Dennoch versucht dessen Verteidigung Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit zu sehen und ihre Aussagen als von Emotionen nicht von Fakten getragen darzustellen.

00:57:06: Und ich muss sagen, ich habe mir da mehrere Ausschnitte von angeschaut, Und auf mich wirkt dieses Vorgehen sehr, sehr unangenehm, fast schon eklig, weil man sieht auf diesen Prozessvideos deutlich, wie sehr Elaine mit dem Verlust ihres Sohnes kämpft, wie schwer ihr allein die Aussage fällt und wie sehr sie innerlich zerrissen und auch am Leiden ist.

00:57:26: Und ich finde, es wird ziemlich deutlich, dass hier ist keine Frau auf einem persönlichen Rachefeldzug aufgrund eines gebrochenen Herzens oder Ablehnung.

00:57:34: Ich finde

00:57:35: halt auch die Herangehensweise dann zu sagen, ja, sie hat immer wieder betont dass ihr Ex der Letzte war, der Dylan lebend gesehen hat.

00:57:42: Aber wenn das halt so war, also dann ist ja auch klar, dass sie das erwähnt oder vielleicht auch betont, weil sie möchte, dass da in die Richtung halt ermittelt wird, wenn er der Letzte war, der ihn gesehen hat.

00:57:54: Also das ist ja auch total nachvollziehbar.

00:57:57: Ja, eben.

00:57:58: Und ich finde irgendwie, ihren Charakter anzugreifen, ihr irgendwie zu unterstellen, Seehandler aus Vergeltung oder aus persönlicher Feindseligkeit.

00:58:07: Das ist irgendwie unangebracht für mich.

00:58:09: Also ich verstehe schon, dass es Aufgabe des Verteidigungsteams ist, ihren Mandanten im bestmöglichen Licht dastehen zu lassen.

00:58:17: Trotzdem hat mich das irgendwie geärgert.

00:58:20: Ja, das wiegt einfach total aus der Luftgegriffen meiner Meinung nach und auch sehr, sehr unfair und taktlos.

00:58:27: Ja, sehr taktlos.

00:58:29: Einfach so ein bisschen, als würde man über Leichen oder eben über eine trauernde Mutter hinweggehen.

00:58:36: Da ist so wirklich gar keine Empathie und kein Mitgefühl.

00:58:40: Ebenfalls Teil des Prozesses sind natürlich die Fotos von Marc Redwine.

00:58:45: Diese werden jetzt auch vor Gericht gezeigt, eben um zu verdeutlichen, dass es einen massiven innerfamilären Konflikt gab und ein mögliches Motiv für eine Eskalation.

00:58:55: Die Staatsanwaltschaft macht deutlich, dass Dylan diese Bilder kannte und aus einer Konfrontation zwischen Vater und Sohn eine Situation geschaffen haben könnte, in der die Kontrolle verloren ging.

00:59:06: Im Zeugenstand schildert Dylan's älterer Bruder Cory den entscheidenden Moment.

00:59:11: Er erklärt, dass Dylan den Computer seines Vaters benutzt hatte und dabei auf die Bilder gestoßen war.

00:59:17: Beschreibt besagte Bilder detailliert und spricht auch darüber, wie stark Dylan auf diesen Fund reagiert hat.

00:59:25: Der Ekel saß tief, sagt er und in diesem Moment zerbrach etwas.

00:59:30: Dylan verlor jeden Respekt, jede Form von Vorbild die er bis dahin mit seinem Vater verbunden hatte.

00:59:37: Die Bilder hätten seine Meinung von Mark grundlegend verändert und markierten einen Poch, der sich nicht mehr rückgängig machen ließ.

00:59:45: Dann zeigen die Staatsanwälte der Jury einen Ausschnitt aus der Dr.

00:59:48: Phil Show.

00:59:49: Sprechen darüber, dass Mark Redwine dort behauptet habe, er habe die Bilder fabriziert und sie absichtlich zugänglich liegen lassen.

00:59:57: Cory sagt, dafür hätte es gar keinen Grund gegeben.

01:00:01: Und das ist ja auch etwas, was wir beide vorhin auch so ein bisschen kritisch beugt haben, weil es irgendwie keinen Sinn ergibt.

01:00:10: Also, nee, ich verstehe auch immer noch nicht, warum er das gesagt hat, weil warum sollte er das dann so absichtlich irgendwo auf dem Computer liegen lassen, sage ich mal, wenn er ja nicht möchte, dass es irgendjemand anders sieht und wenn das letztendlich ja auch so als Motiv gesehen wird.

01:00:33: Also kann ich mir halt nicht vorstellen, dass er die da so leichtsinnig hat rumliegen lassen, einfach.

01:00:40: Ja und nicht mal leichtsinnig, sondern ja eigentlich absichtlich.

01:00:43: Also das ist ja das, was hier behauptet wird.

01:00:46: Das ergibt für mich keinen Sinn, weil ich mir auch nicht vorstellen könnte, was der Grund dahinter sein soll.

01:00:51: Also das glaube ich einfach nicht.

01:00:54: Ich auch nicht.

01:00:55: Dann wird Cory etwas gefragt und ich spiele euch diesen Ausschnitt aus dem Prozessvideo gleich einmal ab.

01:01:03: Aber vorab, mich hat das irgendwie richtig arg berührt.

01:01:07: Also ich fand das richtig herzzerreißend zu hören, was Cory daraufhin antwortet.

01:01:39: Also er wird hier gefragt.

01:01:41: lieben sie ihren Vater?

01:01:43: und er sagt, ja, wünschen sie sich, sie wären unter anderen Umständen hier, um ihren Vater zu sehen, fragen sie weiter und wieder bejaht Cory.

01:01:54: Bis zum heutigen Tag, wie fühlen sie sich im Gegenüber?

01:01:58: Wollen sie wissen?

01:01:59: Ich liebe ihn immer noch.

01:02:01: Ich wünschte, ich müsste nicht hier sein.

01:02:03: Und das war irgendwie so schlimm zu hören, weil Ich mir gar nicht vorstellen kann, wie zerrissen Corrie auch sein muss.

