Waiting for the Signal - „16:30 Uhr am vereinbarten Ort“
Shownotes
279: Spooky Sunday | Zwei Männer — Miguel José Viana und Manoel Pereira da Cruz. Ein Hügel. Mehrere handschriftliche Notizen. Was am Morro do Vintém in Brasilien geschieht, wirkt geplant – und doch chaotisch und mysteriös.
Genaue Uhrzeiten, detaillierte Anweisungen, zwei selbst ausgeschnittene Masken aus Blei. Und: Keine klare Todesursache. Keine eindeutige Erklärung. Die Spuren führen durch Technik und Glauben, durch Vorbereitung und Leere. Und am Ende bleibt eine Frage, die sich nicht abschütteln lässt: Was, wenn der Tod nicht das Rätsel ist – sondern der Plan?
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💌 Postfach: Laura Regenauer, PO102602, 68026 Mannheim
Nicht vergessen: Am Ende der Folge erwartet euch ein „Gänsehaut to Go“-Moment aus unserer Community & die besten Outtakes der Folge ❤️
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Transkript anzeigen
00:00:17: Ein einfacher Satz hast sich mit der Hand notiert und doch klingt er nicht wie eine harmlose Erinnerung, sondern wie ein Befehl.
00:00:27: Knapp, kalt und endgültig.
00:00:30: Kein Name, kein Zusammenhang und keine Erklärung.
00:00:34: Nur diese Uhrzeit präzise wie ein Schnitt.
00:00:37: Der Zettel liegt neben den leblosen Körpern zweier Männer.
00:00:40: Sie tragen Anzüge und dann sind da noch die Bleimasken, grob zugeschnitten, Schwer, ohne Schlitze oder Sichtfenster.
00:00:50: Eine Zeit, die sich nicht wie ein Hinweis anfühlt, sondern wie der Beginn eines Ablaufs der längst feststeht.
00:00:57: Es wäre das hier nicht improvisiert, sondern ganz genau geplant.
00:01:02: Es hätte jemand eine Tür geöffnet, die man nicht wieder schließen kann.
00:01:06: Und je länger man diesen Satz ansieht, desto unangenehmer wird er, weil er wirkt, als er ja nicht für uns geschrieben sondern für jemanden, der gar keine Erklärung braucht, für jemanden, der bereits weiß, was als Nächstes kommt.
00:01:19: Am Ende bleibt eine Frage, die sich nicht wie ein Gedanke anfühlt, sondern wie ein leises Atmen im Nacken.
00:01:27: Wenn der Anfang ist, wer hat dann entschieden, wann und wie es endet.
00:01:34: Okay, also ich habe schon jetzt tausende Fragen im Kopf.
00:01:39: Ja.
00:01:40: Aber erstmal ein herzliches Hello an unsere True Crime und Paranormal Activity Junkies.
00:01:46: Bekommen zurück bei Eis in the Dark, eurem Blick ins Dunkel der Waren Verbrechen und auch der Paranormal Stories.
00:01:55: Ich bin Sarah
00:01:56: und ich bin Laura und jeden Sonntag öffnen wir für euch ein neues Kapitel echter Kriminalfälle und einmal im Monat heißt es Spooky Sunday Und der steht heute endlich mal wieder an.
00:02:07: Und auch diese Geschichten machen uns oft richtig sprachlos.
00:02:11: Also bei den Spooky-Sundays würde ich behaupten, kommen wir immer so richtig ins Krübeln, aber schon auch ins Kruseln.
00:02:19: Und du hast das ja eben schon so ein bisschen beschrieben.
00:02:23: Wie hast du das gesagt?
00:02:24: Ein Atmen im Nacken?
00:02:27: Ja, ja.
00:02:29: Und ich würde mal behaupten, das beschreibt unseres Spooky-Sundays ganz schön gut.
00:02:34: Mhm.
00:02:34: Also macht es euch jetzt bequem.
00:02:37: Stellt euch euren Eislatte bereit und taucht mit uns ein ins Paranomale.
00:02:48: Und Sarah, ich finde es richtig witzig, dass wir für die heutige Folge wieder so Back to the Roots gemacht haben, weil ihr müsst wissen, ich sitze hier in Deutschland in meiner selbst gebauten Höhle und Sarah in Indien.
00:03:01: Ja, started from the bottom, now we're at the bottom again.
00:03:05: Ja, wirklich so.
00:03:06: Also wirklich.
00:03:07: Wir sitzen hier in selbst gebauten Höhlen und ich finde das irgendwie auch so ein bisschen creepy, vor allem für den Spooky-Sanee, to be very honest.
00:03:17: Aber ich habe meine Höhle ja mit so ganz vielen Tüchern gebaut, auf denen, na ja, ich kann es nicht wirklich beschreiben, aber irgendwelche hinduistischen Götcher sind und ich hoffe jetzt einfach mal, dass meine Höhle bläst ist.
00:03:32: Also, dass alles Böse draußen bleibt und dass unsere heutige Frage auch besonders gut wird.
00:03:38: Also, ich glaube, du hast ja auch ja eigentlich perfekte Höhle für den Spukisande damit gebaut, dass du schön gebläst bist.
00:03:45: Du einfach die ganze Zeit bei der Aufnahme.
00:03:47: Wirklich so.
00:03:48: Vielleicht mache ich beim nächsten Mal noch so einen schönen Kreis aus Salz aus den
00:03:53: Rücken.
00:03:54: Ja.
00:03:55: Und dann bin ich eigentlich richtig gut prepared.
00:03:58: Ich würde sagen, dann bist du safe, auf jeden Fall.
00:04:00: Ja, sehr gut.
00:04:01: Vielleicht schlafe ich dann auch einfach hier drinnen jetzt, weil ich muss hier alleine heute Nacht übernachten.
00:04:06: Und ich hatte die letzten Tage wirklich oft Schiss.
00:04:10: Und das hatte ich früher nie.
00:04:13: Aber ich bin irgendwie in Angsthase geworden.
00:04:15: Ist vielleicht, weil man ja jetzt total daran gewöhnt ist, nicht allein zu schlafen.
00:04:20: Und ich glaube natürlich, dass das auch ein bisschen Job bedingt bei uns ist, weil wir uns einfach sehr viel ... mit entweder waren Kriminalfällen auseinandersetzen oder bei den Spooky-Sunday-Fällen dann auch mit sehr unheimlichen Themen.
00:04:34: Und das kann einem, wenn es dunkel wird, schon ein bisschen Angst machen.
00:04:38: Ja, und sind wir auch mal ganz ehrlich, dass ich mir dann abends noch einen True Crime Podcast zum Einschlafen reinballe, hilft dann natürlich auch nicht wirklich.
00:04:48: Wahrscheinlich nicht, ja.
00:04:50: Naja.
00:04:51: Laura, hast du heute eine Frage an mich?
00:04:53: Ja, tatsächlich.
00:04:54: Ich glaube, ich weiß die Antwort, aber ich bin mir nicht zu hundertprozent sicher.
00:04:59: Ja, und die anderen wissen sie ja wahrscheinlich auch noch nicht.
00:05:02: Ja, genau.
00:05:03: Denn wir sind heute in einem Land, in dem wir zumindest beim Spooky Sunday noch nie waren, nämlich in Brasilien.
00:05:12: Ja.
00:05:12: Und
00:05:13: wenn man es genau nimmt, habe ich auch zwei Fragen an dich.
00:05:16: Also erst mal warst du selbst schon mal in Brasilien?
00:05:19: Nö.
00:05:20: Und du?
00:05:21: Nee, ich auch nicht.
00:05:22: Aber ich würde so gern mal ... Ja.
00:05:25: So zum Karneval richtig geiler Outfits, bisschen Party, bisschen das Land erkunden.
00:05:32: Also, ich würde das so gerne mal sehen.
00:05:35: Ich hab auch schon so viel so Schönes gehört.
00:05:37: Also, auch generell über die Menschen dort und über den Vibe.
00:05:41: Also, ich glaube, Brasilien ist schon ... Sehr, sehr cool.
00:05:46: Damit hast du meine zweite Frage eigentlich schon ziemlich beantwortet, weil ich wollte dich fragen, was du so mit Brasilien verbindest, also was du die ersten Bilder sind, die dir in den Kopf schießen, wenn du das Land hörst.
00:05:56: Ja, also auf jeden Fall, Carnival, Musik, geile Strandpartys, irgendwie auch total schöne Menschen, gutes Essen.
00:06:08: Ja.
00:06:09: Ich weiß gar nicht, was da so gegessen wird, to be very honest.
00:06:12: Aber ich hab da irgendwie direkt so Mangos am Strand und sowas im Kopf und einfach schön in der Sonne liegen, Bikinis, Zeit mit den Freundinnen und dann abends, weißt du so, wenn man nach so einem Beach-Day alle zusammen zurück ins Airbnb alle schön duschen, so eine Everything-Shower und da machen sich alle zusammen mit Musik fertig, dann geht schön was essen.
00:06:37: in sweeten Outfits und mit guter Laune und dann abends vielleicht noch tanzen.
00:06:43: Ja, ja.
00:06:44: Also wahrscheinlich ist Brasilien so viel mehr als das.
00:06:47: Ja.
00:06:47: Und hat bestimmt auch kulturell total viel zu bieten.
00:06:52: Und ich glaube auch, die Natur ist schon auch sehr schön.
00:06:55: Ja, ja, das glaube ich auch.
00:06:57: Also ich habe das auf jeden Fall auf meiner Bucketlist.
00:07:01: Vielleicht kommen wir ja mal zusammen dorthin.
00:07:03: Das wäre schön.
00:07:03: Das
00:07:03: wäre so, so cool.
00:07:05: Ich verbinde mit Brasilien aber tatsächlich auch ein sehr extremes Schönheitsideal.
00:07:15: Also ich glaube, in Brasilien sind so Schönheitsoperationen, wir haben da ja in der einen Folge auch darüber gesprochen, BBLs oder Brustvergrößerungen, Fettabsaugungen.
00:07:28: Solche Dinge sind da schon auch ziemlich stark vertreten, glaube ich.
00:07:32: Ja, das habe ich so auch.
00:07:34: abgespeichert irgendwie und ich glaube schon auch, dass es gerade in den großen Städten auch nicht so ungefährlich sein
00:07:41: kann.
00:07:41: Ja.
00:07:43: Also, dass es so, glaube ich, auch so eine Welt, die halt beide Seiten hat, was es ja quasi auch überall irgendwie gibt.
00:07:52: Aber ich glaube, wer jetzt auch jetzt kein Land, wo ich jetzt direkt sagen würde, würde ich allein hinreisen, sondern schon dann eher mit einer Freundin oder mit meinem Partner, aber ... auf jeden Fall nicht ganz allein.
00:08:05: Ich
00:08:05: glaub, das wär bei mir ähnlich.
00:08:07: Und ich bin ja jetzt schon so ein bisschen abgehärtet, auch, was Solo-Traveln angeht.
00:08:12: Ich glaube, aber Brasilien wär auch so ein Land, dass ich mir eher mit wem zusammen anschauen wollen würde.
00:08:19: Ja, fühle ich zu einhundert Prozent.
00:08:22: Und nachdem ich hier deine Einleitung, den Teaser für den heutigen Fall gehört habe, irgendwie schon dreimal, weil ich mich schon auch frag, Was geht da irgendwie für Funky komische Scheiße ab?
00:08:36: Ich bin auch sehr gespannt, was so deine Gedanken im Laufe der Folge sein werden.
00:08:41: und dann deinen Fazit ganz am Schluss, weil wir werden über ganz viele unterschiedliche Themenbereiche irgendwie sprechen heute.
00:08:48: Ja, ich bin richtig gespannt, weil tatsächlich, also so dieses Szenario, diese Aufwindesituation, die kommt mir total bekannt vor.
00:08:57: Also ich hab davon irgendwo schon mal gehört, Ich habe aber eigentlich so gut wie gar kein Background wissen und bin jetzt aber richtig angefixt.
00:09:07: Ich würde sagen, das sind eigentlich die perfekten Worte als Startschuss und wenn du bereit bist, würde ich direkt in den heutigen Spooky-Sunday eintauchen.
00:09:17: Ja, ich bitte darum.
00:09:19: Donnerstag, der achtzehnte August, nineteenhundertsechsundsechzig.
00:09:23: Es ist ein warmer Sonnegartag in Brasilien und der Duft des kurz bevorstehenden Wochenendes hängt in der Luft.
00:09:30: Der Bundesstaat Rio de Janeiro, mit der gleichnamigen Hauptstadt, ist bekannt für seine atemberaubende Küste, die hohen Berge, eine feuchte Luft und ein Himmel, der manchmal so blau ist, dass er fast künstlich wirkt.
00:09:44: Unten pulsiert das Leben, Straßen, die nie ganz still werden, Menschen, die sich bewegen, als würde die Stadt ziehtragen.
00:09:51: Doch Rio ist nicht nur Stadt und Strand.
00:09:54: Kaum lässt man die vertrauten Wege hinter sich, verändert sich die Landschaft schnell.
00:09:59: Häuser werden weniger, Straßen schmaler, der Blick hebt sich zu Hügeln, die sich wie stille Beobachter über den Städten erheben.
00:10:07: Es sind Orte, die fast zu unscheinbar wirken, um sie wirklich wahrzunehmen.
00:10:11: Einer davon liegt bei Niterreu auf der anderen Seite der Bucht.
00:10:15: Ein Hügel, der auf Karten unscheinbar wirkt, aber an diesem Tag ein Geheimnis verbirgt, welches die Menschen noch sechzig Jahre später nicht loslassen wird.
00:10:25: Der Weg dorthin fühlt sich nicht an wie ein Ausflug, sondern wie ein Abbegen aus dem Alltag.
00:10:31: Je weiter man sich von den Straßen entfernt, desto mehr verwandelt sich das Rauschen der Stadt zu einem monotonen Hintergrundgeräusch.
00:10:39: Oben angekommen ist da diese Stille.
00:10:41: Nicht die weiche berühmende Stille, die man mit Natur verbindet, sondern eine, die die Sinne schärft.
00:10:48: Eine Stille, in der jedes kleine Geräusch zu groß wirkt, zu nah, zu deutlich.
00:10:54: Ein Windstoß, der das Gras rascheln lässt, es würde jemand knapp hinter dir über den Boden streichen.
00:11:00: Ein einzelner Vogelruf, der plötzlich in die Luft schneidet und genauso abrupt wieder abbricht.
00:11:06: Der Moro de Vinte ist kein Ort, an dem man aus Versehen gerät.
00:11:10: Es ist kein Aussichtspunkt, kein Spazierziel, nichts, was man mal eben mitnimmt.
00:11:15: Es fühlt sich eher an wie ein Zwischenraum, also nicht mehr ganz statt, aber auch noch keine Wildnis und Genau das macht ihn so einzigartig.