01:02:13: Also ich mein, das war ewig lang für ihn sein Papa.

01:02:17: Und er ist ja mit dem aufgewachsen und sie hatten ja viele schöne Momente auch miteinander.

01:02:22: Aber mittlerweile ist es auch so, dass Corrie ihn nicht mal mehr Papa nennt, sondern einfach nur noch seinen Vornamen sagt.

01:02:31: Und dass er der aber trotzdem so hin und her gerissen ist zwischen irgendwie liebe ich ihn noch immer.

01:02:37: Aber auf der anderen Seite hasse ich ihn auch, weil er mir mein Bruder genommen hat.

01:02:42: Das kann man sich, glaube ich, gar nicht richtig vorstellen.

01:02:44: Ja, das muss wirklich eine extreme innere Zerrissenheit sein.

01:02:47: Und boah, ja, also wirklich ganz arg belastend stelle ich mir das vor.

01:02:53: Ja, voll.

01:02:54: Das zentrale Problem für die Staatsanwaltschaft ist aber, dass das mögliche Motiv allein nicht ausreicht.

01:03:00: Denn nicht alle Geschworenen sind bereit zu glauben, dass diese komprimitierenden Fotos, so verstörend sie auch sind, Für sich genommen ein ausreichender Grund wären, das eigene Kind zu töten.

01:03:12: Ein solches Motiv wirkt für viele schwer nachvollziehbar.

01:03:16: Um den Fall zu stärken, geht die Staatsanwaltschaft deshalb einen anderen Weg.

01:03:20: Sie rekonstruiert Marx Wohnzimmer im Gerichtssaal und führt die Geschworenen direkt hinein.

01:03:25: Sie sehen den Grundrüst die Abstande die räumlichen Möglichkeiten.

01:03:29: Vor allem sehen sie die Beweistöcke mit eigenen Augen.

01:03:33: Blutspuren auf den Sofaß, auf dem Boden, auf dem Kautstisch.

01:03:38: Mindestens eine dieser Spuren ließ sich eindeutig Dylan zuordnen.

01:03:43: Diese Funde gehören zu den stärksten Indizien der Anklage.

01:03:46: Aber gleichzeitig bleiben sie auch angreifbar, denn Dylan war häufig im Haus seines Vaters und die Zeugen können nicht eindeutig sagen, wann das Blut dort hingelangt ist oder ob es zwingend auf ein Verbrechen hindeutet.

01:03:59: Dazu kommt Bei der ersten Begegnung des Hauses fanden die Ermittler keine klaren Anzeichen für einen gewaltsamen Kampf oder dergleichen.

01:04:08: Genau in diesem Spannungsfeld bewegt sich der Fall zwischen einem möglichen Motiv, das nicht alle überzeugt und physischen Beweisen, die stark wirken, aber nicht eindeutig datiert oder erklärt werden können.

01:04:20: Und dadurch können sie eben auch von der Verteidigung relativ leicht entwertet werden.

01:04:27: In den letzten Tagen des Prozesses richtet sich der Fokus auf die entscheidende Frage.

01:04:33: Wer oder was hat Dylan Redwine getötet?

01:04:38: Sachverständige ordnen die Verletzungen so ein, dass sie auf stumpfe Gewalteinwirkungen hindeuten.

01:04:43: Gleichzeitig versucht die Verteidigung eine andere Erklärung in den Vordergrund zurück.

01:04:48: Sie betont, dass Dylan Schädel in einem Gebiet gefunden wurde, in dem wilde Tiere wie Bären und Berglöwen leben und dass die Spuren am Knochen auch durch tierische Einwirkungen entstanden sein könnten.

01:05:00: Die Möglichkeit, dass ein größeres Tier, Biss- oder Fraßspuren hinterlassen hat, kann auch tatsächlich nicht vollständig ausgeschlossen werden.

01:05:09: Und genau darauf baut die Verteidigung nun ihre Argumentation auf.

01:05:14: Die Frakturen am Schädel könnten durch natürliche Einflüsse entstanden sein, nicht durch Gewalt eines Menschen.

01:05:20: Ermittler und Expertinnen weisen jedoch daraufhin, dass große Raubtiere ihre Beute in der Regel nicht weit transportieren, meist nicht weiter als etwa vierhundert Meter.

01:05:31: Und der Linschädel wird mehr als eineinhalb Kilometer von den übrigen Überresten entfernt gefunden, zwar sei es rein physisch schon möglich, dass ein Bär oder ein Berglöwe einen Schädel über eine solche Distanz tragen könnte.

01:05:45: Doch in der praktischen Erfahrung der Fachleute ist ein solcher Fall nicht bekannt.

01:05:50: Vor allem aber bleibt eine zentrale Frage unbeantwortet.

01:05:55: Wie hätte Dylan, nur in Shorts und T-Shirt gekleidet, mitten im November einen abgelegenen Berghang hinauf gelangen sollen?

01:06:03: Wir haben da ja vorhin auch darüber gesprochen, in den Wintermonaten ist der Berg oftmals gesperrt, nicht einmal die Suchtrupps und Ermittler konnten diesen in dieser Jahreszeit besteigen.

01:06:13: Wie hätte Dylan das also machen sollen?

01:06:16: Für die Ermittler ergibt dieses Szenario demnach kein stimmiges Gesamtbild.

01:06:21: Die einzelnen Teile lassen sich nicht zu einer plausiblen Erklärung zusammensetzen.

01:06:26: Immer wieder richtet sich die volle Aufmerksamkeit der Geschworenen auf Margaret Wine.

01:06:31: Sie beobachten ihn genau, besonders in den Momenten, in denen über Dylan's Tod und seine Überreste gesprochen wird.

01:06:37: Jede Regung, jede Reaktion wird wahrgenommen oder eben das Ausbleiben davon.

01:06:44: Was nämlich auffällt, ist seine emotionale Distanz.

01:06:47: Während andere Eltern in einer solchen Situation zusammenbrechen würden, man sieht es bei seiner Mutter Elaine, bleibt Mark äußerlich unbewegt.

01:06:56: Es gibt keine sichtbare Erschütterung, keine Drehen, keine erkennbare Reaktion auf die Schilderungen rund um den Tod seines Sohnes.

01:07:04: Er wiegt kalt, fast desinteressiert.

01:07:08: Er entscheidet sich, nicht auszusagen.

01:07:10: Seine Stimme bleibt also ungehört.

01:07:12: Uns entschweigen wir Teil des Gesamtbilds, dass die Geschworenen für sich bewerten müssen.

01:07:17: Im Kern ist dies ein einfacher und tragischer Fall.

01:07:21: Eine beschädigte und zerfallene Beziehung, die am achtzehnten November, zwei Tausend und zwölf, tödlich endete.

01:07:28: Im Schluss Bledoye stellt die Staatsanwaltschaft noch einmal heraus, dass Dylan von den kompromittierenden Fotos wusste und welche Wirkung dieses Wissen auf einen dreizehnjährigen Jungen gehabt haben muss.

01:07:38: Sie machen deutlich, dass es nicht viel gebraucht hatte, damit Dylan dieses Thema beim letzten Treffen anspricht oder zur Sprache bringt.

01:07:45: Und sein Bruder Cory bestätigt dies ja auch.

01:07:48: Für die Anklage steht fest, dass Dylan's Tod weder ein Unfall noch das Ergebnis eines Zielangriffs war.

01:07:55: Aus ihrer Sicht ergibt sich aus den Indizien vor und nach der Tat ein klares Bild.

01:07:59: Es habe nur ein Auslöser gebraucht, damit die Situation eskaliert.

01:08:04: Die Verteidigung zeichnet dagegen ein völlig anderes Bild.

01:08:08: Mark Redwines Anwalt betont, dass er man dann zu Unrecht beschuldigt werde und dass der Fall von starken Emotionen aber auch von schwacher Beweislager geprägt sei.

01:08:17: Er kritisiert, dass die Anklage ihren Fall vor allem auf die Fotostützte und daraus einen Motiv konstruierte, anstatt sich auf belastbare wissenschaftliche Beweise zu verlassen.

01:08:27: Die Verteidigung verweist darauf, dass die Schäden an den Überresten auch durch Tiere erklärt werden könnten und dass die Spuren am Schädel mit Tierfraß vereinbar wären.

01:08:36: Aus Sicht der Verteidigung erschafft die Staatsanwaltschaft eine Erklärung aus Wut, Scham, Fotos und einer zerrüteten Beziehung, um die Lücken in der Beweislage zu füllen.

01:08:46: Die tatsächlichen physischen Beweise, so das Argument, reichen nicht aus, um zweifelsfrei zu belegen, dass Mark Redwine seinen Sohn getötet habe.

01:08:55: Fünf Wochen Prozess, sechs Stunden Beratung und das Urteil ist gefallen.

01:09:03: in beiden Anklagepunkten.

01:09:05: Oh mein Gott, ich bin gerade so erleichtert, weil ich hätte mir jetzt auch vorstellen können, dass er freigesprochen wird, weil es ja wirklich jetzt keinen handfesten Beweis gibt.

01:09:18: Ja.

01:09:18: Aber ja, ich habe gerade richtig die Luft angehalten.

01:09:24: Ja, so ging es mir bei der Recherche auch, weil ich bin in den Fall rein gestartet und wusste eben nicht, wie es ausgeht.

01:09:29: Ja.

01:09:30: Und als ich dann gelesen habe, bzw.

01:09:32: ich habe im Ausschnitt gesehen von Elaine, die eben auf das Urteil reagiert.

01:09:36: Und ich war auch so erleichtert.

01:09:39: In dem Ausschnitt findet Elaine ziemlich deutliche Worte für das Urteil.

01:09:44: Sie sagt hier, er weiß, was er getan hat.

01:09:47: Er weiß es.

01:09:48: Ich denke, er verdient es zu sterben.

01:09:50: Ich meine, sein Sohn ist gestorben.

01:09:52: Und ich denke, er braucht einen ebenso schrecklichen Tod.

01:09:56: Und um genau hierfür einzustehen, tritt Elaine noch einmal vor.

01:10:00: An der Stelle möchte ich einmal vorwegnehmen, dass eine Todesstrafe bei der Anklage ja gar nicht möglich ist, weil Elaine sagt ja, dass sie ihm den Tod wünscht.

01:10:10: Das steht hier aber eigentlich gar nicht zur Debatte.

01:10:13: Ja, habe ich mich nämlich eben auch kurz gefragt, ob das überhaupt eine Option wäre, aber bei dem Schuldspruch ja nicht.

01:10:19: Das hätte ja dann wahrscheinlich Mord ersten Grades sein müssen.

01:10:23: Ja, genau, das hätte Mord ersten Grades sein müssen.

01:10:26: Und er wurde jetzt ja wegen Mord zweiten Grades und wegen Kindesmisshandlung schuldig gesprochen.

01:10:32: Sie hofft aber natürlich, dass er dann immerhin dafür die höchstmögliche Strafe bekommt.

01:10:38: Als sie vortritt, sagt sie direkt zu Beginn, dass sie nervös ist.

01:10:43: Dann fängt sie an.

01:10:45: Dylan war treizehn Jahre alt, als ihm das Leben genommen wurde.

01:10:49: Wenn ich daran denke, was in dieser Nacht passiert ist, bricht es mir das Herz, mir vorzustellen.

01:10:54: wie er zu seinem Vater aufblickt und weiß, er ist mein Mörder.

01:10:59: An Marc Redwine direkt gerichtet, sagt sie, und ich frage mich, was hast du dir in diesem Moment gedacht, als du in seine großen blauen Augen geschaut hast?

01:11:09: Ich glaube nicht einmal, dass es dich berührt hat.

01:11:13: Abschließend sagt sie, dass sie froh sei, dass sie frei von ihm sind und dass er nicht mehr frei ist, um sie zu verletzen.