00:11:24: Das würde man dort oben an einer unsichtbaren Grenze stehen.
00:11:27: Und das, weil dieser Ort einem das Gefühl vermittelt, nicht allein zu sein.
00:11:32: Das lege ein Blick auf der Haut, kalt und geduldig, ohne dass man sagen könnte, woher er kommt.
00:11:38: Man wird automatisch leiser, hält unbewusst den Atem an, lauscht in die eigene Stille hinein.
00:11:44: Und das Unheimlichste daran ist nicht, dass man glaubt, beobachtet zu werden, sondern dass man nicht weiß, Von wem?
00:11:58: Am achtzehnten August neunzehntundundsechzig ist es ein Junge, der auf diesem Hügel unterwegs ist, um in den Büschen und im hohen Gras nach kleinen Tieren zu jagen.
00:12:08: Doch statt Beute zu machen, stößt er auf etwas, das nicht hierher passt.
00:12:12: Zwei Männer, die reglos nebeneinander im Gras liegen.
00:12:16: Er ist sich nicht ganz sicher, was hier vor sich geht.
00:12:19: Schlafen sie?
00:12:20: Sind sie ohnmächtig?
00:12:22: Oder sind sie etwa schon tot?
00:12:26: Bevor er seine Gedanken noch länger um diese Fragen kreisen lassen kann, dreht er sich um und beginnt zu rennen.
00:12:32: So schnell ihn seine Beine tragen, den staubigen Weg hinunter.
00:12:35: Ganz in der Nähe lebt ein Polizist, der dem Jungen bekannt ist, also stürzt er in dessen Haus und erzielt ihm atemlos, was er gerade gesehen hat.
00:12:45: Der Junge erwartet nun, dass sofort jemand loszieht, um nach den beiden Männern zu sehen.
00:12:50: Doch der Polizist reagiert kaum, er winkt ab, nimmt die Sache nicht ernst und unternimmt auch nichts.
00:12:57: So vergehen zwei Tage.
00:12:59: Zwei Tage?
00:13:01: Ja.
00:13:02: Oh wow.
00:13:03: Es ist der zwanzigste August, als sich der achtzennährige Georges der Kost Alves zum Drachen steigen auf den Gipfel des Hügels begibt.
00:13:11: Doch noch bevor er überhaupt richtig anfangen kann, bleibt er stehen.
00:13:15: Und es ist nicht das, was er sieht, das ihn zuerst trifft, sondern das, was er riecht.
00:13:21: ein schwerer süßlicher Geruch, der nicht hierher gehört.
00:13:26: Und ich glaube, man kann sich das ein bisschen vorstellen.
00:13:29: Im Brasilien sind zu diesem Zeitpunkt sehr hohe Temperaturen und wenn da zwei leblose Körper liegen und man weiß ja, dass sie da mindestens schon zwei Tage liegen, wenn nicht sogar länger, dann kann man sich, glaube ich, vorstellen, dass das
00:13:44: ein sehr
00:13:45: extremen Geruch mit sich bringt.
00:13:48: Ja, auf jeden Fall.
00:13:51: Ich selbst kann das natürlich gar nicht einschätzen, aber man hört das ja immer wieder, dass es so ein sehr spezieller süßlicher und auch irgendwie unverkennbarer Geruch ist.
00:14:03: Ich frage mich dann auch, wenn ich so was mal riechen würde, ob ich das einordnen könnte.
00:14:09: Ja, weil ich glaube, wenn man das einmal gerochen hat und weiß, was es ist, dann erkennt man das immer wieder.
00:14:15: Aber ich wüsste auch nicht, wenn ich das jetzt zum ersten Mal riechen würde, ob ich direkt zuordnen könnte.
00:14:21: Was dahinter steckt irgendwie.
00:14:24: Und kann er das?
00:14:25: Also nicht direkt erfolgt diesem Geruch dann, um zu sehen, woher er stammt.
00:14:29: Und vielleicht hat er dran gedacht, dass das von einem toten Tier stammen könnte.
00:14:35: Weil ich glaube, das ist ja was, was man vielleicht häufiger sieht, gerade wenn man viel im Wald unterwegs ist.
00:14:43: Aber er entdeckt dann eben auch die beiden Männer nebeneinander im Gras liegen und ... Für einen Moment fragt er sich genau die gleichen Dinge wie der Junge zwei Tage zuvor.
00:14:54: Er hat aber schon das Gefühl, wahrscheinlich auch weil er diesen Gruch wahrgenommen hat, dass für die beiden jede Hilfe schon zu spät kommt.
00:15:04: Er dreht um und wie der Junge zuvor rennt auch er nicht einfach nach Hause, sondern zur nächsten Polizeistation.
00:15:11: Hier meldet er, was er oben gesehen hat.
00:15:14: Der Beamte, der den Fall entgegennimmt, heißt Oscar Nunes.
00:15:17: Aber es ist bereits spät am Tag und das Wetter kippt langsam.
00:15:21: Wind, schlechte Sicht, ein Himmel, der sich zusammenzieht.
00:15:25: Nun ist entscheidet, nicht noch am selben Nachmittag hinaufzusteigen.
00:15:29: Und damit bleibt der Moro de Vinte noch eine weitere Nacht lang sich selbst überlassen.
00:15:34: Und ich muss ja schon sagen, dass sich das irgendwie auch wild findet, weil ja, der Augenzeuge, der das jetzt hier meldet, der berichtet natürlich auch von dem süßlichen Geruch und deswegen kann man davon ausgehen, dass die beiden Männer nicht mehr am Leben sind.
00:15:52: Aber sicher ist es ja nicht.
00:15:53: Es könnte ja auch sein, dass sie Hilfe brauchen.
00:15:55: Ja, ja.
00:15:57: Also es ist wohl so, dass durch den Regen der Aufstieg wohl sehr erschwert wird.
00:16:04: Also selbst am nächsten Tag brauchen sie knapp zwei Stunden, bis sie den Gipfel erreicht haben.
00:16:09: Also doppelt so lang als normalerweise.
00:16:12: Und da ist es ja schon hell.
00:16:13: Ich kann mir schon vorstellen, dass es Vielleicht auch irgendwie nicht ganz machbar gewesen wäre, da nachts noch hochzusteigen, aber
00:16:23: vielleicht auch einfach zu gefährlich.
00:16:25: Und ich verstehe schon auch, dass man dann einen Suchtrupp nicht unbedingt in Gefahr bringen möchte und sagt, wir verschieben das auf morgen.
00:16:32: Ja,
00:16:34: stimmt schon.
00:16:34: Als dann der nächste Morgen anbricht, machen sich Polizisten, Feuerwehrleute sowie einige Journalisten dann direkt auf den Weg.
00:16:42: Wie ich eben schon gesagt habe, ist das Ganze selbst bei Tageslicht keine einfache Strecke, zumindest unter diesen Wetterbedingungen.
00:16:49: Und deswegen dauert es eben diese besagten zwei Stunden, bis sie dann die Stelle erreichen, an der die beiden Männer liegen.
00:16:56: Zwei Männer, nebeneinander auf dem Rücken liegend, die Arme hinter dem Kopf verschränkt.
00:17:01: So ordentlich, dass es für einen Moment fast wirkt, als seit dieser Szene arrangiert worden.
00:17:06: Die Arme hinter dem Kopf verschränkt?
00:17:09: Ja.
00:17:09: Also auswöhnen sie sich so ein bisschen Sonnen?
00:17:12: Also weißt du diese typische Pose?
00:17:14: Ja, genau so eine ganz entspannte Haltung.
00:17:18: Beide?
00:17:19: Ja.
00:17:21: Unter ihnen liegt eine Lage aus Pindobablättern, Palmblätter, wie eine improvisierte Unterlage.
00:17:27: Auf einigen dieser Blätter zeichnen sich dunkle Flecken ab und auch an Mund und Nase der Männer sind Spuren vom Blut zu erkennen.
00:17:34: Beide tragen nahezu identische formelle Anzüge sowie je einen Regenmantel.
00:17:39: Doch das Detail, das aus diesem Fundort etwas macht, das sich fest setzt, sind die Masken.
00:17:45: Hoch zugeschnittene Platten aus Blei, wie schwere selbst gebaute Brillen ohne irgendeinen Ausschnitt, ohne Schlitze, ohne Sichtfenster.
00:17:55: Als hätte man ihnen den Blick nicht nur schützen, sondern vollständig nehmen wollen.
00:18:00: Und kurz dazu, die Quellen unterscheiden sich sehr stark darüber, wo genau die Brillen gefunden wurden.
00:18:06: Also einmal heißt es, die beiden Männer hätten sie über den Augen getragen, ein anderes Mal heißt es, dass die Masken nur neben den beiden auf dem Boden gelegen hätten.
00:18:16: Was zu diesem Zeitpunkt noch völlig offen ist, ist die Frage, warum die Männer sich dort oben befunden haben.
00:18:24: Doch wer sie sind, das lässt sich relativ schnell klären.
00:18:27: Die Ausweise, die man bei ihnen findet, führen weg vom Hügel, weg von der Szene und hinein in zwei ganz normale Leben.
00:18:35: Miguel José Viona, thirty-four und Manuel Pereira da Cruz, thirty-two Jahre alt.
00:18:41: Zwei verheiratete Männer aus Campus de Guéda-Cas, die gemeinsam eine von zu Hause geführte Fernsehreparaturwerkstatt betreiben.
00:18:49: Sie arbeiten demnach als Elektroniktechniker und reparieren Geräte für Nachbarn und Kunden aus der Umgebung.
00:18:55: Ein bodenständiger Beruf, geprägt von Routine, Präzision und handwerklichem Können.
00:19:00: In Campus gelten beide als zuverlässig und unauffällig.
00:19:04: Es gibt keine Hinweise auf Vorstrafen, keine bekannten Konflikte mit dem Gesetz, also nichts, was darauf hindeutet, dass sie ein Leben führen, das besonders viel Aufmerksamkeit erregt.
00:19:14: Gleichzeitig genießen sie einen guten Ruf, vor allem wegen ihrer Expertise in Elektronik und TV-Reparaturen.
00:19:21: Sie sind in der Stadt also schon ziemlich gern gesehen.
00:19:25: Beide hatten in der Vergangenheit Elektronikkurse in Sao Paulo belegt und Miguel war sogar noch einen Schritt weitergegangen.
00:19:34: In den USA, unter anderem zum Hollywood Radio und Television Institute in Kalifornien.
00:19:47: Mit diesem Wissen über ihre nüchterne, technikgetriebene Arbeit und dem sehr rationalen Hintergrund der beiden, verstiebt sich der Blick auf das, was später in ihrem Umfeld erzählt wird.
00:19:58: Denn einige Monate, bevor Miguel und Manuel auf dem Moro Duvinte gefunden werden, kursiert in Sojobodabaha eine Geschichte, die sich wie ein dunkler Vorspann vor den eigentlichen Fall schiebt.
00:20:09: Sie ist nicht Teil der offiziellen Ermittlungsakten und lässt sich heute nicht eindeutig belegen.
00:20:14: Aber sie taucht immer wieder auf, weil sie so auffällig zu den Motiven passt, die später noch wichtig werden.
00:20:21: Experimente, Funktechnik, Signale, und ein Moment in dem etwas völlig außer Kontrolle gerät.
00:20:28: Miguel und Manuel sollen an jedem Abend nicht allein gewesen sein.
00:20:32: Gemeinsam mit einem Freund, Elcio Cuer Gomez, sollen sie an einem Experiment am Strand von Atafona beteiligt gewesen sein, einem bekannten Küstenabschnitt in Sao Jolabaja, unweit von Kampos.
00:20:44: Gegen einundzwanzig Uhr, so heißt es, sei etwas passiert, das die ganze Gegend aufgeschreckt habe.
00:20:51: Ohne Vorwarnung soll eine gewaltige Explosion die Nacht erschüttert haben.
00:20:56: Zeugen sprechen von einem Feuerball, der den Himmel für einen Moment Tag hell macht.
00:21:01: Ein Licht, das noch kilometerweit zu sehen gewesen sein soll.
00:21:05: Und kurz darauf folgt der Knall.
00:21:08: So laut, dass man ihn noch in Weiterentfernung hört und so heftig, dass der Boden spürbar vibriert.
00:21:14: In den umliegenden Häusern sollen Fensterscheiben gekliert haben, vereinzelt es von kleinen Schäden die Rede.
00:21:20: und in einem Kino in der Nähe wird eine laufende Vorstellung unterbrochen, weil im Saal Panik ausbricht.
00:21:26: Menschen springen auf, rennen hinaus und sind überzeugt davon, dass gerade irgendetwas Schreckliches passiert sein muss.
00:21:33: Vielleicht ein Erdbeben?
00:21:36: Noch in derselben Nacht beginnt die Geschichte, ein Eigenleben zu entwickeln.
00:21:40: Gerüchte machen die Runde.
00:21:41: Er ist leise, von Tür zu Tür, von Stimme zu Stimme und doch so schnell, als hätte es nur darauf gewartet, ausgesprochen zu werden.
00:21:50: Ein Flugobjekt sei ins Meer gestürzt, heißt es.
00:21:54: Ein Anwohner will draußen über dem Wasser ein leuchtendes Etwas gesehen haben, zu hell für ein Boot, aber auch zu fremd, um es sofort einordnen zu können.
00:22:03: Dann sagt er, sei es einfach verschwunden.
00:22:07: Nicht davon geflogen und auch nicht langsam hinter dem Horizont gesunken, sondern es sei einfach weg gewesen.
00:22:14: So, als hätte jemand den Himmel kurz geöffnet und ihn dann wieder verschlossen.
00:22:19: Später heißt es sogar, die Marine habe sich eingeschaltet, um eine Untersuchung diesbezüglich einzuleiten.
00:22:26: Ein Polizist in einer nahegelegenen Polizeistation hört die Explosion ebenfalls und spürt, wie das Gebäude vibriert, so als würde etwas von unten dagegen drücken.
00:22:37: Er fährt noch in derselben Nacht Richtung Strand, dorthin, wo die Geräusche hergekommen sein sollen.
00:22:42: Dort angekommen ist es nicht die Dunkelheit, die ihn zuerst trifft, sondern der Geruch.
00:22:48: Ein scharfer, beißender Schwefelgestank, der in der Luft hängt, als hätte etwas gebrannt, das nicht zu diesem Ort aus Salz, Sand und Meer passt.
00:22:57: Im Schein seiner Taschenlampe entdeckt er im Sand eine Spur.
00:23:01: Es sind definitiv keine Fußabdrücke.
00:23:03: Er eine tiefe, breite Rille, etwa thirty-fünf Zentimeter breit und zwanzig Zentimeter tief.