01:11:20: Auch Cory tritt vor und was er sagt, trifft.

01:11:46: Ich übersetze für euch, Cory sagt hier, Mark mag ihn körperlich genommen haben und das kann ich nicht ändern.

01:11:53: Aber was ich tun kann, ist der Welt zu erzählen, Ja, ein dreizehnjähriger Junge sich gegen seinen damals fünftzigjährigen Vater gestellt hat und all die Dinge gesagt hat, die ich bereue, nie gesagt zu haben.

01:12:05: Dylan ist mein Held und wurde in dreizehn Jahren mehr zu einem Mann, als Mark es in sechzig geworden ist.

01:12:13: Und ich musste hierbei so ein bisschen schmunzeln und tatsächlich auch an das Victim Impact Statement von Kaley Gonsalves Schwester denken.

01:12:21: Die hat ja auch genau die Worte für Brian Coburger gefunden.

01:12:25: von denen sie wusste, dass die eben treffen würden.

01:12:28: Ja, ja.

01:12:29: Und ich glaube, dass das hier in dem Fall ähnlich ist, weil, na ja, Marc hat ja im Endeffekt schon sehr stark sein Image als starker Dude und als Mann schützen wollen.

01:12:44: Und diese Bilder in den roten Spitzenbeherrs, die wollte er ja wirklich um jeden Preis scheinbar eben für sich behalten.

01:12:51: Und das Curry dann sagt, dass Dylan, mehr zu einem Mann geworden ist und dreizehn Jahren, als Markus in sechszig geworden ist.

01:13:01: Ich glaube, das hat sein Ego auf jeden Fall getroffen.

01:13:03: Ja, das kann ich mir auch vorstellen.

01:13:04: Ich glaube, das war genau der Punkt, der wirklich, der ihm wirklich wehgetan hat wahrscheinlich.

01:13:12: Ja, das glaube ich auch.

01:13:13: Und ich muss auch sagen, an der Stelle vielleicht einmal schon mal so als Einschub, wenn das wirklich das Motiv war.

01:13:20: Also, dass er nicht wollte, dass diese Bilder jemals an die Öffentlichkeit geraten.

01:13:24: Dann hat er sich damit ja so ins eigene Bein geschossen, weil jetzt kennt ja jeder, inklusive uns, also wirklich jeder diese Bilder.

01:13:33: Ja, ich habe da vorhin schon dran gedacht, als du erzählt hast, dass sie das eben vor Gerichte auch gezeigt haben.

01:13:39: Ich dachte, okay, jetzt sitzt er da und muss sich anschauen, wie andere Leute sich die Bilder anschauen und wie du sagst.

01:13:45: Mittlerweile sind die natürlich überall verbreitet.

01:13:49: Vor der Urteilsverkündung erhält auch Mark Redwine nochmal die Möglichkeit, sich zu äußern.

01:13:55: Auch dieses Mal nutzt er sie nicht.

01:13:58: Seine Haltung zum Prozess macht er stattdessen in einer schriftlichen Stellungnahme an die Bewährungsbehörde deutlich.

01:14:04: Darin schreibt er, unschuldig in allen Anklagepunkten, Justizirton, falsche Verurteilung, Schauprozess.

01:14:13: Das Gericht bewerte diese Erklärung aus Ausdruck eines vollständigen Manges an Reujern.

01:14:19: Der Richter stellt fest, dass von Marc Redwein weiterhin eine Gefahr ausgehe und dass die Gemeinschaft vor ihm geschützt werden müsse.

01:14:26: Aus diesem Grund sei es notwendig, ihn für einen langen Zeitraum aus der Gesellschaft zu entfernen.

01:14:32: Und so bekommt Marc Redwein schließlich die höchststrafe.

01:14:36: In beiden Anklagepunkten wird er zu insgesamt forty- acht Jahren Haft verurteilt.

01:14:41: Zusätzlich werden fünf Jahre Bewerbung angeordnet.

01:14:45: Damit ist der Prozess im Mordfall Dylan Redwine abgeschlossen.

01:14:50: Doch der Verlust endet hier nicht.

01:14:52: Für Dylans Angehörige und Freunde bedeutet das Urteil keinen Schlussstrich, sondern lediglich das Ende eines juristischen Kapitels.

01:15:00: Der Schmerz bleibt, er verändert sich, aber er verschwindet nicht.

01:15:05: Für seine Mutter Elaine gibt es kein Zurück in ein Leben davor.

01:15:08: Jeder Tag ist geprägt von der Abwesenheit ihres Sohnes von Erinnerung an einen Jungen, der nie erwachsen werden durfte.

01:15:15: Der Prozess bringt keine Heilung, keine Erleichterung.

01:15:19: Er bestätigt nur, was sie längst wussten.

01:15:22: Dylan kommt nicht zurück.

01:15:24: Auch für Dylan's Bruder und den Rest der Familie hinterlässt Dylan's Tod eine Lücke, die nicht zu füllen ist.

01:15:31: Schuldgefühle.

01:15:32: unbeantwortete Fragen und das Wissen, dass es keinen Moment gibt, in dem alles gesagt oder verstanden wurde, begleiten sie weiter.

01:15:40: Der Gedanke daran, was Dylan erlebt haben könnte, lässt sie einfach nicht los.

01:15:46: Seine Freunde tragen den Verlust anders, aber nicht weniger schwer.

01:15:50: Für sie bleibt Dylan für immer dreizehn, während sie mit jedem Jahr älter werden.

01:15:56: Und ich möchte den heutigen Fall gerne mit Elaine's Worten abschließen.

01:16:00: Weil sie nie aufgehört hat, für Gerechtigkeit für Dylan zu kämpfen.

01:16:03: Weil der Fall ohne sie nicht abgeschlossen worden wäre.

01:16:07: In einem Interview sagt sie folgendes.

01:16:30: Ich übersetze einmal vor euch.

01:16:32: Sie sagt hier, ich glaube nicht, dass Abschluss ein wichtiger Teil davon ist, jemanden zu verlieren.

01:16:38: Persönlich kann ich nicht einfach über meinen Sohn hinwegkommen.

01:16:42: Ich kann das Kapitel nicht einfach schließen und so tun, als hätte er nie existiert.

01:16:47: Also werde ich immer traurig sein.

01:16:49: Ich werde immer um sein Tod trauern und ich werde immer sein Leben feiern.

01:16:55: Ich finde den Fall ganz, ganz furchtbar.

01:16:57: Also erst mal, wenn man überlegt, dass Dylan gar nicht zu seinem Vater wollte.

01:17:02: ursprünglich, dass das dann trotzdem gerichtlich entschieden wird, wenn ein Kind da nicht hin möchte, finde ich auch, also ich finde, das geht gar nicht.

01:17:11: Und dass er dann getötet wird von seinem eigenen Vater aufgrund eines so banalen Motivs auch noch, weil das geht mir auch einfach nicht in meinen Kopf rein, dass man bereit ist, sein eigenes Kind zu töten, weil man nicht möchte, dass Bilder von einem selbst veröffentlicht werden.

01:17:33: Und ich frag mich auch die ganze Zeit, wie sich Dylan's Bruder auch fühlen muss, weil er ja an dem Tag die Bilder geschickt hat.

01:17:41: Und ich kann mir richtig vorstellen, dass er da heftige Schuldgefühle hat, die er natürlich nicht haben müsste.

01:17:49: Aber ich kann mir vorstellen, dass es ihn jeden Tag irgendwie heimsucht.

01:17:53: Und er sich fragt, was wär denn passiert, wenn ich's nicht gemacht hätte.

01:17:56: Aber ich glaube wirklich, wenn ... Ein Mann bereit ist sein eigenes Kind zu töten.

01:18:02: Aufgrund dieser Fotos, ich weiß gar nicht, ob es den Unterschied gemacht hat, dass die Fotos geschickt wurden, sondern ich kann mir auch vorstellen, dass es auch gereicht hatte, dass die beiden darüber gesprochen haben oder dass Dylan ihm gesagt hat, was sagst du denn, was die anderen für ein Vorbild wären, wenn du solche Bilder auf deinem Computer hast, weil dann wusste er ja, er hat die Bilder gesehen.

01:18:23: Vielleicht hat er ihm auch gedrückt, wir haben die auch abfotografiert.

01:18:27: Genau.

01:18:28: Ich glaube, das ist der springende Punkt tatsächlich, dass Marc eben erfahren hat, dass sie die Bilder abfotografiert haben, also dass sie quasi Beweise haben dafür, dass es diese Bilder gibt.

01:18:41: Und ich habe mir auch mehrere Interviews von Cory angeschaut und er sagt ihm genau das, was du eben auch vermutet hast, dass er das einfach zu tief bereut, dass er das damals geschickt hat.

01:18:52: Aber in dem Moment geht man ja auch nicht davon aus.

01:18:55: dass das dann so eskaliert.

01:18:57: Der eigene Vater dann den eigenen Sohn tötet aufgrund dieser Situation.

01:19:04: Aber ich verstehe auch, dass Cory sich immer wieder fragt, was wäre gewesen, wenn ich das einfach nicht geschickt hätte?

01:19:10: Was wäre gewesen, wenn ich einfach gesagt hätte, da gibt's keine Bilder.

01:19:15: Ich hab die gelöscht.

01:19:16: Oder, oder, oder.

01:19:18: Ich kann mir schon vorstellen, dass es dann vielleicht anders ausgegangen wäre.

01:19:22: Aber trotzdem trifft ... weder Dylan noch Corey natürlich in der Schuld, sondern lediglich Marc, weil er ja auch einfach der Erwachsenen in dem Fall ist, ja.

01:19:35: Ihm ist es unangenehm.

01:19:37: Und ich glaube, das ist auch so ein großer Punkt.

01:19:39: Ich glaube, es war ihm einfach zu tief unangenehm und peinlich.

01:19:43: Ja.

01:19:44: Was ich auch verstehen kann.

01:19:46: Ja, absolut.

01:19:47: Ich finde es auch so erschreckend dann teilweise, wenn man sich halt diese Interviews anhört mit ihm oder dieses Telefonat mit der Ermittlerin, weil ich wirklich das Gefühl habe, dass er auch einfach nicht bereut, was er getan hat, weil ich finde, in seiner Stimme schwingt wirklich gar keine Emotionen mit.

01:20:09: Und das finde ich auch so erschreckend, dass man wirklich das Gefühl hat, ihm tut es nicht mal leid, was er getan hat.

01:20:15: Ja,

01:20:15: ja, ja.

01:20:16: Es würde er sich vielleicht noch so ein bisschen im Recht fühlen.

01:20:19: Und ich finde es irgendwie auch total schlimm, dass er da nicht mehr Einblicke gegeben hat, weil ... Das ist ja auch was, was sich Corey und Elaine immer wieder fragen.

01:20:31: Was genau ist passiert, musst du Dylan leiden und lauter solche Fragen, die eben unbeantwortet bleiben.

01:20:37: Und ich finde, es wäre das Mindeste gewesen, dass er da zumindest ein bisschen einen Blick gibt.

01:20:43: Weil ich glaube schon auch, also wahrscheinlich war die Realität schon sehr, sehr schlimm, ich glaube trotzdem, dass das, was wir uns doch manchmal ausmalen, teilweise noch viel schlimmer sein kann.

01:20:53: Ja.

01:20:55: Und dieses da immerhin und herdenken auf dem, was ist genau passiert und wann ist es eskaliert und wie ist es eskaliert und hat er gelitten?

01:21:04: und lauter solche Fragen, ich glaube, das bekommt man halt nicht los.

01:21:08: Und natürlich bekommt man das auch nicht los.

01:21:10: so richtig, wenn man mehr weiß, also das verschiebt sich dann so ein bisschen, wenn man weiß, was passiert ist, dann fragt man sich bestimmt trotzdem, wie hat er sich in dem Moment gefühlt?

01:21:19: und lauter solche Dinge.

01:21:23: Aber es ist ein bisschen eingegrenzt.