00:23:11: So, als wäre etwas Schweres dort entlanggeschoben worden, oder es hätte sich etwas in den Boden gedrückt und dann wieder gelöst.
00:23:19: Der Polizist nimmt Aussagen auf, sammelt was er greifen kann und meldet den Vorfall weiter.
00:23:25: Doch manchmal gibt es Dinge, die man zwar berichten, aber nicht wirklich erklären kann.
00:23:30: Und in diesem Umfeld taucht dann eine weitere Person auf.
00:23:34: Ein illegaler Funkarmateur, der unweit des Strandes einen besonders leistungsstarken Sender besitzen soll.
00:23:40: Und Miguel, der ja an jenem Abend genau an diesem Strand gesehen worden sein soll, hatte wohl auch Kontakt zu diesem Funkarmateur.
00:23:49: Und auch Elcio, also der Freund der beiden Männer, der an diesem Abend mit anwesend war, der spielt in der heutigen Folge auf jeden Fall noch eine größere Rolle, denn er war nicht nur am Abend der Explosion anwesend, er hilft zeitweise auch in der Werkstatt von Miguel und Manuel aus.
00:24:04: Wie viel davon stimmt, also von diesem Abend der Explosion und wie viel sich im Erzählen verschiebt, lässt sich heute nicht mehr sauber trennen.
00:24:13: Aber genau das macht diese Vorgeschichte auch so unangenehm.
00:24:17: Sie klebt an dem Fall wie Salz an der Haut.
00:24:20: Sie sorgt dafür, dass der Bleimaskenfall für viele nicht wie ein einzelnes isoliertes Ereignis wirkt, sondern wie das Ende einer Spur, die schon vorher in etwas Dunkles hineinführt.
00:24:31: Und diese Spur endet nicht am Strand, sie führt uns zurück nach Campus, zurück in die Nähe von Manuel's Familie.
00:24:38: Denn auch dort taucht Monate vor dem Fund auf dem Moro de Vinte ein Vorfall auf, der später immer wieder erwähnt wird.
00:24:45: Berichten zufolge soll es auf dem Grundstück von Manuel's Familie ebenfalls zu einer Explosion gekommen sein.
00:24:52: Und davon gibt es auch ein Foto, also es gibt ein Foto von Manuel's Vater, wie er in einigen Trümmern steht, Aber es gibt jetzt keine belegbaren Quellen, die irgendwie mehr über diese Explosionen preisgeben würden.
00:25:09: Die Rede ist auf jeden Fall von einem selbstgebauten Gerät, von einem Knall und von Überresten, die darauf hindeuten, dass dort experimentiert wurde.
00:25:18: Nichts davon wird je sauber aufgeklärt und auch nicht offiziell eingeordnet.
00:25:23: Es bleibt eine Randnotiz.
00:25:25: Eine von vielen.
00:25:27: Aber im Rückblick fügt sie sich ein.
00:25:29: als weiteres Fragment in einer Geschichte, die immer wieder dieselben Motive streift.
00:25:35: Technik, Experimente, Dinge, die man aus Neugier beginnt und nicht mehr vollständig unter Kontrolle hat.
00:25:49: Aber um zu verstehen, was mit Miguel und Manuel tatsächlich geschieht, müssen wir jetzt den Blick wechseln.
00:25:54: Weg von Gerüchten und Vermutungen, weg von dem, was sich im Nachhinein um den Fall gelegt hat und zurück zu dem, was sich belegen lässt.
00:26:02: zu den letzten Tagen, in denen man die beiden noch leben zieht, zu den Momenten, in denen sie ihren Alltag in Campus verlassen und nach Niterreu aufbrechen.
00:26:12: Ab hier lässt sich ihre Spur zumindest teilweise nachzeichnen, durch Fahrten, Einkäufe, durch Urzeiten und Zeugen aussagen.
00:26:20: Das sind also keine Spekulation, keinen Hörnsagen, sondern die letzten greifbaren Punkte, bevor ihre Geschichte auf dem Morro de Vinte endet.
00:26:30: Und genau hier beginnt die Timeline, die uns Schritt für Schritt genau dort hinführt.
00:26:36: Es ist die Nacht vom sechzehnten auf den siebzehnten August neunzehntsechzechzig, als Manuell seine Frau mitten in der Nacht weckt, um ihr mitzuteilen, dass er gemeinsam mit Miguel am nächsten Morgen nach Sao Paulo fahren werde, um dort einen Gebrauchtwagen zu erwerben.
00:26:51: Er erklärt, dass ihre Kunden in Zukunft dann noch besser bedienen könnten als ohne eigenes Auto.
00:26:56: Außerdem, so sagt er, wollen sie bei dieser Gelegenheit auch elektronische Bauteile für die gemeinsame Werkstatt besorgen.
00:27:03: Noch in derselben Nacht beginnt Manuel zu packen.
00:27:06: Dabei nimmt er eine ungewöhnlich hohe Bargeldzimmer an sich.
00:27:09: Wir reden hier von zwei Komma drei Millionen Grüßeros.
00:27:13: Nach anderen Angaben soll es sogar deutlich mehr gewesen sein, also das ist so ein Fakt, der sich von Quelle zu Quelle so ein bisschen unterscheidet.
00:27:21: Also eine exakte Umrechnung ist ein bisschen schwierig, weil die brasilianische Währung mehrfach reformiert wurde.
00:27:29: Aber grob überschlagen lege die Summe heutzutage bei ein paar hundert Euro.
00:27:37: Okay.
00:27:37: Wichtig ist auf jeden Fall, dass es sich dabei um relativ viel Geld handelt.
00:27:42: Also das wäre auf jeden Fall keine Summe, die man für so ein Anliegen zu dieser Zeit mitgenommen hätte.
00:27:48: Mhm.
00:27:49: Zusätzlich liegt Manuel zwei Handtücher in ein separates Bündel.
00:27:53: Und als einige Freunde von ihm von dem geplanten Trip erfahren, bitten sie die beiden, kleine Dinge für sie mitzubringen und geben ihnen dafür ebenfalls Geld mit.
00:28:02: Am nächsten Morgen werden die beiden Männer dann von einem gemeinsamen Freund an der Bushaltestelle abgesetzt.
00:28:07: Dort treffen sie zunächst noch auf Ezio, der uns in der heutigen Folge ja schon mehrfach begegnet ist.
00:28:13: Die drei wechseln einige Worte miteinander, bevor sie dann auf Miguel's Nichte treffen.
00:28:18: Miguel und Manuel erzählen ihr, dass sie nach Sao Paulo fahren wollen, um ein Gebrauchtwagen zu kaufen.
00:28:24: Die Nichte merkt darauf hin an, dass so ein Autokauf hier vermutlich um einiges günstiger sei.
00:28:31: Die beiden Männer reagieren etwas waage auf diese Anmerkung und machen deutlich, dass der Wagen ein Grund für die Reise sei, aber nicht der einzige.
00:28:41: Kurz darauf steigen sie in den Bus und nehmen auf den Sitzen Nr.
00:28:47: Für die Menschen um sie herum wirkt es wie eine gewöhnliche Abfahrt, ein ganz normaler Reisetag.
00:28:53: Offiziell, so glauben es Familie und Freunde, geht es nur nach Sao Paulo.
00:28:58: Tatsächlich jedoch steht auf den Fahrkarten ein anderes Ziel, Niterreu im Bundesstaat Rio de Janeiro.
00:29:05: Gegen vierzehn Uhr erreichen Miguel und Manuel ihr verregnetes Ziel.
00:29:09: Der Himmel hängt tief, die Straßen sind nass, das Licht wiegt grau und flach.
00:29:14: Was nach ihrer Ankunft genau passiert, also unmittelbar nach der Ankunft, lässt sich nicht eindeutig sagen.
00:29:21: Vor allem bleibt offen, ob jemand sie am Bahnhof erwartet oder abholt.
00:29:26: Sicher ist nur, dass sie nicht lange am Busbahnhof stehen bleiben, sondern sich relativ zügig auf den Weg in die Stadt begeben.
00:29:33: Einer ihrer ersten Wege führt sie in ein Elektronikgeschäft namens Fluescope.
00:29:38: Dort treffen sie auf den Inhaber, den sie bereits aus vorangegangenen Begegnungen kennen.
00:29:42: Erst vier Tage zuvor waren sie sich in ihrer Heimatcampus über den Weg gelaufen.
00:29:46: Und bei diesem Treffen, also das jetzt schon vier Tage zurückliegt, hatte Manuel ihm eine Anzeige aus einer Zeitschrift gezeigt.
00:29:53: Dabei ging es um einen AMFM-Frequenzgenerator.
00:29:57: Ein Gerät im Wert von über einer Million Kruzerois.
00:30:01: Vereinfacht gesagt ist das ein Mess- und Prüfgerät, das kontrollierte Radiosignale erzeugen kann, also genau definierte Frequenzen, mit denen man Empfänger und Schaltungen testen, kalibrieren und Fehler eingrenzen kann.
00:30:14: In Niedtereu stehen sie nun bei Flüsskopf am Dresen und fragen sehr konkret nach bestimmten Philips-Bau-Teilen.
00:30:21: Der Inhaber muss ihnen jedoch sagen, dass er diese Komponenten nicht auf Lager hat.
00:30:25: Und später betont er dann auch, wie ungewöhnlich ihm diese Nachfrage vorkam.
00:30:30: Nicht, weil es merkwürdig wäre, Ersatzteile zu suchen, sondern weil Miguel und Manuel als erfahrene Techniker eigentlich wissen müssten, dass genau diese Teile in Niterreu normalerweise kaum zu bekommen sind.
00:30:42: Als sie den Laden verlassen, ergibt sich noch ein Detail, das hängen bleibt.
00:30:46: Miguel und Manuel laden den Inhaber ein, sie nach Sao Paulo zu begleiten, um dort gemeinsam nach den Bauteilen zu suchen.
00:30:53: Dieser lehnt jedoch ab.
00:30:56: Gegen vierzehn uffemundvierzig betreten die beiden ein Geschäft für Kunststoff und Gummivan namens Casa Brasilia.
00:31:03: Dort kaufen sie zwei Regenmäntel.
00:31:05: Je weiss zum Preis von neunzehntausend wehrundal kurze Reus und wie vorhin schon einmal kurz erwähnt ist eine genaue Umrechnung schwierig, aber heute entspräche das einem Preis von ein bis zwei Euro pro Mantel.
00:31:18: Zeugen beschreiben die beiden hier als auffallend in Eile.
00:31:21: Und obwohl es draußen regnet, ziehen sie die Regenmäntel beim Verlassen des Ladens nicht an.
00:31:26: Später hält die Polizei fest, dass Miguel und Manuel laut Aussagen bei Flüsskorb zuvor eher ruhig und gefasst wirkten, während sie bei einem zweiten Laden deutlich angespannter erschienen.
00:31:38: Daraus entsteht die Spekulation, dass sie zwischen diesen beiden Stationen möglicherweise jemandem begegnet sein könnten.
00:31:45: Nur wem.
00:31:47: Um fünfzehn Uhr fünfzehn suchen sie eine Bar ganz in der Nähe des Moro Duvinte auf.
00:31:52: Sie werden von Maria, der Tochter des Besitzers, bedient und bestellen eine Flasche Wasser.
00:31:57: Dabei betonen sie, dass diese auf jeden Fall kalt sein müsse.
00:32:01: Maria erinnert sich später gut an die beiden.
00:32:04: Sie beschreibt sie als auffallend nervös und angespannt.
00:32:08: Während sie auf ihre Bestellung warten, sollen sie immer wieder unruhig auf ihre Ohren geschaut haben, so, als hätten sie einen Zeitpunkt im Blick, den sie auf gar keinen Fall verpassen dürften.
00:32:20: Trotz ihrer scheinbaren Eile bestehen sie darauf, eine Quittung zu bekommen.
00:32:25: Auf diese warten sie dann auch mehr oder weniger geduldig.
00:32:29: Und mit diesem Beleg können sie die leere Flasche quasi später zurückbringen und erhalten dafür ein kleines Pfand zurück.
00:32:35: Kurz darauf verlassen sie die Bauungin weiter in Richtung Moro Duvinte.
00:32:40: Und zwar genau zu dem Punkt, wo der Aufstieg zum Hügel beginnt.
00:32:44: Dort angekommen schlagen sie dann einen der Pfade ein, die hinaufführen.
00:32:49: Zeitungsberichte aus dieser Zeit schreiben, dass es wohl insgesamt acht verschiedene Trampelpfade gibt, über die man den Hügel erklimmen kann.
00:32:56: Welcher davon von Miguel um Manuel genommen wird, lässt sich heute nicht mehr eindeutig sagen.
00:33:02: Die beiden werden beim Aufstieg allerdings beobachtet, also es fällt den Menschen auf, dass da zwei Männer sind, die Anzüge tragen und die bei so schlechtem Wetter eben auf diesen Hügel hinaufsteigen wollen.
00:33:16: Ja, ich wollte ja eben auch schon sagen, also die sind ja schon sehr ungewöhnlich und sehr auffällig gekleidet.
00:33:24: Ja.
00:33:25: Und klar, dann kommt eben noch dazu, dass die Wetterbedingungen eher schlecht sind, obwohl das ja auch Grund dafür sein können, dass sie überhaupt niemand sieht.
00:33:37: Ja, ja.
00:33:38: Und ich weiß nicht, ob du das auch manchmal hast, wenn ich irgendwo in der Öffentlichkeit bin.
00:33:43: Find ich, gibt's auch manchmal Personen, die mir besonders im Gedächtnis hängen bleiben.
00:33:47: Weil ich auch entweder finde, dass sie so fehl am Platz wirken oder weil ich bei dem Person irgendwie ein ungutes Gefühl habe.
00:33:54: Und manchmal hab ich dann auch so ... Tagträume, wo ich mir dann vorstelle, wenn mich jetzt jemand quasi fragen würde, ob mir an dem Tag um die Uhrzeit was Außerkömmliches aufgefallen wäre, dann ... wird das auf jeden Fall was, was bei mir hängen geblieben wäre von diesem Tag und irgendwie ... habe ich mir das hier genau so vorgestellt, dass jemand dachte, was wollen die denn in Anzügen jetzt da im Regen auf diesem Hügel?
00:34:21: Ja, voll auf jeden Fall.
00:34:22: Also ich denke, wenn du so was siehst, dann bleibt das auf jeden Fall hängen.
00:34:27: Und ich habe das auch öfter mal genauso wie du eben beschrieben hast, dass ich das eben bei Leuten auch am Alltag einfach sehe.
00:34:32: Manchmal nicht mal unbedingt nur auf so eine Boy, die sind ein bisschen unheimlich oder creepy oder sus Art und Weise, sondern manchmal eben auch einfach ... so ein bisschen weniger wertend, wo ich mir aber einfach denke, na, die Person sticht einfach so ein bisschen raus.