01:21:24: Und

01:21:24: wie du sagst, ich glaube gerade die Frage, wie sehr musste er leiden, ich glaube, dass die

01:21:28: wirklich

01:21:30: sehr schwer zu händeln ist.

01:21:32: Ja, das glaube ich nämlich auch.

01:21:35: Also wirklich ein richtig, richtig heftiger und schlimmer Fall.

01:21:39: Ja.

01:21:39: Und ich möchte ganz gerne noch einmal auf deine erste Reaktion eingehen, weil du hast dich ja so ein bisschen gefragt, warum musst du Dylan seinen Vater überhaupt besuchen, obwohl er das gar nicht wollte?

01:21:51: Ja, ja.

01:21:52: Und ich hab mir da auch mal so ein bisschen Gedanken gemacht und das dann alles in Notizenrutter geschrieben, weil ich das so ein bisschen ordnen wollte.

01:21:59: Und ich hab dann auch so ein bisschen nach recherchiert.

01:22:01: Also grundsätzlich gilt in den USA, wie auch in Deutschland, dass ein Kind eben eine Recht darauf hat, Kontakt zu beiden Elternteilen zu haben.

01:22:10: Dieses Umgangsrecht wird sehr, sehr hochgewichtet.

01:22:13: Selbst dann, wenn die Eltern beispielsweise im Streit leben oder geschieden sind.

01:22:17: Und das ist ja prinzipiell auch gut.

01:22:20: Ja, weil wenn das Kind natürlich beide Elternteile sehen möchte und einer sagt, nee, ich hab jetzt irgendwie Stress mit meinem Ex-Mann oder mit meiner Ex-Frau und deswegen darfst du nicht hin.

01:22:30: Das soll natürlich nicht auf dem Rücken der Kinder so ausgetragen werden.

01:22:33: Genau.

01:22:34: Und das kriegt man ja schon immer mal wieder mit.

01:22:37: Das ist ja schon oft so, dass das als Druckmittel genutzt werden kann.

01:22:42: Und am Ende leidet dann am meisten das Kind darunter.

01:22:45: Das Gericht geht dabei zunächst von dem Idealfall aus.

01:22:49: Also, dass der Kontakt zu beiden Eltern dem Kindeswohl dient.

01:22:52: Wird ein Umgang dann also gerichtlich angeordnet, wie in unserem Fall, da meistens aus folgenden Gründen und zwar, dass kein nachweisbarer Missbrauch oder akute Gefährdung vorliegt, dass das betroffene Elternteil nicht vorbestraft ist und dass es auch keine gerichtsfesten Beweise gibt, dass der Umgang irgendwie schädlich wäre.

01:23:13: Und jetzt kommen wir aber zu dem, was das Kind möchte.

01:23:16: Gefühle, Ängste oder ein Unwohlsein des Kindes allein reichen juristisch oft nicht aus, um ein Umgang zu verweigern, auch weil sie, und das ergibt Sinn, ja auch durch Beeinflussung durch das andere Elternteil entstehen können.

01:23:33: Und genau das ist eben das große Problem hier.

01:23:36: Also ich kann mir schon vorstellen, dass es öfter mal passiert, dass der Vater oder die Mutter, gerade wenn da ein hässlicher Scheidungskrieg irgendwie von standen geht, das Kind so ein bisschen beeinflusst.

01:23:49: Ja, auf jeden Fall, ja.

01:23:51: Und dann eben immer wieder schlecht über die Mama spricht oder immer wieder schlecht über den Papa spricht.

01:23:56: Und Kinder, je nachdem, auch in welchem Alter sie sind, nehmen das ja dann schon auch an.

01:24:02: Ja, total.

01:24:03: Ich hab da auch ein sehr gutes Beispiel eigentlich.

01:24:06: Eine Ex-Freundin von meinem ... Papa, das ist schon echt lange her.

01:24:10: Die hatte ein Sohn, der war damals, glaub ich, fünf oder so.

01:24:15: Und der kam einmal abends halt nach Hause quasi.

01:24:19: Und dann hab ich gefragt, und wie war's?

01:24:22: Weil er hat an dem Tag seinen Vater gesehen.

01:24:26: Also hat dem besucht oder Zeit mit dem verbracht.

01:24:28: Und dann kam er rein und sagt so mit seinen fünf Jahren, ja, der ist halt volles Arschloch.

01:24:33: Und ich war so.

01:24:34: Ach krass.

01:24:35: Habe ich

01:24:35: gefragt, warum?

01:24:36: Der Soer derzeit mir keinen Unterhalt.

01:24:37: Und ein Fünfjähriger weiß ja nicht, was Unterhalt ist.

01:24:41: Und da habe ich auch schon gemeint, okay, dem wurde es halt richtig eingepflanzt.

01:24:44: So, dein Papa ist ein Arschloch mit dem Wort gegenüber dem Fünfjährigen.

01:24:48: Und jetzt halt ihr keinen Unterhalt.

01:24:49: Also, da war ich auch so, der nimmt das halt jetzt komplett auf, was seine Mutter sagt.

01:24:54: Ja,

01:24:54: ja, schwierig, schwierig.

01:24:56: Und genau da schaut das Gericht dann eben, dass das nicht durch Beeinflussungen kommt.

01:25:02: Und das ist ja im Endeffekt... Prinzipiell auch gut.

01:25:05: Nur genau da ist eben so die Schwierigkeit, wenn Kinder halt gehört werden, also sie werden schon gehört, aber das ist in der Praxis halt sehr eingeschränkt, weil man halt nicht so richtig weiß, inwiefern man das berücksichtigen muss.

01:25:18: Boah, das ist natürlich wirklich sehr schwierig, da rauszufinden, was jetzt da wirklich hintersteckt quasi.

01:25:25: Ja, voll, weil also wie eben schon gesagt so emotionale Beeinflussungen.

01:25:31: auch so Loyalitätskonflikte und auch so, dass dieser Wunsch vielleicht nicht ganz objektiv ist.