00:34:49: Ja, ja, total.
00:34:50: Das hat
00:34:51: man einfach manchmal.
00:34:53: Und hast du das da manchmal auch, dass du so ins Krippen denkst?
00:34:57: Oh mein Gott, das habe ich so oft, ja.
00:35:01: Weil, also mir ist das heute passiert tatsächlich.
00:35:07: Ich habe dir doch erzählt, dass vor einigen Tagen hier in der Nähe in einem Fluss eine Leiche geborgen wurde.
00:35:16: Boah, ja.
00:35:17: Und es hat sich bisher auch noch nichts daran geändert, dass wir nichts wissen.
00:35:21: Also, ich hab gegoogelt, ich wollte nachlesen.
00:35:26: Und wir haben uns auch mit einigen Menschen unterhalten, aber bisher haben wir gar keine Informationen dazu.
00:35:31: Weil ich mir schon auch dachte, na ja, es würde mich ja schon interessieren, unter welchen Umständen das war, weil ... also, um jetzt mal ganz ehrlich zu sein ... Ich habe gerade erst letzte Woche in unserem Mörder on the Map über einen Fall gesprochen, wo eine Touristin in Goa getötet wurde.
00:35:51: Und ich war schon so ein bisschen so, ja, würde ich schon gerne wissen, unter welchen Umständen.
00:35:55: Na ja, aber fast forward to unserem heutigen Breakfast-Spot.
00:36:02: Da hat uns nämlich dann, das ist in der Nähe von diesem Fluss, der Besitzer erzählt, der eine schwedische Frau hat, Das war eine Frau, ja jetzt wieder in Schweden arbeitet.
00:36:14: Und wir haben sie letztes Jahr auch kennengelernt.
00:36:16: Und wir haben uns auch ein paar Mal mit ihr unterhalten.
00:36:19: Also eine super süße Person.
00:36:21: Und jetzt war sie dieses Mal in dem Café aber nicht mehr da.
00:36:24: Weil sie wieder in Schweden anfängt zu arbeiten.
00:36:29: Und mein Kopf war direkt so, oh mein Gott.
00:36:32: Vielleicht war das ja auch die, die gefunden wurde.
00:36:35: Und vielleicht ... Tut er einfach nur so, als wäre die jetzt wieder in Schweden und müsste dort arbeiten und hätte in Indien keine Arbeit gefunden und und und.
00:36:45: Ich war richtig so, also ich hab nie geglaubt, dass dem wirklich so ist.
00:36:49: Ja.
00:36:50: To be very honest.
00:36:51: Aber so mein Hirn ist da manchmal so richtig so intrusive Thoughts.
00:36:55: Ja, ja.
00:36:56: Ich hab das auch und ich glaube, ich hab das auch mal in einer Folge von Mordlos gehört, dass die da auch drüber gesprochen haben.
00:37:02: Ja,
00:37:02: genau.
00:37:03: Das ist der Mitarbeiterinnen von Laura und Paulina auch so geht, dass sie sich manchmal vorstellen, wenn sie irgendwo lang laufen, wenn jetzt was passieren würde, wie die beiden das dann im Podcast erzählen quasi.
00:37:14: Ja, genau.
00:37:14: Und ich hab das auch oft mit mir selbst, also beispielsweise, wenn irgendwie Raja mir irgendwas super süße schreibt und dann danach fliegt.
00:37:23: Und ich denk mir dann immer so, boah, das ist so was.
00:37:26: Das würde ich halt mit in mein Skript aufnehmen.
00:37:29: Also richtig, richtig.
00:37:31: Kruselig irgendwie auch.
00:37:33: Und ich bin ja echt momentan auch dran am Arbeiten, dass das ein bisschen weggeht, weil ich so bin.
00:37:37: Okay, chill ein bisschen.
00:37:40: Ich würde mich richtig krass interessieren, ob es euch auch so geht.
00:37:44: Also, wenn ihr viele True Crime-Podcast hört, ob ihr auch manchmal in so Skripten denkt oder mit unseren Stimmen vielleicht denkt, wie wir bestimmte Sachen erzählen würden.
00:37:54: Ja, voll.
00:37:55: Oder wie ihr beschrieben
00:37:57: werden würdet.
00:37:58: Ja.
00:37:59: Das hab ich mich nämlich auch schon gefragt, wie würde mich jemand in so einem True Crime Podcast beschreiben?
00:38:04: Was würden die Personen erstes über mich und meine Persönlichkeit sagen?
00:38:08: Ich hab da auch schon öfter drüber nachgedacht.
00:38:11: Es ist echt irgendwie heftig.
00:38:13: Ja, voll.
00:38:14: Ich hab da auch schon bei dir drüber nachgedacht.
00:38:17: Ja, oh Gott.
00:38:19: Richtig wild auf jeden Fall.
00:38:21: Aber ja, schreibt mal bitte, ob es euch auch so geht oder ob wir nur so komisch
00:38:27: sind.
00:38:29: Ich kann mir vorstellen, dass es vielen so geht.
00:38:32: Irgendwie.
00:38:33: Aber jetzt einmal zurück zum Fall.
00:38:35: Also die beiden Männer besteigen in ihren Anzügen bei schlechten Wetter dem Berg.
00:38:40: Und dann?
00:38:41: Ja, ganz genau.
00:38:42: Und dann nach späteren Rekonstruktion erreichen sie den Gipfel gegen die Gipfel gegen die Gipfel gegen die Gipfel gegen die Gipfel gegen die Gipfel gegen
00:38:47: die Gipfel gegen die Gipfel gegen die
00:38:48: Gipfel gegen die Gipfel gegen die Gipfel gegen den Berg.
00:38:49: Wir rekonstruieren also noch einmal.
00:38:51: Die beiden kommen an der Bushaltestelle an und laufen von dort aus den Gipfel gegen die Gipfel gegen die Gipfel gegen die Gipfel gegen die Gipfel gegen die Gipfel gegen die Gipfel gegen die Gipfel gegen die Gipfel gegen die Gipfel gegen die Gipfel gegen die Gipfel gegen die Gipfel gegen die Gipfel gegen die Gipfel gegen die Gipfel gegen die.
00:39:00: Anschließend laufen sie zweihundertachzig Meter zu dem Laden, in welchem sie die Regenmäntel kaufen, bevor sie für wenige Minuten in die Bar einkehren, die sich achthundertfünfzig Meter entfernt befindet.
00:39:10: Und von dieser Bar zum Fuße des Hügels ist es dann ungefähr nochmal ein Kilometer.
00:39:16: Ab diese Moment wird es still.
00:39:18: Es gibt keine gesicherten Begegnungen mehr, keine Quittungen, keine weiteren Zeugen, die eindeutig sagen können, was als Nächstes passiert.
00:39:26: Doch am gleichen Abend, etwa gegen neunzehn Uhr, tocht in der Umgebung des Hügels eine Beobachtung auf, die später noch von großer Bedeutung sein wird.
00:39:43: Crassinda Barbosa Contino fährt zu dieser Zeit mit ihren drei Kindern durch die Gegend, unweit des Moro Duvinte.
00:39:50: Ganz plötzlich sehen sie mehrere Lichter am Himmel.
00:39:54: Daraufhin halten sie an und steigen aus, um sich das Ganze in Ruhe ansehen zu können.
00:39:59: Später beschreiben sie das Objekt als helles, ovales, orangefarbenes Licht und geben von etwas, das wie ein Ring aus Feuer aussah.
00:40:08: Von diesem Licht sollen bläuliche Strahlen in verschiedene Richtungen ausgegangen sein.
00:40:13: Das Objekt habe sich auf und ab bewegt, so als würde es dort verharren, aber eben nicht ganz still stehen.
00:40:20: Rassinder fährt anschließend nach Hause und erzählt ihre Mann Paulo davon.
00:40:25: Paulo wird daraufhin selbst noch einmal in die Gegend, um nachzusehen, doch als er dort ankommt, sind die Lichter bereits verschwunden.
00:40:33: Cassina und Paulo entscheiden sich, vorerst niemandem davon zu erzählen.
00:40:37: Sie melden das Ganze also nicht bei der Polizei und sprechen auch sonst mit niemandem darüber.
00:40:42: Es ist eine Beobachtung, die im Raum stehend bleibt und die erst später, im Zusammenhang mit dem Fall, wieder an Bedeutung gewinnt.
00:40:51: Und während diese Lichter verschwinden, bleibt oben auf dem Moro do Vinte etwas anderes zurück, das nicht einfach verschwindet.
00:40:58: Denn zwei Tage später führt die Spur wieder hinauf auf den Hügel, dorthin, wo die Leichen von Miguel und Manuel entdeckt werden.
00:41:06: Und schauen wir an dieser Stelle nochmal ganz genau hin, und zwar auf das, was man bei den beiden Männern gefunden hat.
00:41:13: Denn am Fundort bleibt nicht nur die Szene selbst zurück, sondern auch eine Reihe von Gegenständen, die wie Fragmente eines Planzwirken.
00:41:21: Teils alltäglich, teils merkwürdig, spezifisch.
00:41:25: Neben den Männern steht eine fast leere Flasche Mineralwasser, dazu provisorische Becher aus zusammengefaltetem Aluminium.
00:41:32: So, als hätten sie kurz zuvor noch etwas trinken wollen.
00:41:35: In der Nähe liegt außerdem ein Paket mit zwei nassen Handtüchern darin.
00:41:39: Unter den persönlichen Gegenständen finden sich Details, die sofort irritieren.
00:41:43: Im Egeisjacke steckt ein Leseglas, an dem sein Ehring festgebunden wurde.
00:41:48: Und aus seiner Armanduhr trägt er nicht am Handgelenk, sondern hat diese sorgfältig in einer Hosentasche verstaut.
00:41:55: Und interessant zu wissen an der Stelle, seine Familie sagt später aus, dass er seine Uhr zu Hause gelassen hatte an jenem Tag.
00:42:03: Also muss es sich bei der Uhr, die bei ihm gefunden wurde, um die Uhr einer anderen Person handeln.
00:42:09: Aber man weiß nicht von wem.
00:42:13: Nee.
00:42:13: Und
00:42:14: das findet man auch im Laufe der Ermittlungen nicht mehr raus?
00:42:17: Nee.
00:42:19: Weil so mein erster Gedanke wäre dann vielleicht auch gewesen, dass es die Uhr seines Kumpels ist.
00:42:26: Aber das kann auch ausgeschlossen werden.
00:42:28: Das
00:42:28: wurde zumindest nicht so betitelt, dass es seine Uhr gewesen ist.
00:42:33: Und ich glaube, das hätte man ja wahrscheinlich relativ leicht herausfinden können,
00:42:37: weil die Polizei
00:42:38: schon im engem Austausch mit beiden Familien gewesen ist.
00:42:42: Okay, also offiziell weiß man nicht von wem die Uhr ist.
00:42:46: Ja.
00:42:47: Ja, gut.
00:42:48: Ja, dann wird sie auf jeden Fall nicht von dem Freund gewesen sein.
00:42:52: Die beiden haben außerdem noch Bargeld bei sich, und zwar nicht einfach Lose in der Tasche.
00:42:58: Bei Miguel ist ein größerer Betrag in einer Plastiktüte in der Hose versteckt, während Manuel einen kleineren Betrag in seiner Jacke aufbewahrt hat.
00:43:06: Klar wird hier auch, dass ein Teil des Geldes zuvor entwendet worden sein muss.
00:43:10: da es sich nicht mehr um den Betrag handelt, den sie nachweislich noch bei sich hätten haben müssen.
00:43:16: Klare Aussagen, wie viel genau fehlt oder ob sie das nicht selbst zuvor hätten ausgeben können, fehlen allerdings.
00:43:22: Also, so wird immer nur gesagt, da hat Geld gefehlt, aber eben nicht wie viel und auch nicht, warum sie eben ganz klar sagen können, dass das jemand entwendet haben muss, weil vielleicht hat man den einen oder anderen Kauf, den sie vorher irgendwie noch getätigt haben, einfach nicht mehr nachvollziehen können.
00:43:40: Daneben finden sich Dinge, die auf den Erstblick völlig alltäglich wirken.
00:43:44: Darunter ein sauber gefaltetes, unbenutztes Taschentuch wird in eingestickten Initialen AMS.
00:43:51: Und auch hier konnte man nicht rausfinden, zu wem dieses Taschentuch gehört, weil die Familie hat gesagt, dass sie das nicht kennt und dass sie das auch niemandem zuordnen können.
00:44:03: In Miguel's Jacke finden sich außerdem Streichholzer und Zigaretten und die Quittung für die zuvor erworbene Wasserflasche.
00:44:10: Und dann gibt es noch einige Dinge, die den Fall mysteriös werden lassen.
00:44:14: Neben einer Zeitung vom siebzehnten August sowie zwei unbenutzten Bus-Tickets zurück.
00:44:19: in ihren Heimatort finden die Polizisten noch einige quadratische Stücke Zillofan, die scheinbar in einer nicht genau definierbaren Substanz gedrängt worden waren.
00:44:30: Und ich habe mich da ein bisschen eingelesen, für was man Xylopharen in den Sechzigerjahren benutzt hat.
00:44:36: Und das hat man damals ein bisschen wie so eine Frischhaltefolie genutzt, also zum Abdecken, Isolieren oder Dosieren von Flüssigkeiten.
00:44:44: Und dann, jetzt wird es eigentlich richtig spannend, sind da noch die handschriftlichen Zettel.
00:44:51: Ja.
00:44:52: Einer dieser Zettel ist Paul mit elektronischen Formeln.
00:44:55: Ein anderer besteht aus einer Folge von Buchstaben und Zahlen.
00:44:59: So als handelt es sich dabei um irgendeine verschlüsselte Botschaft.
00:45:04: In Miguel's Tasche steckt außerdem am Blatt mit konkreten Anweisungen, da kommen wir auch gleich noch genauer drauf zu sprechen.
00:45:11: Es ist also kein einzelner, loser Gedanke und auch keine einfache Notiz, sondern wirklich ein konkreter Ablauf.
00:45:20: Daneben finden sich Aufzeichnungen, die wie medizinische Rezepte wirken, als hätte jemand Dosierungen oder Mischungen notiert.
00:45:27: Und zwischen all diesen Papieren liegt schließlich ein letzter verschmutzter Zettel, auf dem nur ein einziges Wort steht.
00:45:34: Bansai.
00:45:35: Und Bansai ist ein japanischer Ausruf mit mehreren Bedeutungsebenen.
00:45:41: Wortwörtlich bedeutet es Zehntausend Jahre und wurde ursprünglich als Jubelruf verbindet.
00:45:47: Etwa im Sinne von es lebe hoch oder möge es lange bestehen.
00:45:53: In Japan ruft man Bansai zum Beispiel bei Feiern oder um jemandem Erfolg zu wünschen.
00:45:59: International bekannt und das hat eine deutlich dunklere Bedeutung, ist der Begriff aber vor allem durch den Zweiten.
00:46:06: Weltkrieg.
00:46:07: Oh.
00:46:08: Dort wurde Bansai als Schlachtruf japanischer Soldaten verwendet und das oft unmittelbar vor Angriffen oder letzten aussichtslosen Vorstößen.
00:46:19: Und in diesem Setting wirkt dieses Wort finde ich dann sehr sehr unheimlich, weil es irgendwie wie so ein Schlussstrich wirkt.
00:46:28: Ja für mich klingt das auch so ein bisschen so und das hatte ich irgendwie schon die ganze Zeit im Gefühl, dass diese beiden Männer irgendwie so eine sehr spezifische und geplante Mission vor sich hatten und sich da auch so extrem darauf vorbereitet haben, also Der eine hat seiner Frau vorher Bescheid gegeben, dass er morgen dann da und da unterwegs ist und dann haben die sich beide so ein bisschen hergerichtet in ihren Anzügen und hatten auch diese Masken dabei und dann diese Palmenblätter, die da trappiert wurden.
00:47:03: Also all das wiegt auf mich, als hätten sie sich da auf so eine spezielle Mission sehr spezifisch vorbereitet.
00:47:16: Und es wäre das irgendwie so ein bisschen, wenn man dann eben auch über diesen Rufbescheid weiß, es wäre das so ein bisschen Ihre persönliche letzte Schlacht, die Sie da eingehen.
00:47:28: Ja, ja, ganz genau.
00:47:29: Und ich kann mir vorstellen, dass du dich in deiner Meinung auch noch bestätigt fühlen wirst, wenn wir jetzt über die Notizen sprechen, also darüber sprechen, was da genau drauf steht.
00:47:40: Mit einer der Notizen sind wir in der Einleitung in diese Folge gestartet und mit der würde ich jetzt an der Stelle auch direkt anfangen.
00:47:48: Dort wurde folgendes geschrieben.
00:48:00: Was jetzt hier Schwierigkeit an dieser Notiz ist, ist, dass hier gar keine Zeichensetzung verwendet wurde und damit bleibt natürlich offen, wie genau die Sätze gemeint sind.
00:48:14: Die Zeile mit den Kapseln könnte entweder bedeuten, Kapseln einnehmen, nachdem die Wirkung einsetzt oder Kapseln einnehmen, nach der Wirkung Metall schützen, auf Signal warten, Maske aufsetzen.
00:48:27: Das Miguelsehring und seine Armwanduhr oder Wenn man auch immer diese Armadur gehört, nicht wie üblich getragen, sondern in der Kleidung verstaut wurde, wird später oft genau mit dieser Formulierung in Verbindung gebracht, also mit diesem Punkt Metall schützen.
00:48:42: Ja, ja, vorallem, da habe ich auch direkt daran gedacht.
00:48:45: Ein weiterer Zettel wirkt wie gesagt fast medizinisch, also wie so ein richtiger Dosierplan.
00:48:50: Hier steht Sonntag eine Kapsel nach dem Essen, Montag eine Kapsel morgens nüchtern, Dienstag Eine Kapsel nach dem Essen.
00:49:01: Mittwoch eine Kapsel im Liegen.
00:49:04: Die Handschrift soll nach Einschätzung der Embütler zu einem der beiden Männer passen, aber der Ton dieser Notizen wirkt seltsam fremd.
00:49:12: Nicht wie etwas, das die beiden selbst formuliert hätten.
00:49:15: Ja oder vielleicht auch so ein bisschen hastig einfach.
00:49:20: Und weiß man aber, welche Kapsel Sie meinen?
00:49:23: Also, konnte man das herausfinden?
00:49:25: Leider
00:49:26: nicht.
00:49:26: Also diese Kapseln wurden nicht gefunden.
00:49:30: Und warum man auch nicht feststellen konnte, was sich darin befunden hat, da kommen wir im Laufe der Folge auch noch häufiger drauf zu sprechen.
00:49:38: Ja, weil.
00:49:38: also ich würde jetzt ja mal behaupten, dass man das bei einer ordentlichen Obduktion schon feststellen könnte.
00:49:45: Bei
00:49:45: einer ordentlichen Obduktion auf jeden Fall.
00:49:48: Kurzer Reminder an der Stelle.
00:49:49: Der letzte Tag, an dem die Männer gesehen wurden, war der siebzehnte August ein Mittwoch.
00:49:54: Das heißt, die Kapsel im Liegen einzunehmen, war genau für diesen Tag angedacht.
00:49:59: Das heißt gleichzeitig auch, dass ihre Vorbereitung nicht erst an diesem Tag, sondern bereits am Sonntag, dem vierzehnten August, begonnen haben müssen.
00:50:06: Und dann ist da noch ein weiteres Blatt.
00:50:08: Blau, silpriges Papier,
00:50:10: worauf
00:50:11: technische Gleichungen formuliert wurden, die aus dem oberischen Gesetz stammen.
00:50:15: Und das ist eine Grundregel der Elektrotechnik.
00:50:18: Also es beschreibt den Zusammenhang zwischen Spannung, Stromstärke und elektrischem Widerstand in einem Stromkreis.
00:50:24: Für sich genau ist dieser letzte Zettel also völlig plausibel, weil es passt ja zu den beiden Männern, die ja Elektriker waren.
00:50:32: Aber zwischen diesen Dosierplänen, den Coats und den Handlungsanweisungen wirkt selbst dieses eigentlich normale Stück Papier wie ein weiteres Bruchstück aus einem größeren Zusammenhang.
00:50:44: etwas, das man prinzipiell erklären kann und das trotzdem keine Erklärung liefert.
00:50:49: Es macht die Sache nicht klarer, sondern verstärkt nur den Eindruck, dass hier mehrere Ebenen übereinander liegen, ohne dass man sie sauber voneinander trennen kann.
00:50:58: Und was, wenn sie dort oben nicht allein waren?
00:51:02: Denn am Fundort gibt es ein Detail, das genau dafür sprechen könnte.
00:51:07: Die Pindoba-Pletter unter ihnen war nicht etwa zufällig da.
00:51:10: Sie waren zuvor abgeschnitten und dann zurechtgelegt worden.
00:51:14: Und natürlich könnte man an der Stelle auch vermuten, dass die Männer die Blätter selbst abgeschnitten und dort hingelegt haben könnten.
00:51:21: Aber es wurde kein Messer gefunden.
00:51:23: Ja, ganz genau.
00:51:25: Oh mein Gott.
00:51:27: Ja, okay.
00:51:29: Naja, und was ja auch so ein bisschen dafür spricht, ist die Armbanduhr,
00:51:35: die
00:51:36: wir offensichtlich nicht einem von beiden gehört, also die gehört der scheinbarer dritten Person, Und ich finde auch schon so ein bisschen, dass der eine Zettel auf dem
00:51:47: steht,
00:51:48: Treffpunkt, sechzehn und dreißig, dass der so ein bisschen darauf hindeutet, dass sie sich da mit einer weiteren Person treffen.
00:51:57: Denn die beiden Männer, die haben sich ja schon vorher getroffen.
00:52:01: Also die sind ja beide gemeinsam hingewandert und haben dann um sechzehn und dreißig doch den Gipfel auch erreicht.
00:52:08: Ja, ja.
00:52:10: Das heißt, das war dann der Treffpunkt und auch die abgemachte Uhrzeit.
00:52:14: Das spricht für mich irgendwie auch so ein bisschen dafür, dass sie da jemand anderen treffen wollten.
00:52:19: Ja, ich finde auch, dass das Bill schon sehr dafür sprechen würde.
00:52:24: Und damit kippt etwas, weil es nicht mehr nur um das geht, was Miguel und Manuel getan haben könnten, sondern um das, was jemand anderes getan haben muss.
00:52:32: Wenn sie die Blätter nicht selbst dort abgelegt und abgeschnitten haben, Wer hat dann dort oben im Gras gestanden, während sie sich hinlegten?
00:52:48: Nun wird eine offizielle Ermittlung eingeleitet, die vom Leiter der örtlichen Polizeistation José Benancio geführt wird.
00:52:55: Die Leichen von Miguel und Manuel werden in das Gerichtsmedizinische Institut gebracht.
00:53:00: Doch ausgerechnet an diesem Tag herrscht dort Ausnahmezustand.
00:53:04: Am selben Morgen wurde der bekannte Ermittlerhelden Margolius ermordet und auch sein Körper wird in dasselbe Institut eingeliefert.
00:53:12: Die Untersuchung seines Leichnahms hat nun oberste Priorität.
00:53:15: Das heißt gleichzeitig, dass die Obduktion von Miguel und Manuel immer weiter in den Hintergrund rückt.
00:53:22: Entgegen dem üblichen Ablauf übernimmt also in der Zeit nicht der Gerichtsmediziner selbst, sondern ein Assistenten Teile der Arbeit und bereitet die Obduktion vor.
00:53:31: Einschließlich der Entfernung innerer Organe, die zu diesem Zeitpunkt schon stark verwest sind.
00:53:37: Später wird berichtet, dass an den Körpern keine offensichtlichen Spuren von Gewalt und keine klaren Verletzungen festgestellt werden.
00:53:45: Und man hatte ja Blutspuren an Mund und Nase der beiden Männer sehen können, aber man konnte nicht feststellen, woher dieses Blut kommt.
00:53:54: Also sie hatten jetzt keine Verletzung, die erklären würde, warum ihnen Blut aus Mund und Nase gelaufen ist.
00:54:03: Auffällig ist außerdem, dass die Leichen nicht von Tieren angefressen wurden, obwohl aus der Gegend bekannt ist, dass sich dort unter anderem Ratten und Geier aufhalten.
00:54:11: Am zwanzigsten August neunzehntundundsechzig macht sich Miguel's Bruder auf den Weg nach Niterreu zum Gerichtsmedizinischen Institut, um die Leichen für die baldige Beisetzung abzuholen.
00:54:22: Doch zu diesem Zeitpunkt steht bereits fest, dass die Untersuchung unter ungünstigen Bedingungen stattgefunden hat.
00:54:28: Im Institut herrscht an diesem Tag enormer Betrieb und vieles, was später entscheidend gewesen wäre, scheint in der Hektik nicht die Aufmerksamkeit und Sorgfalt bekommen zu haben, die es gebraucht hätte.
00:54:40: Am vierundzwanzigsten August werden Miguel und Manuel dann schließlich im Campus beerdigt.
00:54:45: Noch am selben Tag sorgt ein Bericht für zusätzlichen Druck.
00:54:49: Ein Reporter der im Gerichtsmedizinischen Institut nachfragt, erfährt, dass die inneren Organe der beiden offenbar nicht ordnungsgemäß getestet, sondern letztlich entsorgt wurden.
00:54:59: Berichten zufolge lagen sie mehrere Tage lang unbeachtet auf einem Regal, bis sie so stark zersetzt waren, dass sie keinen verwertbaren Aufstoß mehr liefern konnten.
00:55:09: Also genau das ist das, wo wir vorhin ja schon darüber gesprochen haben.
00:55:13: Keine ordentliche Obduktion.
00:55:16: Ja, ganz genau.
00:55:17: Also ich frage mich wirklich, wie so was passieren kann.
00:55:22: Und das ist auch nicht das einzige, was hier schief gelaufen ist, denn es heißt zusätzlich, dass dem Institut wichtige Reagenzien gefehlt hätten, um alle nötigen Untersuchungen durchzuführen.
00:55:33: Also das heißt, Reagenzien sind chemische Substanzen, die in Laboren verwendet werden, um Stoffe nachzuweisen, zu analysieren oder Reaktionen auszulösen.
00:55:43: Und das heißt, wir haben, stand jetzt auch noch immer, Keine Todesursache.
00:55:50: Mit der wachsenden Aufmerksamkeit für den Fall melden sich nun auch mehrere Zeugen.
00:55:54: Als die Geschichte öffentlich wird, informieren Krasinder und ihr Mann die Polizei über die Lichter, die sie am Abend in der Nähe des Moro Duvinte gesehen haben wollen.
00:56:03: Danach gehen weitere Hinweise ein.
00:56:05: Menschen rufen an und berichten von ähnlichen Beobachtungen in jener Nacht.
00:56:10: In die Terreu richtet die Polizei ihren Blick außerdem auf die unmittelbare Umgebung des Fundortes.
00:56:15: Sie kehren also erneut auf den Moro Duinte zurück, um Skizzen des Geländes anzufertigen.
00:56:21: Dabei entdecken sie einen kleinen Beton Markierungspfosten, der etwa dreißig Zentimeter hoch aus dem Boden ragt.
00:56:28: Später entsteht die Vermutung, dass dieser Marker als Orientierungspunkt gedient haben könnte, also dass die beiden Männer gewusst hätten, dass hier ist genau der vereinbarte Ort.
00:56:39: Nachdem die Bleimasken am XXV.
00:56:41: August noch einmal genauer untersucht werden, diesmal im Beisein von einigen Polizisten sowie Journalisten, geschieht etwas, dass später wie eine weitere, bizarre Randnotiz im Fall hängen bleibt.
00:56:52: Der Leitende Ermittler Chassé erleidet plötzlich eine heftige, allägerische Reaktion.
00:56:57: Sein Körper ist nach dem Kontakt mit den Masken von roten Flecken überseht.
00:57:01: Gleichzeitig zeigt die Forensik, wie wenig greifbar dieser Fall tatsächlich ist.
00:57:06: Der erste Obduktionsbericht kann eine eindeutige Todesursache, da haben wir ja eben schon drüber gesprochen, nicht feststellen.
00:57:14: Und so ziehen die Ermittler am XXVI.
00:57:16: August einen weiteren Experten hinzu.
00:57:18: Dieser soll den Bericht prüfen und eine zweite Einschätzung abgeben.
00:57:22: Doch auch nach seiner Bewertung bleibt die zentrale Frage unbeantwortet.
00:57:27: Selbst in dieser medizinischen Nacharbeit lässt sich nicht sichersagen, woran die Männer verstorben sind.
00:57:33: Ist aber auch nicht sonderlich verwunderlich, denn es konnten ja keine toxikologischen Analysen stattfinden.
00:57:39: Die Blutwerte wurden nicht gecheckt und es gab auch keine Untersuchung des Mageninhaltes – vermutlich, weil die inneren Organe zu diesem Zeitpunkt schon zu stark verwest waren.
00:57:49: Mit dieser Erkenntnis wächst der Fall über die lokale Ebene hinaus.