01:25:37: Also, dass man halt vielleicht denkt, na ja, wenn ich zu Papa gehe, dann ist Mama traurig oder dann falle ich der in den Rücken.

01:25:45: Ich glaube, so was passiert eben schon ziemlich häufig.

01:25:49: Ja, es kann dann natürlich auch auf das Gericht zu wirken, wenn jetzt die Mutter in dem Fall, dann versucht da irgendwie gegen vorzugehen oder wirklich versucht, dieses Treffen zu verhindern, dann kann man das natürlich auch... So einordnen, okay, sie will halt irgendwie den Kontakt zum Vater verbieten, weil sie jetzt getrennt sind.

01:26:07: Ja.

01:26:07: Boah, super schwierig.

01:26:09: Ja, total.

01:26:10: Also Dylan wurde zu seinem Vater geschickt, weil das Gericht offenbar schon davon ausging, dass der Vater grundsätzlich umgangsfähig ist, also dass kein akutes Risiko besteht und dass der Umgang eben dem Kindeswohl entspricht.

01:26:24: Deswegen finde ich es auch so ein bisschen schwierig, das zu kritisieren.

01:26:29: Andererseits, und das finde ich, muss man auch dazu sagen, also ich finde allein der Grund, dass Dylan eben gesagt hat, er möchte bei seiner Großmutter bleiben, die ja schwer krank war.

01:26:37: Ja.

01:26:38: Und dass, dass ihn emotional belasten würde, wenn er dann nicht da ist, das finde ich eigentlich schon auch ein relativ starkes Argument.

01:26:52: Ja, absolut.

01:26:53: Also ich finde, sowas sollte da auf jeden Fall mit berücksichtigt werden.

01:26:56: Also, ich verstehe dieses Vorgehen prinzipiell jetzt, wo ich mich so ein bisschen eingelesen habe, schon.

01:27:02: Aber das kann halt schon auch ganz schön schief gehen, wie man jetzt eben im Fall von Dylan Redwine ziemlich schmerzhaft auch erfahren muss.

01:27:11: Also, ich werde, glaube ich, auch heute noch sehr, sehr viel über den Fall nachdenken.

01:27:19: Ja, so wird es mir auf jeden Fall auch gehen.

01:27:21: Seit ich angefangen habe, über den Fall zu lesen und mir Videos angeschaut habe, Bilder von Dylan und von Corey gesehen habe, auch von Elaine, seit dem Spuk der Fall mir so richtig im Kopf rungen, weil ich finde, sobald es irgendwie an Kinder geht und dann vor allem noch an das eigene Kind, das ist sofern von unserer Realität.

01:27:45: Und wenn dann noch so ein banales Motiv damit rein spielt, dann habe ich selbst ich Ganz viele Gedanken am Kopf, wo ich mich frag, Herr.

01:27:54: Warum?

01:27:55: Ja.

01:27:56: Ja, weil, ich glaub, man kann sie auch echt nicht vorstellen, dass es irgendeinen Grund gäbe, warum man bereit wäre, sein eigenes Kind zu töten.

01:28:05: Wenn man hört, was hier halt vorgefallen ist, also das ist wirklich einfach nicht nachvollziehbar und vor allem in Kombination dann mit seinem Verhalten auch danach, wo ich das Gefühl hab, ihn lässt das auch komplett kalt alles, ist wirklich sehr schwer zu ertragen.

01:28:21: Und das hat der Richter ja dann auch so eingeordnet.

01:28:24: Und deswegen hat er dann ja eben auch die Höchststrafe bekommen, was ich noch was richtig empfinde.

01:28:28: Also auch diesen kleinen Zettel, den er da weitergegeben hat, wo dann irgendwie standen Justiz, Erdstrom und Schauprozess und solche Dinge, wo ich mir denke, komm, jetzt steht auch zumindest dazu, du stehst doch schon vor Gericht, du hast eh nichts mehr zu verlieren.

01:28:44: Jeder hat die Bilder gesehen, jeder weiß seinen Motiv, jeder weiß, was du getan hast.

01:28:50: Und also ... Das kann ich wirklich, wirklich nicht nachvollziehen, dass man dann da immer noch so verbüßend drauf pocht, dass man damit eigentlich ja gar nichts zu tun hat.

01:28:59: Also ich war auf jeden Fall erleichtert, als du gesagt hast, dass er für schuldig befunden wurde.

01:29:04: Ja.

01:29:05: Und ich frage mich halt auch wirklich nach wie vor, weil das konnte ich durch meine Recherche auch nicht so richtig rausfinden, wie Dylan gestorben ist und ob er gelitten hat.

01:29:16: Ich mein, Fakt ist ja, dass ... einige Körperteile hier und andere Körperteile dort gefunden wurden und dass sein Schädel beispielsweise ja wo ganz anders gefunden wurde, wo ich mich halt schon auch gefragt habe, auch wenn man bedenkt, dass Marc Redwine ja extra gesagt hat, naja das sind zwei Prozent, damit kann man ja nicht wirklich was nachweisen, ob er Dylan eben zerstückelt hat und ihn dann da so verteilt hat, weil er dachte, dann ist die Chance, dass er damit davon kommt, eben höher.

01:29:47: Und das, finde ich, macht es halt noch mal brutaler und noch mal schlimmer.

01:29:49: Ja, ich kann mir das auch gut vorstellen.

01:29:51: So mein erster Gedanke war, dass ich mir auch vorstellen könnte, dass die Körperteile von Tieren irgendwie wirklich mitgetragen worden sind.

01:30:01: Aber wenn man wirklich sich mal anschaut, was er diesbezüglich gesagt hat, kommt mir das auch eher so vor, als hätte er in dem Moment schon genau gewusst, wer an der Stelle findet.

01:30:10: ihr eben nur das und das.

01:30:12: Und

01:30:15: wenn ihr so wenig findet, dann ist es eben viel schwerer, eine Todesursache festzustellen und zu rekonstruieren, was passiert ist.

01:30:22: Ja, ja.

01:30:24: Aber das sind wahrscheinlich alles Fragen, auf die wir niemals eine Antwort bekommen werden, zumindest so lange sich Marc Redwein nicht dazu äußert.