00:57:52: Die Bundespolizei wird eingeschaltet und beginnt in mehreren Regionen gleichzeitig zu ermitteln.
00:57:58: Parallel interessieren sich auch die Geheimdienststellen von Armee, Marine und Luftwaffe für das, was mit den Männern passiert sein könnte.
00:58:06: Sie wollen wissen, ob eine Idee eines Experiments etwas dran ist und ob es eine Verbindung zu dem Vorfall am Strand von Atafona Monate zuvor geben könnte.
00:58:16: Während die Ermittlungen in Anlaufen fährt schon See nach Campus, um das Leben der beiden Männer genauer zu durchleuchten.
00:58:22: Und auch Elsie rückt nun ins Zentrum der Ermittlungen.
00:58:25: Er wird festgenommen und nach Niterreu gebracht, um dort befragt zu werden.
00:58:29: Dort schildert er seine Vision der Ereignisse.
00:58:31: Und das auch immer und immer wieder.
00:58:34: In Interviews und Aussagen bleibt sie nahezu unverändert.
00:58:37: Und kurz zur Einordnung, bei Elsie handelt es sich um den Mann, der eng mit den beiden befreundet war und auch bei ihnen in der Werkstatt immer wieder ausgeholfen hat.
00:58:46: In seinen Aussagen beschreibt er sich als langjähriger Freund der beiden Männer.
00:58:49: Zu Miguel habe er ein besonders enges Verhältnis gepflegt.
00:58:53: Bei Manuel, so sagt er, habe man in der Zeit vor der Reise gemerkt, dass es ihm schlecht gehe.
00:58:58: Nicht finanziell, sondern eher moralisch, wie er das bezeichnet.
00:59:03: Er stellte es so dar, als hätten Miguel und er versucht, Manuel zurück auf den richtigen Weg zu bringen.
00:59:09: Dann folgt der Teil seiner Aussage, der in diesem Fall sofort heraussteht.
00:59:13: Elcio sagt, er sei überzeugter Kardizist und habe manuell deshalb einen Spiritismus heranführen wollen und an den Kontakt zu wohlwollenden Geistern.
00:59:24: Aus diesem Grund habe er manuell zu einigen Sitzungen in einen spiritistischen Zentrum begleitet.
00:59:29: Mehr sei aber nicht passiert.
00:59:31: Und als er die beiden am Bahnhof verabschiedet habe, habe er festgeglaubt, sie würden tatsächlich nach Sao Paulo fahren.
00:59:38: Ab diesem Moment betont er, wisse er nicht, was passiert sei.
00:59:43: Sarah, hast du schon mal von dem Begriff Kardizist gehört?
00:59:48: Mhm, noch nie.
00:59:50: Ein Kardizist ist ein Anhänger des Kardizismus, einer spiritistischen Lehre, die im neunzehnten Jahrhundert vom französischen Pädagogen Ellen Kardig entwickelt wurde.
00:59:59: Im Zentrum dieses Glaubens steht die Überzeugung, dass die menschliche Seele den Tod überdauert und sich über viele Leben hinweg weiterentwickelt.
01:00:08: Wiedergeburt ist dabei ein zentraler Gedanke.
01:00:10: Jede Existenz gilt als eine Art Lernstufe.
01:00:14: Kadezisten glauben außerdem, dass eine Kommunikation mit Verstorbenen möglich ist, meist über sogenannte Medien.
01:00:21: Diese Kontakte sollen jedoch keinem Selbstzweck dienen und doch keine Sensationen erzeugen, sondern der moralischen Weiterentwicklung helfen.
01:00:29: Der Kontakt zu wohlwollenden Geistern soll Orientierung geben, Trost spenden oder dabei helfen, persönliche Krisen zu überwinden.
01:00:37: Während Elcio also beteuert, nach dem Abschied nichts mehr mit dem Geschehen zu tun zu haben, gehen die Ermittlungen in eine andere Richtung weiter.
01:00:45: Zurück zu dem Funk- und Signalstrang, der seit Atafona wie ein Schatten über dem Fall liegt.
01:00:50: Wir sind also jetzt wieder bei der Explosion am Strand, über die wir bereits an anderer Stelle gesprochen haben.
01:00:56: Die Ermittler finden nun heraus, dass die Marine in den Tagen vor dem Atafona-Vorfall mehrere Funksprüche aus genau dieser Gegend abgefangen hat.
01:01:06: Diese lauteten CKJ-II-I, CKJ-II-II und CKJ-II-III.
01:01:13: Das merkwürdige, diese Rufzeichen tauchen in keinem Register auf und das bedeutet einfach, dass sie niemandem zuzuordnen sind.
01:01:20: Beweisen lässt sich daraus nichts, aber es bleibt ein Detail, dass sich nicht ganz abschütteln lässt.
01:01:25: Die Möglichkeit, dass in der Nähe all dieser Ereignisse Signale gesendet wurden und dass bis heute niemand sagen kann, wer sie verschickt hat.
01:01:35: Doch neben der Explosion am Strand wissen wir auch vom Mindestens einer weiteren, der im Haus von Manuels Familie.
01:01:41: Und nach und nach wird klar, dass die beiden gemeinsam häufiger irgendwelche Experimente durchgeführt haben müssen.
01:01:48: Am zwölften August fragte ein Nachbar die beiden, was sie denn mit dem Bleirohr vor hätten, an dem sie gerade arbeiteten.
01:01:55: Daraufhin erzählten sie ihm, dass oneinzehntundertachtundsechzig ein Zyklon die Erde verwüsten würde und sie mit ihrer Arbeit das Ende der Welt verhindern würden.
01:02:05: Wenige Stunden später wurden sie dann von Manuels Frau dabei beobachtet, wie sie die Bleimasken, die sie offenbar aus dem Rohr anfertigten, anprobierten.
01:02:14: Als die Ermittler Nachforschungen anstellen, entdecken sie neben den Überresten des Bleirohrs ein Buch und Dieses Buch dreht sich rund um das Thema des Spiritismus und umfasst Aspekte über Leuchtkraft, Masken und Lichtgeister.
01:02:27: Während die Ermittler versuchen, diese Spur einzuordnen und in das Gesamtbild einzufügen, bleibt Elcio nicht lange in Haft.
01:02:34: Sein Anwalt reicht einen Antrag ein, und zwar einen juristischen Eilantrag, mit dem geprüft wird, ob jemand rechtmäßig festgehalten wird.
01:02:43: Wenn die Behörden keine ausreichende Grundlage für die Inhaftierung vorweisen können, kann ein Gericht anordnen, dass die Person freigelassen werden muss.
01:02:50: Genau das passiert nun.
01:02:52: Anfang September versucht Ezio seine Rolle in der Geschichte endgültig zu entkoppeln und legt ein Alibi für den Nachmittag des siebten August vor.
01:03:01: Er präsentiert eine Quittung aus einem Autogeschäft im Campus, seiner Heimatstadt, welche sich ja rund vierhundert Kilometer von Niterreu entfernt befindet.
01:03:10: Später, zu der Zeit in der Miguel und Manuel nach Einschätzung der Ermittler bereits tot gewesen sein könnten, wollen Nachbarn ihn zudem vor seinem Haus gesehen haben, wie er an seinem Auto arbeitete.
01:03:21: Damit steht zumindest für diesen entscheidenden Zeitraum eine Version im Raum, die ihn räumlich weit weg vom Moro Duvinti verortet.
01:03:29: Währenddessen ist der Fall auch für José noch nicht abgeschlossen und das, obwohl er offiziell nicht mehr für ihn zuständig ist.
01:03:37: Er ist durchblicken, dass er weiterhin aufmerksam bleibt und erneut plant, nach Campus zu fahren.
01:03:43: Intern wird nun sogar diskutiert, ob man eine Exhumierung beantragen solle, um die Leichen noch einmal untersuchen zu lassen und vielleicht doch eine Spur zur Tour des Ursache finden zu können.
01:03:53: Etwa einen Monat, nachdem die Leichen freigegeben wurden, tocht in Campus ein weiteres Detail auf.
01:03:59: Diesmal nicht bei der Polizei selbst, sondern in Miguels Umfeld.
01:04:03: Miguels Bruder stößt in der Werkstatt auf etwas, dass ihm direkt ins Auge sticht.
01:04:09: Ein Notizbuch, aus dem ein Blatt herausgetrennt wurde.
01:04:12: Und dabei handelt es sich wohl um eines der Blätter, welches später am Fundort sichergestellt werden konnte.
01:04:18: Und das bestätigt ja, was schon zuvor vermutet wurde, dass einer der Männer die Notiz selbst verfasst hatte.
01:04:25: Kurz darauf hat Miguel's Bruder erneut nach Niterreu, um die Sterbeokunden abzuholen.
01:04:30: Daran steht, dass aufgrund des bereits weit fortgeschrittenen Verwesungszustandes keine Todesursache zuverlässig festgestellt werden könne.
01:04:38: Und als er sich die Akten genauer ansieht, fällt ihm ein weiterer Punkt auf.
01:04:43: Im ersten Obduktionsbericht soll es eine gravierende Unstimmigkeit gegeben haben.
01:04:48: Der Name des ursprünglichen Spezialisten wurde offenbar entfernt und durch den Namen eines anderen ersetzt.
01:04:54: Später wird darüber spekuliert, dass der erste Experte dem Bericht nicht zustimmen wollte und deshalb verlangt habe, dass sein Name eben nicht darunter gesetzt wird.
01:05:05: Und genau an diesem Punkt kippt der Fall endgültig in das, was ihm bis heute so berüchtigt macht.
01:05:11: Wenn selbst die offiziellen Unterlagen Brüche und Fragezeichen hinterlassen, bleibt am Ende ein Vakuum.
01:05:18: Und dieses Vakuum füllen Menschen mit Erklärungen, mit Vermutungen und vor allem mit Theorien.
01:05:31: Eine der ersten Theorien, die entsteht, versucht gar nicht, das Geschehene mystisch zu erklären.
01:05:36: Sie setzt dort an, wo der Fall am greifbarsten wirkt.
01:05:39: Bei den Zetteln, den Uhrzeiten, den Anweisungen.
01:05:42: Alles daran wirkt vorbereitet, geplant und wie ein Ablaufprotokoll.
01:05:47: Die Frage liegt nahe.
01:05:49: Könnte es sein, dass Miguel und Manuel freiwillig an einem Experiment teilgenommen haben oder es womöglich sogar selbst durchführen wollten?
01:05:57: Und diese Theorie wird auch von offizieller Seite geprüft.
01:06:00: Das Ingenieurinstitut der Armee untersucht die Blermaske auf radioaktive Strahlung, mit negativen Ergebnissen.
01:06:08: Doch allein die Anordnung dieser Analyse zeigt, wovon die Ermittler ausgehen.
01:06:12: Von einem technischen oder wissenschaftlichen Versuch, dessen genaue Natur irgendwie unklar ist.
01:06:18: Doch der Moro Duvinte passt genau in dieses Bild.
01:06:21: Er ist abgelegen, erhöht und isoliert.
01:06:24: Ein Ort, der sich für Funkübertragungen, Messungen oder Signalversuche geradezu anbietet.
01:06:30: Und tatsächlich stoßen die Ermittler auf mehrere Hinweise, die in diese Richtung deuten.
01:06:34: Die angeblichen Codes, die bei den Männern gefunden werden, empuppen sich zumindest teilweise als echte technische Bezeichnungen.
01:06:43: Es handelt sich um Kennenomaren von Elektronenröhren, wie sie in analogen Fernsehgeräten verwendet werden.
01:06:49: Das sind also Bauteile, die Miguel und Manuel aus ihrer täglichen Arbeit kannten.
01:06:55: Und Elcio gibt nun an, dass er den beiden bestimmte Codes mitgegeben hatte, damit sie ihm genau wissen, welche Röhren sie mitzubringen haben.
01:07:04: Und zu dieser Theorie rund um ein Experiment passt auch die Aussage von Miguel's Schwester Isabel.
01:07:09: Sie erinnert sich daran, dass er ihr immer wieder von einem sehr wichtigen Experiment erzählt habe, das er eines Tages durchführen wolle.
01:07:17: In den letzten Tagen vor der Reise sei er dann auffallend still gewesen.
01:07:21: Er habe einen besorgten Ausdruck auf dem Gesicht gehabt und sie habe das Gefühl nicht loswerden können, dass der Moment nun gekommen sei.
01:07:29: Kurz darauf sei er dann plötzlich aufgebrochen.
01:07:31: Aber warum?
01:07:33: Das wissen sie bis heute nicht genau.
01:07:35: Aber sie ist sich eben sehr sicher, dass dieses von ihm angekündigte Experiment irgendetwas mit seinem Tod zu tun hat.
01:07:42: Und doch endet dieses Spur genau dort, wo sie eigentlich beginnen müsste.
01:07:46: Bei der Frage nach dem wozu.
01:07:48: Denn trotz all dieser technischen Anknüpfungspunkte findet sich keine eindeutige Erklärung, welches Experiments sie auf dem Hügel tatsächlich durchführen wollten.
01:07:57: Keine Skizze eines Aufbaus, kein Gerät, das den Versuch greifbar machen würde und auch kein Beweis, der ihn eindeutig macht.
01:08:04: Es bleiben einzelne Fragmente.
01:08:07: All diese Infos, die ich ihm aufgezählt habe, lässt die Experimenttheorie zumindest teilweise greifbar wirken.
01:08:13: und auch bleibt eine Lücke, die sich technisch nicht erklären lässt.
01:08:16: Denn selbst wenn man annimmt, dass Miguel und Manuel etwas Konkretes vorhatten, stößt man im Zeitablauf des siebzehnten August auf einen Bruch.
01:08:24: Rund einundzwanzig Minuten, die nicht sauber rekonstruiert werden können.
01:08:29: Minuten, in denen sie nirgends eindeutig gesehen werden.
01:08:32: Minuten, die zwischen der Busstation und dem Elektrogeschäft liegen.
01:08:37: Und genau auf dieser Strecke zwischen der Busstation und dem Elektrogeschäft befindet sich ein Ort, der den Fall in eine andere Richtung kippen lässt.
01:08:45: Ein Spiritismuszentrum namens SIPI.
01:08:49: Und es liegt so nah, dass ein kurzer Abstecher möglich gewesen wäre, ohne große Umwege und ohne großes Aufsehen.
01:08:57: Die Ermittler spekulieren später, dass Miguel und Manuel dort gewesen sein könnten.
01:09:02: Beweisen lässt sich das aber nicht.
01:09:04: Und bei diesem SIPI handelt es sich um ein kadizistisches Zentrum.
01:09:09: Ein Ort für Sitzungen, Gebete und spirituelle Unterweisungen.
01:09:13: Hier geht es um die Kommunikation mit sogenannten wohlwollenden Geistern, um moralische Führung und Vorbereitung auf Prüfungen des Lebens.
01:09:21: Und genau an diesem Punkt beginnt sich daher die Perspektive zu verschieben.
01:09:26: Denn wenn Technik allein keine Antwort liefert, rückt eine andere Erklärung in den Vordergrund.
01:09:31: Eine, die Glaube, Vorbereitung und Opfergedanken miteinander verbindet.
01:09:36: Aus dieser Richtung entsteht nun also eine weitere Theorie.
01:09:40: die eines gemeinsamen geplanten Suizids.
01:09:43: Diese Annahme wird auch deshalb diskutiert, weil sie sich mit Elementen des Kardizismus verknüpfen lässt.
01:09:49: Denn in dieser Glaubenslehre spielt die Vorstellung eine Rolle, dass das irdische Leben nur eine Etappe ist, also quasi wie eine Prüfung, die der geistigen Weiterentwicklung dient.
01:10:00: Für Außenstehende kann daraus der Eindruck entstehen, dass Leid oder sogar der Tod nicht zwangsläufig als endgültig verstanden werden, sondern als Übergang in eine andere Daseinsform.
01:10:11: Und hierbei könnte der Tod nicht als Flucht, sondern als bewusster Schritt gesehen worden sein, getragen von dem Glauben, etwas Notwendiges oder Vorbestimmtes zu erfüllen.
01:10:21: Aber vieles passt nicht zu einem klassischen Suizid.
01:10:24: das fehlende Motiv, das teilweise verschwundene Geld, der Pfandzettel für die Wasserflasche, die sorgfältige Vorbereitung, die eher nach Rückkehr als nach Abschied aussieht.
01:10:34: Denn wir erinnern uns, bei den beiden wurde ja auch ein Bus-Ticket gefunden, welches sie zurück in ihren Heimatort gebracht hätte.
01:10:43: Und dann gibt es ja noch die Sichtungen am Abend des siebzehnten August.
01:10:47: Und damit öffnet sich die Tür zur UFO-Theorie.
01:10:54: Diese Theorie ist die spektakulärste und zugleich auch die umstrittenste.
01:10:58: Denn die Theorie geht davon aus, dass die Lichter am Himmel kein Zufall waren und in direktem Zusammenhang mit dem stehen könnten, was auf dem Moro de Vinte geschah.
01:11:07: Für die Anhänger dieser Theorie sind die Bleimasken kein skurriles Detail, sondern eine Schutzausrüstung.
01:11:13: Und zwar nicht gegen irgendetwas irdisches, sondern gegen ein intensives Licht, gegen eine Strahlung oder gegen etwas, das man nicht direkt ansehen sollte.
01:11:22: Der Zettel mit der Anweisung auf ein Signal zu warten, bekommt in diesem Kontext eine völlig neue Bedeutung.
01:11:28: Und auch andere Elemente des Fals werden hier neu gelesen.
01:11:32: Das Ablegen von Metall, das Warten zu einer exakt festgelegten Uhrzeit, der abgelegene Ort, die vorherigen Berichte über Explosion und Lichter in der Region.
01:11:41: Laut dieser Theorie waren Miguel und Manuel nicht allein, sondern Teil einer Begegnung, die sie erwartet oder zumindest für möglich gehalten haben.
01:11:50: Und die Theorie rund um die U-Fuß verschwindet nie ganz aus dem Umfeld des Fals.
01:11:54: Unter anderem, weil sie nicht nur an den Ereignissen von neunzehntundsechzig hängt, sondern immer wieder durch spätere Geschichten gefüttert wird.
01:12:02: Ein Beispiel wird dabei besonders oft genannt.
01:12:05: Rund zwanzig Jahre nach dem Vorfall am Morro du Vinte werden am Strand von Crumari ebenfalls im Bundesstaat Rio de Janeiro erneut zwei Männer tot aufgefunden.
01:12:15: Ein fünfundzwanzigjähriger Informatiker und Sohn eines wohlhabenden Zahnarzt sowie ein fünfundzwanzigjähriger Lieferfahrer.
01:12:22: Beide gelten als Ufu-Entusiasten und sollen sich regelmäßig nachts mit anderen getroffen haben, um den Himmel zu beobachten.
01:12:29: Und wieder tauchen am Fundort Details auf, die sofort der Innerungen wecken.
01:12:34: Die Polizei findet eine leere Flasche eines Kohlensäurehaltigen Getränks, zwei Plastikbecher und eine leere Flasche Guarana Pulver.
01:12:41: Allerdings ohne Verschluss.
01:12:43: Hinzu bemerken sie einen starken Geruch von Ammoniak.
01:12:46: Und dieser Geruch führt zunächst zur Vermutung einer Vergiftung.
01:12:50: Daher wird sogar wegen Doppelmordes ermittelt.
01:12:53: Spätere Analysen sollen schließlich Spuren eines stark-phosphororganischen Pestizids ergeben haben.
01:12:59: Doch wie bei unserem heutigen Fall bleibt am Ende vieles offen.
01:13:03: Eine endgültige, überzeugende Erklärung wird nie wirklich greifbar und genau das sorgt dafür, dass sich die Spekulationen festsetzen.
01:13:12: Bis heute wird deshalb in beiden Fällen immer wieder davon berichtet, dass die Männer versucht haben könnten, Kontakt herzustellen, mit wem oder was auch immer.
01:13:22: Und weil sich die Motive so ähneln, wird dieser spätere Fall bis heute als Grund genannt, warum die UFO-Theorie und um den Moro du Vinte immer wieder auftaucht und sich so hartnäckig hält.
01:13:34: Und genau an diesem Punkt kippt der Blick erneut.
01:13:37: Denn wenn man die UFO-Theorie einen Schritt zurücknimmt, bleibt etwas sehr irdisches übrig.
01:13:42: Menschen, die geglaubt haben könnten, an etwas Besonderem teilzunehmen und dabei ausgenutzt wurden.
01:13:48: So entsteht eine weitere düstere Deutung, die Möglichkeit eines Verbrechens.
01:13:54: Die Idee dahinter ist einfach und gerade deshalb so beunruhigend.
01:13:58: Miguel und Manuel können davon überzeugt worden sein, dass sie kurz vor einer spirituellen Erkenntnis stehen, dass die Kapsel notwendig sein, um sich darauf vorzubereiten, dass die Masken Schutz bieten.
01:14:10: und dass der Ort und die Uhrzeit Teil eines höheren Plans seien.
01:14:14: In dieser Theorie werden sie nicht nur Teilnehmer, sondern Zielpersonen gewesen.
01:14:18: Dazu könnte passen, dass ja eine größere Menge Bargeld gefehlt haben soll.
01:14:24: Es passt auch, dass sie offenbar jemanden vertraut haben müssen.
01:14:27: Jemandem, der ihnen Anweisungen gab, der sie an einen abgelegenen Ort schickte und ihnen versprach, dass alles unter Kontrolle sei.
01:14:35: Die Kapseln können in diesem Szenario keine medizinische oder spirituelle Funktionen gehabt haben, sondern schlicht ein Mittel gewesen sein, um sie handlungsunfähig zu machen.
01:14:44: Diese Theorie wird zusätzlich dadurch genährt, dass die Polizei den Hügel erst Tage später erreichte.
01:14:50: Zeit genug für jemanden, der wusste, wo die Männer lagen und zurückzukehren und Dinge mitzunehmen.
01:14:56: Auch hier gibt es keine Beweise, nur eine Kette von Möglichkeiten.
01:15:00: aber sie führt weg von außeredischen Begegnungen und hin zu etwas Rationalem.
01:15:05: Der Vorstellung, dass zwei Männer auf der Suche nach Sinn, Erkenntnis oder Kontakt gezielt manipuliert und am Ende zurückgelassen wurden.
01:15:13: Und dass das Rätsel des Moro du Vinte nicht am Himmel beginnt, sondern bei ganz menschlicher Gier und Täuschung.
01:15:20: Und vielleicht ist genau das der Grund, warum dieser Fall nie wirklich zur Ruhe kommt.
01:15:25: Je länger man ihn betrachtet, desto weniger wiegt er wie ein einzelnes Ereignis, eher wie ein Riss, durch den immer wieder neue Geschichten nach oben drängen.
01:15:34: Manche davon sind belegt, andere nur geflüstert.
01:15:38: Und eine der Unheimlichsten taucht ausgerechnet erst dann auf, als der Bleimaskenfall in die Nachrichten gerät.
01:15:46: Nicht in den Akten, nicht in eine Polizeibericht, sondern als Erzählung, die plötzlich immer schon bekannt gewesen sein soll.
01:15:54: Weitergegeben aufgegriffen, aber nicht überprüfbar.
01:15:57: In einem Artikel aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, aus dem September, Ob diese Geschichte stimmt, lässt sich heute kaum noch verifizieren.
01:16:29: Sie taucht zu spät auf, kommt aus zweiter oder dritter Hand, ist eher Echo als Beweis.
01:16:35: Und doch ist sie genau deshalb so wirksam, weil sie den Gedanken in dem Raum stellt, dass Miguel und Manuel vielleicht nicht die ersten waren, sondern nur die, deren Geschichte laut genug wurde, um hängen zu bleiben.
01:16:47: Und damit schließt sich der Kreis auf eine Art, die keine Erleichterung bringt.
01:16:52: Denn wenn das stimmt, auch nur teilweise, dann ist der Moro Duvente nicht einfach ein Ort, an dem etwas Schreckliches passiert ist.
01:16:59: Dann ist er ein Ort, an dem sich etwas wiederholt.
01:17:02: Ein Muster, eine Spur, etwas, das auftaucht, verschwindet und Jahre später wieder an die Oberfläche kommt.
01:17:10: Vielleicht ist das das eigentlich Unheimliche an diesem Fall.
01:17:14: Nicht das, was wir wissen, sondern das, was sich immer wieder dazwischen schiebt.
01:17:18: Diese kleinen Geschichten, die aussehen wie Zufälle, bis man sie nebeneinander reiht.
01:17:23: Und plötzlich klingt der Bleimaskenfall nicht mehr wie ein Rätsel, das gelöst werden will, sondern wie eine Warnung, die man zu spät verstanden hat.
01:17:32: Der Hügel steht noch immer dort, still und unscheinbar.
01:17:36: Und vielleicht wartet er nicht darauf, dass jemand hinaufgeht, sondern darauf, dass jemand begreift, dass manche Fragen nicht verschwinden, nur weil man aufhört, sie zu stellen.
01:17:46: Also ich habe ja vorhin schon gesagt, dass ich irgendwie tausende Fragen im Kopf habe.
01:17:51: Ja.
01:17:52: Und ich bin ehrlich, so viele davon konnten wir irgendwie nicht wirklich beantworten.
01:17:57: Nee, leider nicht.
01:17:58: Also ich bin auch mit sehr vielen Fragezeichen im Kopf irgendwie zurückgeblieben.
01:18:02: Was würdest du denn am wahrscheinlichsten einstufen?
01:18:07: Was ist da passiert?
01:18:09: Also ich glaube ganz ehrlich, dass die Männer versucht haben, in Kontakt mit irgendwas zu treten, weil ich finde, das würde irgendwie die Kapseln erklären, dass sie sich darauf vorbereiten wollten, dass sie vielleicht dachten, sie müssen die Kapseln einnehmen, um in der Lage zu sein, vielleicht den Kontakt aufzunehmen.
01:18:29: Ja.
01:18:30: Diese Bleimasken sprechen für mich auch irgendwie dafür, weil sie wollten sich ja vor irgendwas schützen und ich kann mir schon vorstellen, dass es sich dabei um nichts irdisches handelt.
01:18:43: Und ich finde auch den Fakt, dass sie damit ihren Anzügen lagen, als würden sie an dem Tag was ganz Besonderes machen.
01:18:52: Ja, ja, voll.
01:18:52: Die haben sich ja schon so ein bisschen rausgeputzt.
01:18:55: Ja.
01:18:56: Ja, voll.
01:18:56: Und sie haben sich ja auch vorbereitet.
01:18:58: Also, es war ja schon etwas, wovor sie scheinbar Respekt hatten.
01:19:03: Ja.
01:19:05: Und wo sie sich irgendwie so ein bisschen selbst vorschützen wollten.
01:19:08: Mhm.
01:19:09: Gleichzeitig haben sie sich dem ja aber auch ausgesetzt.
01:19:12: Ganz bewusst.
01:19:13: Ja.
01:19:13: Ja.
01:19:13: Und ich könnte mir dann schon auch vorstellen, dass diese Theorie auch stimmen könnte mit dem Verbrechen, also dass sie ausgenutzt wurden, weil sie eben daran geglaubt haben.
01:19:24: Aber dann frage ich mich natürlich, warum, wenn sie wirklich ausgeraubt worden sein sollen.
01:19:31: Warum hat die Person da nicht das ganze Geld mitgenommen?
01:19:33: Weil das ergibt für mich dann wiederum gar keinen Sinn.
01:19:37: Und auch die Uhr und den Ehring.
01:19:39: Ja, ja.
01:19:41: Und deswegen glaube ich all in all schon, dass sie mit irgendwas Außerirdischem in Kontakt treten.
01:19:46: wollten und das vielleicht vorher auch schon probiert haben, als diese Explosion passiert ist.
01:19:51: Und dadurch, dass ja auch ganz viele Leute am Abend dieses siebzehnten August auch wirklich helle Lichter über diesem Hügel gesehen haben, kann ich mir schon vorstellen, dass das auch irgendwie funktioniert hat.
01:20:03: Ja, was mich an dem Fall auch irgendwie so ein bisschen stutzig stimmt, ist halt die Tatsache, dass keine Todesursache festgestellt werden konnte.
01:20:14: Und da frage ich mich dann aber schon, also diese Theorie des Außerirdischen, würde die das erklären oder nicht?
01:20:22: Ist das etwas, was vielleicht so völlig über unsere Realität, über unseren Wissenstand hinausgehen könnte, was wir gar nicht feststellen könnten, sage ich mal?
01:20:35: Oder ist das irgendwie auch unwahrscheinlich?
01:20:37: Ich weiß es nicht.
01:20:38: Ich meine, was schon ein bisschen dafür sprechen könnte, dass sich in diesen Kapseln irgendwie Gift befunden hat, ist ja, dass bei den Männern Blut an Mund und Nase sichergestellt wurde, ohne dass es jetzt eine offensichtliche Verletzung gegeben hat.
01:20:55: Aber dann frage ich mich auch, Sie haben die Kapseln ja über mehrere Tage hinweg eingenommen.
01:21:00: Woher hätten Sie dann wissen können, dass sie dann genau an diese Mittwoch daran sterben?
01:21:05: Und nicht schon früher.
01:21:06: Also
01:21:06: glaubst du, dass in den Kapseln Gift gewesen sein soll?