01:30:33: Und ich glaube, dass er sich wahrscheinlich nicht mehr dazu äußern wird.

01:30:36: Also so würde ich ihn zumindest einschätzen vor dem, was wir jetzt heute über ihn gehört haben.

01:30:42: Ja.

01:30:43: würde ich in dem Fall tatsächlich auch.

01:30:45: Also er hat sich ja auch vor Gericht nicht einmal geäußert.

01:30:49: Ich glaube wirklich, er ist so beschämt und hat das Gefühl, dass sein Image durch die Bilder so ruiniert wurde.

01:30:57: Ich glaube, der wird am liebsten einfach unsichtbar werden.

01:31:01: Ja, auf jeden Fall echt heavy alles.

01:31:04: Definitiv.

01:31:06: Hast du?

01:31:07: Ich mache jetzt einfach mal einen Übergang.

01:31:10: Hast du schon ein Gänsehaut-to-go-Moment für uns bereit?

01:31:14: Ja, ich stehe wie immer quasi schon in den Startlöchern.

01:31:18: Dann schieß mal los.

01:31:30: Der heutige Gänsehaut-to-go-Moment kommt von der lieben Levine und sie schreibt.

01:31:35: Ich bin während einer Unterrichtsstunde auf Toilette gegangen.

01:31:38: Als ich in der Kabine war, habe ich plötzlich jemanden atmen gehört.

01:31:43: Es war jedoch kein weibliches Atmen, sondern es hat sich eher so angehört, als sei ein älterer Mann gerade frisch eine Treppe hochgelaufen.

01:31:52: Kurzzeit später habe ich gehört, wie die Tür zugegangen

01:31:55: ist.

01:31:55: Ich habe nachgesehen, aber im Flur

01:31:58: war niemand.

01:32:00: Das ist unheimlich.

01:32:02: Ja.

01:32:04: Weil ich habe auch in meinem Kopf so ein Bild vor Augen von so einem ganz langen Schulgang.

01:32:09: Weil in meinem Kopf sind Schulgänge irgendwie immer lang.

01:32:11: Ja,

01:32:11: ja.

01:32:11: Und wenn du dann rausschaust ...

01:32:13: Langer Korridor, ja.

01:32:14: Genau.

01:32:17: Und dann ist da niemand.

01:32:18: Dann ist das wirklich creepy.

01:32:20: Und ich weiß nicht, wir haben ja öfter Gänsehautogomomente mit so Atemsituationen.

01:32:28: Ja, ich will da auch gar nicht drüber nachdenken, weil ich schlafe ja heute auch wieder allein.

01:32:34: Fassen wir das am besten hier ganz kurz.

01:32:36: Also es war sehr unheimlich.

01:32:37: Ja, ja.

01:32:38: Und danke,

01:32:38: Libby.

01:32:38: Atmen ist unheimlich.

01:32:39: Atmen ist unheimlich.

01:32:41: Und danke, Levy, dass du das mit uns geteilt hast heute.

01:32:44: Ja, vielen Dank auf jeden Fall.

01:32:46: Generell Gänsehauturko-Momente immer sehr, sehr gerne an eisendeDark.podcast auf Instagram.

01:32:53: Wir können davon nie genug haben.

01:32:56: Wirklich so.

01:32:57: Und falls ihr uns schon vor langer Zeit euren Moment geschickt habt und wir den noch nicht vorgelesen haben, ihr könnt auch immer mal wieder auf eure eigene Nachrichten antworten, dass die Nachricht wieder weiter nach oben rutscht, weil manchmal ... ja.

01:33:10: Rutschen die dann einfach immer weiter nach unten und dann nehmen wir manchmal die weiter oben, also immer gerne noch mal einen kleinen Reminder nachsehen.

01:33:16: Ja, voll.

01:33:17: Die sind dann irgendwie immer so in so einem DM Nirvana.

01:33:22: Ja.

01:33:23: Und vielleicht sind ja ja vollgute dabei und wir finden die gar nicht mehr.

01:33:27: Ja.

01:33:27: Deswegen schreibt uns einfach nochmal.

01:33:30: Ja, voll gern.

01:33:31: Und

01:33:32: dann würde ich auch sagen sind wir am Ende der heutigen Folge angekommen.

01:33:36: Wir hoffen natürlich, dass ihr alle nächsten Sonntag wieder mit dabei seid.

01:33:39: und bis dahin schöne Träume.

01:33:42: Bis dann,

01:33:43: tschüss!

01:34:10: Du hast gar nicht

01:34:25: die

01:34:30: Gesundheit gesagt.

01:34:32: Doch, hab ich.

01:34:33: Hast du gehört?

01:34:35: Nein.

01:34:36: Ich hab Gesundheit gesagt.

01:34:38: Voll verwirrt.

01:34:39: Was okay.

01:34:42: Voll gemeint.

01:34:47: Okay.

01:34:48: Du hast gar nicht die Gesundheit gesagt.

01:34:51: Hast du vielleicht

01:34:51: ein bisschen zu leise gesagt, aber ich hab's gesagt.

01:34:54: Ich hab's gar nicht gehört.

01:34:55: Ich war so, ich hab dann kurz so gewartet und dir rumgegeben und dann kam immer noch nichts.

01:35:01: Die Raum gegeben.

01:35:04: Hab

01:35:05: ich gedrückt.

01:35:10: Gesundheit.

01:35:12: Danke.

01:35:14: Okay.

01:35:16: Heilandsblechle.

01:35:18: Sie fragt ihn.

01:35:18: Was ist Heilandsblechle?

01:35:21: Exkuse Marwo sind wir denn hier?

01:35:24: Heilandsblechle hat einer aus meiner Ruhe nie gesagt, wenn er überrascht oder geschockt war, aber er sagt, Heilandsblechle.

01:35:30: Echt?

01:35:30: Das ist ja witzig.

01:35:31: Jetzt muss ich mir merken.

01:35:33: Okay.

01:35:34: Tschüssi!

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