01:21:10: Ich könnte mir auch vorstellen, dass vielleicht irgendwelche Drogen darin gewesen sein sollen, weil ich schon auch gehört habe, dass manche Menschen das ja auch machen, Drogen nehmen, manchmal glaube ich anders zu sich zu finden oder wirklich bestimmte Dinge zu sehen.
01:21:28: Aber dadurch, dass dieses Blut am Mund und Nase gefunden wurde, spricht das für mich irgendwie schon auch dafür, dass das in den Kapseln letztendlich ihren Tod verursacht haben könnte.
01:21:40: Aber ich glaube, das wäre dann ja was Irresches gewesen.
01:21:43: Das hätten Sie ja mit Sicherheit nachweisen können oder nicht?
01:21:47: Na ja, Sie haben ja keinen toxikologischen Befund erstellen können.
01:21:51: Ja, okay.
01:21:53: Weil die inneren Organe, die waren auch schon ziemlich stark verwest, als die Männer gefunden wurden und dann wurde damit ja auch sehr unsachgemäß umgegangen, nenn ich's mal.
01:22:04: Und deswegen... Konnte man gar nicht feststellen, was die beiden zu sich genommen haben.
01:22:09: Ich würde jetzt aber gar nicht mal davon ausgehen, dass die Männer irgendwie Gift oder Drogen zu sich genommen haben.
01:22:17: So mein allererster Gedanke war tatsächlich, dass sie da irgendwas zu sich genommen haben, um sich vorzubereiten.
01:22:25: Also irgendwas Präventives, um sich vielleicht vor irgendwas zu schützen, so wie vielleicht auf die Masken und so was.
01:22:32: Weißt du, was ich mein?
01:22:33: Also, dass sie sich vielleicht wirklich auf so einen außerirdischen Kontakt vorbereitet haben, mit dem Glauben, dass sie hier irgendwas zu sich nehmen müssen, um sich vor irgendwelchen Strahlungen oder vor irgendetwas zu schützen.
01:22:46: Irgendwie passt das ja auch zu der Aussage, die sie gegenüber dem Nachbar getätigt haben, weil sie daher gesagt haben, sie wollen mit ihrer Arbeit irgendwie das Ende der Welt verhindern.
01:22:55: Ja.
01:22:56: Vielleicht dachten sie ja, dass sie mit Außerirdischen in Kontakt treten können, um das Ende der Welt irgendwie zu verhindern.
01:23:02: Also ich könnte mir schon vorstellen, dass das in ihrer Sicht oder aus ihrer Sicht irgendwie Sinn ergeben hätte.
01:23:11: Es ist auf jeden Fall alles sehr, sehr, sehr mysteriös, sehr wenig nachvollziehbar.
01:23:22: Ich bin da echt komplett überfragt.
01:23:25: Also für mich ... Scheint es schon so, als hätten sie sich da ganz bewusst hinbegeben, als hätten sie da ein Mission und einen Plan gehabt.
01:23:35: Das sprechen ganz viele Dinge für mich für, also die ganzen Notizen, die vorher geschrieben wurden, dass sie sich so sorgfältig angezogen haben, diese Palmblätter, diese Verabredung, die sie da ja scheinbar auch hatten.
01:23:49: Und lauter solche Dinge irgendwie und auch diese Kapseln, die sie da scheinbar geschluckt haben.
01:23:55: Deswegen für mich auch so ein bisschen so, als hätten sie sich auf etwas vorbereitet.
01:23:59: Und all das scheint für mich schon, na ja, schon sehr geplant.
01:24:06: Ich kann nur beim besten Willen nicht verstehen, was sie da geplant haben und was sie da machen wollten.
01:24:12: Ja, es ist schwierig.
01:24:12: Also ich glaube, diesmal, ich habe das ja auch nicht so oft, aber ich glaube, bei diesem Fall wäre ich wirklich bei der UFO.
01:24:19: Alien Theorie.
01:24:20: Ich weiß nicht.
01:24:22: Also ich weiß nicht.
01:24:23: Ich frage mich halt auch wirklich, wie sind die überhaupt so weit gekommen?
01:24:32: Also waren die irgendwie bekannt dafür, dass sie irgendwelche Substanzen konsumiert haben?
01:24:37: Also weißt du, was ich mein, all solche Dinge.
01:24:39: Ja, ich glaube, da fehlt schon noch viel Hintergrundwissen und ich kann mir auch vorstellen, das Ganze ist ja schon sehr, sehr lange her, neunzehntonhundertsechsundsechzig.
01:24:47: Ich kann mir auch vorstellen.
01:24:48: dass es über die Jahre ein bisschen wie dieses stille Postding war, dass da immer wieder ein bisschen was dazu erzählt wurde oder weggelassen wurde und dass sich dieses komplette Bild auch nicht mehr in der Gänze irgendwie darstellen lässt.
01:25:04: Ja, das kann ich mir auf jeden Fall auch vorstellen.
01:25:06: Also das wird wahrscheinlich schon irgendwie so sein, weil zu viele Dinge, zu viele Details wirken irgendwie zu absurd und zu zusammengewürfelt.
01:25:16: Wo ich mir schon auch vorstellen könnte, dass da Sachen einfach ein bisschen falsch oder ausgeschmückt überliefert wurden.
01:25:23: Weißt du, was ich mein?
01:25:24: Ja, total.
01:25:25: Weil man hat ja auch schon gesehen, die Quellen unterscheiden sich darin, wo die Masken überhaupt gefunden wurden.
01:25:30: Und ich kann mir vorstellen, dass das bei einigen Punkten irgendwie ähnlich ist, dass einer mal gesagt hat, so und so ist das gelaufen und dabei war es ganz anders.
01:25:39: Es gibt wirklich Dinge, die belegbar sind.
01:25:41: Also diese Notizen beispielsweise, davon gibt es auch Fotos.
01:25:44: Also die wurden ganz klar da gefunden und da standen auch genau diese Dinge drauf.
01:25:49: Aber bei anderen Punkten kann das natürlich auch anders abgelaufen sein.
01:25:54: Ja, voll.
01:25:55: Aber es gibt kein Bild von der Aufwinde-Situation, oder?
01:26:00: Doch gibt es auch, ja.
01:26:02: Weil das habe ich auch so ein bisschen im Kopf.
01:26:05: Also man sieht darauf nicht so ganz viel.
01:26:08: Also es ist so von vorne fotografiert und du siehst da, dass da zwei Personen liegen.
01:26:13: Du siehst aber quasi nur die Beine und nicht richtig den Rest vom Körper.
01:26:17: Du siehst einfach, dass da zwei Personen im Gras liegen.
01:26:20: Okay.
01:26:21: Ja, weil das war irgendwie sowas, was ich mit dem Vorall noch so ein bisschen verknüpft hab.
01:26:25: Das heißt, man sieht da beispielsweise auch nicht, wo sich die Masken befinden.
01:26:29: Nee, genau.
01:26:29: Und man sieht auch nicht, dass sie in dieser entspannten Situation liegen, die ich am Anfang beschrieben habe, dass sie die Hände so hinter dem Kopf... überkreuzt hatten, als würden sie sich sonnen, wie du das beschrieben hast, dass sie von auf dem bild auch nicht.
01:26:41: Ich bin echt richtig gespannt, was ihr glaubt, weil ich kann mir das irgendwie gar nicht zusammenreimen.
01:26:48: Also gar nicht.
01:26:50: Null Komma Null auch.
01:26:52: Die Alien Version.
01:26:54: Ich bin bei allem so ein bisschen überfragt einfach.
01:26:57: Und das tut mir auch leid, dass ich dir nicht so viele Fragen beantworten konnte, die du wahrscheinlich seit Anfang an.
01:27:03: jetzt mit dir rumschleppst.
01:27:04: Naja, aber dafür kann man die jetzt ja so ein bisschen mehr krübeln.
01:27:07: Nur das ist so das Ding, so bei unseren Spokiesundays oder generell auch bei ungelösten Fällen, finde ich, hat man oft so eine Richtung.
01:27:15: Ja, ja.
01:27:16: Also man hat meist so eine Tendenz und das ist halt wirklich bei dem Fall sowas, das habe ich gar nicht.
01:27:23: Krass,
01:27:23: ja.
01:27:24: Und deswegen bin ich auch richtig gespannt, wie es euch da draußen geht, ob ihr euch mir anschließt mit der UFO-Alien-Theorie.
01:27:30: oder ob ihr sagt, nee, glaub ich, auf gar keinen Fall.
01:27:33: Und manchmal habt ihr ja auch noch ganz neue Theorien parat, auf die wir selbst gar nicht kommen würden oder die bisher noch gar nicht im Raum irgendwie stehen.
01:27:39: Ja.
01:27:40: Ich würde nicht mal sagen, dass diese Alien-Theorie komplett ausgeschossen ist.
01:27:45: Also, ich hab weder, dass ich sage, das war's, noch, dass ich sage, das war's nicht.
01:27:51: Für mich ist das wirklich so ein Fall, da ist alles möglich.
01:27:54: Alles und nichts irgendwie.
01:27:56: Also, nichts wirkt superwahrscheinlich.
01:28:00: Aber alles ist möglich.
01:28:02: Weißt du, was ich mein, so?
01:28:04: Ich glaube, das beschreibt es ziemlich gut all in all.
01:28:07: Also,
01:28:07: richtig skurril, richtig bizarr, so ein bisschen, das wär das eine abstruse Story, die jemand geschrieben hat, während er keine Ahnung, ob irgendwas halb war oder so.
01:28:20: Ja, man kann sich irgendwie gar nicht vorstellen, dass das alles so passiert ist, ne?
01:28:24: Ja, voll.
01:28:25: Auf jeden Fall.
01:28:26: Also, ihr könnt auf jeden Fall jetzt mal ... euch Gedanken machen, was ihr glaubt, was da passiert sein könnte.
01:28:33: Und dann schreibt uns das auf jeden Fall bei Instagram unter eisenedark.podcast.
01:28:38: Und dann, Sarah, hoffe ich, dass du an der Stelle schon einen Gänsehaut to go Moment für uns parat hast.
01:28:55: Ja, hab ich tatsächlich.
01:28:56: Und der heutige Gänsehaut to go Moment kommt von der lieben Alex.
01:29:02: Sie schrieb.
01:29:03: Ich habe einen Gänsehaut-to-go-Moment für euch.
01:29:06: Mein Mann und ich wohnen im Haus von meinen Großeltern in einer separaten Wohnung.
01:29:11: Als mein Opa vor vier Jahren gestorben ist, habe ich drei Nächte lang nachts gehört, jemand meinen Namen gerufen hat.
01:29:20: Es war ein leises und dumpfes Rufen und ich bin davon wach geworden und habe es wieder gehört.
01:29:26: Nachdem das drei Tage in Folge so ging, habe ich eine Kerze am Fenster angezündet und bin auf den Friedhof gegangen.
01:29:33: Am Grab meines Opa's habe ich ihm versprochen, auf meine Oma aufzupassen und seitdem habe ich nichts mehr gehört.
01:29:42: Oh,
01:29:42: das finde ich ein richtig schön Gänsehaut to go Moment.
01:29:46: Ja voll.
01:29:47: Es wollte ihr Opa einfach nochmal so ein bisschen sicher gehen, dass sie ganz genau weiß, was ihre Aufgabe ist.
01:29:54: Ja, dass er dafür sorgen will, dass es seiner Frau gut geht.
01:29:59: Das war da jetzt richtig.
01:30:00: nochmal was fürs Herz.
01:30:02: Deswegen danke auf jeden Fall dir fürs Zusenden.
01:30:05: Und dann würde ich auch sagen, sind wir am Ende des heutigen Spooky Sunday angekommen.
01:30:09: Wir hoffen natürlich, dass ihr alle nächsten Sonntag zu einem wahren Kriminalfall wieder mit dabei seid.
01:30:15: Und bis dahin, wie immer, schöne Träume.
01:30:17: Bis dann.
01:30:18: Tschüss.
01:30:19: Tschüssi.
01:30:26: Kurz hierzu, also die Quellen unterscheiden sich sehr.
01:30:30: Und kurz
01:30:31: hierzu.
01:30:34: Sie quellen und unterscheiden sich sehr stark.
01:30:38: Kurz hier zum einmal.
01:30:41: Okay, das war's hierzu.
01:30:43: Tschüss.
01:30:46: Das war perfekt.
01:30:48: Oha, echt?
01:30:49: Ja.
01:30:50: Oha, echt?
01:30:53: Ja, weil das war nämlich...
01:30:58: Serios?
01:30:59: Warte, ich setze mich oben meinen Arsch kurz so, wie es tut mir leid.
01:31:02: Ich glaub es dir.
01:31:04: Ich frage mich auch, ob ich mich auf die Couch legen kann.
01:31:06: Eigentlich
01:31:10: schon, ne?
01:31:10: Weil
01:31:10: sitzen könnte ich halt nicht.
01:31:11: Aber legen könnte ich mich vielleicht.
01:31:13: Soll ich mal versuchen?
01:31:15: Ja, versuch mal.
01:31:16: Ich muss ja nicht zu viel reden.
01:31:19: Weißt du, dann geht es vielleicht.
01:31:22: In a room full of
01:31:23: people.
01:31:24: I look for
01:31:26: you.
01:31:26: Junge, mein Arsch ist eingeschlafen.
01:31:28: Kennst du das?
01:31:30: Ja, das ist so unangenehm, man.
01:31:31: Wow, wild.
01:31:34: Wow.
01:31:36: I love
01:31:50: it.
01:32:00: Okay, auf Seite.
01:32:02: Gleich auf Seite neun.
01:32:06: Weiß aber auch nicht, ob ich aufs Sechzehn was drauf ist, hab ich dann gecheckt.
01:32:09: Äh, nicht.
01:32:11: Hör nicht.
01:32:12: Hör nicht.
01:32:14: Aber ich hör alles gut.
01:32:17: Perfekt.
01:32:17: Ich kann auch gut sprechen.
01:32:19: Hörst dich auch gut an.
01:32:21: Hammer.
01:32:22: Wenn ich jetzt ne Würste, dass du liegst, würd ich's net hören.
01:32:24: Hammer.
01:32:26: Ist das die Leute, die den Podcast sprechen und denken, die liegt doch.
01:32:30: Jetzt kann man doch keiner erzählen, die liegt doch.
01:32:33: Die hat sich doch da einfach hingelegt.
01:32:38: Jung, so wie die meisten sich unsere Folge anhören, machst du das halt auch.
01:32:42: Ja, genau.
01:32:46: Mittwoch eine Kapsel im Liegen.
01:32:52: So wie ich jetzt gerade bin.
01:32:54: Hast du deine Kapsel bereit?
01:32:56: Tschüssi!
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